Ausbildung zur Erzieherin machen
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 2-5 Jahre
Arbeitszeit werktags tagsüber
1. Ausbildungsjahr unvergütet
2. Ausbildungsjahr unvergütet
3. Ausbildungsjahr unvergütet
4. Ausbildungsjahr 1300-1450
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Ausbildung als
Erzieherin

Schulische und duale Ausbildung

Malen, basteln, spielen – so in etwa stellen viele sich den Berufsalltag von Erzieherinnen vor. Doch natürlich gehört noch Einiges mehr dazu. Was tun, wenn die kleine Lilli nicht mehr mit Tom spielen will und Lisa mal wieder den Mittagsschlaf verweigert? Bei der Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin sind das nur zwei der täglichen Herausforderungen, die es zu bewältigen gibt. In der Berufsfachschule lernst du, Verhaltensweisen zu interpretieren, wie du dich in Konfliktsituationen verhalten musst und wie Kinder in jeder Lebenslage betreut und begleitet werden. Doch auch die Praxis kommt bestimmt nicht zu kurz, so ist deine Ausbildung mit vielen praktischen Übungen durchzogen zudem wird ein Fachpraktikum, bzw. sozialpädagogisches Jahr in die Ausbildung integriert. Dein Einsatzort ist vielfältig, Erzieherinnen werden in einer Kita, in Kindergärten, Krippen, Horten oder Kinderheimen gebraucht.

Anders als es bei den meisten klassischen dualen Ausbildungen der Fall ist, ist die Ausbildung zur Erzieherin nicht bundesweit einheitlich geregelt und daher je nach Bundesland unterschiedlich organisiert. Dein Hauptlernort ist die Berufsschule, die in manchen Bundesländern auch Fachakademie oder Fachschule heißt. Üblich ist eine Vollzeitausbildung, manche Schulen bieten aber auch die Möglichkeit, in Teilzeit das Berufsbild zu erlernen. Während der Berufsschulzeit, die in der Regel zwei oder drei Jahre dauert, wird die Ausbildung zur Erzieherin nicht vergütet, dies ändert sich mit dem praktischen Jahr, hier ist ein Gehalt vorgesehen. In manchen Regionen ist es übrigens auch möglich, eine praxisintegrierte Erzieherausbildung zu machen. Das bedeutet, dass du wie in einer normalen dualen Ausbildung ein paar Tage in der Woche zur Schule gehst und an anderen Tagen in einer Kindertagesstätte oder einem Kindergarten arbeitest.

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Für den Erzieherberuf solltest du Einfühlungsvermögen, Sensibilität und Durchsetzungsvermögen mitbringen. Bist du dazu auch noch musikalisch und bringst handwerkliches Geschick mit, kannst du die Kinder mit kreativen Programmpunkten unterhalten und fördern. Deine Arbeitszeiten hängen natürlich ganz von deinem Einsatzgebiet ab. Da der Trend immer mehr zur Ganztagsbetreuung geht, musst du mit langen Arbeitstagen rechnen. Auch Ausflüge und Wochenendfahrten sind im Erzieheralltag keine Seltenheit.

Deine Lerninhalte sind vielfältig und bereiten dich auf die verschiedensten Schwerpunkte vor. Einer dieser Spezialisierungen ist Jugend- und Heimerziehung. Zu deinen Aufgaben gehört es dann, Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Lebenssituationen behilflich zu sein, sie in Krisen zu unterstützen und bei Herausforderungen zu motivieren. Unter Umständen stehst du sogar den Eltern beratend zur Seite. Anschließend arbeitest du in Kinder- und Jugendheimen, in Sonderschulen oder in Internaten. Doch bevor es soweit ist, musst du in deiner Ausbildung als Erzieher erst den Schulstoff meistern.  

Zu Beginn stehen die Grundlagen auf dem Stundenplan, von den Entwicklungsstufen der Kinder über die Interpretation verschiedener Verhaltensweisen und der Entstehung zwischenmenschlicher Beziehungen, bis hin zur Konfliktlösung. Denn je nachdem wo du arbeitest, hast du es mit kleinen Säuglingen oder mit Vorschulkindern zu tun, die ganz unterschiedliche Ansprüche haben. Ebenso wirst du lernen, wie du mithilfe von Kunst, Sport und Musik Erziehungsarbeit leisten kannst. Nicht fehlen darf natürlich ein Einblick in die Bereiche Sonderpädagogik und Gesundheitsförderung.

 

Wusstest du schon, dass...

  • …das meistgekaufte Kinderbuch nicht etwa Harry Potter, sondern „Der kleine Prinz“ ist? Weltweit wurde „der kleine Prinz“ rund 80 Millionen Mal verkauft, Harry Potter schaffte es „nur“ auf 45 Millionen verkaufte Exemplare. Anders sieht es allerdings aus, wenn man die gesamte Harry Potter-Reihe betrachtet, diese ging über 450 Millionen Mal über die Ladentheke.
  • …bis zu einem Viertel aller Erstklässler/-innen sprachliche Auffälligkeiten haben und 6 bis 8 % eine Behandlung benötigen?
  • …Kinder zwischen 3 und 4 Jahren anfangen logisch zu denken?
  • …der Beruf der Erzieherin einer der Berufe mit dem größten Personalmangel ist? Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind damit sehr gut.
  • …nur rund 4 % aller Erzieher in Deutschland männlich sind? Männliche Fachkräfte werden aber dringend und händeringend gesucht! (Stand 2016)

Neben dem Besuch der Berufsschule steht während deiner Ausbildung zur Erzieherin auch ein einjähriges Praktikum auf dem Plan. Das Praktikum absolvierst du in einer sozialpädagogischen Einrichtung, also in einem Kindergarten, einer Krippe oder (seltener) auch einem Heim. Hast du bereits Erfahrung im pädagogischen Bereich und der Erziehung, ist es möglich, das Praktikum auf ein halbes Jahr zu verkürzen. Am Ende der Ausbildungszeit wartet die Abschlussprüfung auf dich. Diese besteht in der Regel aus einem schriftlichen, einem praktischen und in einigen Bundesländern auch aus einem mündlichen Teil. Nach deiner Ausbildung musst du dich dann auf einen Bereich festzulegen.

Durch die unterschiedlichen Regelungen der Bundesländer, sind auch die Zugangsvoraussetzungen nicht völlig einheitlich. Meistens wird jedoch ein Realschulabschluss vorausgesetzt. Abhängig von der Region kann es aber auch sein, dass du erst eine Ausbildung als Kinderpfleger oder Kinderpflegerin, sozialpädagogischer Assistent oder Sozialhelferin machen musst, um zur Erzieherausbildung zugelassen zu werden. 


Übrigens: In vielen Bundesländern, wie beispielsweise in NRW, berechtigt dich deine abgeschlossene Erzieherinnenausbildung in Kombination mit einer Zusatzprüfung zu einem Hochschulstudium. Das kannst du sonst nur dann beginnen, wenn du die Hochschulreife besitzt. Damit steht dir beispielsweise die Tür zu einem weiterführenden Studium offen. Mögliche Studiengänge sind Pädagogik, soziale Arbeit, Sozialpädagogik oder Psychologie. Darüber hinaus werden eine Vielzahl an spezifischen Weiterbildungen für Erzieherinnen angeboten, wie beispielsweise Musik- oder Theaterpädagogik, Medienkompetenz, Sprech- und Sprachkompetenz, Gesundheitspädagogik oder auch Entspannungstherapie und Begabtenförderung.

Du solltest Erzieherin werden, wenn...

  1. ...du Nerven aus Drahtseilen hast.
  2. ...der Umgang mit Kindern dir Spaß macht, selbst dann wenn sie mal einen schlechten Tag haben.
  3. ...deine Ideen die Kinder spielerisch und kreativ auf Trab halten.

Du solltest auf keinen Fall Erzieherin werden, wenn...

  1. ...du bei Stress nicht ruhig bleiben kannst.
  2. ...Durchsetzungsvermögen nicht zu deinen Stärken gehört.
  3. ...du bei der Arbeit nicht schmutzig werden möchtest.

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