Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
3,5 Jahre
Arbeitszeit:
Schichtdienst (möglich)
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 370-750 Euro
2. Jahr: 410-790 Euro
3. Jahr: 450-850 Euro
4. Jahr: 490-900 Euro

Schneidwerkzeugmechaniker/in

Ein stumpfes Messer beim Zwiebelschneiden ist ärgerlich. Ein stumpfes Sägeblatt in einer Schreinerei ist dagegen eine Katastrophe. Und während zu Hause der Messerschleifer ausreicht, sind in Fabriken und Werkstätten daher die Schneidwerkzeugmechaniker gefragt. Denn die stellen nicht nur Messer, Klingen, und Scheren her, sondern sorgen auch für die Instandhaltung von Industrieanlagen, die mit maschinellem Schneidewerkzeugen ausgerüstet sind. In der dreieinhalbjährigen Ausbildung als Schneidwerkzeugmechaniker lernst du, wie du Messer und Schneidwerkzeuge schmiedest und computergesteuerte Schleifmaschinen steuerst. Ein Beruf für Technikfans mit Fingerspitzengefühl. Du bist scharf auf die Ausbildung? Dann gibt’s jetzt alle Infos von uns.

Die Ausbildung als Schneidwerkzeugmechaniker wird mit den zwei Schwerpunkten Schneidmaschinen- und Messerschmiedetechnik sowie Schneidwerkzeug- und Schleiftechnik angeboten. In der Schneidmaschinen- und Messerschmiedetechnik lernst du, wie du Messer, Klingen, Schneidinstrumente und Scheren, die von Hand benutzt werden, schmiedest. Also beispielweise Messer für Köche, Skalpelle für Chirurgen oder Scheren für Friseure und Schneider. Beim Freiformschmieden erhitzt du ein Werkstück, beispielsweise Stahl, und bringst es mit einem Hammer in Form, danach geht es ans Schleifen und Polieren. Ist die Klinge fertig, testest du, ob sie auch wirklich Messerscharf ist. Bei diesem Vorgang ist sehr viel Genauigkeit gefragt, schleifst du zu viel von dem wertvollen Material weg, kannst du diesen Fehler nicht mehr korrigieren. Neben dem Schmieden widmest du dich auch der Reparatur von Schneidemaschinen, dazu gehören Kettensägen oder Rasenmäher. Auseinanderbauen, reinigen, Teile austauschen oder Schneideelemente schleifen – für dich nach deiner Ausbildung kein Problem.

Im Schwerpunkt Schneidwerkzeug- und Schleiftechnik dreht sich dagegen alles um Klingen, die in Industrieanlagen im Dauereinsatz sind, wie beispielsweise Sägeblätter in einer Holzfabrik. Diese kannst du sowohl herstellen als auch reparieren und in Schuss halten. Bekommst du den Auftrag, ein Schneidewerkzeug herzustellen, arbeitest du genauer, als es bei jedem anderen Metallberuf gefordert wird. Um ein Schneidwerkzeug exakt herzustellen, musst du alles über die Beschaffenheit der Werkstoffe wissen und sehr gut rechnen können. Anders als beispielsweise Kochmesser, werden maschinelle Schneidewerkzeuge nicht per Hand, sondern mit Hilfe von Produktionsanlagen produziert. Maschinen bedienen gehört also auch zu deiner Ausbildung dazu. Die Maschinen helfen dir nicht nur bei der Fertigung, sondern auch beim Schleifen. Mit Hilfe von hand- und computergesteuerten Schleifmaschinen werden Sägeblätter auf Vordermann gebracht. Dafür erfährst du, wie man Anlagen programmiert und den richtigen Schleifwinkel einstellt, so dass sie auf den Millimeter genau arbeiten. Dieser Schwerpunkt führt dich deshalb in Maschinen- und Industriehallen. Übrigens: Hier ist oft Schichtdienst angesagt. 

Wusstest du schon, dass...

  • du auch Kufen für Schlittschuhe herstellen und schleifen kannst?
  • der Beruf früher Messerschmied hieß?
  • die Anfertigung eines handgeschmiedeten Küchenmessers bis zu 8 Stunden dauert?
  • das Verletzungsrisiko bei stumpfen Messern höher ist als bei scharfen? Denn mit einem stumpfen Messer benötigt man mehr Kraft und rutscht schneller ab.
  • das älteste Schwert der Welt rund 5000 Jahre alt ist und von einem italienischen Forscherteam in der Türkei gefunden wurde?

Die meiste Zeit deiner Ausbildung verbringst du in Werkstätten und Maschinenhallen. Du bist Lärm, Hitze und Staub ausgesetzt und arbeitest zudem mit scharfen Klingen. Schutzkleidung, wie Lederschürzen, Handschuhe, Schutzbrillen und Gehörschutz, sorgt aber dafür, dass du dir um deine Gesundheit keine Sorgen machen musst. Die theoretischen Inhalte lernst du in der Berufsschule. Hier stehen Mathematik, Werkstoffkunde, Physik und Chemie auf deinem Stundenplan. Der Physikunterricht war dein wöchentliches Highlight in der Schule? Du bist körperlich fit? Rechnen fällt dir leicht und wenn du ein Bild aufhängst, ist es auf den Millimeter genau gerade? Perfekt! Hast du dazu noch einen Haupt- oder Realschulabschluss, steht deiner Ausbildung als Schneidwerkzeugmechaniker nichts im Wege.

Du solltest Schneidwerkzeugmechaniker/in werden, wenn …
  1. du ein ruhiges Händchen und handwerkliches Geschick besitzt.
  2. Maschinen und Technik dich interessieren.
  3. du immer sorgfältig bist.
Du solltest auf keinen Fall Schneidwerkzeugmechaniker/in werden, wenn …
  1. du auf keinen Fall im Schichtdienst arbeiten möchtest.
  2. Geschicklichkeit noch nie zu deinen Talenten zählte.
  3. du nicht im Stehen arbeiten kannst.
Das Schneidwerkzeugmechaniker/in-Quiz
Frage / 3

Welche Säge gibt es wirklich?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, der Fuchsschwanz ist eine beliebte Säge, die zur Grundausstattung jedes Tischlers und Heimwerkes zählt.
Richtig! Der Fuchsschwanz ist eine beliebte Säge, die zur Grundausstattung jedes Tischlers und Heimwerkes zählt.

Was ist kein Bestandteil eines Messers?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, Rücken und Kehle sind beides Bestandteile eines Messers, Knie aber nicht.
Richtig! Rücken und Kehle sind beides Bestandteile eines Messers, Knie aber nicht.

Wie hoch ist die Arbeitstemperatur beim Schmieden von Stahl?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, die Arbeitstemperatur beim Schmieden von Stahl liegt zwischen 750 und 950 Grad Celsius.
Richtig! Die Arbeitstemperatur beim Schmieden von Stahl liegt zwischen 750 und 950 Grad Celsius.
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Dieses Profil wurde von Sabine geschrieben
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