Ausbildung als Staatlich anerkannte/r Präparationstechnische/r Assistent/in

Empf. Schulabschluss:
Mittlere Reife
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
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Karrierepfad Staatlich anerkannte/r Präparationstechnische/r Assistent/in

Ausbildung als Staatlich anerkannter Präparationstechnischer Assistent

Als staatlich anerkannter Präparator hast du dir definitiv einen Ausbildungsberuf ausgesucht, den nicht jeder macht und auch nicht machen kann. Denn erstens brauchst du für die Arbeit an Fossilien, Pflanzenmaterial oder tierischen Organen sehr viel Geduld und Fingerspitzengefühl, und zweitens stabile Nerven. Vor allem, wenn du dich auf den Bereich Medizin spezialisierst, wo du menschliche Körper konservieren wirst. Nach den drei Jahren beendest du deine schulische Ausbildung mit einer Prüfung und bist von da an offiziell Präparationstechnischer Assistent mit staatlicher Anerkennung. Angeboten wird die Ausbildung vor allem an der Berufsfachschule (zum Beispiel in Bochum) oder am Berufskolleg. Arbeit findest du im Anschluss daran in geologischen, paläontologischen oder medizinischen Forschungseinrichtungen und auch häufig in Museen, die deine Präparate für ein breiteres Publikum ausstellen.

 

Anpassungsweiterbildung

Anpassungsweiterbildungen sind dafür gedacht, dein Fachwissen immer aktuell zu halten und neue Entwicklungen nicht zu verschlafen. Besonders in den Bereichen der Medizin und der Biologie sind solche Bildungsgänge enorm wichtig für deine weitere Karriere. Denn hier wird unermüdlich an der neuesten Präparationstechnik geforscht.

Als Anpassungsweiterbildung kommen zum Beispiel Lehrgänge aus den Bereichen Medizinische Assistenz, Geowissenschaften oder sogar Museologie in Frage – je nachdem, in welche Richtung du deine Karriere als Präparationstechnischer Assistent lenken möchtest. Wenn du dich für eine solche Anpassungsfortbildung interessierst, kannst du dich dafür bei verschiedenen privaten und staatlichen Bildungseinrichtungen bewerben – zum Beispiel bei der Industrie- und Handeslkammer (IHK). Gratis gibt es die Weiterbildung in den meisten Fällen leider nicht. Du musst also nicht nur mit einer Anmeldegebühr, sondern auch mit einer Kursgebühr rechnen. Viele Arbeitgeber übernehmen solche Kosten aber für ihre Mitarbeiter, immerhin profitieren sie am Ende ja von deinem Fachwissen.

 

Studium

 

Nach deiner Ausbildung dienen die Präparate, die du hergestellt hast, vor allem dazu, Medizin-, Biologie- und Geowissenschaftsstudenten ihr Studienfach plastisch näher zu bringen. Im Grund kann man also sagen: Du weißt mindestens genauso viel über jedes einzelne Präparat wie die Studenten. Mit diesem ganzen Vorwissen wird es dich also bestimmt nicht überraschen, dass du nach deiner Ausbildung auch noch studieren kannst, wenn du das Abitur hast.

Je nachdem, für welche Fachrichtung du dich in deiner Ausbildung entschieden hast, kannst du dich zum Beispiel für Biologie, Geologie, Paläontologie und sogar Humanmedizin einschreiben. Als angehender Arzt wirst du da wahrscheinlich jeden Anatomiekurs rocken – sofern du den guten Notenschnitt mitbringst, den Medizinstudenten brauchen.

 

Selbstständigkeit

 

Werkstätten, die sich auf die Präparation von toten Tieren spezialisiert haben, sucht man in unseren Fußgängerzonen vergeblich. Das bedeutet aber nicht, dass es sie nicht gibt. Denn natürlich kannst du dich nach deiner fertigen Ausbildung als Präparationstechnischer Assistent auch selbstständig machen. Dafür solltest du aber einige Jahre Berufserfahrung mitbringen und dir genau überlegen, wie dein Geschäftsfeld aussehen soll. Die meisten Präparatoren, die ihre eigene Werkstatt eröffnen, konzentrieren sich auf die Präparation von toten Tieren, die zum Beispiel als Jagdtrophäen ausgestellt werden sollen. Denn als Privatperson darfst du natürlich nicht einfach menschliche Körper oder wissenschaftlich bedeutende Fossilien konservieren. Überleg dir diesen Schritt also sehr gut. 

Nach deiner Ausbildung kannst du…

  • ...sagen, wo das Pfannen- und wo das Sehnenband im menschlichen Fuß verläuft.
  • ...Silikonabdrücke von Knochen anfertigen.
  • ...die Gewebestrukturen von Pflanzen so in Kunststoff gießen, dass sie mit dem bloßen Auge sichtbar werden.
  • ...den Unterschied zwischen einem Körper- und einem Spurenfossil benennen.
  • ...zerbrochene oder unvollständige Fossilien reparieren.
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