Weiterbildung als Übersetzer/in

Empf. Schulabschluss:
Mittlere Reife
Ausbildungsdauer:
6–12 Monate
Arbeitszeit:
werktags, freie Einteilung
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: unvergütet
2. Jahr:
3. Jahr:

Übersetzer/in

I think I spider! That is not the yellow of the egg! Sponge over! Deutsche Redewendungen, eins zu eins ins Englische übersetzt, klingen zwar ziemlich lustig, Sinn ergeben diese Sätze aber überhaupt keinen. Wo digitale Übersetzungsdienste scheitern, erkennen hauptberufliche Übersetzer Fehler auf den ersten Blick. Schließlich sind sie absolute Experten in einer Fremdsprache. Täglich übersetzen sie für ihre Kunden die unterschiedlichsten Dokumente und kennen sich neben der Sprache auch mit der Kultur des jeweiligen Landes aus – Redewendungen inklusive.

Info: Bei diesem Beruf handelt es sich um eine berufliche Weiterbildung. Vorausgesetzt wird in der Regel eine bereits abgeschlossene Ausbildung in einem kaufmännischen oder verwaltenden Beruf sowie eine längere Berufstätigkeit. An sogenannten Fachakademien kann man auch eine klassische Ausbildung zum Übersetzer machen, diese ist aber nicht in allen Bundesländern gesetzlich geregelt. Auch ein Studium in dem Bereich ist möglich. Möchtest du eine Ausbildung im Bereich Fremdsprachen machen, ist vielleicht der Fremdsprachenkorrespondent oder der Europasekretär etwas für dich.

Was macht ein Übersetzer?

Übersetzen: Natürlich – die Hauptaufgabe von Übersetzern und Übersetzerinnen ist das Übersetzen von Texten aus der Ausgangssprache in die sogenannte Zielsprache und umgekehrt. Dies können Fachtexte aus den verschiedensten Bereichen sein: Übersetzer beschäftigten sich mit Themen aus Wirtschaft, Technik, Medizin, Recht und mehr. Sie übersetzen zum Beispiel juristische Urteile, technische Bedienungsanleitungen oder wirtschaftliche Gutachten, aber auch Radio- und TV-Sendungen und geschäftlichen Schriftverkehr. Dabei arbeiten sie auch mit speziellen Computerprogrammen.

Dolmetschen: Übersetzer übersetzen in erster Linie Texte, also geschriebenes Wort. Sie arbeiten häufig aber auch als Dolmetscher: In diesem Beruf überträgt man gesprochenes Wort mündlich in die Zielsprache. Dolmetscher und Dolmetscherinnen werden zum Beispiel bei internationalen Konferenzen, bei geschäftlichen Verhandlungen oder bei Gericht gebraucht.

Recherchieren, Zusammenfassen, Kommentieren: Für ihre Arbeit benötigen Übersetzer nicht nur Fachwissen zum Themenbereich des Textes, sondern auch umfassendes Wissen zur Kultur der Fremdsprache. Ausgiebige Recherche ist also auch Teil ihres Arbeitsalltags. Neben dem bloßen Übersetzen fassen Absolventen dieser Weiterbildung übrigens auch Texte zusammen und kommentieren diese.

Organisieren: Wie in vielen anderen Jobs auch, fallen bei der Arbeit als Übersetzer regelmäßig organisatorische Aufgaben an. Im Übersetzungsbüro zum Beispiel müssen Kundenanfragen hinsichtlich Faktoren wie Dringlichkeit und Aufwand sortiert, bewertet und beantwortet werden. Wer als Übersetzer im Management tätig ist, muss eher Aufträge delegieren und koordinieren.

 

Deine Aufgaben auf einen Blick

  • Geschriebenes Wort übersetzen
  • Gesprochenes Wort übersetzen
  • Recherchieren
  • Texte zusammenfassen und kommentieren
  • Organisieren/Aufträge koordinieren
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freier Ausbildungsplatz als Übersetzer/in

Warum sollte man Übersetzer werden?

Die Globalisierung schreitet weiter voran, der Alltag der Menschen wird immer internationaler und damit auch die Arbeitsweise vieler Unternehmen. Deshalb steigt auch der Bedarf an qualifizierten Übersetzern. Mit der Weiterbildung zum Übersetzer hast du also sehr gute Zukunftsaussichten. Ob großer Konzern, Übersetzungsbüro oder EU-Institution: Die Liste der möglichen Arbeitgeber ist vielfältig. Zudem bist du mit dieser Fortbildung nicht auf die reine Übersetzer-Tätigkeit festgelegt: Du kannst zum Beispiel auch als Gesprächsdolmetscher, Sprachlehrer oder Kulturexperte arbeiten. Somit schafft dir die Weiterbildung ideale Möglichkeiten, dich beruflich auch mal etwas umzuorientieren.

 

Info: Was ist der Unterschied zwischen Übersetzer und Dolmetscher?

Während sich Übersetzer mit dem Übersetzen von schriftlichen Dokumenten beschäftigten, übersetzen Dolmetscher gesprochenes Wort, meistens mündlich. Übersetzer arbeiten überwiegend am Schreibtisch, Dolmetscher hingegen haben häufig wechselnde Arbeitsplätze, beispielsweise besuchen sie Konferenzen oder Gerichtsverhandlungen. Man unterscheidet zwischen Konsekutivdolmetschen und Simultandolmetschen. Konsekutiv bedeutet nacheinander – man hat also etwas Zeit zwischen Hören und Wiedergeben und kann zum Beispiel Notizen machen. Das Simultandolmetschen findet gleichzeitig statt: Der Dolmetscher übersetzt, während bereits weitergesprochen wird.

 

Wo kann ich als Übersetzer arbeiten?

Als Übersetzer findest du in erster Jobs bei Übersetzungsbüros oder bei Dolmetscherdiensten. Auch vor allem größere Unternehmen, die international tätig sind, stellen teilweise Übersetzer ein. Dort bist du dann eher als Sprach- und Kulturmittler tätig. Ein bei Übersetzern beliebter Arbeitgeber ist außerdem die EU mit ihren Institutionen und insgesamt 23 Amtssprachen. Da kommt zum Beispiel das EU-Parlament in Straßburg oder die EU-Kommission in Brüssel in Frage. Bist du freiberuflich als Übersetzer tätig, kannst du übrigens auch gut von zu Hause aus, also im Homeoffice, arbeiten.

 

Deine Einsatzorte auf einen Blick

  • Büro
  • Konferenzraum
  • Gerichtssaal

 

Info: Übersetzer ist in Deutschland übrigens keine geschützte Berufsbezeichnung. Um beglaubigte Dokumente ausstellen zu dürfen, muss man als Übersetzer aber von einem Gericht beeidigt oder ermächtigt sein. Dafür wird in der Regel eine erfolgreiche Prüfung zum Staatlich geprüften Übersetzer verlangt.

 

Was muss ich für ein Typ sein, um Übersetzer zu werden?

  • Sprachtalent: In der Schule zählen Fremdsprachen zu deinen Lieblingsfächern, Vokabeln lernen fällt dir leicht und du liebst es, andere Kulturen kennenzulernen? Gut, denn ein Talent für Sprachen ist in diesem Job Grundvoraussetzung.
     
  • Perfektionist : Eine gewissenhafte und ordentliche Arbeitsweise ist für diese Weiterbildung extrem wichtig. Schließlich sollten Texte oder gesprochenes Wort fehlerfrei und verständlich übersetzt werden. Dafür brauchst du zudem ein Gespür für Sinn und Ästhetik.
     
  • Organisationstalent: Wenn zehn Übersetzungsaufträge gleichzeitig darauf warten, von dir abgearbeitet zu werden, musst du den Überblick bewahren und abschätzen, welche Aufgaben Priorität haben. Dabei bringt es dich auch nicht aus der Ruhe, wenn eine Deadline näher rückt.

Wie läuft die Weiterbildung zum Übersetzer ab?

Es gibt zwar eine Prüfungsordnung, die für ganz Deutschland einheitlich ist – die Weiterbildung zum Übersetzer oder zur Übersetzerin läuft aber von Bildungsanbieter zu Bildungsanbieter unterschiedlich ab. Es kommt auch darauf an, ob du die Fortbildung in Teilzeit oder in Vollzeit absolvierst. Es gibt auch Weiterbildungs-Formate, die ausschließlich im Fernunterricht ablaufen.

Es kann zum Beispiel sein, dass die Weiterbildung rund 650 Unterrichtseinheiten umfasst, die sich auf 6 Monate erstrecken. Dann hast du jeden Tag Unterricht. Ebenso gibt es berufsbegleitende Weiterbildungsformate, bei denen du ein Jahr lang immer am Wochenende Kurse besuchst und unter der Woche normal arbeitest. Den Unterricht erhältst du jedenfalls an einer öffentlichen oder privaten Sprachschule, die die Weiterbildung zur Übersetzerin anbietet.

 

Was ist der Unterschied zwischen staatlich geprüft und IHK-geprüft?

Am Ende des Lehrgangs hast du häufig die Möglichkeit, zu wählen, ob du den Abschluss als staatlich anerkannter Übersetzer oder als IHK-geprüfter Übersetzer machst. Du wirst entweder bei deiner Sprachschule von einer Prüfungskommission geprüft oder bei der örtlichen Industrie- und Handelskammer. Aber Achtung: Um dich vor Gericht beeidigen lassen zu können, brauchst du den Abschluss als staatlich anerkannter Übersetzer.

 

Was lernt ein Übersetzer während der Weiterbildung?

Genau wie der Ablauf der Weiterbildung unterscheiden sich auch die Inhalte je nach Sprachschule ein wenig. Hier werden beispielhaft ein paar Lernfelder vorgestellt. Bei den Inhalten kommt es natürlich ganz darauf an, welche Sprache du auswählst. Klassische Fremdsprachen, in denen Übersetzer ausgebildet werden, sind Englisch, Französisch und Spanisch.

  • Übersetzen: Wie man Texte korrekt in eine fremde Sprache übersetzt und andersherum, macht natürlich den Hauptbestandteil der Weiterbildung zum Übersetzer aus. Du lernst spezielle Übersetzungstechniken kennen und die Arbeit mit Übersetzungsprogrammen am Computer.
     
  • Landeskunde: Als Übersetzter solltest du dich auch mit der Kultur des jeweiligen Landes auskennen. Die Geschichte und kulturelle Besonderheiten zu kennen, hilft dir bei er korrekten Übersetzung. Ebenso erwirbst du während der Weiterbildung Kenntnisse in den Bereichen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft des anderen Landes.
     
  • Auftragsabwicklung: Damit du später im Job bei deinen Übersetzungsaufträgen den Überblick behältst, lernst du auch, wie man Aufträge analysiert, bearbeitet und dokumentiert.  
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