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Kürschner/in

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Kürschner/in
Grafik: Ausbildung Kürschner/in

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartKlassische duale Berufsausbildung
Empf. SchulabschlussOhne Schulabschluss
Ausbildungsdauer3 Jahre
Arbeitszeitwerktags

Allgemeine Infos

Mit der Ausbildung als Kürschner wirst du zum Azubi für alle Felle. Das ist kein Rechtschreibfehler, sondern das Arbeitsmaterial, mit dem du es zu tun hast. Obwohl der Kürschner einer der ältesten Handwerksberufe ist, wissen immer weniger Menschen, was es damit auf sich hat. Pelznäher gibt schon eher einen Hinweis darauf, was sich hinter diesem Beruf verbirgt: Du verarbeitest Felle und hältst die Pelzindustrie auf Trab. Als Azubi solltest du handwerkliche Begabung und Kreativität in dir vereinen. Denn du musst dein vorliegendes Material nicht nur ausbessern und zusammennähen, sondern auch Modetrends umsetzten können. Bei den Aufgaben, die das Kürschnerhandwerk mit sich bringt, schadet es keineswegs, wenn auch du ein dickes Fell hast –besonders in der Hauptsaison, wenn ein Mantel nach dem anderen hergestellt wird, ist Fleißarbeit gefragt.

Bild aus dem Text zu Kürschner/in

Was macht ein Kürschner?

Die Schürzeist angelegt, der lange Arbeitstisch steht bereit und in der Hand hältst du ein Kürschnermesser. Was dir jetzt noch fehlt, um mit der Arbeit zu beginnen, ist das Fell. Ob Mützen, Mäntel, Westen oder sogar eine Stola – Kleidungsstücke aus Pelz werden in sorgfältiger Handarbeit angefertigt. Das passende Materialbekommst du vom Großhändler, von Jägern oder sogar auf Auktionen – den Rest erledigst du selber. Die erste Aufgabe, die auf dich zukommt, nennt sich anbrachen. Du könntest es auch als Makeover bezeichnen, das du am Fell vornimmst: Du besserst Mängel aus, achtest aber gleichzeitig darauf, die Gleichmäßigkeit der Haare nicht zu zerstören. Wenn alles glänzt und keine Schadstellen mehr zu sehen sind, beginnst du mit dem Schneiden. Wundere dich nicht, dass du dich dabei am ganzen Alphabet orientierst: vom A- bis W-Schnitt kommt alles vor. Dass du beispielsweise den M-Schnitt bei Fellarten mit großen Farbunterschieden anwendest, lernst du schon ab dem ersten Ausbildungsjahr. Genauso wie du die Heftzwecke kennst, weiß auch jeder Kürschner und jede Kürschnerin, was mit Zwecken gemeint ist: Du schnappst dir die Zweckzange und befestigst das Material mit Stecknadeln auf einer Arbeitsplatte, um es glatt zu spannen und eventuell zu dehnen.

Zu diesem Zeitpunkt ist das fertige Kleidungstück aber noch in weiter Ferne. Einen Schritt näher bringt dich deine Arbeit als fleißiges Schneiderlein. Erst wenn du ein Fell geschickt zusammengenäht hast, kann daraus ein Mantel oder sogar ein Wohnaccessoire wie eine Pelzdecke oder ein Kissen werden. Der Kürschner benutzt dafür entweder Pelznähmaschinen oder verarbeitet die Pelzkleidung sogar per Hand. Zwischendurch fertigst du Schnittmuster an und bist nicht selten der Mode-Meister des Hauses, denn du musst ein Auge dafür haben, welche Felle kombiniert werden können und welche Farben am besten zusammenpassen. Manchmal, wenn auch seltener, fügst du auch ein ganz anderes Material hinzu, zum Beispiel Leder. Dabei handelt es sich vielleicht um einen Sonderwunsch eines Kunden, den du vorher beraten hast. Da Pelzmäntel und -mützen besonders im Winter schön warmhalten, wundert es niemanden, dass du gerade in dieser Zeit viel zu tun hast. Deswegen fällt in den Wintermonaten schon mal die eine oder andere Überstunde in der Kürschnerei an. Im Sommerdarfst du dich zwar nicht auf die faule Haut legen, dafür ist im Betrieb aber weniger los. In diesen Monaten kannst du deine Überstunden abfeiern und konzentrierst dich mehr auf die Pflege und Reparatur der Kleidungsstücke.

Früher hat der Kürschner keine fertigen Felle geliefert bekommen, sondern musste diese selber herstellen. Da für die Verarbeitung Wasser unverzichtbar war, musste er seinen Arbeitsplatz in die Nähe von Gewässern an den Stadtrand verlegen. Im Jahr 2016 musst du dir um so etwas keine Sorgen machen. Freie Ausbildungsplätze findest du beispielsweise in einer Kürschnerei, in Pelzfachgeschäften oder in Werkstätten, die überall in der Stadt verstreut sind.

Wie läuft die Kürschner-Ausbildung ab?

Während deiner Ausbildungsdauer von drei Jahren wird dir aber nicht nur im Betrieb beigebracht, wie sich beispielsweise Zacken schneiden und Felle verwerten lassen. Da es sich um eine duale Ausbildung handelt, erlernst du praktische Vorgehensweisen und weiteres Wissen rund um die Pelzverarbeitung auch in der Berufsschule. Da es jährlich weniger als 20 Azubis gibt, wird diese traditionelle Fachrichtung nur an wenigen Berufsschulen angeboten. Bei insgesamt 11 Wochen Blockunterricht besuchst du ungefähr vier Mal im Jahr für mehrere Wochen am Stück die Schule. Für die Unterbringung und die Verpflegung ist in dieser Zeit ebenfalls gesorgt.

Was lerne ich in der Berufsschule?

Die Top-Themen in der Schule reichen von mathematischen Berechnungen, damit auch die Jackengröße stimmt, bis zum Tierschutz. Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen kann dann schon mal zu deiner Gute-Nacht-Lektüre werden. Es ist deswegen so wichtig, weil du nicht jeden Pelzverarbeiten oder verkaufen darfst. Der Luchs und Jaguar sind nur zwei Beispiele, die unter Artenschutz stehen. Als Kürschner musst du Pelze von A wie Alpaka bis Z wie Zobel kennen und bestens über den Tierschutz und die Herkunft deines Materials informiert sein. Mit diesen Bestimmungen ist nämlich nicht zu spaßen, weil du dich sonst sogar als Azubi strafbar machst. Hat dich die duale Ausbildung erst zum richtigen Pelzkenner gemacht, legst du deine Abschlussprüfung bei der zuständigen Handwerkskammer ab.

Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung mitbringen?

Ein bestimmter Schulabschluss wird für die Ausbildung als Kürschner nicht verlangt, was aber nicht bedeutet, dass auch jeder Faulpelzeingestellt wird. Denn mit einem einfachen „Schnipp, schnapp, Fell ab“ ist es in diesem Ausbildungsberuf nicht getan. Zum einen sind mathematische Grundkenntnisse unverzichtbar, beispielsweisebei der Bestimmung des Schnittwinkels oder der Berechnung der Gesamtschnittlänge. Zum anderen schadet ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen nicht, um vor deinem inneren Auge sehen zu können, wie sich ein Schnittmuster als fertiger Mantel machen würde. Für die Anfertigung brauchst du nicht nur das passende Material, sondern vor allem handwerkliche und zeichnerische Fähigkeiten. Zwar bist du in deiner Ausbildung als Kürschner kein typischer Designer, aber Modetrends solltest du trotzdem verfolgen. Extravagante Kundewünsche mit ungewöhnliche Fell- und Farbkombinationen sind nämlich keine Seltenheit.

Du solltest Kürschner/in werden, wenn...
  1. du gerne mit Pelz und Leder arbeitest.
  2. ein kreativer Geist in dir schlummert.
  3. deine Geduld auch für Kleinarbeiten ausreicht.
Du solltest auf keinen Fall Kürschner/in werden, wenn...
  1. du unter einer Tierhaarallergie leidest.
  2. ein Bürojob eher deinen Vorstellungen entspricht.
  3. du schon die Punkt-vor-Strich-Rechenregel kompliziert findest.
Nach deiner Ausbildung kannst du…
  • alle Tierschutzgesetze auswendig aufsagen.
  • jedes Fell zum Glänzen bringen.
  • das perfekte Kleidungsstück aus Fell und anderen Stoffen erschaffen.
  • problemlos Schnittmuster anfertigen.
  • jedem Kunden Tipps und Tricks über die Fellpflege verraten.

Gehalt

Eine Pelzjacke aus Rotfuchs oder eine Lammfellweste – solche Bekleidungsstücke bekommst du nicht im Sonderangebot für einen Fünfziger. Das sind Luxusprodukte, für die du schon mal das Zehnfache bezahlst. Ob auch du dir ein luxuriöses Leben leisten kannst, hängt von deinem Gehalt als Kürschner ab. Die ganze Woche stehst du in der Kürschnerei, sortierst Felle, schneidest sie zu und beweist ein unschlagbares Talent als Schnittmuster-Maler. Dann solltest du am Ende des Tages auf jeden Fall mehr davon haben, als einen Pullover voller Pelzhaare.

Wie viel verdient ein Kürschner während der Ausbildung?

In deinem ersten Ausbildungsjahr bekommst du mindestens 724 Euro. Das ist nämlich der Mindestlohn für Auszubildende, der seit Januar 2020 gilt und auch 2026 erhöht wurde. In deinem zweiten Jahr als angehender Kürschner verdienst du mindestens 854 Euro im Monat. Im dritten Ausbildungsjahr wirst du sogar mit mindestens 977 Euro monatlich entlohnt.

In Deutschland gibt es um die 600 Betriebe, die sich mit der Pelzproduktion beschäftigen und ihre Azubis unterschiedlich vergüten. Ist dein Ausbildungsbetrieb größer als eine Fünf-Mann-Werkstatt und verfügt über einen riesigen Kundenstamm, kannst du natürlich auch mehr verdienen.

Mit welchem Gehalt kann ich nach der Ausbildung rechnen?

Nach deiner Ausbildung zum Kürschner ist zwar Schluss mitdeiner Ausbildungsvergütung, auf ein regelmäßiges Einkommen musst du aber natürlich nicht verzichten. Das fällt dann allerdings ziemlich unterschiedlich aus. Auf den Cent genau lässt dich deine Entlohnung nach der Ausbildung nicht nennen, weil viel von der Größe des Unternehmens und deinem Arbeitsbereich abhängt. Sogar das Bundesland kann eine Rolle spielen, zum Beispiel verdienst du im Westen Deutschlands immer noch mehr als im Osten. Ein weiteres Merkmal, das du bei der Gehaltsfrage im Auge behalten solltest, ist der Tarifvertrag. Bist du in einem Unternehmen angestellt, das an Tarifvorgaben gebunden ist, kann dein Gehaltdeutlich höher ausfallen. Allerdings bist du als Kürschner in unterschiedlichen Branchen tätig, zum Beispiel in der Handwerksbranche oder in der Pelzbekleidungsindustrie, in denen unterschiedliche Tarifverträge gelten. Wenn du in Hessen als Kürschner im Einzelhandel beschäftigt bist, kannst du als Berufseinsteiger mit bis zu 2700 Euro brutto im Monat entlohnt werden, während du in Hamburg unter Umständen auch nach fünf Berufsjahren nur 1740 bis 2110 Euro brutto monatlich verdienst. Was du bei den ganzen Gehaltsangaben nichtüberlesen solltest, ist das kleine Wörtchen „brutto“. Das bedeutet, dass dir von dem angegebenen Gehalt zusätzlich noch Steuern und Versicherungen abgezogen werden. Was am Ende tatsächlich auf deinem Konto landet, ist das Nettogehalt.

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?

Ausbildung als Kürschner

Anpassen, Nähen oder Zusammensetzten – in deinen drei Ausbildungsjahren lernst du alles rund um die Produktion und den Verkauf von Pelzen. Als Finish bezeichnest du als Kürschner die Schlussphase deiner Pelzverarbeitung, in der du die Fellhaare noch mal ordentlich einstreichst oder mit dem Heißluftgebläse alles eine Note weicher machst. Was deine berufliche Laufbahn betrifft, bist du nach deiner Ausbildung als Kürschner aber noch lange nicht beim Finish angekommen. Mit verschiedenen Weiterbildungen geht in deinem Job noch einiges. Wenn du Kürschner mit Haut und Haaren bist, kommen jetzt die Karrieremöglichkeiten für Haus und Hof.

Kürschnermeister

Wenn du der geborene Kürschner bist, solltest du über eine Weiterbildung zum Kürschnermeister nachdenken. Mit dieser Weiterbildung eignest du dir neben fachlichen auch betriebswirtschaftliche und kaufmännische Kenntnisse, beispielsweise zum Thema Unternehmensführung, an. Anschließend werden dein neuerworbenes Wissen sowie praktische Vorgehensweisen in einer Abschlussprüfung getestet. Wenn du dich selbstständig machen willst, kann diese Erfahrung Goldwert sein. Im Unternehmen solltest du dich für diese Weiterbildung nur entscheiden, wenn auch eine geeignete Stelle dafür frei ist. Oftmals wird der Betrieb bereits von einem Kürschnermeister geführt, sodass ein weiterer Meister nicht mehr benötigt wird. Auch das Unternehmen zu wechseln, ist gar nicht so einfach, weil es nicht allzu viele Kürschnereien gibt. Wird eine Weiterbildung zum Meister jedoch gutgeheißen, kümmerst du dich anschließend um den Wareneinkauf oder die Personalführung und wirst dementsprechend besser bezahlt. Zuerst musst du aber selber dein Sparschwein plündern, weil solche Weiterbildungen locker mal über 3000 Euro kosten können. Wie viel Zeit du dafür einplanen musst, hängt ganz davon ab, ob du deinen Meister in Voll- oder in Teilzeit machst.

Gestalter/in – Bekleidung, Mode

Du hast gemerkt, dass die Arbeit mit Schnittmustern und das Ausprobieren mit Farben und Fällen dir am meisten Spaß macht? Mit dieser Weiterbildung bist du in der Modellentwicklung gelandet und machst das Herstellen von Entwürfen zu deiner Hauptaufgabe. Dafür musst du den Weg in eine Fachschule finden, die diese Spezialisierung anbietet. In Vollzeit sollest du dafür zwei, in Teilzeit vier Jahre einplanen. Was du sonst noch brauchst, ist das nötige Kleingeld, weil dieser Fachschulbesuch einiges kostet.

Studium-Modedesign

Ob Pelzjacken mit Schulterpolstern oder ein roséfarbener Mantel aus Fuchspelz – bei flauschigen Modetrends macht dir keiner etwas vor. Mit Begriffen wie Schnittkante, Nahtverlust oder Garnstärke schmeißt du nach deiner Ausbildung ebenfalls gekonnt um dich. Aber es gibt noch so viel mehr, dass du in Sachen Mode gerne lernen würdest? Da kommt ein Studium wie gerufen, zum Beispiel das Fach Modedesign. Dort bekommst du die Möglichkeit, mit Fächern wie Materialkunde, Modepsychologie oder Marketing über den Pelzhandel hinauszublicken. Um zum Studium zugelassen zu werden, kann ein Meisterabschluss oder mehrjährige Berufserfahrung sogar reichen – allerdings ist das von Hochschule zu Hochschule verschieden.

Selbständigkeit

Zum Wolf im Schafspelz wirst du hoffentlich nicht, sobald du dein eigner Chef bist. Ein Leittier solltest du aber auf jeden Fall sein, wenn du nach deiner Ausbildung den Weg in die Selbständigkeit einschlagen möchtest. Denn du trägst die Verantwortung für einen ganzen Betrieb, musst zusehen, dass Aufträge hereinkommen und die Finanzen stimmen. Wenn alles gut läuft und es bei dir immer etwas zu tun gibt, stellst du sogar Mitarbeiter ein, die nur auf deine Anweisungen warten. Bevor du diesen Schritt wagst, solltest du über ein ausreichendes Startkapital verfügen und dich gut über den Standort sowie die Nachfrage informieren. Da es aber immer weniger Kürschnereien gibt, ist die Selbständigkeit gar kein so schlechter Gedanke – solange du mit dem Pelzhandel bestens vertraut bist und eine geeignete Niederlassung für dich gefunden hast.

Wusstest du schon, dass...
  • sich die Herkunft des Namens Kürschner von dem althochdeutschen Wort Kursina herleiten lässt, was so viel wie Pelzrock bedeutet?
  • europäische Biber unter Artenschutz stehen, während Biber aus Kanada verarbeitet werden dürfen? Das hängt damit zusammen, dass Biber ihren ursprünglichen Lebensraum in Nordamerika haben und dort sogar fast zur Plage werden.
  • in Finnland der Fuchs das am meist gehaltene Pelztier ist?
  • die Pelzindustrie im Jahr 2013 einen Umsatz von rund 32 Milliarden Euro gemacht hat?
  • Pelz sogar schon in der Steinzeit eine wärmende und schmückende Bekleidung war?

Bewerbung

Nicht nur die Ausbildung als Kürschner ist nichts für Faulpelze, auch die Bewerbung muss mehr enthalten als ein paar lieblose Sätze. Damit deinem zukünftigen Chef beim Lesen nicht die Haare zu Berge stehen, sorgst zu allererst dafür, dass deine Bewerbung aus drei Teilen besteht: das Anschreiben, dem Lebenslauf und den Zeugnissen. Das Schwierigste daran ist oftmals das Anschreiben. Dass du später nicht nur Pelze, sondern auch jetztschon deine Vorzüge gut verkaufen kannst, solltest du genau dort unter Beweisstellen. Wie du das am besten machst, verraten wir dir jetzt.

Was sollte ich bei der Bewerbung als Kürschnerin beachten?

Damit es mit der Ausbildung als Kürschner oder Kürschnerin klappt, ist Überzeugungsarbeit im Anschreiben gefragt. Du musst schildern, wieso du dich für die Ausbildung als Kürschner entschieden hast und welche Eigenschaften du dafür mitbringst. Nenne Beispiele, die dein handwerkliches oder zeichnerisches Geschick unterstreichen. Hast du mal einen Zeichenkurs besucht? Schlummert in dir ein kleiner Handwerker? Oder konntest du vom Schulprojekt „Gestalterisches Werken“ einfach nicht genug bekommen? Genau diese Interessen zeigen, dass du der perfekte Kürschner-Azubi bist. Ebenso brauchst du für deine Wunschausbildung eine kreative Ader, beispielsweise wenn es darum geht, unterschiedliche Felle zu einem Kleidungsstück zu verarbeiten. Vielleicht warst du ja mal in einer Näh-AG oder hast ein Praktikum beim Schneider gemacht – das sorgt ebenfalls für Pluspunkte bei deinem zukünftigen Chef.

Beim Schneiden, Nähen und besonders beim Zusammensetzen eines Fells ist sorgfältiges Arbeiten gefragt, was du mit Fingerspitzengefühl kombinierst. Dass in dir kein Grobmotoriker steckt, sollte aus deiner Bewerbung also hervorgehen. Ein Schnittmuster für eine fertige Pelzweste musst du zwar nicht in deine Bewerbungsmappe legen, dafür aber deine Zeugnisse: Guten Noten in Mathe und Kunst werden deine Aussagen im Anschreiben noch einmal unterstreichen. Was dir jetzt noch fehlt, ist dein Lebenslauf. Kurz und knapp fasst du hier deinen schulischen Werdegang zusammen und erwähnst relevante Praktika. Zeichnest du gerne oder fertigst als Modefan sogar eigene Entwürfe an? Auch auf die Kategorie Hobbies wirft dein zukünftiger Chef ein Auge. Hast du alles fein säuberlich vorbereitet und verschickt, gehörst du vielleicht schon bald zum auserwählten Kreis der Kürschner-Azubis.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Im Vorstellungsgespräch musst du weder besonders schick noch aufgebrezelt aussehen. Eine gutsitzende Jeans oder Stoffhose und dazu ein Cardigan reichen schon vollkommen aus. Dazu noch ein Paar saubere Schuhe, und schon kann das Bewerbungsgespräch losgehen.

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