Ausbildung zum Altenpfleger
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit Schichtdienst (möglich)
1. Ausbildungsjahr 1010 Euro
2. Ausbildungsjahr 1072 Euro
3. Ausbildungsjahr 1173 Euro
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Ausbildung zum
Altenpfleger

Klassische duale Berufsausbildung

Als Altenpfleger unterstützt und pflegst du Senioren, die im täglichen Leben nicht mehr allein zurechtkommen. Die richtige Einstellung sowie eine Mischung aus Teamfähigkeit, Optimismus und emotionaler Stärke solltest du von dir aus mitbringen, wenn du die Altenpflegeausbildung machen möchtest. Das nötige Fachwissen wird dir dagegen vermittelt. Und dafür arbeiten die Altenpflegeschulen eng mit den Pflegeeinrichtungen zusammen. In einem ständigen Wechsel aus Schule und Praxis wird dir gezeigt, wie du Menschen pflegen, begleiten und medizinisch versorgen kannst. Obwohl wir es hier also mit einer schulischen Ausbildung zu tun haben, bekommst du weitaus mehr geboten als einen Alltag im Klassenzimmer. Noch ein Pluspunkt: Du erhältst eine faire Ausbildungsvergütung. 

Als Altenpfleger beziehungsweise Altenpflegerin arbeitest du absolut selbstständig und eigenverantwortlich. Du begleitest die Menschen durch den Tag, überwachst ihren gesundheitlichen Zustand und unterstützt bei den Mahlzeiten und bei der täglichen Hygiene. Darüber hinaus fällt eine Menge Arbeit bei der Planung der Abläufe und Dokumentation der Krankenakten an. Darauf musst du erst einmal vorbereitet werden.

Anlaufstelle Nummer eins ist die Altenpflegeschule. Hier hast du verteilt auf drei Jahre mindestens 4600 theoretische und praktische Unterrichtsstunden. In den Seminaren und Übungen unterrichten staatlich examinierte Pflegekräfte und Lehrer. Du besuchst die Schule blockweise, immer für mehrere Wochen am Stück, die restliche Zeit verbringst du bei deinem Praxispartner, also einer stationären, teilstationären oder ambulanten Pflegeeinrichtung. Hier wirst du in die Arbeitsabläufe miteinbezogen und kannst dich an der Seite erfahrener Pflegekräfte in der ganzen Bandbreite pflegerischer Tätigkeiten erproben. Gewöhnen kannst du dich dann auch direkt an den Schichtdienst, denn dieser gehört zu dem Beruf dazu, wie der weiße Kittel zum Arzt. Auch in geriatrische und gerontopsychiatrische Kliniken, die sich auf Menschen mit Gedächtnisstörungen spezialisieren, kannst du als Pflegeschüler einen Einblick gewinnen. 

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Wusstest du schon, dass...

  • …Kranken- und Kinderkrankenpfleger sowie Heilerziehungspfleger mit dreijähriger Ausbildung die Ausbildungsdauer um bis zu zwei Jahre verkürzen können? Altenpflegehelfer, Krankenpflegehelfer und Heilerziehungspflegehelfer können eine um bis zu einem Jahr verkürzte Ausbildung machen.
  • …es allein in Deutschland über 13.000 Pflegeinstitutionen gibt (Stand 2016)?
  • …die Nähe eines Menschen gesund machen kann?
  • …es eine Frau gab, die 122 Jahre alt geworden ist? Sie hieß Jeanne Calment und starb am 4. August 1997. Bis jetzt hatte kein Mensch ein nachweislich längeres Leben (Stand 2016).
  • …es ein Altenpflegegesetzt gibt, das dafür sorgt, dass die Altenpflegeausbildung zeitgemäß ist?

Teamfähigkeit, Respekt und Zuverlässigkeit solltest du mitbringen, wenn du Altenpflege-Azubi werden möchtest. Als Schulabschluss reicht bereits ein mittlerer Bildungsabschluss, ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Ausbildung in der Altenpflegehilfe ist eine anerkannte Alternative. Darüber hinaus solltest du das 16. Lebensjahr erreicht haben und körperlich gesund und fit sein. Die gesundheitliche Eignung lässt du dir übrigens vom Arzt bescheinigen, bevor du deinen Ausbildungsplatz antrittst. Ebenso Pflicht: die Vorlage eines aktuellen amtlichen Führungszeugnisses.

In Vollzeit dauert die Altenpflegeausbildung drei Jahre. Hast du bereits eine Ausbildung im medizinischen Bereich gemacht, kannst du um ein Jahr – in manchen Fällen sogar zwei Jahre  – verkürzen.  Eine Ausbildung in Teilzeit, die sich auf bis zu fünf Jahren verlängert, ist übrigens auch möglich, besonders interessant für junge Elternteile. Die staatliche Abschlussprüfung am Ende deiner Ausbildung besteht aus insgesamt drei Prüfungen. Eine davon ist schriftlich, eine praktisch und eine mündlich. Hast du sie alle Bestanden, kannst du in den Beruf einsteigen. Nach ein paar Jahren kannst du dann über eine Weiterbildung und einen beruflichen Aufstieg nachdenken. Ob als Wohnbereichsleitung, Pflegedienstleitung, Heimleitung, Lehrerin für Pflege oder ein Studium der Pflegewissenschaften – Altenpflegern und Altenpflegerinnen stehen alle Türen offen.

Du solltest Altenpfleger werden, wenn...

  1. ...dein Optimismus ansteckend ist.
  2. ...Respekt vor anderen Menschen für dich selbstverständlich ist.
  3. ...du die Arbeit mit Menschen magst.

Du solltest auf keinen Fall Altenpfleger werden, wenn...

  1. ...pflegebedürftige Leute dich verunsichern.
  2. ...du unangenehme Gerüche nicht ausstehen kannst.
  3. ...dein Wochenende dir heilig ist.

Das Altenpfleger-Quiz

Was ist wichtiger Bestandteil der Arbeitskleidung eines Altenpflegers?



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