Ausbildung zum Feuerungs- und Schornsteinbauer machen
Feuerungs- und Schornsteinbauer/in

0 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit werktags, Wochenendarbeit (möglich)
1. Ausbildungsjahr 587-669 Euro
2. Ausbildungsjahr 838-1069 Euro
3. Ausbildungsjahr 1098-1398 Euro
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Ausbildung zum Feuerungs- und Schornsteinbauer/-in
Feuerungs- und Schornsteinbauer

Klassische duale Berufsausbildung

Du hast die Aussicht eines Königs, so weit oben über dem Rest der Welt. So hoch wie du klettert – im wahrsten Sinne – kaum ein anderer Handwerker. Neben dem atemberaubenden Panorama-Blick erwartet dich aber auch der ein oder andere Muskelkater. Willkommen in der Ausbildung zum Feuerungs- und Schornsteinbauer! In einem der anspruchsvollsten Handwerksberufe überhaupt balancierst du nicht nur tagtäglich in schwindelerregender Höhe tonnenschwere Bauteile. Du bringst auch noch akkurate Baupläne zu Papier und rechnest aus, wie viele Steine du brauchst, um den nächsten Fabrikschornstein zu bauen. Neugierig auf Extreme? Dann haben wir was für dich!

Die Ausbildung zum Feuerungs- und Schornsteinbauer ist eine sogenannte duale Berufsausbildung. Das heißt, du pendelst nicht nur am Kletterseil über Fabrikdächern sondern auch zwischen deinem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule. Den praktischen Teil deiner Ausbildung absolvierst du hauptsächlich auf Baustellen und in Werkhallen. Genaugenommen wirst du in den ersten zwei Ausbildungsjahren zum Hochbaufacharbeiter ausgebildet. Danach kannst du dich dann im dritten Jahr auf die Ausbildung zum Feuerungs- und Schornsteinbauer spezialisieren. Im Anschluss daran legst du deine Gesellenprüfung ab. In den drei Jahren deiner Ausbildung lernst du im Wesentlichen, wie man Schornsteine für Fabriken und Industrieanlagen baut und alles, was damit zusammenhängt. Das klingt zunächst einfach, aber wenn du jetzt die Augen schließt und dir eine große Fabrikanlage vorstellst, dann musst du den Kopf schon sehr weit in den Nacken legen, um die Schornsteine zu sehen. Die können nämlich leicht mehrere hundert Meter hoch sein. Das heißt für dich, dass du schon während deiner Ausbildung zum Feuerungs- und Schornsteinbauer hoch hinaus musst. Wie man Gerüste hochzieht und mit Sicherheitsmontur klettert lernst du ebenso, wie Abgaskanäle und Blitzableiter zu bauen. 

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Das Wort „Feuer“ steht deswegen in der Berufsbezeichnung, weil du in deiner Ausbildung zum Feuerungs- und Schornsteinbauer nicht nur Schornsteine baust, sondern auch Industrieöfen errichtest. Das sind riesige Öfen, in denen Temperaturen von über 1000 Grad Celsius erreicht werden. Das ist so heiß, dass nur ganz besonders hitzebeständige Steine für den Bau verwendet werden können, weil es sonst passieren kann, dass dein Bauwerk schmilzt. Welche Materialien du dafür verwenden kannst, steht ebenfalls auf deinem Stundenplan. Klar, dass du auch alles zum Thema Hitze- und Brandschutz wissen musst.
 
 

Wusstest du schon, dass...

  • …der höchste Schornstein der Welt gut 420 Meter hoch ist? Damit ist er fast so groß wie das Empire State Building.
  • …der Vorgänger des heutigen Schornsteins von den Römern entwickelt und „Hypokaustum“ genannt wurde?
  • …es bis zum 11. Jahrhundert dauerte, bis die ersten Wohnhäuser Schornsteine hatten? Bis dahin kochte man im Haus über offenem Feuer und nutzte den Rauch, der ständig in der Luft hing, zum Räuchern von Fleisch und Fisch.
  • …Fabrikschornsteine oft als Vermessungspunkte in der Landschaft dienten?
  • …man besonders hohe Fabrikschornsteine gut zu Funktürmen und Sendemasten umbauen kann, damit Radio- und Fernsehsender besser übertragen werden?

Auch ein ganz wichtiger Teil deiner Ausbildung zum Feuerungs- und Schornsteinbauer ist das Thema Sicherheit. In luftiger Höhe auf schmalen Gerüsten musst du, trotz Sicherungsgurten, sehr vorsichtig sein und genau arbeiten. Teamwork ist auf dem Bau das A und O, denn du musst dich zu jeder Zeit auf deine Kollegen verlassen können – und sie sich natürlich auch auf dich. Ein einzelnes Kaminrohr kann zum Beispiel bis zu einer Tonne wiegen. Da brauchst du nicht nur viel Kraft, sondern auch Geschick und Konzentration. Denn wehe, so ein Koloss gerät ins Schwingen. Da oben hast du nicht viel Platz, um auszuweichen. Körperliche Fitness ist nicht nur wegen der vielen Kletterei ein Muss, sondern auch, weil du es in deinem Arbeitsalltag regelmäßig mit Gasen, Rauch, Staub und Lärm zu tun hast. Nicht zu vergessen: Das Wetter. Egal, wie kalt es ist und wie sehr es regnet: Der Schornstein muss termingerecht gebaut werden.

Aber die viele Mühe lohnt sich nicht nur finanziell. Entscheidest du dich für eine Ausbildung zum Feuerungs- und Schornsteinbauer, tust du langfristig auch etwas für die Umwelt. Denn du bist der Fachmann, der genau weiß, wie man Schadstoffe richtig ableitet und Verbrennungsenergie so effizient wie möglich nutzt, damit die Natur nicht mehr als nötig belastet wird. Deswegen bist du nicht nur beim Neubau von Fabriken oder Gebäuden gefragt, sondern auch bei deren Sanierung und Modernisierung. Weil du so vielfältig einsetzbar bist, wirst du nach dem Abschluss deiner Ausbildung zum Feuerungs- und Schornsteinbauer viel auf Montage sein. Stell dich also darauf ein, seltener Zuhause zu sein und dafür viel von der Welt zu sehen. 

Autor:

Du solltest Feuerungs- und Schornsteinbauer werden, wenn...

  1. ...du es liebst, kräftig mit anzupacken.
  2. ...längere Reisen dir großen Spaß machen.
  3. ...Wind und Wetter dir nichts anhaben können.

Du solltest auf keinen Fall Feuerungs- und Schornsteinbauer werden, wenn...

  1. ...Mathematik dir nicht liegt.
  2. ...du nicht schwindelfrei bist.
  3. ...dein Zuhause dir über alles geht und du nicht gern woanders schläfst.

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