Ausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst machen
Eisenbahner/in im Betriebsdienst

186 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit Schichtdienst
1. Ausbildungsjahr 750-780 Euro
2. Ausbildungsjahr 820-850 Euro
3. Ausbildungsjahr 880-910 Euro
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Ausbildung zum
Eisenbahner im Betriebsdienst

Klassische duale Berufsausbildung

Zur Arbeit pendeln kann jeder – während der Arbeit pendeln, das können aber bloß wenige. Denn nur, wer eine Ausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst macht, verbringt den ganzen Tag auf Schienen. Wenn du schon immer begeistert warst von Zügen und Bahnhöfen und das Rattern der Bahn wie Musik in deinen Ohren klingt, dann ist die Ausbildung zum Fahrdienstleiter, so die Kurzform des Ausbildungsberufs, genau richtig für dich. Damit das Pendeln dann für alle Bahnfahrer reibungslos funktioniert, prüfst du die einzelnen Züge, stellst sie zusammen und hast den Überblick über die Bahnstrecken und den Fahrplan.

Die duale Ausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst dauert drei Jahre und ist im letzten Jahr in die beiden Fachrichtungen Lokführer und Transport sowie Fahrweg aufgeteilt. Zunächst warten in den ersten beiden Jahren jedoch allgemeine Grundlagen für deinen Beruf auf dich. Da es sich beim Fahrdienstleiter um einen der klassischen dualen Ausbildungsberufe handelt, verbringst du deine Zeit abwechselnd im Betrieb und in der Berufsschule. Im Berufsschulunterricht lernst du den Aufbau eines Betriebes kennen und erhältst Einblicke ins Tarifrecht, aber lernst zum Beispiel auch alles über technische Kommunikation und den fachgerechten Umgang im Kundenkontakt. 

Zu den wichtigsten Schulfächern in der Berufsschule zählen Mathe, Physik und Werken. In Mathe und Physik lernst du, wie man das Gesamtgewicht von Zügen errechnet, diese neu zusammenstellt und den Bremsweg ausrechnet. In Werken bringt dir dein Lehrer alles zum Thema Wartungsarbeiten sowie zur Überprüfung der Betriebssicherheit bei.

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In den Praxisphasen wendest du dein theoretisches Wissen dann an und lernst den Eisenbahnbetrieb hautnah kennen: Wie bildet man Züge, prüft die Bremsen oder leitet den Fahrdienst? Entscheidest du dich im letzten Jahr deiner Ausbildung für die Fachrichtung Lokführer und Transport, bist du der Kapitän der Züge. Bevor die Fahrt losgeht, stellst du die Züge zusammen und prüfst ihre Sicherheit. Funktionieren die Bremsen? Kannst du die Funkfernsteuerung benutzen? Schließen und öffnen alle Türen ordnungsgemäß oder ist vielleicht etwas defekt? Wenn alles in Ordnung ist, kannst du die Lok, die übrigens auch Triebfahrzeug genannt wird, an die anderen Abteile anhängen. Dabei stehst du immer im engen Kontakt mit dem Stellwerk, da der Zug ja meist zentral von dort aus gesteuert wird. Wenn dir das Hauptsignal – im wahrsten Sinne des Wortes – grünes Licht gibt, kann es mit einem flüssigen Regelbetrieb losgehen!

In der Fachrichtung Fahrweg arbeitest du als Azubi zum Fahrdienstleiter eher selten im Zug, sondern ziehst vorwiegend die Fäden in den Stellwerken. Es ist somit deine Hauptaufgabe, die Züge sicher ans Ziel zu bringen. Du hast den Plan, wenn es um Fahrstrecken und Zeitpläne geht, und kennst dich mit allen Vorschriften aus. Du stellst Züge für den Personen- und Güterverkehr zusammen und führst auch das ein oder andere Mal selbst eine Fahrt durch. Das Schienennetz kennst du wie deine Westentasche, du stellst Weichen ein und kümmerst dich um Signale. Diese erreichen dann die Lokführer und zeigen ihnen, ob die Strecke frei ist.

Wusstest du schon, dass...

  • …England in der Zeit der Industriellen Revolution zur Geburtsstätte der Eisenbahn wurde?
  • …das deutsche Schienennetz etwa 36000 km umfasst?
  • …die erste mit Lokomotiven betriebene Eisenbahn in Deutschland 1835 den Personen- und Güterverkehr aufnahm?
  • …die Vorläufer der Eisenbahn vor allem im Bergbau zu finden sind?
  • …es 1950 etwa 25000 Personenwagen gab und im Jahr 2005 nur noch 12000?

Wenn mal eine Oberleitung kaputtgeht, die Weichen im Winter komplett einfrieren oder ein Triebwagen plötzlich ausfällt, hast du alle Hände voll zu tun. Da die Fahrpläne nicht mehr eingehalten werden können, musst du sie als Experte für Fahrweg auf die Zeitverschiebungen neu abstimmen – alles, was du zum Thema Logistik gelernt hast, musst du nun anwenden. Denn ohne dich könnte der Zugbetrieb sonst nicht weitergeführt werden. Wenn mal was klemmt oder nicht funktioniert, musst du als Experte für die Fachrichtung Lokführer und Transport den Fehler schnell finden und beheben und vorübergehend selbst Fahrten durchführen. 

Du siehst also, die Ausbildung zum Eisenbahner oder zur Eisenbahnerin im Betriebsdienst bringt in beiden Fachrichtungen große Verantwortung mit sich. Da Züge immer fahren, wirst du wohl auch mal nachts oder am Wochenende arbeiten müssen und stets dafür sorgen, dass du den Überblick nicht verlierst.

Du solltest Eisenbahner im Betriebsdienst studieren, wenn...

  1. ...du aufmerksam arbeiten kannst.
  2. ...eine gute Wahrnehmung zu deinen Stärken zählt.
  3. ...dein Reaktionsvermögen schnell und ausgeprägt ist.

Du solltest auf keinen Fall Eisenbahner im Betriebsdienst studieren, wenn...

  1. ...du kein Technik-Freak bist.
  2. ...Planen und die Dinge selbst in die Hand nehmen nichts für dich ist.
  3. ...deine Auge-Hand-Koordination nicht gut ist.

Das Eisenbahner im Betriebsdienst-Quiz

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