Ausbildung als Tierheilpraktiker machen
Tierheilpraktiker/in

0 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss ohne Schulabschluss
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit Sehr unterschiedlich
1. Ausbildungsjahr unvergütet
2. Ausbildungsjahr unvergütet
3. Ausbildungsjahr unvergütet
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Ausbildung als
Tierheilpraktiker

Schulische Ausbildung

„Old MacDonald hat ’ne Farm, I-Ei, I-Ei, Ooooh. Und auf der Farm hat er ‘nen Hund, I-Ei, I-Ei, Ooooh. Doch der Hund hat Depressionen, I-Ei, I-Ei, Ooooh. Darum machst du ihn jetzt gesund, I-Ei, I-Ei, Ooooh.“ Wenn Katzendame Ophelia nicht mehr frisst und der sonst so verspielte Dackel Waldi nur noch lustlos in der Ecke herumliegt, dann sucht das besorgte Frauchen oder Herrchen meistens zuerst den Tierarzt auf. Aber was, wenn der Veterinär keine ernsthaften körperlichen Erkrankungen feststellen kann? Dann weiß vielleicht der Tierheilpraktiker Rat. Der kümmert sich nicht nur um die körperlichen, sondern auch die seelischen und psychischen Leiden der tierischen Patienten und lindert mit den Methoden der Naturheilkunde ihre Schmerzen. Du möchtest Katze & Co. behandeln, ein Tiermedizinstudium kommt für dich aber nicht in Frage? Dann ist die Ausbildung zum Tierheilpraktiker eine tierische Alternative. I-Ei, I-Ei, Ooooh yeah!

In der Ausbildung zum Tierheilpraktiker lernst du zuerst einmal alle gängigen Behandlungsmethoden aus der Naturheilkunde kennen. Du setzt dich zum Beispiel mit Physiotherapie, Akupunktur, Psychotherapie, Energielehre und klassischer Homöopathie auseinander. Später spezialisierst du dich dann auf eine oder mehrere dieser Therapieformen. Bei psychischen Störungen oder Schockzuständen setzt du vielleicht auf die Bach-Blütentherapie, bei der Bach-Blüten über das Futter verabreicht werden, bei Hauterkrankungen wendest du dagegen einen Softlaser an oder bestrahlst sie in der Farbtherapie mit künstlichem Licht. 

Auch wenn du nicht bei schweren körperlichen Verletzungen zum Einsatz kommst, erhältst du eine veterinärmedizinische Grundausbildung. Man bringt dir unter anderem die Grundlagen über die Anatomie der Tiere, mögliche Allergien, Atmungs- und Verdauungsorgane, Herz- und Blutkreislauf sowie verschiedene Infektionskrankheiten bei. Du weißt also, was grundsätzlich zu tun ist, wenn eine Pfote verstaucht ist oder sich irgendwo eine blutende Wunde gebildet hat. Als Tierheilpraktiker behandelst du dabei hauptsächlich Hunde, Katzen und Pferde, doch auch mit allen anderen Groß- und Kleintieren sucht man dich hin und wieder auf. 

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Die Ausbildung zum Tierheilpraktiker ist eine rein schulische Ausbildung. Angeboten wird sie von diversen Schulen und Fernschulen, zum Beispiel einer Heilpraktikerschule oder Akademie für Naturheilkunde. Die Ausbildung ist allerdings nicht staatlich anerkannt und auch nicht durch das Berufsbildungsgesetz geregelt. Es gibt also keinerlei Richtlinien, die klar vorgeben, was eine Schule dir beibringen oder wie lange die Lehre dauern muss. In der Regel kannst du aber rund 24 Monate mit ungefähr 900 Unterrichtsstunden einplanen.

Die Fachausbildung gibt es in mehreren Varianten. Entscheidest du dich für den Präsenzunterricht, dann gehst du regelmäßig zur Schule. Es gibt aber auch Kombilehrgänge, bei denen du, meistens am Wochenende, rund 500 Stunden vor Ort auf der Schulbank verbringst, der restliche Unterricht findet dann als Fernlehrgang statt. Im Multilehrgang wiederum sind beide Formen vereint: Du nimmst am kompletten Präsenzunterricht teil, bekommst aber auch die ganzen zusätzlichen Fernlernmedien, also bestimmte Bücher oder Videos. Aufgelockert wird die Theorie dann durch zahlreiche fachpraktische Seminare, schulinterne Praktika und Hospitationen in Tierheilpraxen. Außerdem gibt es die Ausbildung auch komplett als Fernstudium. Am Ende wartet dann eine Abschlussprüfung, die meistens aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil besteht.

Nach der bestandenen Heilpraktikerausbildung machen sich die meisten Tierheilpraktiker direkt selbstständig. Entweder eröffnen sie dann ihre eigene Praxis, oder sie arbeiten mobil, was bedeutet, dass sie raus zu ihren Kunden fahren und dort die Tiere behandeln. Manche Tierheilpraktiker arbeiten aber auch als Angestellte, zum Beispiel in einer Tierhandlung, als Futtermittel-Ernährungsberater oder als Pfleger in einem Tierheim. In diesem Fall haben die Tierheilpraktiker aber häufig vorher eine andere, staatlich anerkannte Ausbildung abgeschlossen. 

Wusstest du schon, dass...

  • …Hunde nicht nur gähnen, wenn sie müde sind, sondern auch bei Stress und Verlegenheit?
  • …es die Berufszeichnung „Tierheilpraktiker/in“ schon seit über 120 Jahren gibt?
  • …Tierheilpraktiker auf die gleichen naturheilkundlichen Therapiemethoden setzen wie die Heilpraktiker für Menschen?
  • …Tierheilpraktiker allgemein mit THP abgekürzt wird?
  • …sich das Geschlecht eines Pferdes am Gebiss erkennen lässt? Hengste besitzen 40, Stuten dagegen nur 36 Zähne.

Für die Ausbildung und den Beruf als Tierheilpraktiker gibt es keine einheitlichen, allgemeingültigen Zulassungsvoraussetzungen. Manch eine Schule setzt noch die Volljährigkeit voraus, aber das war‘s dann auch schon. Das bedeutet nicht, dass man mal ebenso mir nichts, dir nichts Tierheilpraktiker werden kann, denn wichtiger als irgendwelche formellen sind die persönlichen Voraussetzungen, die du erfüllen musst. Mit deiner Jobwahl trägst du große Verantwortung für das Leben und die Gesundheit von Tieren, die für die meisten Tierhalter vollwertige Familienmitglieder sind. Dieser Verantwortung solltest du dir bewusst sein.

Auch falscher Stolz hat in der Tierheilkunde nichts zu suchen. Wenn du in einem Fall mal nicht weiterweißt, solltest du Mensch und Tier an eine andere fachkompetente Stelle verweisen, also zum Beispiel an einen Tierarzt oder einen Kollegen mit anderen Schwerpunkten. 

Du solltest Tierheilpraktiker werden, wenn...

  1. ...du Tiere behandeln, dafür aber nicht studieren willst.
  2. ...Tiere dir am Herzen liegen.
  3. ...du absolut verantwortungsbewusst bist.

Du solltest auf keinen Fall Tierheilpraktiker werden, wenn...

  1. ...Tierhaare Allergien bei dir auslösen.
  2. ...Naturheilkunde für dich nur Esoterik-Unsinn ist.
  3. ...du denkst, dass Tiere keine Seele haben.

Das Tierheilpraktiker-Quiz

Welches Verfahren wird nicht bei der Akupunktur verwendet?



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