Ausbildung als Sozialassistent/-in machen
Empfohlener Schulabschluss Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer 1-3 Jahre
Arbeitszeit Schichtdienst
1. Ausbildungsjahr unvergütet
2. Ausbildungsjahr unvergütet
3. Ausbildungsjahr unvergütet
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Ausbildung als
Sozialassistent

Schulische Ausbildung

Wer liebt es nicht, dieses gute Gefühl im Bauch, wenn man anderen Menschen hilft. Einer alten Dame über die Straße helfen, einem Mann im Rollstuhl bei den Einkäufen unterstützen oder mit Begeisterung auf die kleinen Cousinen aufpassen. Sind das Dinge, die dich glücklich machen und die du so richtig gerne machst? Dann scheint eine Ausbildung zum Sozialassistenten genau das Richtige für dich zu sein. Dort solltest du die Leidenschaft besitzen, anderen Menschen zu helfen, aber vor allem darfst du keine Hemmungen davor haben, auch mal richtig mit anzupacken. Denn zur Ausbildung als Sozialassistentin gehört nicht nur das Schulbankdrücken, sondern auch reichlich praktische Arbeit, bei der du auch mal ins Schwitzen kommen wirst. Als Sozialassistentin solltest du zudem Fähigkeiten wie Durchhaltevermögen, Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen mitbringen.

In deiner Ausbildung zum Sozialassistenten lernst du nicht nur, wie sich der Mensch vom Kindesalter an entwickelt und welche körperlichen und geistigen Besonderheiten in den unterschiedlichen Lebensphasen auftreten. Auf dem Lehrplan steht auch, welche Lebensmittel Allergien hervorrufen können und wie man sich altersgerecht ernährt. Außerdem wirst du erfahren, wie man einen Haushalt mit möglichst wenig Zeitaufwand führt und pflegt und wie das öffentliche Gesundheits- und Sozialsystem funktioniert. Doch vor allem die richtige Betreuung von hilfsbedürftigen Menschen aller Altersgruppen spielt eine sehr große Rolle. Wie werden kranke Kinder gepflegt und wie bringt man Menschen mit Behinderung handwerkliche Arbeiten näher, die ihr Leben bereichern können? All das wirst du nach deiner Ausbildung zum Sozialassistenten wissen.

Du merkst also, dieser Beruf fordert vor allem eines: die Kompetenz ohne Hemmungen mit Menschen zur arbeiten. Wenn du der Überzeugung bist, dass du alles mitbringst, was es du für die Ausbildung zum Sozialassistenten brauchst, dann solltest du einige Dinge über den Ausbildungsverlauf wissen, denn der kann sehr unterschiedlich sein. Nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern auch von Schulabschluss zu Schulabschluss. Während die Ausbildung mit einem Hauptschulabschluss nämlich drei Jahre dauert, kann sie mit einem mittleren Schulabschluss schon nach zwei Jahren und mit einem Hochschulabschluss sogar schon nach einem Jahr beendet werden. 

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Während deiner Ausbildung zur Sozialassistentin drückst du die meiste Zeit die Schulbank. Doch natürlich kommen auch Praxiserfahrungen nicht zu kurz. Während einer zweijährigen Ausbildung wirst du im Schnitt 20 Wochen in verschiedenen Einrichtungen Praktika machen. Dazu gehören Einrichtungen wie Seniorenzentren, Krankenhäuser, ambulante Dienste und Einrichtungen der Behindertenhilfe. Dort kannst du während deiner Ausbildung alles, was du gelernt hast, in die Tat umsetzen und zeigen, was du drauf hast.

Wusstest du schon, dass...

  • …es die Krankheit, an der Benjamin Button („Der seltsame Fall des Benjamin Button“) leidet, zwar nicht wirklich gibt, es allerdings eine Krankheit gibt, bei der kleine Kinder schon aussehen, wie alte Menschen, obwohl sie sich geistig völlig normal entwickeln. Sie nennt sich „Progerie“.
  • …in Deutschland etwa 7,5 Millionen Menschen mit Schwerbehinderung leben? Das sind etwa 9,4 Prozent der Gesamtbevölkerung Deutschlands.
  • …Nationalspieler Philipp Lahm eine eigene Stiftung gegründet hat, mit der er bedürftigen Kindern und Jugendlichen helfen möchte?
  • …Menschen die an Demenz oder Alzheimer leiden nicht nur Dinge vergessen, sondern oft auch eine Persönlichkeitsänderung durchmachen? Einst sehr freundliche und offene Menschen können zum Beispiel zornig und ängstlich werden.
  • …es Menschen gibt, die Angst davor haben, fremde Menschen zu berühren? Diese Angst nennt sich „Aphephosmophobie“.

Auch wenn du dich in einem sozialen Beruf so fühlen kannst wie Superman persönlich, solltest du die Arbeit des Sozialassistenten auf keinen Fall unterschätzen. Sie besteht nicht nur aus der Zubereitung und dem Reichen von Essen, vorlesen und einkaufen gehen. In vielen Fällen gehört es auch zu deiner Arbeit, Menschen mit Behinderung beim Waschen, An- und Ausziehen zu helfen. In manchen Fällen kann es sogar sein, dass ein Mensch durch eine Behinderung nicht in der Lage ist, zum Beispiel den Toilettengang alleine zu meistern, hier kann dann die Hygiene-Pflege mit zu deinen Aufgaben gehören. Wenn du also weißt, dass du ein Problem damit haben könntest, fremde Menschen anzufassen, ist eine Ausbildung zur Sozialassistentin nichts für dich. Wenn deine Begabung allerdings genau in dieser Hilfe liegt, dann scheint eine Ausbildung zum Sozialassistenten genau das Richtige für dich zu sein. Nach deiner abgeschlossenen Ausbildung hast du die Möglichkeit in Wohn- und Pflegeheimen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Kindergärten, Privathaushalten oder sogar als Streetworker zu arbeiten.

Wenn dich also all diese Aufgaben ansprechen und du der Überzeugung bist, dass du das Zeug dazu hast, Menschen die deine Hilfe benötigen unter die Arme zu greifen, dann steht einer Ausbildung zum Sozialassistenten nichts mehr im Weg.

Du solltest Sozialassistent werden, wenn...

  1. ...du es liebst, anderen Menschen zu helfen.
  2. ...deine Nerven stark wie Drahtseile sind.
  3. ...es kein Problem für dich ist, dich in andere hineinzuversetzen.

Du solltest auf keinen Fall Sozialassistent werden, wenn...

  1. ...es dir Angst einjagt, andere Menschen anzufassen.
  2. ...du die Gefühle und Ansichten anderer Menschen noch nie nachvollziehen konntest.
  3. ...dein Beruf lieber ein Bürojob sein sollte.

Das Sozialassistent-Quiz

Was beschreibt das Wort „Dysmelie“?



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