Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik

Mit freundlicher Unterstützung von IKEA Deutschland GmbH & Co. KG

Bilder: IKEA Deutschland GmbH & Co. KG

Empf. Schulabschluss:
Mittlere Reife
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 660–1.110 Euro
2. Jahr: 710–1.160 Euro
3. Jahr: 760–1.220 Euro

Fachkraft für Lagerlogistik

Eine neue Couch, das Outfit für die nächste Party oder sogar der Wocheneinkauf: Mittlerweile kannst du fast alles online bestellen und direkt zu dir nach Hause liefern lassen. Aber was passiert eigentlich zwischen dem Klick auf Bestellen und dem Klingeln des Paketboten? Ein gut durchdachtes System, das Fachkräfte für Lagerlogistik betreiben – ohne die würde das alles nicht funktionieren.

Was macht eine Fachkraft für Lagerlogistik?

Fachkräfte für Lagerlogistik kümmern sich um den gesamten Logistikprozess bei einer Bestellung. Das fängt bei der Annahme und Kontrolle der Waren an und erstreckt sich über die fachgerechte Lagerung bis hin zum Zusammenstellen und Versenden der Ware. Kurz gesagt: Sie sorgen dafür, dass du deine Bestellung schnellstmöglich bekommst.

Junge Fachkraft für Lagerlogistik führt eine Bestandskontrolle im Lager durch.

Was versteht man unter Lagerlogistik?

Grundsätzlich geht es um die optimale Verwaltung eines Lagers. Dazu gehört unter anderem die effiziente Einlagerung der Waren, die Steuerung und Optimierung der Bestellprozesse sowie der Versand.

Welche Aufgaben übernehmen Fachkräfte für Lagerlogistik?

Fachkräfte für Lagerlogistik übernehmen vielseitige Tätigkeiten, die weit über die Einlagerung von Waren und die Zusammenstellung von Bestellungen hinausreichen. Trotzdem sind das natürlich wichtige Aufgaben, die dir jeden Tag begegnen werden.

  • Wareneingang betreuen: Als Fachkraft für Lagerlogistik nimmt man neue Waren in Empfang und überwacht den gesamten Prozess. Wenn Art und Anzahl der Waren stimmen, werden sie eingelagert und der Lagerplatz im PC gespeichert.

  • Bestandskontrolle durchführen: Für die Abläufe im Lager ist es wichtig, dass die Bestände regelmäßig gepflegt werden. Dazu zählt insbesondere das Kontrollieren der Lagerplätze, zum Beispiel ob die Güter richtig einsortiert sind oder ob noch ausreichend Ware vorhanden ist.

  • Warenausgang betreuen: Fachkräfte für Lagerlogistik kommissionieren, verpacken, verladen und versenden die bestellten Waren. Unter Kommissionierung versteht man übrigens die Zusammenstellung von Waren für eine Bestellung.

  • Auslieferungsrouten bestimmen: Ob per Güterzug, Lkw oder Schiff – die jeweilige Auslieferungsroute muss ganz genau geplant werden.

  • Bestellungen tätigen: Damit es nicht zu Lieferengpässen kommt, prüfen Fachkräfte für Lagerlogistik regelmäßig die Bestände und tätigen Neubestellungen.

Warum sollte man Fachkraft für Lagerlogistik werden?

Fachkräfte für Lagerlogistik haben einen sehr abwechslungsreichen Beruf: Sie sind über den Tag verteilt immer wieder am PC beschäftigt, müssen zwischendurch aber auch im Lager anpacken oder Kontakt zu Lieferanten aufnehmen. Darüber hinaus wird diese Arbeit – gerade in Zeiten von täglichem Online Shopping – immer wichtiger. Um die Jobsuche muss man sich also keine großen Sorgen machen.

Insider: Die Fachkraft für Lagerlogistik bei IKEA

Junger Fachkraft für Lagerlogistik Azubi von IKEA lächelt in die Kamera.

Als Fachkraft für Lagerlogistik bei IKEA bist du der frühe Vogel unter den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Das heißt, du hast einen frühen Arbeitsbeginn, um alles vorzubereiten, bis die IKEA-Filiale öffnet. Natürlich kommt auch das Miteinander nicht zu kurz, denn bei einer gemeinsamen Frühstückspause kannst du dich gut mit den Kollegen und Kolleginnen austauschen. In der Regel gibt es bei IKEA eine 37,5-Stunden-Woche – was in manchen Bundesländern nochmal etwas anders geregelt sein kann. Außerdem hast du eine 6-Tage-Woche. Du musst zwar nur 5 Tage die Woche arbeiten, aber deine Arbeitstage können von Montag bis Samstag verteilt sein. Du hast also immer zwei Tage pro Woche frei und hast natürlich auch mal freie Wochenenden.

Zu den freien Stellen bei IKEA

Welche Arbeitskleidung tragen Fachkräfte für Lagerlogistik?

Wichtig sind für Tätigkeiten im Lager vor allem Sicherheitsschuhe und Schutzbrille, aber auch eine Warnschutzhose und -jacke zur besseren Sichtbarkeit. Beispielsweise in Hochregallagern oder bei Arbeiten, in denen ein Kran zum Einsatz kommt, sind Helme Pflicht. Schlichte Arbeitskleidung reicht beim Umgang mit ungefährlichen und leichten Gütern beziehungsweise im Büro oftmals schon aus.

Was ist der Unterschied zwischen Fachlagerist und Fachkraft für Lagerlogistik?

Fachlageristen  sind eigentlich nur im Lager unterwegs und kümmern sich zum Beispiel um die Einlagerung von Waren oder die Zusammenstellung von Lieferungen. Fachkräfte für Lagerlogistik sind zwar auch im Lager im Einsatz, übernehmen zusätzlich aber auch organisatorische Aufgaben und verrichten klassische Büroarbeit. Deswegen dauert die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik auch drei Jahre und die zum Fachlageristen nur zwei Jahre.

Wie sind die Arbeitszeiten als Fachkraft für Lagerlogistik?

Die Arbeitszeiten können je nach Betrieb und Branche sehr unterschiedlich sein. Die meisten Fachkräfte für Lagerlogistik haben eine Fünf-Tage-Woche und Schichtdienst. Dieser teilt sich in drei Schichten auf: Früh-, Spät- und Nachtdienst. Auch Wochenendarbeit kann zwischendurch oder je nach Firma regelmäßig vorkommen.

Wusstest du schon, dass ...

… man zwischen wirtschaftlichen und freien Gütern unterscheidet? Freie Güter stammen aus der Natur (z.B. Wasser, Holz), wirtschaftliche Güter (z.B. Kleidung, Lebensmittel) müssen erst noch hergestellt werden.

Wo kann ich als Fachkraft für Lagerlogistik arbeiten?

Als Fachkraft für Lagerlogistik kannst du dir praktisch aussuchen, in welcher Branche du arbeiten möchtest. Der Grund: In der Regel hat jedes Unternehmen ein Lager, das gepflegt werden muss. Allerdings greifen vor allem kleinere Unternehmen oft auf Dienstleistungsfirmen zurück, die sich auf Lagerlogistik spezialisiert haben. Sie lagern die Waren entsprechend ein und kümmern sich zum Beispiel auch um die Verpackung, den Versand und neue Bestellungen.
Deine Einsatzorte auf einen Blick

  • große Lagerhallen & kleine Lagerräume

  • Büros

  • Lager im Freien

Fachkraft für Lagerlogistik sucht Produkt in einer großen Lagerhalle.

Wie läuft die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik ab?

Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Das Praxiswissen erwirbt man durch die Arbeit im Ausbildungsbetrieb. Die Theoriekenntnisse erhält man in der Berufsschule. Der Unterricht findet entweder in Blockform oder wöchentlich an festen Tagen statt. Neben einer Zwischenprüfung zur Ausbildungshälfte, die zur Überprüfung des aktuellen Wissensstands genutzt wird, gibt es eine Abschlussprüfung.

Was lernt eine Fachkraft für Lagerlogistik in der Berufsschule?

Die Themen reichen von Warenannahme und -ausgabe bis hin zu PC-Software-Kenntnissen, Kommunikationstechniken und der Organisation des Ausbildungsunternehmens. Das Besondere: Sie ziehen sich durch alle drei Ausbildungsjahre hindurch und werden immer weiter vertieft.

  • 1. Ausbildungsjahr: Hier geht es um die Grundlagen der einzelnen Bereiche. Welche Rechte und Pflichten umfasst mein Ausbildungsvertrag? Welche Gefahrgutvorschriften gibt es? Wie lauten die Vorschriften zur Lagerhaltung von Gütern? Antworten auf diese Fragen erhält man im ersten Ausbildungsjahr.

  • 2. Ausbildungsjahr: Hier lernt man unter anderem Auslagerungsprinzipien sowie Vorschriften für Verpackung und Transport kennen. Die Inhalte aus dem ersten Lehrjahr werden weiter vertieft und eine Zwischenprüfung fällt an.

  • 3. Ausbildungsjahr: Wie beeinflusst Kommunikation das Betriebsklima? Welche umweltschonenden Entsorgungsmaßnahmen gibt es? Was muss bei Reklamationen beachtet werden? Fragen wie diese werden hier beantwortet. Am Ende des Ausbildungsjahres findet die Abschlussprüfung statt.

Fachkraft für Lagerlogistik führt Warenprüfung durch.

Was lernt eine Fachkraft für Lagerlogistik in der Praxis?

1. und 2. Ausbildungsjahr:

  • Güterannahme: Eine Lieferung muss sachgerecht angenommen und nach einer Liste (auch Begleitpapier genannt) Stück für Stück kontrolliert werden. Diesen grundlegenden Ablauf lernt man bereits im ersten Lehrjahr.

  • Korrekte Lagerung: Wie lagert man Güter fachgerecht ein? Wie pflege ich den Lagerbestand? Antworten auf diese Fragen kann man schon in den ersten zwei Ausbildungsjahren geben. In der Praxis hat man täglich mit diesem Thema zu tun, das übrigens auch die Durchsetzung qualitätssichernder Maßnahmen umfasst.

  • Güterversand: Bestellte Güter müssen termingerecht zusammengestellt, verpackt und verschickt werden – über die schnellsten Routen.

  • Maschinen richtig nutzen: Paketwaage, Gabelstapler und Co. können bei der ersten Bedienung noch kleine Schwierigkeiten bereiten. Durch regelmäßige Nutzung beziehungsweise den Erwerb eines Gabelstapler-Scheins lernt man in der Ausbildung schnell, wie man verschiedene Maschinen effektiv und sicher einsetzt.

3. Ausbildungsjahr:

  • Kommunikation im Team und mit Lieferanten oder Kunden: Gespräche mit Kollegen funktionieren anders als Besprechungen mit Lieferanten. Zielorientierte Gesprächsführung gehört zwar schon ab dem ersten Ausbildungsjahr dazu, im dritten Jahr werden die Kenntnisse hier aber vertieft und der Auszubildende übernimmt teilweise sogar schon die Verantwortung für Absprachen im Team.

Insider: Die Ausbildung bei IKEA

Fachkraft für Lagerlogistik Azubi bei IKEA sitzt in einem Gabelstapler.

In deiner Ausbildung bei IKEA bekommst du schnell ein Verständnis dafür, wie IKEA ganz genau funktioniert. Wie sind die verschiedenen Bereiche miteinander verbunden und was baut worauf auf? Das alles lernst du natürlich als Erstes. Zusätzlich durchläufst du alle Abteilungen, die für deine Ausbildung wichtig sind. Zur Berufsschule musst du selbstverständlich auch und zwar immer zur nächstgelegenen im Umkreis des IKEA-Standortes.

Teil der Ausbildung ist auch ein mehrwöchiger Austausch mit einem anderen Einrichtungshaus. Das kann innerhalb Deutschlands sein, aber auf Wunsch auch im Ausland. Du willst deine Ausbildung verkürzen? Kein Problem – das ist möglich, wenn deine Leistungen stimmen. Übrigens: Auf regelmäßig stattfindenden Azubitreffen kannst du dich mit den anderen Auszubildenden austauschen.

Freie Stellen bei IKEA

Was sind die Voraussetzungen für die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik?

Grundsätzlich gibt es keine formalen Voraussetzungen für die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik.

Welchen Schulabschluss brauche ich für die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik?

Offiziell brauchst du tatsächlich gar keinen Schulabschluss für die Berufsausbildung im Bereich Logistik. Die meisten Logistik-Azubis haben aber einen Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife.

Relevante Schulfächer:

  • Mathe: Lagerbestände überschlagen oder Versandkosten berechnen? Das geht nur mit einem grundlegenden mathematischen Verständnis.

  • Deutsch: Kommunikation – sowohl mündlich als auch schriftlich – ist in diesem Job das A und O. Du stehst unter anderem mit Kollegen und Lieferanten in Austausch.

  • Englisch: USA, China oder Frankreich sind wichtige Handelspartner für Deutschland. Da kommt es sicher häufiger mal dazu, dass du dich auf Englisch unterhalten musst.

  • Informatik: Computer und ihre Systeme benutzt du in diesem Beruf täglich, besonders um die Lagerbestände immer auf den Punkt genau prüfen zu können.

Brauche ich einen Gabelstapler-Schein für die Ausbildung?

Manche Arbeitgeber setzen einen Gabelstapler-Schein voraus. Mit dem Gabelstapler lassen sich auch schwere Güter vergleichsweise einfach transportieren. Grundvoraussetzung für einen entsprechenden Führerschein ist die Volljährigkeit, wobei während der Ausbildung Ausnahmen gelten. Dann dürfen unter Aufsicht auch Minderjährige den Gabelstapler-Schein erwerben. Wichtig ist auch die körperliche Eignung, die durch eine Arztuntersuchung nachgewiesen werden muss. Außerdem werden unter anderem physikalische und technische Kenntnisse geprüft.

Was muss ich für ein Typ sein, um Fachkraft für Lagerlogistik zu werden?

  • Techniker: Maschinen und Elektronik sollten dir keine Schweißperlen auf die Stirn treiben. Ob nun Gabelstapler, Computer oder das darauf installierte Warenwirtschaftssystem – du wirst täglich damit zu tun haben.

  • Perfektionist: Du kannst gut organisieren und arbeitest immer sehr sorgfältig? Perfekt, denn Fachkräfte für Lagerlogistik müssen den Überblick behalten. Das gelingt ihnen unter anderem, indem sie sorgfältig Artikel- oder Regalnummern ins System einpflegen.

  • Analytiker: Lange Zahlenreihen erstellen oder Versandkosten berechnen – beides gehört zu den Hauptaufgaben einer Fachkraft für Lagerlogistik. Liegen deine Stärken in Mathe und analytischem Denken, ist das von Vorteil.

Wie viel verdient man als Fachkraft für Lagerlogistik in der Ausbildung?

Das durchschnittliche Ausbildungsgehalt liegt im ersten Jahr bei 660 bis 1.110 Euro brutto, im zweiten zwischen 710 und knapp 1.160 Euro und im dritten bei 760 bis 1.220 Euro brutto im Monat.

Wichtig: Wie viel du in der Ausbildung genau verdienst, hängt von vielen Faktoren ab: Dazu gehören Branche, Größe und Standort des Unternehmens. Außerdem spielt es eine große Rolle, ob nach Tarifvertrag bezahlt wird.

Tarifvertrag

Die Höhe des Gehalts richtet sich in erster Linie danach, ob du nach einem Tarif bezahlt wirst. Tarife unterscheiden sich zum Beispiel nach Bundesländern und Branchen. Orientiert sich dein Gehalt nicht an den entsprechenden Tarifverträgen, kannst du zwar mehr, aber wirst sehr wahrscheinlich eher weniger Geld bekommen.

Welche Tarifverträge sind für Fachkräfte für Lagerlogistik relevant?

Die meisten Logistikunternehmen sind aus dem Groß- und Außenhandel. Der Tarifvertrag für den Groß- und Außenhandel ist also der wichtigste Tarifvertrag. Beim Gehalt gibt es da teilweise große Unterschiede zwischen den Bundesländern. Das gilt auch für das private Verkehrsgewerbe, in dem ebenfalls viele Fachkräfte für Lagerlogistik arbeiten.

Groß- und Außenhandel Privates Verkehrsgewerbe
1. Jahr 747–1.110 Euro 660–1.045 Euro
2. Jahr 804–1.163 Euro 710–1.125 Euro
3. Jahr 921–1.220 Euro 760–1.210 Euro

Insider: Das Gehalt bei IKEA

Junge Auszubildende von IKEA lächelt in die Kamera.

Bei IKEA bekommst du eine Ausbildungsvergütung, die sich nach Tarif richtet. Der Tarif ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und wird immer wieder angepasst.

Du bekommst zusätzlich noch eine Ausbildungszulage von 76,96 Euro pro Monat. IKEA zahlt den Azubis außerdem Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Auch über Personalrabatt beim IKEA-Einkauf kannst du dich freuen.

Freie Ausbildungsplätze bei IKEA

Wie viel verdient eine Fachkraft für Lagerlogistik?

Fachkräfte für Lagerlogistik verdienen in der Regel zwischen 2.500 und 3.500 Euro brutto im Monat. In Steuerklasse 1 (ledig, keine Kinder) entspricht das einem Netto-Gehalt von 1.700 bis 2.240 Euro.

Es gilt: Je mehr Berufserfahrung und je größer das Unternehmen, desto höher fällt das Gehalt aus. Wie beim Ausbildungsgehalt spielt das Thema Tarifvertrag auch später eine große Rolle.
Das Einstiegsgehalt liegt in der Regel bei 2.000 bis 2.500 Euro brutto im Monat. Abzüglich Steuern und Sozialabgaben bleiben dann etwa 1.420 bis 1.700 Euro netto (Steuerklasse 1).

Wie viel kann ich als Fachkraft für Lagerlogistik später verdienen?

Deinen Lohn kannst du mit mehreren Jahren Berufserfahrung und/oder einer Position mit mehr Verantwortung über die Zeit hinweg verbessern. 3.500 Euro brutto im Monat ist ungefähr das Maximalgehalt, das du als Fachkraft für Lagerlogistik bekommen kannst. Dafür musst du aber über sehr viele Jahre Berufserfahrung verfügen und bei einem großen Unternehmen angestellt sein. Möchtest du noch mehr verdienen, musst du eine Weiterbildung machen – zum Beispiel zum Logistikmeister oder eine Fachwirt- bzw. Betriebswirt-Weiterbildung.

Welche Weiterbildungen gibt es für Fachkräfte für Lagerlogistik?

Nach deiner Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik hast du verschiedene Möglichkeiten, wie du deine Karriere weiter vorantreiben kannst. Neben klassischen kaufmännischen Weiterbildungen kommt auch eine Meister-Weiterbildung in Frage. Mit entsprechendem Schulabschluss kannst du später aber auch noch an die Uni.

  • Betriebswirt/in Logistik: Die Aufgaben im Büro und im Bereich IT sind so interessant, dass man gar nicht mehr selbst in den Lagerräumen stehen möchte? Dann ist eine Weiterbildung zum Betriebswirt genau die richtige. Da kümmerst du dich dann zum Beispiel um steuernde und kontrollierende Tätigkeiten. Mit der Weiterbildung ist ein Bruttogehalt von 3.000 bis 3.500 Euro drin.

  • Fachwirt/in Handel oder Logistiksysteme: Die kaufmännische Weiterbildung zum Fachwirt gibt es für zwei Fachbereiche: Handel und Logistiksysteme. Da geht es dann zum Beispiel um die Optimierung von Logistikprozessen oder um die Koordinierung interner Abläufe. Beim Gehalt kannst du mit 3.000 bis 3.500 Euro brutto rechnen.

  • Technische/r Fachwirtin: Hier wird technisches und kaufmännisches Wissen gleichermaßen geschult, sodass du gleich auf beiden Gebieten zum Experten wirst. Als technischer Fachwirt bekommst du ein Gehalt zwischen 3.500 und 3.800 Euro im Monat.

  • Logistikmeister/in: Mit der Meister-Weiterbildung der Logistik-Branche kannst du unter anderem Führungsaufgaben übernehmen und bekommst deutlich mehr Verantwortung. Als Logistikmeister bzw. Logistikmeisterin kannst du dein Gehalt auf über 3.500 Euro brutto erhöhen.

Weitere Aufstiegsweiterbildungen für Fachkräfte für Lagerlogistik:

  • Fachkraft für Logistik/Materialwirtschaft

  • Studium: Logistik, Supply-Chain-Management

  • Studium: BWL, Business Administration

Wie sind die Zukunftsaussichten als Fachkraft für Lagerlogistik?

Kurz gesagt: sehr gut! Fachkräfte für Lagerlogistik werden in Unternehmen aus sämtlichen Branchen benötigt. Obwohl der Trend langsam in Richtung Roboter und Drohnen geht, können die menschlichen Fachkräfte keinesfalls ersetzt werden. Ganz im Gegenteil: Die Menschen machen sich technische Neuheiten zunutze, um noch besser arbeiten zu können.

Insider: Die Karriere bei IKEA

Gabelstaplerfahrerin im IKEA-Lager.

Deine Karriere bei IKEA kann in die unterschiedlichsten Richtungen gehen. Du kannst zum Beispiel durch Weiterbildungsmöglichkeiten, wie interne Förderprogramme, zum Teamassistenten oder Teamleiter aufsteigen. Es gibt auch die Möglichkeit, in eine andere Abteilung zu wechseln oder in einer anderen Stadt oder sogar im Ausland zu arbeiten. Hier steht dir alles offen.

Was aber Fakt ist: Wie dein Start ins Berufsleben aussieht und wo dich dein beruflicher Weg hinführt, das entscheidest du zusammen mit deinen Ausbildungs- bzw. Karrierebetreuern.

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Worauf muss ich bei der Bewerbung achten?

Besonderheiten hält eine Bewerbung für die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik im Regelfall nicht bereit. Deine Unterlagen bestehen ganz klassisch aus Anschreiben, Lebenslauf und den Anlagen, also Zeugnissen und Bescheinigungen für Praktika. In unserem Bewerbungsratgeber haben wir jede Menge Tipps für dich gesammelt, die dir bei deiner Bewerbung helfen.

Was verschafft mir einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern?

Der weltweite Handel funktioniert vorrangig auf Englisch – mit sehr guten Englischkenntnissen bist du deinen Mitbewerbern etwas voraus. Natürlich sind auch andere Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil. Einen Gabelstapler-Schein machst du in dieser Branche inzwischen in nahezu jedem Betrieb. Da es aber auch Bewerber gibt, die keinen Schein haben, kann dir das bei der Stellensuche nur zugutekommen.

Insider: Die Bewerbung bei IKEA

Junge Fachkraft für Lagerlogistik mit Warnweste lächelt in die Kamera.

Wenn du an einer Ausbildung bei IKEA interessiert bist, dann bewirb dich einfach online auf die jeweilige Stellenausschreibung. Am besten überzeugst du, wenn du ein Motivationsschreiben mitschickst, in dem deutlich wird, warum dich gerade dieser Beruf interessiert und warum du gerne bei IKEA arbeiten möchtest. Und wenn du dann überzeugt hast, geht es zu einem Auswahltag. Da geht es ums gemeinsame Kennenlernen und du bekommst eine kleine Praxisaufgabe. Es folgt dann eine Gruppendiskussion mit den anderen Bewerbern und ein Einzelgespräch. Da hast du nochmal die Chance, alle deine Fragen zu stellen.

Zum Bewerbungsgespräch reicht es völlig aus, in einem Casual-Outfit zu kommen. Was IKEA besonders wichtig ist? Kurz und knapp: deine Persönlichkeit! Zeig deine Motivation für die Ausbildung und den gewünschten Beruf, aber auch das Interesse am Unternehmen. Kleiner Tipp: Vermeide am besten Standard-Anschreiben, denn die sind meist eher unpersönlich und schließlich geht es ja darum, was dich als Person ausmacht.

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Was soll ich beim Vorstellungsgespräch anziehen?

Beim Vorstellungsgespräch gibt es in dieser Branche keine festen Vorgaben. Wichtig sind wie immer saubere und unversehrte Kleidung. Mit dem Business-Casual-Look machst du definitiv nichts falsch: Dunkle Stoffhose oder Jeans, schickes Shirt und geschlossene Schuhe.

Du brauchst noch ein paar Tipps? Dann check doch mal unseren Vorstellungsgespräch-Ratgeber!

Du solltest Fachkraft für Lagerlogistik werden, wenn …

  1. dir die Arbeit in großen Hallen besser gefällt als reine Büroarbeit.
  2. du gut mit Technik umgehen kannst und ein Gefühl für Balance hast.
  3. es dir Spaß macht, Dinge selbst in die Hand zu nehmen und du immer weißt, wo du findest, was du brauchst.

Du solltest auf keinen Fall Fachkraft für Lagerlogistik werden, wenn …

  1. dir Chaos lieber ist als Ordnung.
  2. du nicht gerne und immer nur den allernötigsten Papierkram erledigst.
  3. dein Orientierungssinn zu wünschen übrig lässt.

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