Ausbildung zum 3D-Designer machen
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 2-3 Jahre
Arbeitszeit werktags
1. Ausbildungsjahr unvergütet
2. Ausbildungsjahr unvergütet
3. Ausbildungsjahr unvergütet
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Ausbildung zum
3D-Designer

Schulische Ausbildung

Ob Horden von Orks, Elben und Zwerge in den Krieg ziehen, überdimensionale Echsen und Affen Amok laufen, Superhelden und Superschurken ganze Städte in Schutt und Asche legen oder sich Menschen und Aliens in epischen Raumschlachten bekriegen – in Videospielen und Filmen ist nichts mehr unmöglich. Großen Anteil daran haben die 3D-Designer, die all die fantastischen Welten, Bauten und Kreaturen zum Leben erwecken. Wenn du auch Figuren und Objekte für Filme und Games kreieren möchtest, dann kannst du dich in der Ausbildung zum 3D-Designer so richtig austoben!

Die Effekte in Filmen werden immer aufwendiger, und Videospiele, quasi ein einziger großer Effekt, werden zu einer immer größeren Branche. Daher entstehen derzeit immer mehr Akademien und Designschulen, die eine Ausbildung zum 3D-Designer anbieten. Häufig wird dabei das 3D-Design mit dem Gamedesign kombiniert. Das sind allerdings zwei sehr unterschiedliche Berufe. Der Gamedesigner entwickelt Konzepte und Spielideen, der 3D-Designer erweckt sie dann zu visuellem Leben. Der Gamedesigner ist also für ein Spiel, was der Regisseur und Drehbuchautor für einen Film sind. Aber so, wie jeder gute Regisseur auch eine Ahnung von der Technik hinter dem Film haben sollte, so helfen dem Gamedesigner natürlich die Kenntnisse im 3D-Design. Bestenfalls kann er seine Vorstellung von einem Monster, einer Landschaft oder einem Gebäude dann direkt selbst umsetzen.

Die Kombination aus 3D- und Gamedesign macht also durchaus Sinn. Doch während es manchmal eine reine Ausbildung zum 3D-Designer gibt, ohne die Inhalte des Gamedesigns, gibt es eine Ausbildung ausschließlich zum Gamedesigner nicht. Wenn überhaupt etwas in dieser Richtung angeboten wird, dann nur in Form einer einjährigen Fortbildung oder als Studium.

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In der Ausbildung zum 3D-Designer erstellst du am Computer nach klaren Vorgaben Figuren und Objekte für Videospiele und Filme. Das beginnt meistens mit einer groben Zeichnung oder einer Skulptur, die du z. B. aus Ton anfertigst. Nach dieser Vorlage baust du dann erste 3D-Modelle und überziehst sie nach und nach mit immer detaillierten Texturschichten, bis sie so real wie möglich wirken. Bei einem Wesen etwa, ziehst du zuerst eine einfarbige, detailarme Haut über das 3D-Skelett, später dann kommen Elemente wie Poren, Schuppen oder feine Härchen dazu. Anschließend animierst du deine Modelle, lässt sie laufen, fahren oder fliegen, und berechnest auch, wie zum Beispiel Licht und Schatten auf der Oberfläche wirken.

Dafür hast du es mit Programmen wie Photoshop, Flash und etlichen mehr zu tun. Du lernst, wie man ein 3D-Modell nach einer 2D-Vorlage erstellt, 3D-Modellierung und Texturing anwendet, und lernst, alle Bereiche wie Bildbearbeitung, Composing und Grafikbearbeitung kennen. Auch Special Effects und Motion Capturing stehen auf dem Lehrplan.

Da Gamedesign auch mit Teamführung und Aufgabendelegation zu tun hat, triffst du bei der kombinierten Ausbildung zum 3D-Designer und Gamedesigner auch auf Inhalte wie Kommunikationstraining und Arbeitsorganisation. Hier steht dann auch der Ausbau von spielmechanischen Grundideen auf dem Plan. So erlernst du die Grundlagen der Entwicklung von Drehbüchern und Storyboards, von Dramaturgie, Immersion, Spielwelten, Spielkonzeption und  Storytelling.

Wusstest du schon, dass...

  • …Toy Story aus dem Jahr 1995 der erste komplett am Computer entstandene Spielfilm ist?
  • …in Jurassic Park eigentlich nur in 14 der insgesamt 127 Minuten Laufzeit Dinosaurier zu sehen sind?
  • …es bereits 1933 den ersten „King Kong“-Film gab? Seine Stop-Motion-Tricktechnik war für damalige Verhältnisse sensationell.
  • …der Online-Shooter „Destiny“ von 2014 mit 500 Millionen Dollar Entwicklungskosten das teuerste Spiel aller Zeiten ist?
  • …James Camerons „Avatar“ der erfolgreichste Film aller Zeiten ist? Der Science Fiction-Streifen besteht fast nur aus am Computer entstandenen Wesen und Welten und spielte weltweit 2,7 Milliarden Dollar ein.

Was du für die Ausbildung zum 3D-Designer mitbringen solltest, ist natürlich vor allem eine ganze Menge Phantasie und Kreativität. Ein Interesse an Filmen und Videospielen versteht sich vermutlich von selbst. Außerdem solltest du mit der Arbeit am PC vertraut sein und schon erste Entwürfe zeigen können. Viele Akademien möchten bei deiner Bewerbung nämliche eine Mappe von dir sehen, in der du zeigst, was du schon kannst. Das können kleinere Grafiken sein, Zeichnungen, Animationsvideos oder Links zu Websites.

Die Ausbildung zum 3D-Designer ist eine rein schulische Ausbildung und dauert zwischen zwei und drei Jahre. Manchmal folgt auf die Ausbildung noch ein mehrmonatiges Praktikum in einem Betrieb. Man sollte sich aber im Vorfeld darüber im Klaren sein, dass nicht jede Ausbildung auch mit einem staatlich anerkannten Abschluss beendet wird. Außerdem sind eigentlich alle Designschulen und Medienakademien privat geführt und kosten dementsprechend. 

Du solltest 3D-Designer werden, wenn...

  1. ...du kreativ bist und am Computer arbeiten willst.
  2. ...im Kino die Story eines Films völlig an dir vorbeigeht, weil du ständig nur darüber nachdenkst, wie wohl die Tricks entstanden sind.
  3. ...du als Kleinkind schon immer wundersame Wesen und Welten gemalt hast.

Du solltest auf keinen Fall 3D-Designer werden, wenn...

  1. ...weder „King Kong“, „Star Wars“, „Der Herr der Ringe“ noch „Avatar“ in deinem DVD oder Blu-ray-Regal stehen.
  2. ...dir die Namen Mario, Sonic, Guybrush und Link nichts sagen.
  3. ...das einzige Videospiel, das du je gespielt hast, „Tetris“ ist.

Das 3D-Designer-Quiz

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