Berufe mit Gaming

Gaming-Berufe: Ausbildungen in der Gaming-Branche

Höher, schneller, weiter: Was vor allem im Sport-Bereich gilt, gilt seit einigen Jahren auch für die Gaming-Industrie. Die Branche boomt und wird immer größer! Mittlerweile gibt es in Deutschland über 600 Videospiel-Unternehmen und knapp 10.000 Menschen, die im Gaming-Bereich beschäftigt sind. Das ist zwar schon ganz schön ordentlich, aber im Vergleich zu anderen Ländern, noch recht überschaubar. Bei den Gaming-Berufen ist in Deutschland noch Luft nach oben – vielleicht mit dir als Azubi in der Branche?

Aber es tut sich auch schon einiges: In den letzten Jahren sind eigene Gaming-Ausbildungen entstanden. Außerdem wurden Förderprogramme auf den Weg gebracht, um den Gaming-Standort Deutschland zu stärken. Hier erfährst du alles, was du über Gaming-Berufe wissen musst und wie du den Einstieg in die Branche schaffst.

Welche Berufe mit Gaming gibt es?

In der Gaming-Branche wird zwischen einem Kernarbeitsmarkt und einem erweiterten Markt unterschieden. Zum ersten gehören die Berufe, die wirklich direkt an der Entwicklung von Videospielen beteiligt sind – das sind die Entwickler und sogenannte Publisher. Konkrete Berufe in diesem Bereich sind unter anderem:

  • Game Designer
  • Game Programmer
  • Game Artist
  • Game Producer
  • Good to know: Auf den einzelnen Berufsprofilen findest du alle Informationen über den jeweiligen Beruf. Angefangen bei den Ausbildungsinhalten über Bewerbung und Gehalt bis hin zu Karrierechancen, Jobsuche und Stellenangebote.

    Publisher kümmern sich um die Veröffentlichung und Vermarktung von Videospielen. Da sind dann andere Skills gefragt, zum Beispiel aus den Bereichen Marketing oder Projektmanagement. Auch Ausbildungen beziehungsweise Berufe in diesen Bereichen können ein Sprungbrett für eine erfolgreiche Karriere in der Gamesbranche sein.

    Zum erweiterten Markt gehören unter anderem die Beschäftigten im Handel, bei denen du dein Spiel kaufst. Dazu kommen noch weitere Berufe, die mit Medien zu tun haben. Das sind rund 20.000 Beschäftigte. Insgesamt gibt es in Deutschland also rund 30.000 Menschen, die direkt oder indirekt in der Branche arbeiten. Du siehst also: Es gibt jede Menge Ausbildungen, mit denen du später einen Job in der Gaming-Branche bekommen kannst.

    Wie starte ich eine Karriere in der Gaming-Branche?

    So verschieden die Videospiel-Industrie ist, so unterschiedlich sind auch die Einstiegsmöglichkeiten in die Branche. Grundsätzlich kommt es darauf an, für welchen Bereich du dich interessierst. Hast du Spaß am Programmieren, bietet sich natürlich der Ausbildungsberuf Game Programmer an. Willst du deine Kreativität ausleben, kannst du Game Artist werden oder dich mit dem Thema Game Design beschäftigen. Mit einer Marketing-Ausbildung hast du später die Möglichkeit, über Videospiele zu schreiben und diese bekannt zu machen. Kurz gesagt: Mit einer Ausbildung mit Gaming-Bezug legst du den Grundstein für eine Karriere in der Spieleindustrie.

    Und auch wenn deine Ausbildung keinen direkten Bezug zu Gaming hat, kannst du später trotzdem in der Gamesbranche arbeiten. Wichtig ist nur, dass du dich mit dem Thema befasst. Dafür bietet sich zum Beispiel ein Praktikum an.

    Übrigens: Mittlerweile gibt es sogar spezielle Schulen, die sich ausschließlich auf Gaming-Berufe konzentrieren. Meistens sind das dann schulische Ausbildungen, die aber einen sehr hohen Praxisbezug haben. Teilweise sind die auch aufgebaut wie ein Studium – das unterscheidet sich allerdings von Schule zu Schule.

    E-Sport, Gaming, Streaming & mehr

    Natürlich gibt es auch noch weitere Gaming-Berufe, die bisher nicht genannt wurden: allen voran E-Sportler oder Streamer. Diese Gamer-Jobs haben gerade in den letzten Jahren durch Plattformen wie Twitch oder YouTube einen enormen Hype erfahren. Viele Jugendliche träumen davon, mit Zocken Geld zu verdienen. Du auch? So einfach ist das aber leider nicht: Dabei handelt es sich nämlich nicht um klassische Ausbildungsberufe. Es gibt also keine Ausbildung, bei der du das ganze Fachwissen und die erforderlichen Skills an die Hand bekommst.

    Dazu kommen noch andere Hürden. Gerade der E-Sport-Bereich hat sich in den letzten Jahren enorm professionalisiert. Mittlerweile lässt sich das Ganze schon ein bisschen mit Profi-Sport vergleichen. Nur wenige schaffen es an die Spitze.

    Eine klassische Ausbildung ist auf jeden Fall der sicherere Weg, um später sein Geld im Gaming-Bereich zu verdienen. Streamen und Zocken am Computer kannst du ja weiterhin als Hobby machen. Und wer weiß: Vielleicht steht dir dann doch noch eine große Karriere als Streamer oder E-Sportler bevor …