Duales Studium Soziale Arbeit

Empf. Schulabschluss:
Fachabitur
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
sehr unterschiedlich, Schichtdienst möglich
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 900–1.000 Euro
2. Jahr: 1.000–1.100 Euro
3. Jahr: 1.100–1.200 Euro

Duales Studium Soziale Arbeit

Menschen helfen, Probleme lösen und Krisen bewältigen: Wenn du gerne mit Menschen arbeiten möchtest und eine sinnstiftende Tätigkeit suchst, dann ist das duale Studium Soziale Arbeit das
Richtige für dich. Die Aufgaben sind extrem vielfältig und du kannst echt viel Gutes tun.

Das Wichtigste zum dualen Studium Soziale Arbeit auf einen Blick:

  • Soziale Arbeit verbindet die Fachbereiche Sozialarbeit und Sozialpädagogik.

  • Du arbeitest mit ganz unterschiedlichen Personengruppen und hilfst bei Problemen.

  • Das solltest du mitbringen: u. a. Empathie, Durchsetzungsvermögen, Toleranz, Stressresistenz

  • Nach dem Studium bist du Sozialarbeiter bzw. Sozialarbeiterin.

  • Du kannst dich spezialisieren (z. B. Jugendhilfe, Suchtberatung, Obdachlosenhilfe, …)

Wir verraten dir alles, was du über das duale Studium Soziale Arbeit wissen musst. Angefangen vom Ablauf und den Inhalten des dualen Studiums
über die Aufgaben von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern bis hin zu den Karriere- und Verdienstmöglichkeiten.

Was ist Soziale Arbeit?

Soziale Arbeit verbindet die beiden Fachbereiche Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Das Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, Konflikte, Krisen und Probleme zu bewältigen. Dabei kommen ganz unterschiedliche Methoden zum Einsatz. Welche das sind, hängt von den beteiligten Personen und der Problemstellung ab.

Grundsätzlich beschäftigt sich die Soziale Arbeit aber nicht nur damit, bereits vorhandene Probleme zu lösen. Es geht nämlich auch um Prävention, also darum, Wege und Lösungen zu finden, so dass diese Krisen gar nicht erst entstehen. Da kommen dann vor allem Methoden aus der Sozialpädagogik zum Einsatz. Das alles erfordert ziemlich viel sozialpädagogisches Fachwissen – und das bekommst du im dualen Studium Soziale Arbeit vermittelt.

Personen und Probleme, die dir als Sozialarbeiter begegnen können:

  • vernachlässigte Kinder

  • Eltern, die mit der Kinderbetreuung überfordert sind

  • Menschen mit Drogenproblemen

  • obdachlose Menschen

  • Menschen mit Behinderung

Das sind nur ein paar Beispiele. Soziale Arbeit ist extrem vielfältig – das gilt nicht nur für die Aufgaben und Methoden, sondern eben auch für die „Klienten“. Klient ist der Fachausdruck für die Menschen, mit denen Sozialarbeiter arbeiten.

Was ist der Unterschied zwischen Sozialer Arbeit und Sozialpädagogik?

Die Bereiche Soziale Arbeit und Sozialpädagogik ähneln sich stark – Sozialpädagogik ist nämlich ein Teilbereich der Sozialen Arbeit. Der größte Unterschied liegt darin, dass sich die Sozialpädagogik hauptsächlich mit dem Thema Prävention beschäftigt. Da geht es darum, die Entstehung von Problemen zu verhindern. Der Fokus liegt auf der Bildung und Erziehung. Sozialpädagogen arbeiten deshalb meistens mit Kindern und Jugendlichen. Die Methoden der Sozialen Arbeit beschäftigen sich eher mit bereits bestehenden Problemen und der Lösungsfindung. Das geht weit über die Inhalte der Sozialpädagogik hinaus. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter arbeiten eher mit Erwachsenen.

Tipp: Du möchtest mehr über das Thema Sozialpädagogik erfahren? Dann schau doch mal bei unserer Infoseite zum dualen Studium Sozialpädagogik vorbei.

Was macht ein Sozialarbeiter?

Sozialarbeiter helfen Menschen in schwierigen Lebenslagen. Das können ganz unterschiedliche Probleme sein – schlussendlich kommt es auf den Fachbereich an. In der Jugendhilfe beschäftigen sich Sozialarbeiter beispielsweise mit vernachlässigten Kindern, die zum Beispiel Probleme in der Schule haben. Aber auch die Suchtberatung oder die Arbeit mit Obdachlosen sind klassische Arbeitsfelder von Sozialarbeitern. Menschen mit Behinderung können ebenfalls zu den Klienten von Sozialarbeitern gehören.

Dabei müssen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter immer versuchen, alle Interessen unter einen Hut zu bekommen – also die des Klienten, der Einrichtung und des Staats. Das ist oft gar nicht so einfach und eine der vielen Herausforderungen, denen sich Sozialarbeiter tagtäglich stellen.

Was ist der Unterschied zwischen Sozialarbeiter und Sozialpädagoge?

Die Bezeichnungen Sozialarbeiter und Sozialpädagoge werden oft synonym verwendet. Zwar gibt es ein paar Unterschiede zwischen den Bereichen Sozialer Arbeit und Sozialpädagogik, aber grundsätzlich sind die Abschlüsse der beiden Studiengänge gleichgestellt. Ob du nun "staatlich anerkannter Sozialarbeiter" oder "staatlich anerkannte Sozialpädagogin" bist, ist egal. Du hast die gleichen Karrieremöglichkeiten.

Was lernt man im dualen Studium Soziale Arbeit?

Der Bereich Soziale Arbeit setzt sich aus verschiedenen Teilbereichen zusammen. Dementsprechend abwechslungsreich sind auch die Studieninhalte. Im Bachelor-Studium lernst du zum Beispiel, wie du Probleme erkennst, analysierst und Lösungen findest. Dabei spielt vor allem das Fachwissen aus folgenden Disziplinen eine wichtige Rolle:

  • Psychologie

  • Erziehungswissenschaft

  • Soziologie

  • Recht

Natürlich lernst du im Studium auch den richtigen Umgang mit Menschen. Je nachdem, in welchem Bereich du arbeitest, können das Kinder, Jugendliche oder auch Erwachsene sein, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden. Die haben alle unterschiedliche Bedürfnisse – und darauf musst du eingehen können. Deshalb gibt es im Studium Vorlesungen und Seminare, die sich mit einzelnen Personengruppen, Problemen und Lösungen beschäftigen.

Was du dann im Studium genau lernst, kann sich von Hochschule zu Hochschule etwas unterscheiden – die Fachhochschulen legen teilweise unterschiedliche Schwerpunkte. Im Laufe des Studiums kannst du dich dann auch auf bestimmte Bereiche spezialisieren, zum Beispiel auf die Arbeit mit Jugendlichen oder die Arbeit in einem Kinderheim. Da spielt dann natürlich dein Praxisunternehmen eine wichtige Rolle.

Wichtig: Wahl der Hochschule bzw. des Praxispartners

Die Wahl der Hochschule und der Praxiseinrichtung hat großen Einfluss auf den Ablauf und die Inhalte deines Studiums. Informier dich also ausführlich darüber und mach dir schon vorab Gedanken, wo es für dich später beruflich hingehen soll. Zum Beispiel in die Jugendhilfe, die Arbeit mit Erwachsenen oder Senioren.

Eins haben aber alle Hochschulen gemeinsam: Das Studium ist sehr praxisintensiv. Das gilt auch für die Theoriephasen – die sind ebenfalls sehr praxisnah gestaltet.

Wie lang dauert das duale Studium Soziale Arbeit?

Die Regelstudienzeit beträgt sechs bis sieben Semester. Das duale Studium Soziale Arbeit dauert also zwischen drei und dreieinhalb Jahren. In dieser Zeit lernst du alles über die soziale Arbeit und das Arbeitsumfeld von Sozialarbeitern.

Wie läuft das duale Studium Soziale Arbeit ab?

Praxis und Theorie wechseln sich in regelmäßigen Abständen ab. In welchem Rhythmus das passiert, hängt davon ab, an welcher Hochschule du das duale Studium machst. Meistens ist das Studium Soziale Arbeit in zwei Abschnitte geteilt: Grundstudium und Vertiefungsstudium.

  • Grundstudium: Im Grundstudium, das meistens zwei Jahre dauert, legst du die Grundlagen, die du für die Arbeit als Sozialarbeiterin brauchst. Da geht es dann zum Beispiel um allgemeine Theorien und Methoden der sozialen Arbeit. Konkrete Themen können Suchterkrankungen, Familienrecht oder Sozialphilosophie sein.

  • Vertiefung: Im letzten Drittel deines Studiums legst du dich dann auf bestimmte Schwerpunkte fest. Das kann zum Beispiel die Kinder- und Jugendhilfe sein. Oder du spezialisierst dich auf die Arbeit mit Suchtkranken oder Menschen mit Behinderungen. Es gibt echt viele Vertiefungsmöglichkeiten. Aber wie bereits gesagt: Das hängt oft auch von der Hochschule beziehungsweise von der sozialen Einrichtung ab, für die du dich entschieden hast.

Das Studium schließt du dann mit dem Bachelor of Arts (B.A.) ab. Meistens bekommst du dann auch noch direkt einen Abschluss als „Staatlich anerkannter Sozialarbeiter bzw. Sozialarbeiterin“. Welchen Abschluss du dann schlussendlich genau bekommst, hängt vom Bundesland ab. In manchen Bundesländern bekommst du die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter direkt mit dem Bachelor-Abschluss. In anderen Bundesländern musst du dein Fachwissen nochmal in der Praxis unter Beweis stellen.

Junge duale Studenten unterhalten sich über Soziale Arbeit.

Gibt es eine Möglichkeit, sich auf Kinder- und Jugendarbeit zu spezialisieren?

Ja, bei einigen Hochschulen kannst du dich ab dem 5. Semester auf die Kinder- und Jugendarbeit spezialisieren. Viele Kinder benötigen nämlich unterstützende pädagogische und soziale Angebote, zum Beispiel wegen Kinderarmut, zum Zweck der Inklusion oder auch in Bezug auf rechtliche Angelegenheiten. Du lernst deshalb, wie du sozialpädagogische Angebote umsetzt und konzipierst, damit sie für Kinder und Jugendliche ansprechend sind. Auf dem Lehrplan stehen neben verschiedenen pädagogischen Konzepten wie Medienpädagogik oder Naturpädagogik auch der Erwerb und das Erlernen von sozialen Kompetenzen. Dabei lernst du, wie du Kinder motivierst, Kommunikationsstörungen erkennst und Problemlösungen findest.

Was sind die Voraussetzungen für das duale Studium Soziale Arbeit?

Rein rechtlich benötigst du für das Studium nur die Hochschulzugangsberechtigung. Das ist die einzige wirklich feste Zugangsvoraussetzung. Aber es gibt natürlich trotzdem ein paar Dinge, die du mitbringen solltest, wenn du Soziale Arbeit studieren möchtest – Stichwort soziale Kompetenzen.

Für das duale Studium Soziale Arbeit solltest du …

  • empathisch sein und gute Sozialkompetenzen mitbringen.

  • verantwortungsbewusst sein.

  • … gut mit Stress und Konflikten umgehen können.

  • … ein sicheres Auftreten und Durchsetzungsvermögen haben.

  • tolerant und offen gegenüber Neuem sein.

Wichtig: Nicht jeder kann sich in Geduld üben oder mit Menschen mit Behinderung arbeiten. Das erfordert nicht zuletzt auch ein gewisses Maß an Mut. Du wirst Menschen dabei unterstützen, ihr Leben zu gestalten und die Anforderungen zu bewältigen, die ihnen im Laufe ihres Lebens begegnen. Problembewältigung ist quasi das Hauptthema deiner Arbeit. Das sollte dir klar sein.

Junge Sozialarbeiterin spricht mit Kindern, die malen.

Warum Soziale Arbeit studieren? – 3 Gründe für das duale Studium Soziale Arbeit

Der häufigste Grund, warum sich junge Menschen dazu entscheiden, Soziale Arbeit zu studieren, ist sicherlich der Wunsch, Gutes zu tun und Menschen zu helfen. Abgesehen von diesen eher persönlichen Gründen, gibt es auch noch weitere Gründe, die für das duale Studium Soziale Arbeit sprechen.

  1. Hoher Praxisbezug: Oft wissen Studierende nach Abschluss ihres Studiums noch nicht so recht, wo es beruflich hingehen soll oder wie sie Gelerntes richtig anwenden können. Beim dualen Studium Soziale Arbeit ist das anders. Neben deinen Unterrichtseinheiten an der Hochschule bewegst du dich innerhalb einer sozialen Einrichtung und kannst dich vom ersten Tag an Schritt für Schritt in deiner Arbeit einfinden. Nach deinem Studium kannst du direkt in den Beruf einsteigen und benötigst keine langen Einarbeitungsphasen. Es gibt kaum ein Studium, das dich so gut auf den späteren Berufsalltag vorbereitet.

  2. Sichere Perspektiven: Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter leisten enorm wichtige Arbeit. Menschen, die Probleme haben und professionelle Hilfe brauchen, wird es immer geben. Auf dem Arbeitsmarkt gibt es deshalb einen großen Bedarf an Fachleuten mit fundierten Kenntnissen und ausreichend praktischen Erfahrungen. Und genau das bekommst du im dualen Studium. Es wird dir später also nicht schwerfallen, einen Job zu finden.

  3. Mehrere Abschlüsse: Du absolvierst neben deinem Studium gleichzeitig eine staatlich anerkannte Ausbildung. Das heißt nicht nur, dass du Zeit sparst, sondern auch, dass du gleich zwei Abschlüsse bekommst. Damit kannst du dann in ganz unterschiedlichen Bereichen durchstarten.

Welche Berufe kann ich mit sozialer Arbeit ausüben?

Nach dem dualen Studium hast du ein breites Grundlagenwissen in verschiedenen Bereichen. Damit bist du für ganz unterschiedliche Aufgaben qualifiziert. Je nachdem auf welche Bereiche du dich spezialisierst, kannst du später unter anderem folgende Berufe ergreifen:

  • Sozialarbeiter bzw. Sozialpädagoge

  • Heilerziehungspflegerin

  • Jugend- und Heimerzieher

  • Suchtberater

  • Sozialtherapeutin

  • Streetworker

  • Bewährungshelferin

Das ist aber wirklich nur eine kleine Auswahl. Durch Fort- und Weiterbildungen kannst du auch noch andere Berufe ausüben.

Wo kann ich später arbeiten?

Da du während deines dualen Studiums Soziale Arbeit eine Berufsausbildung absolvierst und jede Menge praktische Erfahrungen mitnimmst, erfüllst du die Voraussetzungen, um in unterschiedlichen Einrichtungen zu arbeiten. Damit kannst du später zum Beispiel in folgende Bereiche gehen:

  • Sozial-, Jugend-, Gesundheitsämter

  • Jugendhilfe bzw. Kinderheime

  • Suchtberatung

  • Schulen

  • Krankenhäuser

  • Kindergärten

  • Obdachlosenhilfe

  • Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

Du hast aber auch die Möglichkeit, in ganz anderen Bereichen zu arbeiten – zum Beispiel in der HR-Abteilung eines Unternehmens. Manche Absolventen entscheiden sich auch für die Selbstständigkeit und arbeiten als Coach oder Berater. Das sind aber Ausnahmen.

Die Meisten entscheiden sich für eine klassische Laufbahn im sozialen Bereich. Viele davon bleiben erstmal bei der Einrichtung, in der sie den praktischen Teil der Ausbildung absolviert haben. Die Übernahmechancen sind ziemlich gut.

Junger Sozialarbeiter bringt obdachlosem Mann einen warmen Tee.

Wie fällt das Gehalt aus?

Soziale Berufe werden eher selten mit einem riesigen Gehalt in Verbindung gebracht. Aber ist das wirklich so oder ist es nur ein Klischee? Wir haben für dich mal die Gehaltsaussichten für das duale Studium Soziale Arbeit geprüft.

Eins schon mal vorab: Im Gegensatz zu anderen Studierenden, die ein klassisches Vollzeit-Studium im sozialen Bereich machen, musst du dir keinen Nebenjob suchen, um dir das Studium zu finanzieren. Bei einem dualen Studium arbeitest du ja schon in einer Einrichtung und bekommst dementsprechend auch eine Vergütung bzw. ein Gehalt.

Wie viel verdient man während des dualen Studiums Soziale Arbeit?

Wie viel du im dualen Studium Soziale Arbeit verdienst, hängt stark von deinem Praxispartner ab. In der Regel kannst du mit einem Gehalt zwischen 900 und 1.200 Euro brutto im Monat rechnen. Die Vergütung ist gestaffelt und steigt von Jahr zu Jahr etwas an – meistens so um die 100 Euro. Bei manchen Trägern kommen auch noch Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld dazu.

Vergütung (brutto)
1. Jahr 900–1.000 Euro
2. Jahr 1.000–1.100 Euro
3. Jahr 1.100–1.200 Euro

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt nach dem dualen Studium Soziale Arbeit?

Nach Abschluss des dualen Studiums Soziale Arbeit kannst du mit einem monatlichen Einstiegsgehalt von durchschnittlich 2.500 Euro brutto rechnen. Wie bei der Ausbildungsvergütung gilt auch beim Einstiegsgehalt: Einrichtungen, die an einen Tarifvertrag gebunden sind, zahlen in der Regel etwas mehr.

Im öffentlichen Dienst kannst du als Sozialarbeiter ein Einstiegsgehalt von bis zu 3.000 Euro brutto bekommen. Wirst du nicht nach Tarifvertrag bezahlt, fällt dein Gehalt meistens etwas niedriger aus. In der freien Wirtschaft können auch Einstiegsgehälter von knapp 2.000 Euro brutto pro Monat vorkommen.

Tarifverträge

Good to know: Bei kirchlichen und kommunalen Trägern fällt die Ausbildungsvergütung meistens etwas höher aus, da dort in der Regel nach Tarifvertrag bezahlt wird. Das steht aber auch immer direkt in der Stellenanzeige. Dein Gehalt ist dann genau geregelt – du musst es nicht selbst verhandeln. Das gilt übrigens auch später für dein Gehalt als Sozialarbeiter.

Wie viel verdient ein Sozialarbeiter?

Ein ausgelernter Sozialarbeiter verdient zwischen 2.500 und 4.000 Euro brutto im Monat. Aber Achtung: Das sind nur Richtwerte! Es gibt extrem viele Faktoren, die das Gehalt beeinflussen. Angefangen vom Arbeitgeber, und ob dieser an einen Tarifvertrag gebunden ist, über die Berufserfahrung bis hin zu den Aufgaben, die übernommen werden. Mit jahrelanger Berufserfahrung und durch verschiedene Weiterbildungen kann das Gehalt auch noch höher ausfallen.

Wichtig: In manchen Einrichtungen, wie zum Beispiel Kinderheimen, musst du unter Umständen auch am Wochenende arbeiten. Dafür gibt es Zuschläge, wodurch dein Gehalt steigt.

Gehaltsaussichten checken

Bezahlt die Einrichtung nach Tarifvertrag, kannst du relativ einfach nachschauen, wie viel du dort später verdienst. Gehaltserhöhungen erfolgen nämlich in genau festgelegten Abständen. Google einfach mal nach "Tarifvertrag Sozialarbeiter" – am besten noch direkt in Verbindung mit deinem Bundesland. Da findest du dann in der Regel direkt den passenden Tarifvertrag mit den Entgelttabellen.

Bei Einrichtungen, in denen das Gehalt frei verhandelt werden kann, geht das natürlich nicht. Da ist es dann ziemlich schwer, genaue Voraussagen zu den Gehaltsaussichten zu treffen.

Wie sind die Karriereperspektiven nach dem dualen Studium Soziale Arbeit?

Das duale Studium Soziale Arbeit bietet dir ausgezeichnete Karriereperspektiven. Du kannst dich schon während des Studiums auf einen bestimmten Bereich spezialisieren – zum Beispiel auf die Arbeit mit Kindern, Senioren, Suchtkranken oder Menschen mit Behinderung. Wie du dir vorstellen kannst, hat das großen Einfluss auf die Arbeit und den Ablauf.

Die Arbeit in einem Kinderheim ist etwas ganz anderes als die Arbeit mit Suchtkranken. Deshalb ist es auf jeden Fall sinnvoll, sich früh auf einen Bereich festzulegen und das Studium dementsprechend zu gestalten. Damit wirst du zum gefragten Experten – oder natürlich zur Expertin – für einen bestimmten Bereich der Sozialen Arbeit. Später wirst du dann keine Probleme haben, passende Stellen für dich zu finden.

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?

Nach dem dualen Studium Soziale Arbeit bist du in den meisten Bundesländern auch schon staatlich anerkannte Sozialarbeiterin und kannst beruflich direkt durchstarten. Falls du dich danach weiterentwickeln möchtest, haben wir gute Nachrichten für dich: Es gibt jede Menge Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

  • Master: Wenn du noch nicht genug hast, kannst du auch noch einen Master-Abschluss in Sozialer Arbeit machen. Da kannst du dich dann weiter auf einen bestimmten Bereich spezialisieren. Es gibt zum Beispiel die Masterstudiengänge „Psychosoziale Beratung“, „Sozialmanagement“, „Soziale Arbeit – Schwerpunkt Familie“ oder „Jugend in Theorie und Praxis“. Viele davon werden nur an bestimmten Fachhochschulen angeboten – teilweise sind sie berufsbegleitend. Unter Umständen musst du für den Master und die gewünschte Vertiefung also die Hochschule wechseln. Mit dem Master-Abschluss qualifizierst du dich übrigens auch für den sogenannten Höheren Dienst im Bereich des Öffentlichen Diensts.

  • Promotion: Diejenigen, die es richtig wissen und sich voll und ganz mit dem Thema Sozialarbeit auseinandersetzen wollen, können anschließend auch noch promovieren und eine ganze Doktorarbeit über das Thema schreiben.

  • Selbstständigkeit: Mit dem nötigen betriebswirtschaftlichen Wissen bietet sich dir die Möglichkeit, dich selbstständig zu machen. Du kannst zum Beispiel Coach oder Beraterin werden.

  • Leiter: Auch die Position eines Heimleiters, beispielsweise von einem Senioren- oder Kinderheim, ist eine mögliche Tätigkeit, die du mit einem abgeschlossenen Studium anstreben kannst.

Wie bewerbe ich mich für das duale Studium Soziale Arbeit?

Die Bewerbung für das duale Studium Soziale Arbeit unterscheidet sich kaum von Bewerbungen für andere Studiengänge. Das Einzige, worauf du bei der Bewerbung wirklich achten musst, ist, wo du deine Bewerbung hinschickst.

Muss ich mich bei der Hochschule oder beim Praxispartner bewerben?

Viele Fachhochschulen arbeiten mit festen Praxispartnern zusammen. Manchmal musst du dich an der Hochschule bewerben und die vermitteln dir dann einen Praxispartner. Es kann aber auch sein, dass du dich erst bei einem Unternehmen bewerben musst. An manchen Hochschulen ist ein unterschriebener Ausbildungsvertrag nämlich Grundvoraussetzung, um sich einschreiben zu können. Das steht aber alles in der Stellenanzeige – lies dir die also unbedingt genau durch!

In deine Bewerbungsmappe gehören folgende Dinge:

Du brauchst Hilfe bei deiner Bewerbung? Dann schau doch mal in unserem Bewerbungsratgeber vorbei. Da findest du jede Menge Infos zu Anschreiben, Lebenslauf, Vorstellungsgespräch und Co.

Wichtig: Erste Praxiserfahrung im sozialen Bereich bringt echt Pluspunkte. Kannst du sowas bereits vorweisen, solltest du das im Anschreiben auf jeden Fall hervorheben. Wiederhole da aber nicht nur das, was in der Praktikumsbescheinigung steht, sondern formulier es in eigenen Worten.

Und natürlich noch ganz wichtig: Achte darauf, dass sich keine Rechtschreibfehler in die Bewerbung einschleichen und dass alles ordentlich formatiert ist.

5 Tipps für dein Anschreiben

  1. Gehe im Anschreiben auf die in der Stellenanzeige geforderten Eigenschaften ein.

  2. Belege alles mit konkreten Beispielen! Schreib nicht nur, dass du teamfähig oder belastbar bist, sondern erklär auch warum und wo du das unter Beweis gestellt hast.

  3. Stelle deine praktischen Erfahrungen in den Vordergrund – zum Beispiel Praktika im sozialen Bereich.

  4. Mache deutlich, was dich am Studium und an der Sozialarbeit reizt.

  5. Vermeide Floskeln wie „ […] hiermit bewerbe ich mich für das duale Studium Soziale Arbeit.“.

Wie finde ich einen Praxispartner für das duale Studium Soziale Arbeit?

Die Suche nach einem Praxispartner unterscheidet sich eigentlich kaum von der Suche nach einem Ausbildungsunternehmen. Du musst eigentlich nur darauf achten, ob du dich zuerst bei der Hochschule bewerben musst oder direkt beim Praxispartner.

Läuft die Bewerbung über die Fachhochschule, bleibt dir die Suche nach einem Praxisunternehmen meistens erspart. Die Hochschulen haben nämlich meistens ein breites Netzwerk an Unternehmen, mit denen sie zusammenarbeiten. Da hast du dann die Wahl. Natürlich kannst du aber auch selbst nach einem Praxispartner suchen.

Praktisch: Bei manchen Stellenangeboten hast du die Möglichkeit, dich direkt über Ausbildung.de zu bewerben. Das geht schnell und ist super einfach.

Wo finde ich Stellenangebote für das duale Studium Soziale Arbeit?

Auf Ausbildung.de findest du jede Menge freie Stellen für das duale Studium Soziale Arbeit. Wir haben sowohl Stellenangebote von Fachhochschulen als auch von Unternehmen, bei denen du das duale Studium absolvieren kannst. Teilweise sind es auch Stellenangebote, bei der die Fachhochschule und der Praxispartner direkt verknüpft sind. Wie genau die Bewerbung abläuft, steht immer in der Stellenanzeige.

Übrigens: Du kannst auch nach Orten oder dem Beginn des Studiums filtern. Damit findest du garantiert ein duales Studium, das genau deinen Vorstellungen entspricht.

Dresscode im Vorstellungsgespräch

Du hast eine Einladung zum Vorstellungsgespräch? Super, dann konnte deine schriftliche Bewerbung schon einmal überzeugen. Die letzte Hürde ist das Vorstellungsgespräch. Da es im sozialen Bereich nicht so förmlich zugeht wie beispielsweise bei der Bank oder in einer Kanzlei, kannst du den Anzug im Schrank lassen. Ein Outfit im Business Casual Style reicht völlig aus. Mit guten Schuhen und einem schlichtem Hemd oder einer un0auffälligen Bluse bist du eigentlich immer gut beraten.

Du solltest ein Duales Studium Soziale Arbeit belegen, wenn …

  1. du gerne mit Menschen arbeiten möchtest.
  2. es kein Problem gibt, für das du keine Lösung findest.
  3. du etwas Gutes im Leben tun möchtest.

Du solltest auf keinen Fall ein Duales Studium Soziale Arbeit belegen, wenn …

  1. du nicht gerne unter Menschen bist.
  2. es dir schwerfällt, mit Stress umzugehen.
  3. du Problemen schon immer aus dem Weg gegangen bist.

Weitere ähnliche Berufe