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Einblicke, Perspektiven und freie Stellen Ausbildung
Flechtwerkgestalter/in

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Flechtwerkgestalter/in
Grafik: Ausbildung Flechtwerkgestalter/in

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartKlassische duale Berufsausbildung
Empf. SchulabschlussHauptschulabschluss
Ausbildungsdauer3 Jahre
Arbeitszeitwerktags
Flechtwerkgestalter/innen formen aus Weiden, Rattan oder anderen Naturmaterialien stabile Geflechte, die am Ende nicht nur gut aussehen, sondern auch lange halten. So entstehen Stücke, die Handwerkstradition und modernes Design zusammenbringen und im Alltag wirklich genutzt werden. Dafür braucht man ein gutes Gefühl für Formen, Geduld und man sollte sauber arbeiten können.

Arbeitsumfeld

Du arbeitest meist in Werkstätten, teils auch in Lager- und Verkaufsräumen. Du flechtest, reparierst und berätst Kundinnen und Kunden.

Vergütung & Gehalt

Die Ausbildungsvergütung steigt meist jährlich und hängt von Betrieb und Tarif ab. Später zählen Erfahrung und Weiterbildungen.

Zukunftssicherheit

Die Nachfrage nach langlebigen, reparierbaren Produkten stärkt die Bedeutung des Flechthandwerks.

Stärken & Interessen

Handwerkliches Geschick, Kreativität, Geduld und ein gutes Auge für Formen sind wichtig, ebenso Interesse an Naturmaterialien, Design und praktischer Arbeit.

Was macht ein Flechtwerkgestalter?

Als Flechtwerkgestalter entwirfst, gestaltest und fertigst du Korbwaren, Flechtmöbel und Flechtobjekte. Dabei wählst du passende Flechtmaterialien aus, bereitest sie vor und arbeitest sie so zu, dass sie sich gut verarbeiten lassen. Du flechtest die Stücke überwiegend in Handarbeit und montierst je nach Produkt zum Beispiel Griffe, Henkel oder Beschläge. Zum Schluss behandelst und gestaltest du die Oberfläche, etwa durch Ölen, Wachsen oder Lackieren.

Typische Aufgaben:

  • Kundenwünsche ermitteln und zu Formen, Funktionen und Einsatzmöglichkeiten beraten
  • Zeichnungen und Skizzen am Computer oder per Hand anfertigen
  • Entwürfe, Prototypen, Modelle und Schablonen erstellen
  • Schadstellen begutachten und Reparatur- bzw. Restaurationsarbeiten ausführen
  • Waren auf Märkten anbieten und Flechttechniken demonstrieren

Wo arbeitet ein Flechtwerkgestalter?

Ein Flechtwerkgestalter arbeitet vor allem in Werkstätten und nutzt außerdem Lagerräume, Verkaufsräume und Büroräume. Typische Arbeitgeber sind Korbmöbelflechtereien und Reparaturwerkstätten für Korbwaren. Auch Werkstätten für Menschen mit Behinderungen kommen als Arbeitsbereich infrage.

Wie läuft die Ausbildung zum Flechtwerkgestalter ab?

Die Ausbildung zum Flechtwerkgestalter ist eine duale Ausbildung: Du arbeitest im Betrieb und besuchst die Berufsschule. Der Unterricht findet an einzelnen Wochentagen oder im Block statt. Vor Ende des 2. Ausbildungsjahres machst du die Zwischenprüfung. Nach dem 3. Ausbildungsjahr folgt die Abschluss- oder Gesellenprüfung.

Während der Ausbildung kannst du dich auf Flechtmöbel, Flechtobjekte oder Korbwaren spezialisieren. 

Wie lange dauert die Ausbildung zur Flechtwerkgestalterin?

Die Ausbildung zur Flechtwerkgestalterin dauert in Vollzeit 3 Jahre. Auch Teilzeit ist möglich, dann dauert sie höchstens 4,5 Jahre.

Was lernt man während der Ausbildung zum Flechtwerkgestalter?

Im Betrieb lernst du, Skizzen und Entwürfe anzufertigen, Flechtmaterial vorzubereiten, Werkzeuge zu nutzen, Oberflächen zu behandeln und Kunden zu beraten. In der Berufsschule arbeitest du an Körben, Rahmengeflechten, Kleinmöbeln, Verkaufspräsentationen und Flechtwerken nach Kundenauftrag.

Theorie:

  • runde, ovale und eckige Körbe planen
  • Rahmengeflechte und Rahmenkörbe erstellen
  • Baugeflechte und Flechtwerke nach Kundenauftrag bearbeiten
  • Verkaufspräsentationen planen
  • Deutsch sowie Wirtschafts- und Sozialkunde

Praxis:

  • Flechtmaterialien aufbereiten, zuschneiden und biegen
  • Werkzeuge, Geräte, Maschinen und Schablonen nutzen
  • Flechtwerke, Korbwaren, Flechtmöbel oder Flechtobjekte herstellen
  • Oberflächen mit Lacken, Wachsen oder Ölen beschichten
  • Kunden beraten, Produkte lagern, ausliefern und präsentieren

Welche Voraussetzungen muss ich für die Ausbildung zur Flechtwerkgestalterin mitbringen?

Für die Ausbildung zur Flechtwerkgestalterin gibt es keine rechtlichen Voraussetzungen. Trotzdem achten Betriebe bei der Auswahl ihrer Azubis oft auf Dinge wie die schulische Vorbildung und persönliche Eigenschaften.

Voraussetzungen auf einen Blick

  • Empfohlener Schulabschluss: Hauptschulabschluss 
  • Wichtige Schulfächer: Werken/Technik, Mathematik, Kunst 
  • Persönliche Eigenschaften: Handwerkliches Geschick, Geschicklichkeit und Geduld, Kreativität, Sinn für Ästhetik

Wie viel verdient man während der Ausbildung zum Flechtwerkgestalter?

Als Flechtwerkgestalter verdienst du im ersten Jahr mindestens 724 Euro, im zweiten Jahr 854 Euro und im dritten Jahr 977 Euro brutto im Monat. Für diese Ausbildung gilt kein geregelter Tarifvertrag, du handelst deine Ausbildungsvergütung also mit dem Betrieb aus.

AusbildungsjahrVergütung (brutto/Monat)
1. Jahr724 Euro
2. Jahr854 Euro
3. Jahr977 Euro

Wie viel verdient man als Flechtwerkgestalter?

Als Flechtwerkgestalter verdienst du zum Einstieg 2.400 bis 2.700 Euro brutto im Monat. Mit etwas Berufserfahrung verdienen die meisten Flechtwerkgestalter 2.700 bis 3.000 Euro brutto im Monat. Später sind bis zu 3.200 Euro brutto im Monat möglich. Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Region, Branche und Betrieb unterschiedlich ausfallen.

GehaltsartGehalt (brutto/Monat)
Einstiegsgehalt2.400 bis 2.700 Euro
Mittleres Gehalt2.700 bis 3.000 Euro
Späteres Gehaltbis 3.200 Euro

Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für eine Flechtwerkgestalterin?

  • Korb- und Flechtwerkgestaltermeister/in: Aufstiegsweiterbildung für mehr Verantwortung im Handwerk.
  • Restaurator/in für Möbel und Holzobjekte: Aufstiegsweiterbildung für die Spezialisierung auf Restaurierung.
  • Industriemeister/in Holzbearbeitung: Aufstiegsweiterbildung für Führungsaufgaben in der Holzbearbeitung.
  • Selbstständigkeit: mit einem eigenen Betrieb im Korb- und Flechtwerkgestalter-Handwerk

Wie bewirbt man sich für die Ausbildung zum Flechtwerkgestalter?

Für die Ausbildung zum Flechtwerkgestalter bewirbst du dich bei einem Ausbildungsbetrieb. Der Ausbildungsbetrieb trifft die Auswahl nach eigenen Kriterien, zum Beispiel nach deiner schulischen Vorbildung. Vor der Bewerbung schaust du dir die konkreten Anforderungen in der Stellenausschreibung an.

Typische Bewerbungsunterlagen:

  • Anschreiben: Darin steht, für welche Ausbildung du dich bewirbst und warum du dich genau bei diesem Betrieb bewirst.
  • Lebenslauf: listet deinen schulischen Werdegang und deine Praktika auf.
  • Zeugnisse: Üblich sind Schulzeugnisse.
  • Weitere Nachweise: Zum Beispiel Praktikumsbescheinigungen oder Zertifikate.

Mehr Infos zur Bewerbung findest du in unserem Bewerbungsratgeber.

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