Ausbildung als Agrartechnische/r Assistent/in

Empf. Schulabschluss:
Keine Angabe
Ausbildungsdauer:
2 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
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Verdienst:

1. Jahr: unvergütet
2. Jahr: unvergütet
3. Jahr: -

Agrartechnische/r Assistent/in

Um Lebensmittel zu bekommen, reicht ein Gang in den Supermarkt. Hier vertrauen wir darauf, dass die Produkte gesund und bekömmlich sind. Dafür verantwortlich sind Agrartechnische Assistenten, kurz ATA. Sie untersuchen aber nicht nur die Qualität von Rohprodukten wie Pflanzen, Milch oder Eier, sie leisten auch einen Beitrag zur Entwicklung neuer Produkte für die Lebensmittelindustrie. Aber auch in der Pharmaindustrie kommen sie zum Einsatz.

Was macht ein Agrartechnischer Assistent?

Lebensmittel, Pflanzen oder Medikamente gentechnisch herstellen oder verändern: Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten ATAs mit Fachrichtung Biotechnologie mit Mikroorganismen, Gewebe- und Zellkulturen. So analysieren sie beispielsweise die DNA von Pflanzen.

Qualitätsprüfung und Produktentwicklung: Mit Hilfe von mikrobiologischen und chemischen Verfahren prüfen ATAs mit Fachrichtung Milchwirtschaft und Lebensmittelanalytik Lebensmittel auf ihre Qualität und ihre Inhaltsstoffe, wie z. B. Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, ihre Zusatzstoffe wie Farbstoffe oder Konservierungsmittel sowie auf Rückstände von Antibiotika oder Mikroorganismen. Ebenso entwickeln sie neue Produkte für die Lebensmittelindustrie.

Pflanzenzucht und Pflanzenanbau: Wie wirkt sich ein Düngemittel auf eine Pflanze aus? Wie kann man Pflanzen schützen, ohne auf chemische Stoffe zurückgreifen zu müssen? Diesen und weiteren Fragen gehen ATAs mit Fachrichtung Pflanzen- und Umweltanalytik nach. Dafür nehmen sie Bodenproben und Wasserproben und kontrollieren sowie analysieren die Qualität von pflanzlichen Produkten. Arbeitsplätze sind neben Laboren daher auch die Gewächshäuser.

Welche Fachrichtungen gibt es?

Man kann den Beruf in unterschiedlichen Fachrichtungen ausüben:

  • Milchwirtschaft und Lebensmittelanalytik
  • Biotechnologie
  • Pflanzen- und Umweltanalytik

Warum sollte man Agrartechnischer Assistent werden?

Ein Job mit Zukunft: Ob in der Pharmaindustrie, Lebensmittelindustrie oder in der Medizinbranche, Fachleute werden dringend gesucht, zudem gibt es vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.

Wo kann ich als Agrartechnischer Assistent arbeiten?

Agrartechnische Assistenten arbeiten in Forschungsinstituten, Betrieben der Forst- und Landwirtschaft, in Unternehmen der chemischen Industrie, der pharmazeutischen Industrie sowie der Nahrungsmittelindustrie, beispielsweise in Molkereien. Auch in der öffentlichen Verwaltung wie zum Beispiel in Umweltschutzbehörden oder in Tierklinken finden sie Arbeit.

Wie sind die Arbeitszeiten als Agrartechnischer Assistent?

In der Regel arbeiten Agrartechnische Assistenten werktags, in Vollzeit je nach Betrieb 37 bis 40 Stunden die Woche. Arbeit an Wochenenden ist unter Umständen möglich.

Welche Arbeitskleidung tragen Agrartechnische Assistenten?

Den Großteil ihrer Zeit verbringen ATAs in einem Labor. Kittel und Schutzkleidung, wie Brille, Atemschutzmaske, und Handschuhe, zählen daher zur klassischen Arbeitskleidung.

Was muss ich für ein Typ sein, um Agrartechnischer Assistent zu werden?

Wissenschaftler: Du hast ein großes Interesse an den Naturwissenschaften. In den Fächern Biologie, Chemie, Mathematik und Physik hast du in der Schule besonders Spaß.
Perfektionist: Du bist stets genau, sorgfältig und selbstständig. Es fällt dir leicht, dich auf knifflige Aufgaben zu konzentrieren.

Analytiker: Du arbeitest am liebsten mit klaren Strukturen und bist immer gut organisiert. Ergebnisse hinterfragst und überprüfst du.

Wie läuft die Ausbildung als Agrartechnischer Assistent ab?

Die Ausbildung findet in einer Berufsfachschule oder in einem Berufskolleg statt und dauert zwei Jahre. In den ersten vier Monaten hat man theoretischen und laborpraktischen Unterricht, das folgende Jahr ist für das fachpraktische Praktikum reserviert, das bei einem Praktikumsbetrieb, der in der Regel ein Praxispartner der Schule ist, stattfindet. In den letzten sieben Monaten der Ausbildung findet erneut Unterricht statt. Die Ausbildung wird mit einer staatlichen Abschlussprüfung abgeschlossen. Da die Ausbildung nur an wenigen Orten angeboten wird, stellen Ausbildungsstätten ein Internat zur Unterbringung zur Verfügung.

Was lernt ein Agrartechnischer Assistent in der Berufsschule?

Pflichtfächer: Unabhängig vom Schwerpunkt werden allgemeine Pflichtfächer wie Biologie, Chemie, Statistik, EDV, Physik, Mathe, Fachenglisch und Qualitätssicherung unterrichtet. Zusätzlich dazu gibt es, je nach Schwerpunkt, die fachbezogenen Pflichtfächer.

Fachbezogene Pflichtfächer:

Molekularbiologie: Im Fach Molekularbiologie baut man auf seinem Wissen über den Aufbau einer Zelle auf. Man führt Experimente zur Diffusion und Osmose durch und erlernt, welche chemische Struktur und welche Funktionen Biomoleküle haben.

Technologie der Lebensmittel: Wie werden Lebensmittel konserviert, also haltbar gemacht? Und wie kann man ihre Qualität überprüfen? Im Fach Technologie der Lebensmittel lernt man die unterschiedlichen Methoden und Verfahren kennen.

Pflanzenzüchtung: Die Verbesserung der biologischen und ökonomischen Eigenschaften von Pflanzenpopulationen ist das Ziel der Pflanzenzüchtung. Man lernt also alles über Pflanzenauslese, Saatgutbehandlung oder Kreuzung.

Was lernt ein Agrartechnischer Assistent in der Praxis?

Im Betriebspraktikum, das in staatlichen oder privaten Forschungseinrichtungen oder Betrieben der chemischen Industrie, der pharmazeutischen Industrie oder der Lebensmittelindustrie stattfinden, werden die verschiedenen Untersuchungsmethoden in der Praxis angewendet. Zudem lernt man die Abläufe und Prozesse kennen.

 

Dieses Profil wurde von Sabine geschrieben
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