Ausbildung zum Eisenbahner/in im Betriebsdienst

Mit freundlicher Unterstützung von LEAG

Empf. Schulabschluss:
Mittlere Reife
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
Schichtdienst
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 815-904 Euro
2. Jahr: 880-950 Euro
3. Jahr: 940-1010 Euro

Eisenbahner/in im Betriebsdienst

Von Berlin nach München in 35 Minuten – was mit dem Flugzeug bereits Realität ist, soll bald auch mit dem Zug zu schaffen sein. Nötig ist dafür ein Tunnelsystem, in dem Geschwindigkeiten bis zu 1200 km/h erreicht werden können. Bis es so weit ist, müssen wir uns zwar noch gedulden, aber klar: Der Zug zählt seit langem zu den wichtigsten und schnellsten Transportmitteln für Personen und Güter.

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Was macht ein Eisenbahner im Betriebsdienst?

Eisenbahner im Betriebsdienst können in zwei unterschiedlichen Bereichen arbeiten. Haben sie die Fachrichtung Lokführer und Transport absolviert, arbeiten sie in der Regel als Zugführer. Eisenbahner im Betriebsdienst mit Fachrichtung Fahrweg arbeiteten dagegen häufig in Stellwerken als Fahrdienstleiter oder Weichenwärter.

Eisenbahner im Betriebsdienst der Fachrichtung Lokführer und Transport

Fahrzeuge prüfen, warten und pflegen: Sicherheit steht an oberster Stelle, daher führen Eisenbahner im Betriebsdienst Prüfungen durch. Die Eisenbahner testen dabei sämtliche Funktionen, zum Beispiel die Bremsen, die Funkfernsteuerung der Lok und weitere wichtige Bedienelemente. Sie fertigen dabei auch Mängelberichte an oder ergreifen Maßnahmen zur Fehlerbehebung.

Durchführung von Fahrten: Ob im Regelbetrieb oder bei Störungen, Eisenbahner im Betriebsdienst Steuern Züge und führen Fahrten von Personen oder Gütern durch. Dabei sind sie häufig auf bestimmte Zugtypen, wie S-Bahn, U-Bahn, Güterzug oder Regionalbahn, spezialisiert. Beim Steuern nehmen sie insbesondere beim Anfahren, Beschleunigen und Bremen Rücksicht auf die Fahrgäste oder die Ladung. Darüber hinaus achten sie auf Signale und kommunizieren mit den Stellwerksmitarbeitern.

Rangieren, Bilden und Entladen von Zügen: Ob ein Güterzug entladen, ein ICE mit der richtigen Anzahl an Waggons ausgestattet – also gebildet – werden oder ein Zug rangiert werden muss, Eisenbahner im Betriebsdienst können diese Aufgaben ausführen.

Eisenbahner im Betriebsdienst der Fachrichtung Fahrweg

Fahrdienstleitung im Stellwerk: Eisenbahner im Betriebsdienst der Fachrichtung Fahrweg arbeiten vorzugsweise als Fahrdienstleiter oder Weichenwärter im Stellwerk. Dort achten sie auf die Einhaltung der Fahrdienstvorschriften, steuern Weichen und Signale (manuell oder computergesteuert), nehmen Meldungen entgegen und dokumentieren diese.

Problemfälle vorbeugen und lösen: Ob durch Sturm oder technische Defekte – immer wieder kommt es vor, dass Oberleitungen, Weichen oder Signale defekt oder beschädigt sind. Eisenbahner reagieren schnell und professionell. Sie veranlassen die Behebung der Schäden und stimmen die Fahrpläne entsprechend ab, zum Beispiel durch Streckenumleitungen. Ebenso sind sie für Funktions- und Sicherheitsprüfungen zuständig, um eventuelle Notfälle zu vermeiden und Verschleiß rechtzeitig zu erkennen.

Warum sollte man Eisenbahner im Betriebsdienst werden?

Der Beruf ist überaus gefragt und die Jobsicherheit damit besonders hoch. Neben einer sicheren Beschäftigung profitierst du von anspruchsvollen Aufgaben und guten Aufstiegschancen.

Wo kann ich als Eisenbahner im Betriebsdienst arbeiten?

Eisenbahner im Betriebsdienst arbeiten in Eisenbahnverkehrsunternehmen oder Eisenbahninfrastrukturunternehmen. Dort kommen sie in den Zügen, aber auch am Gleis, in den Lagern oder im Stellwerk zum Einsatz.

Wie sind die Arbeitszeiten als Eisenbahner im Betriebsdienst?

Üblich ist eine 37- oder 40-Stunden-Woche im Schichtdienst. Da der Bahnverkehr rund um die Uhr stattfindet, sind neben Früh- und Spätschicht auch Schichten an Wochenenden, Feiertagen und nachts üblich.

Welche Arbeitskleidung tragen Eisenbahner im Betriebsdienst?

Die klassische Arbeitskleidung besteht aus einer Uniform. Diese wird in der Regel vom Arbeitgeber gestellt. Je nach Einsatzgebiet kann auch das Tragen von Schutzkleidung vorgeschrieben sein.

Was muss ich für ein Typ sein, um Eisenbahner im Betriebsdienst zu werden?

Techniker: Du kannst geschickt mit Technik und Maschinen umgehen und dich in neue Anlagen reindenken.
Macher: Du reagierst immer gefasst und fokussiert und findest bei Problemen schnell eine Lösung.

Perfektionist: Du bist pflichtbewusst und genau. Fehler aufgrund von Unachtsamkeit passieren dir selten.

Wie läuft die Ausbildung als Eisenbahner im Betriebsdienst ab?

Die Ausbildung ist dual und dauert drei Jahre. Sie findet parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Der Berufsschulunterricht ist an bestimmten Wochentagen oder blockweise. Die ersten beiden Jahre der Ausbildung sind fachübergreifend, im dritten Jahr muss man sich entscheiden, welche der beiden Fachrichtungen man ausüben möchte – entweder die Fachrichtung Lokführer und Transport oder die Fachrichtung Fahrweg. Oft findet die Entscheidung bereits mit der Auswahl des Ausbildungsbetriebs statt, etwa wenn dieser nur eine Fachrichtung anbietet. Das kannst du schon in der Stellenanzeige erkennen, oder du fragst beim Unternehmen im Vorfeld nach.

Was lernt ein Eisenbahner im Betriebsdienst in der Berufsschule?

Zu den allgemeinbildenden Fächern zählen Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde. Daneben werden fachspezifische Lernfelder unterrichtet. Hier kommen zum Beispiel computergesteuerte Simulationsprogramm zum Einsatz.

Technische Grundlagen: Im Berufsschulunterricht werden die Grundlagen der Antriebstechnik vermittelt. Mit Hilfe von computergesteuerten Simulationsprogrammen, wird das Bedienen der Stellwerke gelernt und das Know-how gefestigt.

Regeln im Fahrbetrieb: Welche Regeln gibt es für das Fahren und Rangieren von Zügen, welche Bedeutung haben die vielfältigen Signale, wie funktionieren die Sicherheitssysteme der Bahn? Auch dies lernt man in der Berufsschule.

Was lernt ein Eisenbahner im Betriebsdienst in der Praxis?

In der Fachrichtung Fahrweg lernt man, wie man Stellwerkseinrichtungen bedient und wie der Fahrdienst im sowie außerhalb des Regelbetriebs geleitet wird. Ebenso erfährt man, wie mit Störungen umzugehen ist und welche Maßnahmen dann ganz konkret zu ergreifen sind.

In der Fachrichtung Lokführer und Transport erfährst du, wie Triebfahrzeuge bedient und geprüft, wie Fahrten durchgeführt werden und was bei Betriebsstörungen zu tun ist.

Du solltest Eisenbahner/in im Betriebsdienst werden, wenn …
  1. du aufmerksam arbeiten kannst.
  2. eine gute Wahrnehmung zu deinen Stärken zählt.
  3. dein Reaktionsvermögen schnell und ausgeprägt ist.
Du solltest auf keinen Fall Eisenbahner/in im Betriebsdienst werden, wenn …
  1. du kein Technik-Freak bist.
  2. Planen und die Dinge selbst in die Hand nehmen nichts für dich ist.
  3. deine Auge-Hand-Koordination nicht gut ist.
Das Eisenbahner/in im Betriebsdienst-Quiz
Frage / 3

Welche zwei Länder verbindet der Eurotunnel, durch den der Eurostar düst?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, der Eurotunnel verbindet England und Frankreich.
Richtig! Der Eurotunnel verbindet England und Frankreich.

Was ist die Höchstgeschwindigkeit vom ICE 3?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, die zugelassene Höchstgeschwindigkeit beim ICE 3 ist 330 km/h.
Richtig! Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit beim ICE 3 ist 330 km/h.

Was ist ein Stellwerk?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, ein Stellwerk ist eine ortsfeste Bahnanlage, die zur Netzinfrastruktur gehört.
Richtig! Ein Stellwerk ist eine ortsfeste Bahnanlage, die zur Netzinfrastruktur gehört.
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