Ausbildung zum Fachlagerist/in

Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
2 Jahre
Arbeitszeit:
meistens Schichtarbeit
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Fachlagerist/in

Der Job des Fachlageristen beginnt genau dann, wenn der Kunde den Bestellbutton anklickt. Dann heißt es schnell und systematisch, die Ware für den Versand vorzubereiten. Während deiner Ausbildung zum Fachlageristen lernst du, dabei immer den Überblick zu behalten. Zu deinen Aufgaben zählt neben der Versandvorbereitung auch die fachgerechte Lagerung, Qualitätskontrolle und Kennzeichnung der Ware. Die zweijährige Ausbildung kannst du in den verschiedensten Branchen absolvieren. Fachlageristen arbeiten für Speditionsbetriebe und Logistikdienstleister der Lebensmittel- und Elektroindustrie, der chemischen und pharmazeutischen Industrie, im Metall- und Fahrzeugbau sowie bei Herstellern von Baustoffen. Zahlreiche Weiterbildungsoptionen geben dir im Anschluss an die Ausbildung zum Fachlageristen die Möglichkeit, dich beruflich weiterzuentwickeln.

Deine Ausbildung mit Zukunft!

Du hast Lust auf einen Job, bei dem du schon in der Ausbildung an Projekten mitarbeitest und eine systemrelevante Tätigkeit ausübst? Dann bewirb dich bei REWE und werde Fachlagerist bzw. Fachlageristin!

Mehr zur Ausbildung bei REWE

Wie läuft die Ausbildung zum Fachlagerist ab?

Deine duale Ausbildung zum Fachlagerist wird sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfinden. Üblicherweise drückst du ein bis zwei Tage die Schulbank, häufig findet der Unterricht aber auch in Form von Blockunterricht statt. Die praktische Zeit im Betrieb verbringst du überwiegend in den Lager- oder Fabrikhallen der Spedition. Mitbringen solltest du organisatorisches Geschick. So lernst du, wie die eingehende und ausgehende Ware auf Vollständigkeit geprüft wird, wie die Ware mit Hilfe von verschiedenen Fördergeräten wie Gabelstaplern transportiert wird und wie die Qualität der Ware während der Lagerung und des Versands gesichert wird.

Klar, spielt deine Muskelkraft dabei eine wichtige Rolle, der Job erfordert aber noch mehr. Dir wird beispielsweise viel Konzentration abgefordert und es heißt, auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Es geht dabei nicht nur darum, die Aufträge zeitnah und korrekt auszuführen, sondern auch darum, deine eigene Sicherheit zu gewährleisten. Sicherheitskleidung wie Arbeitsschuhe und Schutzhandschuhe sind daher deine ständigen Begleiter. Um am Ende deiner zweijährigen Ausbildungszeit zur Prüfung zugelassen zu werden, führst du während der Ausbildung ein sogenanntes Berichtsheft. In diesem dokumentierst du, was du in der Zeit der Ausbildung gelernt hast. Dein Ausbilder wird dieses Heft regelmäßig kontrollieren.

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Nach dem Bildungsgesetz musst du keinen bestimmten Schulabschluss nachweisen, um eine Ausbildung zum Fachlageristen absolvieren zu dürfen. In der Praxis hat sich aber gezeigt, dass fast 70% der Azubis einen Hauptschulabschluss haben und rund 20 % über einen mittleren Schulabschluss verfügen. Schulfächer auf die während deiner Ausbildung zum Fachlageristen wertgelegt wird, sind unteranderem Mathe und Englisch. So ist die Mathematik die Grundlage, die benötigt wird, um das Gesamtgewicht und den Raumbedarf von Gütern zu berechnen. Einfachausgedrückt: Um Ware systematisch zu lagern, muss berechnet werden, wie viel Platz sie in Anspruch nimmt. Auf deine Englischkenntnisse greifst du immer dann zurück, wenn die Waren international versendet werden und es heißt, sich mit anderssprachigen Lageristen auszutauschen. Wusstest du, dass du bis zu einem Viertel der Ausbildung zum Fachlageristen auch im Ausland absolvieren darfst?

Was verdiene ich während der Ausbildung als Fachlageristin?

Während des ersten Jahres deiner Ausbildung zum Fachlageristen liegt dein Gehalt zwischen 585 Euro und 800 Euro. Im zweiten Ausbildungsjahr erhältst du eine kleine Gehaltserhöhung und verdienst zwischen 690 Euro und 850 Euro.

Deine Ausbildungsvergütung hängt stark vom Unternehmen und der Branche ab. Seit dem 1. Januar 2020 gilt auch der Mindestlohn für Fachlageristen während der Ausbildungszeit. Dieser sieht ein Gehalt von mindestens 620 Euro brutto im ersten und 732 Euro brutto im zweiten Jahr der Ausbildung vor. Im Groß- und Außenhandel oder im privaten Verkehrsgewerbe können die Gehälter auch höher ausfallen. Dort ist eine monatliche Vergütung von bis zu 1.100 im ersten bzw. 1.200 Euro brutto im zweiten Ausbildungsjahr möglich.

Was verdiene ich nach meinem Abschluss?

In der Regel haben Fachlageristen ein Einstiegsgehalt zwischen 1.900 und 2.000 Euro brutto, die Untergrenze wird dabei vom Mindestlohn festgesetzt. Je länger du in deinem Beruf dabei bist, desto mehr wird dein Einkommen ansteigen. Generell liegt der Lohn von Fachlageristen zwischen 1.900 und 2.400 Euro brutto. Es gibt aber auch für die Ungeduldigen Möglichkeiten, den Lohn zu steigern.

So kannst du beispielsweise deine Qualifikation als Fachlagerist und damit deinen Gehaltsanspruch erhöhen, wenn du an deine Ausbildung ein weiteres Jahr anhängst und damit den Titel Fachkraft für Lagerlogistik gewinnst. Als Fachkraft für Lagerlogistik wirst du stärker in die Organisation der Logistikprozesse eingebunden und bist damit nicht nur für die Ausführung von Aufträgen verantwortlich, sondern auch für deren Planung. Und generell gilt: Umso mehr Verantwortung du in deinem Job hast, desto höher fällt auch dein Gehalt aus. Im Schnitt haben Fachkräfte für Lagerlogistik ein Einstiegsgehalt zwischen 1.900 und 2.000 Euro und einen Durchschnittsverdienst von 2.100 Euro bis 2.500 Euro brutto im Monat.

Einen weiteren Sprung auf der Karriereleiter und damit auch auf der Gehaltsskala machst du, wenn du eine Meisterprüfung für den Bereich Lagerwirtschaft ablegst. Meister im Bereich Lagerwirtschaft verdienen im Durchschnitt 2.700 Euro brutto im Monat. Einkommen bis zu 5.000 Euro monatlich sind je nach Betrieb und Branche möglich.

Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Ausbildung zum Fachlageristen
Hast du deine Abschlussprüfung erfolgreich bestanden, kannst du dich offiziell Fachlagerist nennen.

Prüfung zur Fachkraft für Lagerlogistik
Mit erfolgreichem Abschluss kannst du deine Ausbildung um ein Jahr verlängern und die Prüfung zur Fachkraft für Lagerlogistik ablegen. Als Fachkraft für Lagerlogistik wirst du stärker in die Planung und Organisation der Logistikprozesse eingebunden.

Meisterprüfung für den Bereich Lagerwirtschaft
Als Meister im Bereich Lagerwirtschaft organisierst, koordinierst und überwachst du die Lagerhaltung der Betriebe und übernimmst logistische Aufgaben rund um den Warentransport und –versand. Als Meister darfst du zudem selbst Lehrlinge ausbilden. Die Vorbereitung dauert in Vollzeit 6 bis 8 Monate und in Teilzeit 2 bis 3 Jahre. Die Prüfung ist einheitlich geregelt, die Teilnahme an den Vorbereitungslehrgängen ist keine Pflicht.
Studium Betriebswirt/in für Logistik
Nach erfolgreichem Studienabschluss können Leitungsfunktionen der mittleren Führungsebene übernommen werden. Dauer und Zugangsvoraussetzungen sind unterschiedlich.

Wie läuft die Bewerbung für eine Ausbildung als Fachlageristin ab?

Ganz klassisch besteht die Bewerbung als Fachlagerist oder Fachlageristin aus drei wichtigen Teilen, die du keinesfalls vergessen solltest. In deine Bewerbungsmappe gehören Anschreiben, Lebenslauf und Kopien deiner Zeugnisse, Zertifikate oder Belege über eventuelle Praktika in genau dieser Reihenfolge. Achte vor allem darauf, dass das Design einheitlich und nicht zu bunt ist. Auch sollten dir beim Durchblättern deiner Bewerbung als Fachlagerist keine Eselsohren, Rechtschreib- oder Tippfehler auffallen – diese können nämlich schnell dafür sorgen, dass der Personalleiter deine Bewerbung um die Ausbildung als Fachlagerist zur Seite legt und nicht weiter beachtet. Möchtest du dich dennoch mit etwas Farbe und Abwechslung von anderen Bewerbungen abheben, kannst du ein schön gestaltetes Deckblatt als erste Seite deiner Bewerbung anfügen.

Die erste Seite deiner Ausbildungsbewerbung als Fachlagerist (nach dem Deckblatt) ist also das Anschreiben. Hier kannst du dich nicht nur kurz vorstellen und deine Stärken betonen, sondern dich auch so richtig darin austoben, warum der Job dich anspricht und warum du der passende Anwerber für die Ausbildung und das Unternehmen bist. Gute Organisation, tatkräftiges, präzises und zügiges Handeln, ein kühler Kopf und Lernbereitschaft zeichnen dich aus? In Praktika konntest du bereits Erfahrung im logistischen Bereich oder in einem Warenhaus sammeln? Dann nichts wie rein damit in deine Bewerbung um eine Ausbildung als Fachlageristin. Hast du dennoch Unsicherheiten bei Form oder Inhalt des Anschreibens oder beim Aufbau deines Lebenslaufs, dann kannst du hier in unseren Ratgebern noch mal genauer nachlesen.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Wenn die erste Hürde erst einmal geschafft ist und du zum Bewerbungsgespräch eingeladen wirst, ist die Freude natürlich groß! Ein gutes Outfit für das Gespräch bei der Bewerbung als Fachlagerist ist ein schlichtes Hemd beziehungsweise eine Bluse und dazu eine gut sitzende Hose beziehungsweise ein mittellanger Rock. Wenn du magst, kannst du ein Jackett oder einen Blazer überziehen. Achte auch darauf, dass du geschlossene Schuhe trägst.

Du solltest Fachlagerist/in werden, wenn …

  1. du gern aktiv mitanpackst.
  2. du zuverlässig bist und einen ausgeprägten Sinn für Ordnung hast.
  3. du gern abwechslungsreiche Tätigkeiten ausführst.

Du solltest auf keinen Fall Fachlagerist/in werden, wenn …

  1. du nicht körperlich arbeiten möchtest oder kannst.
  2. du nicht in kalten Lagerhallen arbeiten möchtest.
  3. du feste Arbeitszeiten bevorzugst.
Du möchtest neue Stellen automatisch zugeschickt bekommen?