Ausbildung zum Heilpraktiker machen
Empfohlener Schulabschluss Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer 1-3 Jahre
Arbeitszeit werktags
1. Ausbildungsjahr unvergütet
2. Ausbildungsjahr unvergütet
3. Ausbildungsjahr unvergütet
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Ausbildung zum
Heilpraktiker

Schulische Ausbildung

„Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.“ Diesen klugen Satz sagte Hippokrates von Kos, der Vater der Heilkunde. Wenn du diese Aussage in Bezug auf die Gesundheit unterschreiben würdest, bist du absolut richtig in der Ausbildung zum Heilpraktiker. Denn in der Heilkunde wird vornehmlich nicht mit Medikamenten geheilt, sondern es wird stattdessen viel mit homöopathischen und anderen naturheilkundlichen Methoden gearbeitet. Besonders wichtig ist dabei neben der körperlichen auch die seelische Verfassung der Patienten. Um diese beurteilen zu können, lernst du in der Ausbildung zum Heilpraktiker, welche Fragen du stellen musst, um die richtige Heilmethode anwenden zu können.

Auch wenn du als Heilpraktiker keine Medikamente verschreiben darfst, lernst du in der Ausbildung zum Heilpraktiker natürlich alles über den menschlichen Körper. Du wirst erfahren, wie er funktioniert, welche Organe welche Aufgaben übernehmen, wie der Bewegungsapparat aufgebaut ist, alles über den Blutkreislauf, die Haut etc.  Außerdem musst du wissen, welche Krankheiten es gibt, wie sie entstehen und wie man sie behandeln kann. Dazu lernst zu zahlreiche Therapiemethoden kennen, beispielsweise Akupunktur, Phytotherapie, Homöopathie und Massage. Um in einer Praxis zu arbeiten, musst du außerdem alles über Hygiene, Sterilisation und Desinfektion wissen, wie man mit Patienten umgeht und welche Medikamente wie wirken.

Übrigens erfolgt die Ausbildung zum Heilpraktiker in einem Lehrgang. Dieser kann in Voll- oder Teilzeit und sogar im Fernunterricht absolviert werden. Je nachdem, welche dieser Formen du wählst, dauert die Ausbildung auch unterschiedlich lange. In Vollzeit kannst du es schon in einem Jahr zum Heilpraktiker bringen, in Teilzeit kann es auch drei Jahre dauern bis du fertig bist. Auch der Zugang zur Ausbildung ist unterschiedlich geregelt. An manchen Schulen reicht ein Hauptschulabschluss, an anderen werden nur Leute mit Abitur zugelassen. Oft ist sogar ausdrücklich erwünscht, dass du schon eine Ausbildung im Gesundheitsbereich abgeschlossen hast. Wenn das der Fall ist, hast du also die besten Chancen auf eine Ausbildung zum Heilpraktiker.

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An manchen Heilpraktikerschulen hast du auch Praktikumsphasen, in denen du die Arbeit in einer Heilpraktikerpraxis kennenlernen kannst. So kannst du schon mal in den Berufsalltag hereinschnuppern und einiges über die Organisation einer eigenen Praxis lernen. Du kannst dich in deiner Ausbildung zum Heilpraktiker auch auf einen bestimmten Bereich spezialisieren. Zur Auswahl stehen Kinderheilkunde, Sport und Psychotherapie. Du musst dich also entscheiden, welcher dieser Bereiche dich am meisten interessiert oder ob du lieber ein allgemeiner Heilpraktiker sein möchtest.

Wusstest du schon, dass...

  • …es derzeit in Deutschland etwa 26.000 Heilpraktiker gibt?
  • …du als Heilpraktiker auch der Schweigepflicht unterliegst?
  • …1928 der erste deutsche Großverband für Heilpraktiker gegründet wurde?
  • …ein Grundpfeiler der Homöopathie lautet „Ähnliches möge durch Ähnliches behandelt werden“?
  • …in der Naturheilkunde auch die Ernährung eine große Rolle spielt?
  • …viele Krankheiten als Folge von Umweltgiften angesehen werden? Die Heilkunde möchte dann mit Entgiftung dagegen angehen.
Das Besondere an deinem zukünftigen Job ist übrigens, dass deine Patienten nicht einfach zur Tür hereinmaschieren, dir kurz erzählen, welche gesundheitlichen Probleme sie haben, und du ihnen dann ein Rezept schreibst. Im Gegensatz zur Schulmedizin wird in der Heilkunde nämlich eine sehr ausgiebige Erstanamnese vorgenommen. Das bedeutet, dass du in einem etwa zweistündigen Gespräch alles erfragst, was für den Gesundheitszustand des Patienten wichtig sein könnte, also z.B. vorherige Erkrankungen, chronische Leiden und Allergien in der Familie, aber auch Lebensumstände und psychische Probleme. Anhand dieser Vorgeschichte erstellst du dann einen Behandlungsplan. Dieser kann Akupunktur beinhalten, Massagen, homöpathische Medikamente oder auch Hypnosen. Du siehst schon, die Ausbildung zum Heilpraktiker ist wirklich umfangreich. Du solltest also entsprechend motiviert sein und den Willen haben, ganz viel zu lernen, um die Menschen so gut wie möglich von ihren Leiden heilen zu können.

Du solltest Heilpraktiker werden, wenn...

  1. ...du mindestens 25 Jahre alt bist, denn erst mit 25 darfst du die Prüfung zum Heilpraktiker ablegen.
  2. ...es dir am Herzen liegt, Menschen auf sanfte Art zu heilen.
  3. ...du der Meinung bist, dass Krankheiten z.B. auch durch psychische Belastungen entstehen können.

Du solltest auf keinen Fall Heilpraktiker werden, wenn...

  1. ...du alternative Medizin für Humbug hälst.
  2. ...Chemie deiner Ansicht nach besser heilen kann als naturheilkundliche Verfahren.
  3. ...du im Beruf nichts mit kranken Menschen zu tun haben möchtest.

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