Ausbildung zum/zur Milchtechnologe/-technologin

Sugar image for godfathers ausbildung als milchtechnologe
Empf. Schulabschluss:
mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 830-930 Euro
2. Jahr: 910-980 Euro
3. Jahr: 970-1060 Euro

Milchtechnologe/-technologin

Warum sollte man Milchtechnologe werden?

Der Arbeitsalltag als Milchtechnologe ist abwechslungsreich: Seine Aufgaben sind vielfältig und reichen von der Bearbeitung der Rohmilch bis hin zur Kontrolle der Produktverpackung. Zudem v Wo kann ich als Milchtechnologe arbeiten?

In den meisten Fällen findet man seinen Arbeitsplatz bei Unternehmen, die Milcherzeugnisse herstellen. Dazu zählen Molkereien, Käsereien oder Milchwerke. Darüber hinaus wirst du auch in vielen anderen Branchen gebraucht. Beispielsweise kannst du einen Job bei Verpackungsherstellern, in der Getränkeindustrie oder sogar in der Forschung und Entwicklung finden.

Wie sind die Arbeitszeiten für Milchtechnologen?

Da die Maschinen, die die Milchprodukte liefern, rund um die Uhr laufen, müssen sie auch den ganzen Tag überwacht werden. Deswegen arbeitet man im Schichtdienst und am Wochenende. Auch Nachtarbeit ist keine Seltenheit. Mehr als acht Stunden hat der Arbeitstag in der Regel aber trotzdem nicht.

Hinweis:

Aufgrund des Jugendarbeitsschutzgesetzes dürfen minderjährige Auszubildende nicht in Nachtschichten und an Wochenenden arbeiten.

Welche Arbeitskleidung tragen Milchtechnologen?

Ob Latz- oder normale Hose, T-Shirt oder Kittel – als Milchtechnologe ist man in der Regel in Weiß gekleidet. Welche Oberbekleidung man genau trägt, ist in den meisten Firmen einheitlich geregelt, ein Haarnetz müssen Milchtechnologen aber in der Regel überall tragen. Entnimmt man Proben, werden Handschuhe getragen und im lauten Maschinenraum ist ein Gehörschutz Pflicht.

Welches Arbeitsumfeld erwarten Milchtechnologen?

Milchtechnologen bedienen die unterschiedlichsten Anlagen, die teilweise sehr laut sind. Zudem herrschen in Lebensmittelbetrieben strenge Hygienevorschriften: In der Produktion wird Schutzkleidung getragen – sogar Schuhüberzieher oder diskinfizierte Schuhsohlen sind hier Pflicht.

Was muss ich für ein Typ sein, um Milchtechnologe zu werden?

Perfektionist: Du musst auf das kleinste Detail achten: Sei es die Produkttemperatur oder ein winziger Knick in der Verpackung. Schließlich kannst du bereits eine kleine Unachtsamkeit die Gesundheit der Kunden gefährden, wenn beispielsweise das Mindesthaltbarkeitsdatum falsch angegeben ist.

Handwerker: Sei es das Wechseln des Packpapiers an der Maschine oder das Befüllen einer Maschine mit Bakterien – du öffnest die Geräte selbstständig und sorgst dafür, dass alle Maschinen funktionieren.

Techniker: Die Produktion von Butter, Käse oder Joghurt läuft komplett automatisiert ab. Mehrere Anlagen werden benötigt, um Milch zu lagern und zu erhitzen oder Käse reifen zu lassen. Als Milchtechnologe muss man Anlagen wie Filtrations- oder Abfüllanlagen im Betrieb steuern und Fehlermeldungen beheben können – dafür ist technisches Verständnis von Vorteil.

Wusstest du schon, dass...

  • die Buttermilch ein säuerlich schmeckendes milchiges Getränk ist, welches als Nebenprodukt bei der Butterherstellung entsteht?
  • im Handel in der Europäischen Union „Milch“ nur Milch von Kühen bezeichnen darf. Laut Paragraph 2 der Milchverordnung muss bei Milch von anderen Säugetieren die Tierart genannt werden, wie beispielsweise Schafmilch oder Ziegenmilch.
  • Milch einen natürlichen Fettgehalt von ca. 4,2 % hat? Erst durch das Zentrifugieren kann der Fettgehalt eingestellt werden.
  • ein ausreichender Milchkonsum Bluthochdruck, Herzinfarkt und Übergewicht vorbeugen kann?
  • Milchprodukte eines der Hauptnahrungsmittel in Deutschland sind?

Wie läuft die Ausbildung zum Milchtechnologe ab?

Die Ausbildung zum Milchtechnologen dauert drei Jahre und läuft dual ab. Die praktischen Phasen verbringt man im Ausbildungsbetrieb, während die Theoriephasen in der Berufsschule stattfinden. In der Regel wird dort Blockunterricht angeboten. Dann besucht man immer im Wechsel mehrere Wochen am Stück die Berufsschule und den Betrieb. Der Lehrplan enthält hier allerdings auch fachpraktische Übungen in einer Lehrmolkerei. Ist die Schule nicht in der Nähe des Ausbildungsbetriebs, wird man für die Zeit des Blockunterrichts in Wohnheimen untergebracht.

Insider: Die Ausbildung zum Milchtechnologen bei Hochwald Foods GmbH

Die Ausbildung bei der Hochwald Foods GmbH startet mit einer Einführungswoche für alle Azubis. In der lernst du deine Ausbilder, den Betrieb, die Produkte und die anderen Auszubildenden kennen. Hier wirst du intensiv betreut und in den Arbeitsablauf integriert. Auch mit deinen Azubi-Kollegen hast du in deiner Ausbildung regelmäßige Meetings, Seminare oder Ausflüge, bei denen ihr euch über bestimmte Themen austauschen könnt. Die Berufsschule befindet sich in Wangen, wo du zum Betrieb sowohl theoretisches als auch praktisches Wissen erlangst. Alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit, während der Ausbildung zwei Wochen ein anderes Werk und dessen Produkte kennenzulernen. Milchtechnologen sind gefragte Fachkräfte und werden bei Hochwald Foods gerne übernommen!

Was lernt ein Milchtechnologe in der Berufsschule?

In der Berufsschule lernt man in erste Linie Rezepturen für unterschiedliche Milchprodukte kennen. Schließlich muss man wissen, was in den Anlagen verarbeitet wird und mit welchen Roh- und Zusatzstoffen aus Milch, Produkte, wie Käse oder Joghurt, entstehen. Ein weiteres Thema ist die Wirtschafts- und Sozialkunde, die zugleich ein Prüfungsbereich ist. Hierbei erfährt man beispielsweise, welche Maßnahmen man ergreifen kann, um Produktionskosten zu senken. Auch wie Produktionsprozesse ordnungsgemäß dokumentiert werden, lernt man im Berufsschulunterricht.

Erstes Ausbildungsjahr:

Qualität beurteilen: Welche Bestandteile hat Milch eigentlich? Als Milchtechnologe weiß man alles über seinen wichtigsten Werkstoff: Welchen Fett- und Proteingehalt sie hat und was ihre ideale Zusammensetzung für die Weiterverarbeitung ist.

Herstellung von Konsummilch: Als Konsummilch wird Trinkmilch bezeichnet, die im Supermarkt verkauft wird – zum Beispiel die handelsübliche Vollmilch mit einem Fettgehalt von 3,5 Prozent. Angehende Milchtechnologen lernen im ersten Jahr ihrer Ausbildung, wie Rohmilch gereinigt wird und welche Wärmebehandlungsverfahren dafür infrage kommen.

Zweites Ausbildungsjahr:

Butter herstellen: Damit aus Milch Butter wird, muss sich auf natürlich Weise der sogenannte Rahm bilden, der dann geschlagen wird, bis sich Flöckchen bilden. Wie man diesen Vorgang maschinell beschleunigen kann, lernt man im zweiten Ausbildungsjahr.

Anlagen überwachen: Ob Abfüllanlage oder Reifungsbehälter – wie Anlagen gesteuert und überwacht werden, ist auch in der Berufsschule ein wichtiges Thema. Wie geht man bei Störungen vor? Welche Hygienevorschriften müssen beachtet werden? Wie wechselt man die Rolle des Packpapiers? Das sind nur einige der vielen Fragen, die hier beantwortet werden.

Drittes Ausbildungsjahr:

Käseprodukte herstellen: Als angehender Milchtechnologe wird man darüber informiert, welche Käsegruppen und welche Fettgehaltsstufen es gibt. Zudem verinnerlicht man die einzelnen Herstellungsschritte wie das Vorbereiten und das sogenannte Dicklegen der Milch sowie das Formen von Käse.

Qualität sichern: In Deutschland gibt es viele Richtlinien, die bei der Herstellung von Lebensmitteln beachtet werden müssen. Nur so kann die Qualität der handelsüblichen Produkte gewahrt werden. Für diesen Ausbildungsberuf sind vor allem die Vorgaben für die Produktion von Milcherzeugnissen entscheidend, weswegen man sich damit in der Berufsschule auseinandersetzt.

Was lernt ein Milchtechnologe in der Praxis?

Zuallererst lernt man den Ausbildungsbetrieb und die gängigen Abläufe kennen: Welche Hygienevorgaben gibt es und wie werden diese umgesetzt? Welche Anlagen sind vorhanden und was stellen diese her? Welche Produkte werden vom Unternehmen angeboten, welche Stationen durchlaufen sie und was muss dabei beachtet werden? Mit welchen Abläufen und Maschinen man es zu tun bekommt, hängt davon ab, ob dein Arbeitgeber Käse, Joghurt, Butter oder Trinkmilch herstellt. Den Umgang mit den Anlagen, wie beispielsweise dem Käsefertiger, lernt man direkt zu Beginn der Ausbildung, da sie wichtiger Bestandteil der Arbeitsabläufe sind. Zudem verarbeitet man die Rohmilch und prüft ihre Qualität. Auch wie Milch etwa zu Trinkmilch weiterverarbeitet, verpackt und gelagert wird, lernt man bereits im ersten Ausbildungsjahr.

Ist das erste Jahr um, vertieft man sein Wissen, indem man an der Herstellung von weiteren Produkten beteiligt wird. Das könnte beispielsweise haltbare Schlagsahne, Margarine oder Sauermilchkäse sein. Man lernt, wie die dazugehörigen Anlagen gesteuert und welche Schritte dokumentiert werden müssen. Im dritten Ausbildungsjahr beschäftigt man sich zusätzlich mit der Qualitätssicherung der Produkte. Dafür schaut man sich die Füllmengenkontrolle am Arbeitsplatz genauer an und führt zusätzliche Kontrollen durch, die anschließend vom Labor ausgewertet werden.

Du solltest Milchtechnologe/-technologin werden, wenn …
  1. du dich am liebsten den ganzen Tag von Milch ernähren würdest.
  2. die Arbeit am Schreibtisch dich langweilen würde.
  3. körperliche Anstrengung dir nichts ausmacht.
Du solltest auf keinen Fall Milchtechnologe/-technologin werden, wenn …
  1. bereits der Geruch von Milch für dich unerträglich ist.
  2. du dir nicht vorstellen kannst an großen Maschinen zu arbeiten.
  3. es für dich wichtig ist, dass du bei deiner Arbeit sitzen kannst.
Das Milchtechnologe/-technologin-Quiz
Frage / 3

Wie lange ist H-Milch haltbar?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, H-Milch ist bei mindestens 135 Grad ultrahoch erhitzt und daher ungekühlt und ungeöffnet mindestens 6 bis 8 Wochen haltbar.
Richtig! H-Milch ist bei mindestens 135 Grad ultrahoch erhitzt und daher ungekühlt und ungeöffnet mindestens 6 bis 8 Wochen haltbar.

Wofür können Milchnebenprodukte weiterverwendet werden?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, Milchnebenprodukte werden zum Beispiel auch in der Kosmetikherstellung verwendet, um besondere Cremes herzustellen oder auch Salben. Häufig werden dazu Produkte aus Ziegenbutter verwendet.
Richtig! Milchnebenprodukte werden zum Beispiel auch in der Kosmetikherstellung verwendet, um besondere Cremes herzustellen oder auch Salben. Häufig werden dazu Produkte aus Ziegenbutter verwendet.

Wie nennt man das Verfahren, mit welchem Milch haltbar gemacht wird?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, durch die Homogenisierung wird die in der Milch vorhandene Fettglobule reduziert. So rahmt die Milch nicht auf und ist leichter verträglich.
Richtig! Durch die Homogenisierung wird die in der Milch vorhandene Fettglobule reduziert. So rahmt die Milch nicht auf und ist leichter verträglich.
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Dieses Profil wurde von Marina geschrieben
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