Ausbildung als Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Mit freundlicher Unterstützung der EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH

Empf. Schulabschluss:
Mittlere Reife
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
Schichtdienst
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 610-850 Euro
2. Jahr: 660-900 Euro
3. Jahr: 730-950 Euro

Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Wir trennen unseren Müll und schreiben auf recyceltem Papier. Doch was passiert eigentlich, nachdem der Müll abgeholt wurde und eine Verpackung aus wiederverwertetem Material im Supermarkt landet? Genau in dieser Zeit ist der Müll auf einer langen Reise und durchläuft zahlreiche Stationen. Gesteuert wird alles von Fachkräften für Kreislauf- und Abfallwirtschaft – von der Abholung des Mülls über die Sortierung bis zur endgültigen Entsorgung und Wiederverwertung.

 

 

Was macht eine Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft?

Müllentsorgung organisieren: Im Büro findet die Planung der Touren der Müllabfuhr statt. Die Entsorgungsfahrzeuge werden Teams und Routen zugewiesen, die Zeiten genau geplant. Die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft erstellt außerdem Entsorgungsnachweise und Belegscheine.

Verwertung des Abfalls in der Deponie: Sind die LKWs zurück in den Entsorgungs- und Sortieranlagen, geht es im nächsten Schritt um die Verwertung des Abfalls. Die Mitarbeiter an der Anlage und zum Teil auch die Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft sortieren den Müll, aber nur die Fachkräfte entscheiden, was weiterverwertet wird und was endgültig entsorgt werden muss. Papier und Pappe beispielsweise können recycelt werden. Für die Entsorgungs- und Sortieranlagen ist das besonders wichtig, denn durch das Recyceln wird nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch Geld verdient. Zudem sorgt man dafür, dass keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen.

Abfall weiterverarbeiten: Wie kommt das Papier in die Presse und der Abfall in die Verbrennungsanlage? Ein Großteil des Mülls wird dafür mit dem Gabelstapler transportiert – ein entsprechender Führerschein wird in der Ausbildung gemacht. Auch die Maschinen wie die Müllpresse werden von Fachkräften für Kreislauf- und Abfallwirtschaft bedient.

Sondermüll entsorgen: Für einen Teil des Sondermülls muss ein Abtransport in spezialisierte Werke organisiert werden. Zumindest dann, wenn es keine dafür vorgesehenen Entsorgungsanlagen auf dem Gelände gibt.

Deine Aufgaben auf einen Blick

  • Kundenfragen beantworten
  • LKW auf dem Werksgelände einweisen
  • Müll sortieren und weiterverwerten
  • Gabelstapler fahren
  • Weitertransport von Abfällen organisieren
  • Müll und Abfälle chemisch analysieren

Die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft bei der EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH

Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft bei der EGN arbeiten im Vertrieb, an Anlagen wie Deponien, den Entsorgungsanlagen oder sind für die Logistik zuständig.

Zu den Hauptaufgaben gehören das Sortieren und Verpacken von z. B. Säuren und Laugen. Außerdem führen sie Testmethoden durch, um Gefahrenstoffe zu identifizieren. Unter Berücksichtigung genauer Vorschriften entleeren sie die Schadstoffmobile.

Zudem machen sie Ein- und Ausgangskontrollen an den Entsorgungsanlagen, stellen für die Logistik Fahrzeuge bereit oder entwickeln Entsorgungskonzepte für Kunden im Vertrieb.

Warum sollte man Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft werden?

Die Müll- und Recyclingindustrie zählt zu den Wirtschaftszweigen, die unentwegt eine entscheidende Rolle einnehmen werden. Der Mensch wird nie aufhören Müll zu produzieren und die Industrie entwickelt immer komplexere Verfahren zum nachhaltigen und umweltschonenden Recycling. Sprich: Als Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft wählt man einen Beruf mit Zukunft. Durch Tarifbindungen sind die Gehälter hoch, zudem bieten sich zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten.

Wusstest du, dass…

… inzwischen Verpackungsmittel entwickelt werden, die sich selbst abbauen können?

Wo kann ich als Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft arbeiten?

Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft arbeiten für Recyclingfirmen, auf Müllentsorgungs- Müllverbrennungsanlagen und Betrieben, die Sonderabfälle entsorgen. Hier werden sie im Büro, in Leitständen, in Laboren und auf dem gesamten Werksgelände eingesetzt.

Wie sind die Arbeitszeiten als Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft?

In bestimmten Einsatzbereichen ist Schichtarbeit für die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft auch üblich.

Arbeitszeiten:

Schichtarbeit

Welche Arbeitskleidung tragen Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft?

Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft tragen Arbeits- und Schutzkleidung, wie zum Beispiel Handschuhe, Helm, Arbeitsanzug mit Reflektoren und Schutzbrille.

Was muss ich für ein Typ sein, um Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft zu werden?

Wissenschaftler: Einen Teil deiner Ausbildung verbringst du an den Anlagen, auf den Deponien oder auch im Vertrieb und in der Logistik. Den anderen Teil verbringst du auch im Chemielabor, um das Recyclingverfahren durch chemische Prozesse zu führen. Interesse für die Naturwissenschaften solltest du daher unbedingt mitbringen.

Teamplayer: Die Kreislauf- und Abfallwirtschaft besteht aus einer großen Anzahl einzelner Prozesse, viele Mitarbeiter sind parallel auf dem Werksgelände im Einsatz – man arbeitet so gut wie nie alleine. Deshalb sollte es dir möglich sein, dich mit deinen Kollegen abzusprechen und Aufgaben gemeinsam zu erledigen.

Organisationstalent: Ob im Büro oder auf dem Gelände, du bist viel unterwegs und musst täglich Termine und Abläufe koordinieren. Auch wenn die Arbeitsprozesse digital festgehalten werden, musst du den Überblick behalten.

Die Ausbildung bei der EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH

Während deiner Ausbildung bei der EGN arbeitest du in der Praxis an verschiedenen Standorten und lernst die unterschiedlichen Schwerpunkte kennen: den Vertrieb, die Logistik, die Entsorgungsanlagen sowie weitere Anlagen. Du arbeitest zum Beispiel abwechselnd an denSortier- und Verwertungs-, in den Müllverbrennungsanlagen sowie auf den Deponien und bist dort für die Ein- und Ausgangserfassung der Stoffströme zuständig.

Im Blockunterricht besuchst du die Berufsschule in Gelsenkirchen und in weiteren Seminaren und Trainings wirst du optimal auf deine Prüfungen vorbereitet.

Wie läuft die Ausbildung als Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft ab?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet in Betrieb und Berufsschule statt – sie ist also klassisch dual angelegt. Neben sogenannten allgemeinbildenden Fächern wie Mathe und Deutsch lernen die Auszubildenden in der Theorie zunächst, wie der Betrieb aufgestellt ist und wie Arbeitsprozesse koordiniert werden oder erhalten Einblicke in chemische Zersetzungen von Müll. Dieses Know-how wendest du bald praktisch an: Arbeitest du zu Beginn unter Anweisung und im Laufe der Zeit immer selbstständiger, wirst du ein fester Teil des Ausbildungsunternehmens. Bei guten Noten ist es in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb übrigens möglich, die Ausbildung zu verkürzen.

Was lernt eine Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft in der Berufsschule?

Zum allgemeinbildenden Teil der Ausbildung zählen unter anderem Fächer wie Mathe und Deutsch, jedoch auch spezifischere Fächer wie Chemie, in der die chemischen Prozesse der Müllzersetzung thematisiert werden. Der fachbezogene Teil der Ausbildung findet übrigens nicht nur im Klassenraum, sondern auch in Übungsräumen oder Lehrwerkstätten statt.

1. Ausbildungsjahr

Ein großer Themenschwerpunkt im ersten Jahr ist Bio-Chemie. Man lernt zum Beispiel, wie Abfälle biologisch behandelt werden, indem man an einen Übungskomposthaufen anlegt, dem man Proben entnimmt und so deren PH-Wert in einem Chemielabor misst. Der PH-Wert gibt an, wie sauer oder – als Gegenteil davon – basisch eine wässrige Lösung ist. Zudem stehen die Ausarbeitung eines Umweltkonzeptes sowie der Umgang mit Mikroorganismen auf dem Lehrplan.

2. Ausbildungsjahr

Auch im zweiten Ausbildungsjahr ist man regelmäßig im Chemielabor, zum Beispiel um Wasser- und Abfallinhaltsstoffe zu untersuchen. Zudem wird unterrichtet, wie Abfälle untersucht, kategorisiert, aufbereitet und beseitigt werden. Im Fokus steht dabei immer ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Recyclingverfahren, um die Umwelt nicht unnötig zu belasten.

3. Ausbildungsjahr

Im dritten Ausbildungsjahr wird man auf sämtliche Sonderfälle vorbereitet, die einem in dem Beruf erwarten können. So lernen angehende Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, wie man sicher in die Kanalisation einsteigt oder mit Gefahrengütern umgeht.

Was lernt eine Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft in der Praxis?

1.-18. Ausbildungsmonat

Im ersten Teil der Ausbildung lernt man das Werksgelände, die technischen Anlagen und konkreten Arbeitsabläufe kennen. Wie werden die Maschinen und Anlagen bedient, Fahrzeuge über das Werksgelände geleitet und nach welchen Regeln wird Müll maschinell weiterverarbeitet? Auch in organisatorische Abläufe, die im Büro stattfinden, werden Azubis im ersten Lehrjahr miteinbezogen. So erfolgt zum Beispiel eine Einweisung in die Computer-Software, die die Firma verwendet, und damit die Arbeitsprozesse koordiniert und festhält.

19.-36. Ausbildungsmonat

Im zweiten Teil der Ausbildung lernt man die Abläufe der Abfallannahme und -entsorgungsverfahren kennen und selbstständig zu steuern. LKWs auf dem Werksgelände müssen hierbei koordiniert, Absprachen mit Fahrern gehalten und Termine vergeben werden. Außerdem steuern die Auszubildenden Müllprodukte mithilfe von Gabelstaplern über das Werksgelände.

Infobox:

Hast du noch keinen Gabelstaplerführerschein, erwirbst du ihn während deiner Ausbildung.

Du solltest Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft werden, wenn …
  1. du dazu beitragen möchtest, dass Abfall umweltschonend entsorgt wird.
  2. ein Job mit Action genau das richtige für dich ist.
  3. du gern draußen arbeitest.
Du solltest auf keinen Fall Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft werden, wenn …
  1. starke Gerüche für dich unerträglich sind.
  2. du am liebsten lange ausschläfst.
  3. ein Büro dein einziger Arbeitsort sein soll.
Das Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft-Quiz
Frage / 3

Warum muss Müll getrennt werden?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, Müll muss getrennt werden, um das Recyclen zu erleichtern und die Umwelt zu schonen.
Richtig! Müll muss getrennt werden, um das Recyclen zu erleichtern und die Umwelt zu schonen.

Wo soll man Batterien entsorgen?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, Batterien sollen aus Umweltschutzgründen nicht im Hausmüll, sondern in einer Sammelbox, die z.B. im Supermarkt steht, entsorgt werden.
Richtig! Batterien sollen aus Umweltschutzgründen nicht im Hausmüll, sondern in einer Sammelbox, die z.B. im Supermarkt steht, entsorgt werden.

Warum tragen Müllmänner orangefarbene Uniformen?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, Müllmänner tragen orangefarbene Uniformen, weil sie so im Straßenverkehr besser sichtbar sind und nicht von Autos angefahren werden.
Richtig! Müllmänner tragen orangefarbene Uniformen, weil sie so im Straßenverkehr besser sichtbar sind und nicht von Autos angefahren werden.
Dein persönliches Ergebnis Du hast 0 von 3 Fragen richtig beantwortet!
Bewirb dich vor allen anderen für diesen Beruf mit unserem Jobletter
  • Passende Jobs direkt in deiner Nähe
  • Sofort Bescheid wissen, sobald es neue Stellen gibt
  • Alles komplett kostenlos