Ausbildung zum Heilerziehungspfleger machen
Heilerziehungspfleger/in

92 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 2-3 Jahre
Arbeitszeit Schichtdienst
1. Ausbildungsjahr unvergütet
2. Ausbildungsjahr unvergütet
3. Ausbildungsjahr unvergütet
4. Ausbildungsjahr unvergütet
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Ausbildung zum
Heilerziehungspfleger

Schulische Ausbildung

Als dein Opa krank war, hast du dich in deiner Freizeit mit großer Hingabe dem Voranschreiten seiner Genesung gewidmet: Du hast ihm Essen gekocht und ihn gefüttert, warst mit ihm spazieren und hast ihm aktuelle Zeitungsberichte vorgelesen. Weil du regelrecht in dieser fürsorglichen und verantwortungsvollen Tätigkeit aufgegangen bist, hast du dich dazu entschieden, eine Ausbildung als Heilerziehungspfleger zu machen. Kommt dir der Inhalt dieser kleinen Einleitung bekannt vor? Aber selbst wenn nicht, Eines ist gewiss: Wer Heilerziehungspfleger (auch Heilerzieher oder kurz HEP) werden möchte, muss Eigenschaften und Kompetenzen aufweisen, die man nicht bei jedem findet. Geduld zum Beispiel, aber auch Einfühlungsvermögen, Durchhaltevermögen, Beobachtungsgenauigkeit, Merkfähigkeit und vieles mehr. l

In der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger lernst du, wie man Menschen mit Behinderung betreut und pflegt und ermöglichst ihnen durch deine Hilfe eine bestmögliche Selbstständigkeit. Neben dieser sozialen Haupttätigkeit kümmerst du dich aber auch um verwaltungstechnische sowie organisatorische Aufgaben, wie etwa der Planung von Ausflügen oder dem Erstellen von Plänen zur Förderung.

Eines sollte dir beim Lesen dieser Zeilen bereits klar geworden sein: Um in der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger erfolgreich sein zu können, brauchst du einen überdurchschnittlich gut ausgeprägten Sinn für die Betreuung und Unterstützung von schutz- und hilfsbedürftigen Menschen, wie etwa Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung oder aber auch alten Menschen. Indem du Personen mit Behinderung pädagogisch, pflegerisch und lebenspraktisch unterstützt, arbeitest du vorwiegend in sozialen und gesundheitlichen Einrichtungen und ambulanten Diensten, wie etwa Senioren- und Pflegeheimen, Sonderkindergärten oder Wohnheimen für Menschen mit Behinderung. Teilweise gibt es auch Anstellungen in Privathaushalten. Das heißt, du begleitest die von dir Betreuten sowohl ambulant als auch stationär und hilfst ihnen so bei der Alltagsbewältigung.

Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger ist im Gegensatz zu gleichwertigen sozialen Berufen nicht einheitlich, sondern wird durch die jeweiligen Bundesländer und die verschiedenen Ausbildungseinrichtungen geregelt. Deswegen fallen auch die Voraussetzungen sehr unterschiedlich aus: Bei der Bewerbung für eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger hast du in der Regel mit einem mittleren Schulabschluss ganz gute Chancen. Dieser Abschluss allein reicht allerdings nicht aus, denn zusätzlich musst du eine mindestens zweijährige Berufsausbildung abgeschlossen haben, die zu diesem Bereich passt. Das könnte beispielsweise die Ausbildung zum Kinderpfleger oder Sozialassistenten sein. Wenn du zwei Jahre lang eine Berufsfachschule für Sozialwesen besucht hast, bist du ebenfalls ein geeigneter Kandidat für diese Ausbildung. Sogar mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, die sich nicht auf die soziale Arbeit spezialisiert, kannst du dich bewerben. Diese sollte allerdings trotzdem zu deinem Traumberuf Heilerziehungspfleger passen.

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Für Abiturienten gelten wiederum andere Voraussetzungen. Mit diesem Abschluss und einer einjährigen Tätigkeit, die sich für deine Berufswahl eignet, kannst du auf eine Zusage hoffen. Hast du die Fachhochschulreife in der Tasche, musst du zusätzlich noch ein geeignetes Praktikum vorweisen – die Dauer ist von Einrichtung zu Einrichtung unterschiedlich. Oder aber du hast bereits fünf Jahre im sozialen Bereich gearbeitet, auch dann ist deine Bewerbung gern gesehen. Wie du merkst, gibt es nicht nur den einen Abschluss, mit dem du für eine Ausbildung als Heilerziehungspfleger infrage kommst. Informiere dich deswegen vorher bei deiner gewünschten Schule oder bei der Einrichtung, worauf genau dort Wert gelegt wird.  

Bei der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger handelt es sich um eine schulische Ausbildung, die im Durchschnitt etwa drei Jahre dauert. Man unterscheidet vorwiegend zwischen der Vollzeit- und der praxisintegrierten Ausbildungsform, die sich PIA nennt. Bei der vollzeitschulischen Variante besuchst du drei Jahre lang eine Berufsfachschule. Ausbildungsbegleitend absolvierst du zwei zehnwöchige Praktika. Die praxisintegrierte Ausbildungsform setzt, wie der Name schon sagt, verstärkt auf die praktische Umsetzung des Gelernten: Ungefähr zwei Mal pro Woche besuchst du den Schulunterricht, während du die restliche Zeit in einer heilerziehungspflegerischen Einrichtung arbeitest.

Du denkst jetzt bestimmt, dass schulische Ausbildungen meist nicht bezahlt werden? Das ist leider richtig. Allerdings kann man berufsfördernde Darlehen beim Staat beantragen (zum Beispiel BaFög). Darüber hinaus kann es sein, dass du für deinen berufspraktischen Teil eine Vergütung erhältst, insbesondere wenn er direkt im konkreten Berufsfeld absolviert wird. Du könntest dich außerdem um ein Berufspraktikum in kommunalen Einrichtungen oder Institutionen mit tariflicher Vereinbarung bemühen, denn dann kannst du mit einem monatlichen Praktikumsgehalt von 1.333 Euro rechnen.


Wusstest du schon, dass...

  • …der Geschwindigkeitsrekord von Rollstühlen bei 115,2 Km/h liegt?
  • …es vielfältige Bemühungen gibt, bestimmte Bezeichnungen für Menschen mit Behinderung aus dem Wortschatz zu streichen?
  • …die Zahl der Menschen mit einer Behinderung auf 650 Millionen weltweit geschätzt wird? In Deutschland wurden Ende 2009 7,1 Millionen schwerbehinderte Menschen statistisch erfasst.
  • …am 13. Dezember 2006 der erste Menschenrechtsvertrag des 21. Jahrhunderts beschlossen wurde?
  • …es zur Heilerziehungspflege dazugehört, regelmäßig über seine eigenen Handlungen nachzudenken?

Wie du gesehen hast, ist die Entscheidung, eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger zu machen, nicht die Einfachste: Du wirst sehr viel Verantwortung für deine Schützlinge auf dich nehmen müssen, denn diese sind immer auf dich angewiesen und vertrauen auf deine Unterstützung. Möchtest du einen Beruf ausüben, in dem du sehr viel mit hilfsbedürftigen Menschen zu tun hast, echte Herausforderungen zu bewältigen hast und wo du wirklich gebraucht wirst, dann ist eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger bestimmt das Richtige für dich!

Du solltest Heilerziehungspfleger werden, wenn...

  1. ...verantwortungsvolles und anspruchsvolles Arbeiten genau dein Ding ist.
  2. ...du dich gebraucht fühlen möchtest und gerne mit Menschen arbeitest.
  3. ...es dir Spaß macht, ein wenig Abwechslung im Berufsleben zu haben.

Du solltest auf keinen Fall Heilerziehungspfleger werden, wenn...

  1. ...du Hemmungen hast was Menschen mit Behinderung angeht oder du mit körperlichen und geistigen Behinderungen nicht gut umgehen kannst.
  2. ...Geduld nicht gerade zu deinen Stärken gehört.
  3. ...du nicht gut auf andere Menschen eingehen kannst und ihre Bedürfnisse weder erahnen noch verstehen kannst.

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