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Empf. Schulabschluss:
mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 590-650 Euro
2. Jahr: 640-700 Euro
3. Jahr: 720-800 Euro

Stoffprüfer/in

Die Experimente im Chemieunterricht haben dir großen Spaß gemacht und im Labor zu arbeiten klingt cool? Dann haben wir gute Nachrichten für dich: Die Ausbildung zum Stoffprüfer spielt sich zum Großteil genau dort ab, wo du verschiedene Stoffe untersuchst und analysierst und mit vielen verschiedenen chemischen Substanzen hantierst. Die sind teilweise auch nicht ganz ungefährlich, weswegen Arbeitskittel, Einweghandschuhe und Schutzbrille zu deiner Grundausrüstung zählen. Wir haben den Beruf Stoffprüfer auf Herz und Nieren geprüft und verraten dir, welche Stoffe untersucht werden, wie dies geschieht und was für einen Sinn das Ganze hat. Außerdem gibt es alles Wissenswerte rund um die Themen Gehalt und berufliche Zukunft. Unsere Infos sind ein klasse Stoff, und dabei auch noch völlig ungefährlich - für den Augenblick kannst du die Schutzkleidung also noch im Schrank lassen. 

Die dreijährige Ausbildung verläuft dual. Das heißt, dass du nicht nur Zeit im Betrieb verbringst, sondern auch die Schulbank drücken musst. Der Weg zur Berufsschule wird für dich allerdings weiter sein als du vielleicht denkst, denn deutschlandweit existiert derzeit nur eine einzige Schule für Stoffprüfer – im bayrischen Selb. Das hängt damit zusammen, dass es jedes Jahr nur wenig neue Stoffprüfer-Azubis gibt. Da bietet es sich an, die deutschlandweit einheitliche Ausbildung an einem Ort durchzuführen. Die Berufsschule musst du während deiner gesamten Ausbildungsdauer immer wieder besuchen. Neben allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch oder Wirtschaftskunde gibt es auch sogenannte Fachklassen, in denen berufsspezifische Lernfelder auf dem Stundenplan stehen. Du erfährst viel über die chemische Zusammensetzung von verschiedenen Stoffen und deren Eigenschaften, beispielsweise von Keramik oder Glas. Wie verhält sich der Stoff bei Wärme oder Druck? Wie wasser- oder luftdurchlässig ist er? In der Fachklasse wirst du dabei nicht nur auf Stoffprüfer-Kollegen stoßen, sondern auch auf Baustoffprüfer, Chemielaboranten und Werkstoffprüfer. Das sind Berufsgruppen, mit denen du in deinem späteren Berufsleben eng zusammenarbeiten wirst.

Im Betrieb setzt du dann all das theoretische Wissen aus der Berufsschule in die Tat um. Du führst beispielsweise Sieb- und Schlammanalysen durch, dekantierst, filtrierst, saugst ab und laugst oder wäschst aus. Wie bereits erwähnt, findet der Großteil deiner Arbeit im Labor statt. Während des kompletten Herstellungsprozesses eines Produkts nimmst du kontinuierlich Proben und analysierst diese mit verschiedenen Prüfgeräten. Durch dein „Okay“ bescheinigst du dem Produkt höchste Qualitätsstandards. Manche Unternehmen haben sich auf Badkeramik, also Waschbecken, Toilette, Badewanne und ähnliche keramische Erzeugnisse spezialisiert. Die dort arbeitenden Industriekeramiker stellen alles aus einer speziellen Keramik her, die gewisse Eigenschaften aufweisen muss. Ein Waschbecken sollte beispielsweise hygienisch, langlebig und unempfindlich gegen Kalk und Hitze sein. Badewannen wiederum müssen die Wärme des Wassers speichern, denn wer liegt schon gerne in einer Badewanne, in der das Wasser nach fünf Minuten abgekühlt ist? Genau da setzen die Stoffprüfer an, deren Ziel es ist, immer bessere Stoffe mit noch besseren Eigenschaften zu entwickeln, beziehungsweise deren Qualität zu sichern.

Neben der Spezialisierung auf Keramik gibt es noch zwei weitere Vertiefungsgruppen: Glasprodukte sowie Steine, Erden, Beton und Baustoffe. Bei den Glasprodukten liegt intelligentes Glas voll im Trend. Ursprünglich wurde das für die Baubranche entwickelt, findet jetzt aber beispielsweise auch bei Handys Verwendung. Die neuesten Geräte besitzen ein gebogenes Display, das nicht nur cool aussieht, sondern auch sehr kratzfest, stabil und dennoch flexibel ist. Ein Beispiel für die Steine und Erden Branche ist der Straßenbau, bei dem immer neue und verbesserte Rohstoffe zum Einsatz kommen. Wie du siehst, begegnen dir ständig Stoffe, bei denen Stoffprüfer für die richtige Qualität sorgen.

Wusstest du schon, dass...

  • Keramikwaschbecken sogar kochendes Wasser aushalten? Waschbecken aus Mineralguss vertragen dagegen nur 65 Grad heißes Wasser.
  • Glas mit einer bestimmten chemischen Beschichtung seine Farbe und Lichtdurchlässigkeit verändern kann?
  • die ältesten bisher gefundenen keramischen Erzeugnisse rund 30000 Jahre alt sind?
  • rund 60% aller Stoffprüfer-Azubis einen Realschulabschluss haben?
  • die Bezeichnung Steine und Erden als Sammelbegriff viele verschiedene Rohstoffe zusammenfasst? Dabei unterscheidet man zwischen Massenrohstoffen wie Sand oder Kies und Bindemitteln wie Zement, Gips und Ton.

Die meisten Ausbildungsbetriebe fordern einen guten Haupt- oder einen Realschulabschluss. Aus der Schule solltest du außerdem gute Kenntnisse in Mathe, Physik und Chemie mitbringen. Bei den verschiedenen Analyseverfahren wirst du immer wieder mit Formeln rechnen müssen, beispielsweise bei der Dichteberechnung verschiedener Rohstoffe. Zahlendreher oder kleinste Fehler beim Abwiegen können falsche Ergebnisse nach sich ziehen – Präzision und eine saubere Arbeitsweise sind also oberstes Gebot, wenn du einen Stoff untersuchst. Verantwortungsbewusstsein darf auch nicht fehlen, denn deine Analyse entscheidet über das weitere Vorgehen der kompletten Produktion. Dein Können in diesen Fächern wird dementsprechend durch einen Einstellungstest abgefragt, bevor du dich für deinen Ausbildungsplatz ans Mikroskop setzen darfst.

Du solltest Stoffprüfer/in werden, wenn …
  1. eine saubere und präzise Arbeitsweise kein Problem für dich ist.
  2. dich die Naturwissenschaften schon immer fasziniert haben.
  3. du gerne im Labor arbeiten möchtest.
Du solltest auf keinen Fall Stoffprüfer/in werden, wenn …
  1. Mathe und Chemie in der Schule deine Hassfächer waren.
  2. dich Allergien quälen.
  3. du tollpatschig bist.
Das Stoffprüfer/in-Quiz
Frage / 3

Was stellt man mit einem Gaskalorimeter fest?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, mit dem Gaskalorimeter stellt man den Brennwert von Gasen fest.
Richtig! Mit dem Gaskalorimeter stellt man den Brennwert von Gasen fest.

Mit welcher Berufsgruppe arbeiten Stoffprüfer nicht zusammen?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, Stoffprüfer arbeiten nicht mit Fertigungsmechanikern zusammen.
Richtig! Stoffprüfer arbeiten nicht mit Fertigungsmechanikern zusammen.

Was wird beim Titrieren bestimmt?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, bei der Titration handelt es sich um eine chemische Maßnahme, mit deren Hilfe der Anteil gelöster Substanzen in einer Probelösung bestimmt werden kann.
Richtig! Bei der Titration handelt es sich um eine chemische Maßnahme, mit deren Hilfe der Anteil gelöster Substanzen in einer Probelösung bestimmt werden kann.
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Dieses Profil wurde von Eva geschrieben
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