Ausbildung als Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in

Empf. Schulabschluss:
mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 360 Euro
2. Jahr: 430 Euro
3. Jahr: 510 Euro

Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in

Die sogenannte Zugmaschine übernimmt zum Beispiel die Arbeit, wenn du Kerzen in großen Mengen produzieren willst. Meterweise Docht hat sie auf einer großen metallenen Rolle aufgewickelt und zieht diesen wieder und wieder durch flüssiges Wachs. So entsteht, nach vielen Wiederholungen, eine Kerze. Dieses „Ziehen“ hat übrigens auch die alte Bezeichnung „Wachszieher“ geprägt – so wird der Beruf nämlich auch manchmal genannt. Deine Aufgabe hierbei ist es, die flüssigen Wachse nach einem Rezept anzumischen, in die Maschinen zu füllen, den meterlangen Docht aufzuziehen und regelmäßig den Produktionsablauf der Anlagen zu überprüfen. Die fertigen Kerzen kannst du nun stichprobenartig testen, denn sie sollen natürlich nicht nur perfekt aussehen, sondern auch ruhig und gleichmäßig brennen. Mit Brennversuchen stellst du also dein Geschick als Kerzenhersteller und Wachsbildner auf die Probe.

Natürlich lernst du auch alternative Herstellungsverfahren kennen. Mit Hilfe von bestimmten Gießverfahren und Pressanlagen können Kerzen in individuellen Formen gebracht werden. Mit flüssigem Kerzenwachs zur Deko und dem Eintauchen in sogenannte „heiße Bäder“ kannst du dann noch für eine besonders schöne Farbverzierung und Veredlung sorgen. Dabei kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen.

Wusstest du schon, dass...

  • eine Kerzenflamme im inneren Bereich (also da, wo die Flamme blau leuchtet) bis zu 800 Grad „kälter“ ist, als an der orangefarbenen Flammenoberfläche? Denn hier ist der meiste Sauerstoff.
  • 35 Prozent der Kerzenkäufe in der Weihnachtszeit getätigt werden?
  • eine Kerzenflamme in der Schwerelosigkeit rund, blau und rußlos ist?
  • die kleinen Teelichter zu den meistverkauften IKEA-Produkten zählen?
  • die Ausbildungsordnung von der Kerzeninnung kürzlich überarbeitet wurde, da der Beruf immer moderner wird?

Entscheidest du dich in deiner Ausbildung für die Wachsbildnerei, arbeitest du weniger in der Herstellung, sondern kümmerst dich um deren Verzierung und Dekoration. Dabei darfst du dich kreativ so richtig austoben. Mit viel Fingerspitzengefühl lernst du, Deko-Elemente, wie Blüten und Sonnen, zunächst zu zeichnen und dann aus Wachs zu formen, einzufärben und auf dem Kerzenrumpf anzubringen. Eine Arbeit für kleine Künstler! Da du als Wachsbildner oder Wachsbildnerin vor allem Kerzen für besondere Anlässe verzierst, wirst du auch selbstständig Kunden beraten, die eine ganz persönliche Kerze gestaltet haben wollen. Etwas Theorie wartet übrigens auch auf dich, denn natürlich besuchst du neben deinem Ausbildungsbetrieb auch eine Berufsschule.

Du konntest dir immer schon tolle Zeichnungen aus dem Handgelenk schütteln, strotzt nur so vor Ideen und hast keine Angst, auch mal große Maschinen und Anlagen zu bedienen? Super, dann erfüllst du die Grundvoraussetzungen für diese spannende und seltene Ausbildung. Da du vor allem mit geschmolzenen Wachsen arbeitest, kann es in den Produktionsstätten auch mal heiß hergehen. Das sollte dir genauso wenig ausmachen, wie starke Gerüche oder Lärm. Jedes Jahr werden nicht mehr als 30 Ausbildungsplätze vergeben, du solltest daher auch bereit sein, für die Ausbildung deinen Wohnort zu wechseln. Dafür kannst du aber auch sicher sein, einen der individuellsten und seltensten Ausbildungsberufe im Handwerk zu erlernen. Für Karrieremöglichkeiten ist übrigens auch gesorgt, beispielsweise mit der Weiterbildung als Meister.

Du solltest Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in werden, wenn …
  1. du richtig gut zeichnen und basteln kannst.
  2. große Anlagen zu steuern kein Problem für dich ist.
  3. du gern kreativ bist.
Du solltest auf keinen Fall Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in werden, wenn …
  1. eine Produktionsstätte kein Ort ist, an dem du arbeiten möchtest.
  2. du zwei linke Hände hast.
  3. dein Gespür für Ästhetik kaum vorhanden ist.
Das Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in-Quiz
Frage / 3

Was ist eine „Schnuppe“?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, eine Schnuppe ist das verkohlte, abstehende Dochtende einer brennenden Kerze.
Richtig! Eine Schnuppe ist das verkohlte, abstehende Dochtende einer brennenden Kerze.

Bei welcher Temperatur soll Wachs schmelzen?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, Wachs schmilzt bei einer Temperatur von 40 bis 60 °C.
Richtig! Wachs schmilzt bei einer Temperatur von 40 bis 60 °C.

Der Kerzenhersteller kennt „E 901“ besser als …

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, E 901 ist besser bekannt als Bienenwachs.
Richtig! E 901 ist besser bekannt als Bienenwachs.
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Dieses Profil wurde von Sabine geschrieben
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