Ausbildung.de und seine Partner verarbeiten Daten zu Analyse und Marketingzwecken innerhalb und außerhalb dieser Plattform. Mehr erfahren / anpassen

Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/frau

Mit freundlicher Unterstützung der Uniklinik Köln

top
10
Beliebteste Ausbildungsberufe 2020
top
10
Bestbezahlte Ausbildungsberufe 2020
Empf. Schulabschluss:
Mittlere Reife
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
Schichtdienst
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 1100 Euro
2. Jahr: 1150 Euro
3. Jahr: 1250 Euro

Pflegefachmann/frau

In unserem Leben gibt es einige Stationen, in denen wir auf Unterstützung und Pflege angewiesen sind – sei es direkt nach der Geburt, im Kindesalter, aufgrund einer Erkrankung oder Verletzung, eines Handicaps oder im hohen Alter. Die Ausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau ist sehr facettenreich und auf verschiedene Menschengruppen ausgerichtet. Wer sie absolviert, entwickelt sich zu einem echten Allroundtalent in der Pflegebranche.

Info: Der Pflegefachmann ist ein neuer Ausbildungsberuf, der seit Januar 2020 die Ausbildungen zum Gesundheits- und Krankenpfleger, zum Altenpfleger und zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger bündelt. Diese Ausbildungen kann man nun nicht mehr beginnen. Die neue Ausbildung ist generalistisch. Bedeutet: Die Auszubildenden lernen alle Pflegebereiche kennen. Übrigens: Ab sofort wirst du in dieser Ausbildung bezahlt!

Was macht ein Pflegefachmann?

Da die Ausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau eine gebündelte Pflegeausbildung ist, können Pflegefachkräfte später in verschiedenen Pflegeberufen eingesetzt werden, weshalb die späteren Tätigkeiten von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz variieren können.

  • Tätigkeit in der Altenpflege: Entscheiden sich Pflegefachkräfte für einen Job in der Altenpflege, arbeiten sie in Seniorenheimen oder Wohnanlagen für betreutes Wohnen, wo sie Senioren bei der Bewältigung ihres Alltags begleiten. Sie unterstützen sie bei der Körperpflege und Nahrungsaufnahme sowie der Einnahme von Medikamenten, motivieren sie zu sinnvollen und fördernden Aktivitäten und helfen ihnen bei persönlichen Angelegenheiten, wie zum Beispiel Terminen bei Ärzten oder Ämtern.
     
  • Tätigkeit in der (Kinder-)Krankenpflege: Im Bereich der Krankenpflege oder der Kinderkrankenpflege arbeiten Pflegefachmänner in der stationären oder ambulanten Pflege in Kliniken oder Krankenhäusern. Dort sind die für die Betreuung und Pflege von Patienten zuständig und führen einfache medizinische Behandlungen durch – sie wechseln zum Beispiel Verbände oder verabreichen Infusionen auf ärztliche Anordnung. Außerdem bereiten sie operative Eingriffe vor, assistieren bei Behandlungen und sind für die Verwaltung der Patientenakten zuständig.
     
  • Tätigkeit in der Heilerziehungspflege: Als Pflegefachmann in der Heilerziehungspflege dreht sich in deinem Arbeitsalltag alles um Menschen mit einer Behinderung. Neben der Pflegetätigkeit geht es vor allem darum, Menschen mit einem Handicap zu fördern, damit sie ihre Selbstständigkeit bewahren können. Dafür planen Pflegefachmänner Ausflüge und Freizeitaktivitäten. Beschäftigung finden Heilerziehungspfleger in sozialen Einrichtungen, in Pflegeheimen oder bei ambulanten Diensten.
     
  • Dokumentation der Maßnahmen und verwaltende Tätigkeiten: Diese Tätigkeit übernehmen Pflegefachmänner in jedem Berufsbild, denn es ist wichtig Rück- und Fortschritte der Patienten zu überwachen und zu dokumentieren. Dafür pflegen sie die Patientenakten sorgfältig. Zu den verwaltenden Tätigkeiten gehören die Abrechnungen von Pflegedienstleistungen oder das Nachbestellen von Materialien oder Arzneimitteln.
     

Warum sollte man Pflegefachmann werden?

Nach der universellen Ausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau ist man im Bereich der Pflege breit aufgestellt, kann in verschiedenen medizinischen und sozialen Einrichtungen arbeiten und hat die Wahl zwischen unterschiedlichen Pflegeberufen. Zudem werden Fachkräfte für die Pflege überall benötigt, weshalb man nach der Ausbildung einen sicheren Arbeitsplatz hat.
 

Kann ich jetzt nicht mehr Altenpfleger, Krankenpfleger oder Kinderkrankenpfleger werden?

Diese Ausbildungen fallen alle weg – und zwar seit Januar 2020. Alle Schüler starten die Ausbildung zum Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau. Doch die gesonderten Abschlüsse zum Altenpfleger und zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger sind auch im Rahmen der Pflegefachmann-Ausbildung möglich. Du kannst dich nämlich im letzten Drittel deiner Ausbildung auf einen der beiden Abschlüsse festlegen, wenn du deine Ausbildung in einer passenden Einrichtung absolvierst. Ist dein Ausbildungsbetrieb zum Beispiel ein Altenheim, kannst du dich vor dem letzten Ausbildungsjahr entscheiden, ob du die generalistische Ausbildung fortsetzen oder lieber den Abschluss als Altenpfleger machen möchtest. Wählst du die Altenpflege, wirst du im letzten Ausbildungsdrittel speziell in diesem Bereich ausgebildet. Bis dahin hast du aber während der generalistischen Ausbildung schon alle Einsatzbereiche in der Pflege kennengelernt.

Bist du dir dann ganz sicher, dass beispielsweise die Altenpflege genau dein Ding ist, kann eine Spezialisierung für dich sinnvoll sein. Keine Sorge: Du kannst auch mit Spezialisierung in allen Pflegebereichen arbeiten. Aber: Anders als der Abschluss Pflegefachmann, sind die gesonderten Abschlüsse Altenpflege/Kinderpflege nicht automatisch EU-weit anerkannt. Die Anerkennung muss dann im Einzelfall überprüft werden, wenn du im Ausland arbeiten möchtest. Die separaten Abschlüsse sind vorerst bis 2025 möglich. Einen gesonderten Abschluss als Gesundheits- und Krankenpfleger gibt es schon jetzt nicht mehr.

Info: Es kann sehr gut sein, dass du in Stellenanzeigen noch die alten Titel findest – trotzdem ist es seit Januar 2020 so, dass du offiziell die Ausbildung zur Pflegefachfrau machst!

 

Wo kann ich als Pflegefachmann arbeiten?

Als Pflegefachmann kannst du in Krankenhäusern, Kliniken, Seniorenheimen und anderen sozialen Einrichtungen Beschäftigung finden.

 

Deine Einsatzorte auf einen Blick

  • Krankenhäuser
  • Kliniken
  • Gesundheitszentren
  • Seniorenheime
  • Anlagen für betreutes Wohnen
  • andere soziale Einrichtungen
  • ambulante Dienste

Insider: Der Pflegefachmann an der Uniklinik Köln

Pflegefachmänner an der Uniklinik Köln betreuen, beraten und versorgen kranke sowie hilfsbedürftige Patienten – sowohl stationär, teilstationär als auch ambulant.

Daneben sorgen sie sich um Prävention, Rehabilitation und die Gesundheitserziehung.

Wie sind die Arbeitszeiten als Pflegefachmann?

Als Pflegefachmann oder Pflegefachfrau arbeitest du 38 bis 40 Stunden die Woche im Schichtdienst, weshalb du bereit sein solltest, deinen Alltag zeitlich flexibel zu gestalten. Da Patienten rund um die Uhr auf deine Hilfe angewiesen sind, arbeitest du auch nachts, am Wochenende sowie an Feiertagen. Als Ausgleich dafür hast du dann an einem anderen Wochentag frei.

 

Welche Arbeitskleidung tragen Pflegefachmänner?

Im stationären Dienst tragen Pflegefachkräfte einen Kasack sowie eine weiße Hose und medizinische Schuhe – so wie es die Hygienevorschriften vorsehen.

 

Was muss ich für ein Typ sein, um Pflegefachmann zu werden?

  • Helfer: Anderen Menschen helfen zu können, sollte dir eine Freude bereiten, wenn du dich für einen Beruf in der Pflege entscheidest. Auf deine Unterstützung kann man zählen und du packst immer gerne mit an, wenn jemand aus deinem Umfeld Unterstützung benötigt.
     
  • Menschenkenner: Nicht immer können Patienten dir sagen, was ihnen fehlt. Deshalb solltest du eine gute Menschenkenntnis besitzen, damit du erkennst, welche Pflegemaßnahmen du ergreifen musst, um das Wohlbefinden wieder zu steigern.
     
  • Teamplayer: Für einen Job in der Pflege solltest du einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn mitbringen, insbesondere wenn es darum geht, gemeinsame Aktivitäten zu planen oder die Kommunikation unter den Patienten zu fördern. Außerdem ist die Koordination innerhalb eines Pflegeteams ein Muss, weshalb ihr euch im Arbeitsalltag untereinander abstimmt.

Insider: Die Ausbildung an der Uniklinik Köln

Im praktischen Teil der Ausbildung an der Uniklinik Köln finden interne stationäre sowie ambulante Einsätze statt.

Zusätzlich machen die Auszubildenden der Uniklink Köln auch externe Einsätze in Senioreneinrichtungen, Sozialstationen oder bei privaten Pflegediensten.

Wie läuft die Ausbildung als Pflegefachmann ab?

Die Ausbildung zum Pflegefachmann dauert drei Jahre. Es handelt sich um eine schulische Ausbildung mit praktischen Einsätzen. Träger der Ausbildung können Kliniken, Krankenhäuser, Altenheime oder andere soziale Einrichtungen sein. Entweder bewirbst du dich beim Betrieb oder bei der Schule: Ob du deine Ausbildung in einer Pflegeschule, einer Fachschule für Gesundheitsberufe, in einer Schule für Altenpflege oder für Krankenpflege machst, spielt dabei keine Rolle. Schließlich machen alle Auszubildenden die generalistische Pflegeausbildung. Theoriephasen an der Schule wechseln sich mit Praxisphasen in verschiedenen Pflegeeinrichtungen ab.

Info: Mit der Einführung der Ausbildung zum Pflegefachmann wird die Pflegeausbildung erstmals vergütet. Bereits im ersten Jahr der Ausbildung erhalten angehenden Pflegefachmänner bis zu 1100 Euro brutto im Monat.

 

Was lernt ein Pflegefachmann während der Ausbildung?

In der Berufsschule lernst den Unterschied zwischen der stationären und der ambulanten Pflege sowie der Akut- und Langzeitpflege kennen – also einmal Menschen, die nach einem Unfall für den Zeitraum ihrer Genesung Unterstützung benötigen und dann Menschen, die für den Rest ihres Lebens auf Unterstützung angewiesen sind. Außerdem erfährst du, was du im Umgang mit unterschiedlichen Menschengruppen zu beachten hast, da du später mit Kindern, verletzten und kranken Menschen, Menschen mit einer psychischen Erkrankung und Handicap sowie mit alten Menschen arbeitest. Im Ausbildungsrahmenplan sind elf Lernfelder aufgeführt, die die Auszubildenden in insgesamt 1900 Stunden erarbeiten.

 

1. Ausbildungsjahr

Grundlagen zum Ausbildungsstart:
In diesem Lernfeld werden die Auszubildenden in die Arbeit in der Pflege eingeführt. Sie reflektieren in Gruppengesprächen ihre Erfahrungen und Erwartungen, erproben in Rollenspielen den Patientenkontakt und setzen sich mit den gesetzlichen Grundlagen auseinander. Sie beschäftigen sich mit der historischen Entwicklung und der gesellschaftlichen Bedeutung der Pflegeberufe sowie mit dem Selbstbestimmungsrecht des Patienten.

Unterstützung der Patienten bei Bewegung und Selbstversorgung:
Die Auszubildenden lernen Konzepte zur Bewegungsförderung kennen – schließlich führt Bewegungsmangel oft zu einer Einschränkung der persönlichen Mobilität. Und das ist eine der Hauptgründe dafür, dass eine Person pflegebedürftig wird. Außerdem erwerben die Azubis grundlegende pflegerische Kompetenzen wie Körperpflege, Hilfe beim Essen und die Beobachtung der Vitalfunktionen. Auch in der Dokumentation des Pflegeprozesses werden sie geschult.

Reflexion der Pflegerfahrung:
Einen kranken Menschen zu waschen oder ihnen bei der Nahrungsaufnahme zu helfen – für die meisten Auszubildenden in der Pflege ist das erst einmal eine ungewohnte Situation. Deshalb gibt es ein extra Lernfeld, in dem die Azubis ihre Erfahrungen teilen und in dem sie lernen, professionell mit ihren Emotionen umzugehen.

 

1. bis 3. Ausbildungsjahr

Gesundheitsförderung und -prävention:
In diesem Lernfeld liegt der Fokus auf den Themen Gesundheitsförderung und Prävention. Die Auszubildenden beschäftigten sich zum Beispiel mit den Ursachen von gesundheitlicher Ungleichheit in der Bevölkerung, sie hinterfragen ihr berufliches Selbstverständnis und überlegen, wie sie selbst gesund bleiben können. Sie diskutieren auch über den Widerspruch zwischen Selbstbestimmung des Patienten und Fürsorgepflicht des Pflegenden.

Kurative Prozesse und Patientensicherheit:
Kurativ bedeutet heilend: Die Auszubildenden eignen sich in diesem Lernfeld medizinisches Fachwissen an, zum Beispiel im Bereich Chirurgie und Innerer Medizin, um die richtigen Pflegediagnosen stellen zu können. Sie erfahren, wie man Patienten berät, wie der Versorgungsprozess aufgebaut ist und die Kommunikation mit Ärzten abläuft. Auf dem Stundenplan stehen Themen wie Wundmanagement, Patientenbesprechung und Infektionsprävention.

Handeln in Akutsituationen:
Pflegefachmänner und -frauen sind oft mit Situationen konfrontiert, in denen schnell gehandelt werden muss, weil zum Beispiel das Leben eines Patienten bedroht ist. Auf solche Akutsituation werden sie während der Ausbildung vorbereitet. Sie lernen, ruhig und sicher Entscheidungen zu treffen. Besprochen werden außerdem gesellschaftlich brisante Themen wie Organspende oder Patientenverfügung.

Rehabilitation:
Rehabilitative Pflege hat zum Ziel, Patienten eine selbstständige Alltagsbewältigung zu ermöglichen. Das ist besonders relevant bei Menschen mit chronischen Krankheiten oder nach einem Unfall. Pflegefachfrauen und -männer informieren über rehabilitative Angebote und arbeiten eng mit einem interprofessionellen Team aus zum Beispiel Ärzten, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten zusammen.

Begleitung von Patienten in der letzten Lebensphase:
Die Auszubildenden lernen, die Lebensqualität von sterbenskranken Patienten und ihren Familien zu verbessern. Es geht in erster Linie um Maßnahmen zum Vorbeugen und Lindern von Schmerzen. Die Azubis diskutieren zum Beispiel in der Pflegeschule über den Umgang mit dem Thema Tod. Sie eignen sich die Grundlagen der Palliativmedizin an und erfahren, wie man Betroffene auch emotional unterstützt. 

Unterstützung der Patienten bei der Lebensgestaltung:
In diesem Lernfeld wird den Auszubildenden nähergebracht, wie man zu pflegenden Menschen dabei hilft, ihr Leben individuell zu gestalten. Da geht es zum Beispiel auch um Freizeitaktivitäten, die Patienten guttun könnten. Um die zu erkennen, beziehen die Azubis die Lebensgeschichte sowie das soziale Umfeld der Patienten mit ein. Wichtig ist dafür Empathie, die während der Ausbildung geschult wird.

Pflege von Kindern und Jugendlichen:
Kranke Säuglinge, Kinder und Jugendliche brauchen unter Umständen eine andere Behandlung als Erwachsene. Deshalb widmen sich die Auszubildenden dieser Gruppe in einem eigenen Lernfeld. Sie eignen sich auch Kenntnisse im Bereich Kommunikation und Beratung an: Wie beruhigt man ein Kleinkind, wie bespricht man mit einem Teenager die Behandlung, inwiefern bezieht man die Eltern mit ein? Solche Fragen werden hier geklärt. 

Pflege von Patienten mit psychischen Problemen:
Psychische Erkrankungen wie Depression, Sucht oder Demenz sind in der Bevölkerung weit verbreitet. In diesem Lernfeld werden die Auszubildenden auf den Umgang mit Erkrankten vorbereitet. Es geht unter anderem auch darum, Patienten vor sich selbst zu schützen – genau wie das Umfeld und letztlich auch sich selbst als pflegende Person.

 

Wie läuft die praktische Ausbildung ab?

Den größten Teil deiner praktischen Ausbildung absolvierst du bei deinem Ausbildungsbetrieb. Je nach Art des Ausbildungsbetriebs hast du damit in deiner Ausbildung automatisch eine bestimmte Vertiefung: Das kann im Altenheim die stationäre Langzeitpflege, im Krankenhaus die akute Langzeitpflege oder bei einem Pflegedienst die ambulante Pflege sein. Damit du aber in allen Pflegebereichen Erfahrungen sammelst, hast du zusätzlich Einsätze in anderen, externen Einrichtungen. Du lernst also als Azubi im Krankenhaus auch die Arbeit beim ambulanten Pflegedienst, im Seniorenheim, in der psychiatrischen Pflege sowie die Versorgung von Kindern und Jugendlichen kennen.

Bewirb dich vor allen anderen für diesen Beruf mit unserem Jobletter
  • Passende Jobs direkt in deiner Nähe
  • Sofort Bescheid wissen, sobald es neue Stellen gibt
  • Alles komplett kostenlos