Weiterbildung zum/zur Beamter/Beamtin im Arbeitsschutz (mittlerer Dienst)

Empf. Schulabschluss:
Keine Angabe
Ausbildungsdauer:
15 Monate
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?
Verdienst:
1. Jahr: 1350 Euro
2. Jahr: 1350 Euro
3. Jahr:

Beamter/Beamtin im Arbeitsschutz (mittlerer Dienst)

Was ist, wenn jemand auf der Arbeit ausrutscht, weil Sachen falsch gelagert wurden? Oder sich jemand verletzt, weil eine Maschine falsch bedient wurde? Wie wird dafür gesorgt, dass keine Unfälle passieren? Vielleicht hast du schon mal was vom Arbeitsschutz oder Arbeitnehmerschutz gehört. Darunter fallen alle Maßnahmen, die zum Schutz von Beschäftigten getroffen werden, um deren Sicherheit und Gesundheit zu gewährleisten. Dafür zuständig sind Beamte und Beamtinnen im Arbeitsschutz.

Was macht ein Beamter im Arbeitsschutz im mittleren Dienst?

Prüfen, überwachen & genehmigen: Als Beamter oder Beamtin für Arbeitsschutz sorgst du dafür, dass andere Arbeitnehmer ausreichend vor Gefahren am Arbeitsplatz geschützt sind. Du übernimmst dabei vor allem prüfende Aufgaben im Außendienst: Bei Unternehmen schaust du ganz genau, welche Vorsorgemaßnahmen und Vorkehrungen für den Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer getroffen werden. Die Maßnahmen genehmigst und bearbeitest du auch, du übernimmst also auch verwaltungstechnische Aufgaben.

Mögliche Bereiche der Arbeitssicherheit:

  • Arbeitszeit der Kraftfahrer
  • Sprengstoffwesen, Produktsicherheit, Baustellensicherheit, Transportsicherheit
  • Strahlenschutz, Kündigungsschutz
  • Rechtsangelegenheiten
  • Röntgenangelegenheiten
  • Psychische Belastung, Physische Belastung
  • Gefahrstoffe
  • Betriebs- und Anlagensicherheit

Wie sind die Arbeitszeiten als Beamter im Arbeitsschutz im mittleren Dienst?

Du arbeitest in der Regel rund 40 Stunden die Woche. Deine Arbeitswoche besteht aus den Wochentagen Montag bis Freitag, abweichende Arbeitszeiten wie am Wochenende oder in der Nacht sind für gewöhnlich nicht vorgesehen. Im Außendienst kann es vorkommen, dass deine Arbeitszeiten auch mal etwas unregelmäßiger sind.

Wo kann ich als Beamter im Arbeitsschutz im mittleren Dienst arbeiten?

Als Beamter oder Beamtin im Arbeitsschutz sind deine Arbeitsorte im Außendienst überall dort, wo auf Arbeitsschutz geachtet werden muss – also quasi in Unternehmen aller Art. Das sind vor allem größere Produktionsfirmen oder Firmen mit großen Werkshallen und viel Technik, da dort schnell Arbeitsunfälle passieren können. Da du aber auch verwaltungstechnische und bürowirtschaftliche Aufgaben übernimmst, arbeitest du aber auch im Büro, zum Beispiel in den für den Arbeitsschutz vorgesehenen Dezernaten oder Bezirksverwaltungen, die Teil der staatlichen Arbeitsschutzverwaltung sind.

Deine Arbeitsorte auf einen Blick:

  • Öffentliche Verwaltung, z.B. in Gewerbeaufsichts- bzw. Arbeitsschutzämtern
  • Öffentliche Sicherheit, z.B. in den kommunalen Dienststellen der Gewerbeaufsicht bzw. des Arbeitsschutzes
  • Vor Ort bei den Betrieben und Unternehmen

Was muss ich für ein Typ sein, um Beamter im Arbeitsschutz im mittleren Dienst zu werden?

Perfektionist: In diesem Beruf trägst du sehr viel Verantwortung und sorgst dafür, dass niemandem etwas auf der Arbeit passiert. Deshalb ist es besonders wichtig, dass du deine Aufgaben sehr sorgfältig und gewissenhaft erledigst.

Analytiker: Um deine Arbeit sorgfältig zu erledigen, brauchst du eine strukturierte Arbeitsweise. Es ist von Vorteil, wenn du Dinge hinterfragst und Zusammenhänge schnell erkennst.

Techniker: Weil du in deinem Beruf auch die Sicherheit der Arbeitsgeräte überprüfst, brauchst du auf jeden Fall gute Technikkenntnisse.

Welche Unterschiede gibt es in den verschiedenen Bundesländern?

Die Beamtenausbildungen sind in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Neben der Dauer unterscheidet sich auch die Bezeichnung. Um zwei Beispiele zu nennen:

  • In NRW darfst du dich während der Weiterbildung Gewerbeobersekretäranwärter nennen. Hier spricht man auch gar nicht mehr vom mittleren Dienst, sondern von der 1. Laufbahngruppe und dem 2. Einstiegsamt (Laufbahngruppe 1.2.). Die Ausbildung erfolgt in NRW bei den fünf Bezirksregierungen.
  • In Bayern bist du nach Abschluss der Weiterbildung Beamter oder Beamtin mit dem fachlichen Schwerpunkt Gewerbeaufsicht. Dort sind die Regierungen dann die Ausbildungsbehörde. In Bayern steht der Ausdruck zweite Qualifikationsebene für den mittleren Dienst.
  • Weitere mögliche Bezeichnungen sind Gewerbeaufsichtsbeamter, Arbeitsschutzsekretär und Gewerbeobersekretär.

Übrigens: Einen Vorbereitungsdienst im Bereich Arbeitsschutz gibt es nicht in jedem Bundesland.

Wie läuft die Weiterbildung als Beamter im Arbeitsschutz im mittleren Dienst ab?

Der Ablauf der Weiterbildung ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt, es gelten teilweise unterschiedliche Voraussetzungen für die entsprechenden Bundesländer. Die haben nämlich jeweils andere Verordnungen. Die Weiterbildung ist aber immer ein Vorbereitungsdienst für deine spätere Tätigkeit. Sie dauert ein bis zwei Jahre und besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.

Die theoretische Ausbildung absolvierst du in den Ausbildungsbehörden und in zentralen Lehrgängen. Dabei wird der jeweilige Musterausbildungsplan des Landes befolgt. Es geht darum, dass du dir fachbezogene theoretische Kenntnisse teilweise auch selbstständig aneignest.

Beispiel Ablauf:

  • 15 Seminarwochen
  • eine Prüfungswoche
  • vier Klausuren
  • eine fachpraktische Arbeit (schriftlich)
  • eine Laufbahnprüfung (mündlich)

Auch die praktische Ausbildung machst du in den Ausbildungsbehörden. Dabei geht es aber nicht um das Erarbeiten eines Lehrplans, sondern darum, dass den Anwärtern und Anwärterinnen für die Position im mittleren Dienst in der Arbeitssicherheit die nötigen Methoden und Fertigkeiten vermittelt werden, die sie für die Umsetzung ihrer Aufgaben brauchen.

Was lernt man in der Weiterbildung?

Das Ziel der Weiterbildung ist es, dass du ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz entwickelst. Du kennst dich nach deiner Ausbildung mit allen rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekten, die mit dem Schutz am Arbeitsplatz verbunden sind, bestens aus.

Während deiner Weiterbildung lernst du auch, wie du die Vorgänge und Akten bearbeitest und wie Einsätze und Besichtigungen vor Ort bei den verschiedenen Einrichtungen ablaufen. Besonders viel Wert wird dabei daraufgelegt, dass du schon während der Weiterbildung lernst, selbstständig und verantwortungsbewusst Ziele und Aufträge umzusetzen. So bist du bestens für deinen späteren Job vorbereitet.