Weiterbildung zum/zur Pflegedienstleiter/in

Empf. Schulabschluss:
Mittlere Reife
Ausbildungsdauer:
1-3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags, Wochenendarbeit möglich
Du interessierst dich für diesen Beruf?
Verdienst:
1. Jahr: unvergütet
2. Jahr: unvergütet
3. Jahr: unvergütet

Pflegedienstleiter/in

Als Pflegedienstleiter (PDL) bist du für eine Einheit oder einen Bereich in der stationären oder ambulanten Pflege verantwortlich. Die Weiterbildung zur PDL kannst du machen, wenn du eine Ausbildung in einem Pflegeberuf abgeschlossen und in dem Beruf bereits gearbeitet hast. Du kümmerst dich um die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, steuerst die Arbeitsprozesse und berichtest an die Geschäftsleitung. Kurz gesagt: Du trägst Verantwortung und triffst wichtige Entscheidungen für deinen Zuständigkeitsbereich.

Was macht ein Pflegedienstleiter?

Koordinieren: Du koordinierst und organisierst die Abläufe in der Pflegeabteilung, für die du verantwortlich bist. Dafür dokumentierst du den Kommunikationsfluss und bist in ständigem Kontakt mit den Mitarbeiterinnen zum Beispiel in Form von Bewertungsgesprächen oder Arbeitsanweisungen. Du erstellst auch Personalentwicklungskonzepte, setzt Pflegemodelle um oder bist an Projekten zur Pflegeforschung beteiligt.

Personalführung: In deinem Job musst du vor allem den Überblick über das Personal behalten. Braucht das Pflegepersonal Unterstützung? Dann kümmerst du dich darum, Stellen auszuschreiben und qualifizierte Mitarbeiter zu einzustellen. Du bist aber auch dafür zuständig, Dienstpläne zu schreiben, das Personal zu beobachten und wenn sie an Aus- und Weiterbildungen teilnehmen möchten oder Urlaub einreichen, genehmigst und koordinierst du das.  

Betriebsführung: Die Pflegedienstleitung ist ein wichtiges Bindeglied zwischen den Pflegekräften und der Geschäftsführung oder auch externen Partnern und Ärzten. Da du die Arbeitsabläufe immer im Blick hast, weißt du auch, wo Budget eingesetzt werden muss oder welche Prozesse optimiert werden können. Dafür stellst du zum Beispiel Haushaltspläne auf, führst Pflegesatzverhandlungen oder kümmerst dich um Beschwerden.

Qualitätssicherung: Du bist dafür zuständig, Pflegestandards zu prüfen. Durch deine Position weißt du, wo etwas optimiert werden kann. Du überprüfst nicht nur die geltenden Qualitätsmaßnahmen, sondern passt sie auch an, indem du zum Beispiel Konzepte oder Modelle für neue Qualitätsstandards erstellst. 

 

Wer kann eine Weiterbildung zum Pflegedienstleiter machen?

Die Weiterbildung zum Pflegedienstleiter richtet sich an Personen mit einer abgeschlossenen Ausbildung in einem der Pflegeberufe:

  • Altenpfleger und Altenpflegerinnen
  • Gesundheits- und Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen
  • Kinderkrankenpfleger und Kinderkrankenpflegerinnen
  • Hebammen und Entbindungshelfer bzw. – Helferinnen
  • Heilerziehungspfleger- und Pflegerinnen
  • Pflegefachmänner oder Pflegefachfrauen
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freier Ausbildungsplatz als Pflegedienstleiter/in

Warum sollte man Pflegedienstleiter werden?

Durch die Verantwortung für eine Einheit oder einen bestimmten Bereich sammelst du Erfahrungen in der Führungsverantwortung und in der Leitung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Das bringt dir Vorteile für weitere Aufstiegsmöglichkeiten zum Beispiel im Klinikmanagement.

 

Wo kann ich als Pflegedienstleiterin arbeiten?

Als Pflegedienstleiterin kannst du überall dort arbeiten, wo Pflegepersonal benötigt wird. Typische Branchen sind das Gesundheits- und Sozialwesen. Dabei kann es sich um die Pflege kranker oder alter Personen handeln, aber auch um die Pflege von Kindern oder Menschen mit Behinderung. Deine Arbeitsumgebung sind häufig Büro- oder Besprechungsräume und Patientenzimmer.                                                                                                                     

Deine Einsatzorte auf einen Blick:

  • ambulante, stationäre oder soziale Pflegedienste
  • Pflegeheime (zum Beispiel im Altersheim)
  • Krankenhäuser oder Kliniken

 

Was muss ich für ein Typ sein, um Pflegedienstleiterin zu werden?

Menschenkenner: Als Pflegedienstleiterin musst du dich mit viel mit deinen Kollegen und Kolleginnen abstimmen. Deshalb ist es wichtig, dass du kommunikativ und gerne unter Menschen bist, dich in entscheidenden Situationen aber auch durchsetzen kannst.

Organisationstalent: Bei deinen koordinativen Aufgaben solltest du immer den Überblick behalten. Die Fähigkeit zur Organisation ist deshalb eine Grundvoraussetzung!

Teamplayer: Du bist im ständigen Austausch mit den Pflegekräften und setzt dich, wenn es sein muss, auch für sie ein. In der Pflegedienstleitung trägst du Verantwortung für die Mitarbeiterinnen – das erfordert einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn!

Wie läuft die Weiterbildung zum Pflegedienstleiter ab?

Die Weiterbildung zum Pflegedienstleiter ist landesrechtlich geregelt. Deshalb können Dauer und Inhalt je nach Bundesland unterschiedlich ausfallen. Bei manchen Anbietern besteht die Weiterbildung in 460 Unterrichtsstunden, andere umfassen ein Unterrichtsmodell von 720 Stunden. Auch wie du die Weiterbildung absolvierst, ist dabei entscheidend. Oft kannst du zwischen Teilzeit oder Vollzeit wählen, manche Einrichtungen bieten auch Fernunterricht an.

 

Was lernt eine Pflegedienstleiterin in der Weiterbildung?

In erster Linie dient die Weiterbildung zum Ausbau deiner Kompetenzen. Du erweiterst deine Führungskompetenzen, deine Fachkompetenzen und deine personalen Kompetenzen. Du lernst theoretische Konzepte, die du an praktischen Beispielen anwendest.

Diese Themenbereiche stehen auf deinem Lehrplan:

  • Mitarbeiterführung
  • Gesprächsführung
  • Soziologie
  • Rechtliche Grundlagen
  • Betriebslehre/Marketing

Mit der abgeschlossenen Weiterbildung kannst du Gespräche anleiten und Kommunikationsziele setzen. Du erkennst und verstehst deine Rolle als Führungsperson und kannst so gezielt Mitarbeiter motivieren, Situationen einschätzen und entsprechend handeln. Außerdem lernst du, wie man Dienstpläne, Stellenausschreibungen, Wirtschaftspläne oder Kostenrechnungen erstellt und verschiedene Pflegemodelle und Konzepte in der Praxis umsetzt.

 

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