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Medizinische/r Dokumentationsassistent/in

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Medizinische/r Dokumentationsassistent/in
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Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartSchulische Ausbildung
Empf. SchulabschlussHauptschulabschluss
Ausbildungsdauer2-3 Jahre
ArbeitszeitWerktags

Allgemeine Infos

Du bist jedes Mal erstaunt darüber, was dein Arzt alles über dich weiß? Ob er sich das alles auswendig merken kann? Natürlich nicht. Du möchtest ihm dabei helfen, sich auch beim nächsten Patienten genau zu „erinnern“? Kein Problem! Mit einer Ausbildung als Medizinischer Dokumentationsassistent lernst du nicht nur, wie du Krankenakten anlegst. Sondern auch, wie du alle medizinischen Daten, die heutzutage so anfallen, verwaltest, Statistiken daraus erhebst und ganze Informationssysteme im medizinischen Bereich betreust. Eine Ausbildung, die medizinische Aspekte mit Fachkenntnissen aus der IT vereint!

Bild aus dem Text zu Medizinische/r Dokumentationsassistent/in

Was macht man in der Ausbildung als Medizinischer Dokumentationsassistent?

Die Ausbildung als Medizinischer Dokumentationsassistent ist eine schulische Ausbildung und dauert, je nach Bundesland, zwischen zwei und drei Jahren. Das heißt also, dass du alles, was du für die Ausbildung am Ende brauchst, in einer extra dafür eingerichteten Schule lernst, aber nicht im Betrieb arbeitest. Das wiederum bedeutet leider, dass die Ausbildung als Medizinischer Dokumentationsassistent unvergütet ist – also nicht bezahlt wird.

Zuallererst bekommst du wichtige Kenntnisse aus der Medizin vermittelt – dazu zählt auch Fachenglisch und verschiedene Fachbegriffe. Von Sinusitis über Angina bis hin zum Malignen Melanom – nach deiner Ausbildung als Medizinischer Dokumentationsassistent kannst du mit diesen Bezeichnungen etwas anfangen. Das ist wichtig, denn schließlich musst du später Krankenakten anlegen und in Fachsprache genau ausdrücken, was dem Patienten fehlt, beziehungsweise welcher Eingriff vorgenommen wurde. Dabei ist die medizinische Dokumentation nicht nur für kranke Menschen gedacht. Auch wenn ein Patient vollkommen gesund ist, aber beispielsweise eine einfache Routine-Untersuchung vorgenommen wurde, muss das erfasst werden.

Darüber hinaus lernst du in der Ausbildung als Medizinischer Dokumentationsassistent natürlich Fachwissen für die EDV-gestützte Erfassung all der medizinischen Daten, die du zuvor kennengelernt hast. Du schreibst nämlich nicht einfach alles nur auf ein Blatt Papier: Du musst alles ganz akribisch in einem Computer eintippen, besondere Formulare verwenden und dich mit bestimmten Programmen auskennen. Das heißt, dass dir in der Schule nicht nur Fächer wie Anatomie, Krankheitslehre oder Laborkunde auf dem Stundenplan begegnen werden, sondern dich auch viele Stunden Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Datenbanken erwarten. Du lernst außerdem, mit Statistik-Programmen umzugehen, da du später auch selbstständig Statistiken erstellen sollst. Die Ausbildung als Medizinischer Dokumentationsassistent ist etwas für Spezialisten mit Feingefühl. Durch die immer komplexeren Behandlungsmethoden, die heutzutage angewendet werden, fällt eine Vielzahl von Daten an, die zum einen für die spätere Abrechnung vom Arzt festgehalten werden und zum anderen für weitere Behandlungsschritte verfügbar gemacht werden müssen. So lässt sich leicht nachvollziehen, welche Untersuchungen bei einem Patienten bereits durchgeführt wurden und vielleicht sogar abschätzen, ob in den nächsten Jahren das Risiko für einen Herzinfarkt besteht. Denn Daten sind auch dafür da, um von dir in der Ausbildung als Medizinischer Dokumentationsassistent ausgewertet zu werden.

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Du wirst also zum Experten für die Datenerfassung, -sicherung und -pflege im Gesundheitswesen ausgebildet. Dafür solltest du neben organisatorischen Fähigkeiten, ein sehr gutes schriftliches und mündliches Ausdrucksvermögen mitbringen. Auch ist es wichtig, dass du immer sorgfältig und konzentriert arbeitest. Und wenn du das erstmal alles drauf hast, dann hast du nach deiner Ausbildung als Medizinischer Dokumentationsassistent verschiedene Möglichkeiten, wo du arbeiten kannst. Ganz besonders benötigen Kliniken, Krankenhäuser und Arztpraxen deine Unterstützung. Du kannst aber genauso gut auch bei Unternehmen aus der Pharmaindustrie arbeiten, beim Gesundheitsamt oder bei Krankenkassen und -versicherungen.

Du solltest Medizinische/r Dokumentationsassistent/in werden, wenn...
  1. du gerne mit dem Computer arbeitest.
  2. Zahlen und Statistiken dir keine Angst einjagen.
  3. dich medizinisches Fachwissen brennend interessiert.
Du solltest auf keinen Fall Medizinische/r Dokumentationsassistent/in werden, wenn...
  1. es dir schwer fällt, lange Zeit vor einem Computerbildschirm zu sitzen.
  2. du dich bei zu vielen Fachbegriffen mal gerne verhaspelst.
  3. Krankenhäuser und Arztpraxen dein persönlicher Alptraum sind.
Nach deiner Ausbildung kannst du…
  • Daten erfassen und statistisch auswerten.
  • spezielle Formulare und Bildschirmmasken für die Patientenaufnahme entwerfen.
  • Fachliteratur in Datenbanken recherchieren.
  • Diagnose- und Spezialdokumentationen erstellen.
  • Krankenhausinformationssysteme planen.

Gehalt

Noch nie war unser Gesundheitssystem so gut wie jetzt. Aber bei so vielen verschiedenen Behandlungsmethoden, fallen auch jede Menge Daten an, die verwaltet und archiviert werden müssen. Als Medizinischer Dokumentationsassistent trägst du also einen wichtigen Teil dazu bei, dass unser Gesundheitssystem so funktioniert wie momentan. Klar, dass du für so viel Organisationstalent auch gut entlohnt werden willst. Deshalb verraten wir dir hier, welches Gehalt ein Medizinischer Dokumentationsassistent nach seiner Ausbildung erwarten kann.

Was verdiene ich während der Ausbildung als Medizinischer Dokumentationsassistent?

Die Ausbildung zum Medizinischen Dokumentationsassistenten ist eine schulische Ausbildung. Du verdienst also leider kein Geld. Stattdessen kann es sogar sein, dass du Schulgeld und Geld für Prüfungen bezahlen musst. Allerdings bietet dir der Staat dafür finanzielle Unterstützung. Wie genau die aussieht, was dir zusteht und wie hoch dein monatlicher Zuschuss sein könnte, das verrät dir unser Ausbildungsratgeber.

Was verdiene ich nach meiner Ausbildung als Medizinischer Dokumentationsassistent?

Zwei Jahre hast du mindestens die Schulbank gedrückt, Datenbanken und Tabellenkalkulationen kennengelernt, dich mit medizinischen Fachbegriffen rumgeschlagen und täglich neue Dinge gelernt. Und auch wenn diese zwei bis drei Jahre deiner Ausbildung unvergütet waren, so kannst du dich dafür umso mehr auf ein gutes Gehalt als Medizinischer Dokumentationsassistent freuen. Das fällt allerdings ganz unterschiedlich aus, je nachdem, wo du eine Anstellung findest. Als Medizinischer Dokumentationsassistent kannst du beispielsweise in Kliniken oder Arztpraxen und damit im Öffentlichen Dienst arbeiten. Oder aber eine Anstellung in einem pharmazeutischen Unternehmen finden. Wer sich für den öffentlichen Dienst entscheidet, kann davon ausgehen, dass sich der Verdienst als Medizinischer Dokumentationsassistent nach dem Tarifvertrag im öffentlichen Dienst richtet. Du bekommst also zwischen 2400 und 2700 Euro brutto im Monat. In pharmazeutischen Unternehmen wirst du meist nach dem Tarifvertrag der gewerblichen Wirtschaft bezahlt. Dein Gehalt als medizinischer Dokumentationsassistent liegt dann voraussichtlich zwischen 2800 und 3300 Euro brutto monatlich.

Es kann aber auch sein, dass Unternehmen dich nicht nach dem Tarifvertrag bezahlen und du dein Gehalt selber verhandeln musst. Hierbei spielen vor allem dein Abschluss und natürlich deine Berufserfahrung eine große Rolle. Hast du beispielsweise an Weiterbildungen teilgenommen, hast du bessere Chancen auf ein hohes Gehalt als Medizinischer Dokumentationsassistent. Im Durchschnitt verdienst du als Medizinischer Dokumentationsassistent circa 2500 Euro brutto im Monat. Mit einem Studienabschluss kannst du gleich das Doppelte verdienen.

Karriere

Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Ausbildung als Medizinischer Dokumentationsassistent

Die Ausbildung als Medizinischer Dokumentationsassistent dauert zwischen zwei bis drei Jahren und ist schulisch. Sobald du deine Prüfungen erfolgreich bestanden hast, kannst du endlich ins Arbeitsleben einsteigen und Geld verdienen. Du kannst eine Anstellung in Kliniken, Krankenhäusern oder größeren Arztpraxen finden. Genauso wirst du aber auch in der pharmazeutischen und chemischen Industrie sowie bei Gesundheitsämtern und Krankenkassen gebraucht.

Anpassungsweiterbildungen

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich immer weiter und das solltest auch du tun. Um dein aktuelles Wissen immer auf aktuellem Stand zu halten oder deinen Horizont sogar zu erweitern, bieten sich dir viele Möglichkeiten für Weiterbildungen. Die kannst du zum Beispiel im Bereich Datenbankentwicklung oder -programmierung machen. Genauso wie im Bereich Internetrecht, Projekt- oder auch Qualitätsmanagement. Viele dieser Weiterbildungen werden von unterschiedlichen Akademien oder Hochschulen angeboten. Häufig hast du das Glück, dass dein Arbeitgeber sie für dich bezahlt.

Fachwirt für Medien- Informationsdienste

Um die Karriereleiter ein bisschen weiter hochzuklettern, Führungsverantwortung zu bekommen und mal ein eigenes Team zu leiten, solltest du über die Weiterbildung zum Fachwirt für Medien- und Informationsdienste nachdenken. Damit Du wirst zum Experten in Sachen Informationsbeschaffung, -archivierung und -dokumentation.

Studium

Mit einem Studium kannst du dir noch ganz andere Berufs- und Karrierechancen eröffnen. Mit dem Abitur oder dem Fachabitur in der Tasche, kannst du beispielsweise Informationsmanagement studieren. Hier lernst du die Grundlagen der Informatik und kannst später in Unternehmen aller Wirtschaftszweige Beschäftigung finden. Denn die Bereitstellung von Informationen, sowie die Weitergabe von Wissen, erleichtert jedem Unternehmen die Arbeit.

Wusstest du schon, dass...
  • in den USA jeder Patient selber entscheiden darf, ob für ihn eine persönliche Krankenakte geführt wird? Diese kann er sich auch jederzeit aushändigen lassen.
  • selbst Angaben zu deiner Brille unter die Medizinischen Daten fallen und in deiner persönlichen Krankenakte auftauchen können?
  • mit Hilfe der Medizinischen Dokumentation beispielsweise das Risiko für einen Herzinfarkt berechnet werden kann?
  • Bluthochdruck und Rückenschmerzen die am häufigsten diagnostizierten Krankheiten der Deutschen sind?
  • für die Vollständigkeit der eigenen Krankenakte der Patient selbst zuständig ist?

Bewerbung

Bereits in deiner Kindheit hast du die Zeit gerne beim Arzt oder in Krankenhäusern verbracht? Fachbegriffe á la „Angina“ oder „Hypertonie“ sind dir nicht fremd, sondern fallen in deinen ganz normalen Wortschatz? Dann erfüllst du bereits die besten Voraussetzungen, um eine Bewerbung als Medizinischer Dokumentationsassistent abzuschicken! Jetzt gilt es nur noch, in deiner Bewerbung den richtigen Ton zu treffen und deine Motivation für den Beruf richtig rüberzubringen. Damit dir das gelingt und deiner Traumausbildung nichts mehr im Wege steht, halten wir für dich ein paar Tipps parat.

Wie läuft die Bewerbung für eine Ausbildung als Medizinischer Dokumentationsassistent ab?

Da die Ausbildung als Medizinischer Dokumentationsassistent eine schulische Ausbildung ist, musst du keine klassische Bewerbung als Medizinischer Dokumentationsassistent schreiben, die du dann an ein Unternehmen deiner Wahl schickst. Allerdings reicht es auch nicht aus, bei deiner Traumschule vorbei zu fahren und dich dort einfach anzumelden. Denn auch hier sind die Plätze begrenzt. Das heißt, du musst dich bei der Schule bewerben.

Und auch die Schule möchte natürlich eine vollständige Bewerbung als Medizinischer Dokumentationsassistent, bestehend aus Lebenslauf, Anschreiben, deinen Zeugnissen und einem schönen Bewerbungsfoto von dir haben. Dein Lebenslauf wird nach deiner Schulzeit sehr wahrscheinlich noch nicht besonders viel zu bieten haben, jedoch kannst du ihn trotzdem ein bisschen aufpimpen. Verwende beispielsweise Zwischenüberschriften, um den Lebenslauf für deine Bewerbung als Medizinischer Dokumentationsassistent übersichtlicher zu machen. So kannst du unter der Überschrift „Bildung“ deine Schullaufbahn auflisten und unter „Nebentätigkeiten“ deinen Schülerjob im Krankenhaus. Jede Kleinigkeit, die dein medizinisches Interesse zeigt, ist ein wertvoller Punkt, der in deinem Lebenslauf nicht fehlen sollte. Genauso sieht es mit deinen IT- Kenntnissen aus, die für den Beruf als Medizinischer Dokumentationsassistent dringend notwendig sind. Vielleicht hast du ja schon deine eigene Homepage gebastelt? Oder in deiner Freizeit eine Programmiersprache gelernt? Dann sollte das in deinem Lebenslauf unbedingt drinstehen.

Das Anschreiben für deine Bewerbung als Medizinischer Dokumentationsassistent ist das Herzstück, quasi das Motherboard deiner Bewerbung. Im Anschreiben stellst du dich als Person einmal kurz vor, erklärst, wie du auf den Beruf aufmerksam geworden bist und warum du glaubst, einen Ausbildungsplatz verdient zu haben. Hier kannst du wieder auf die wichtigen Punkte aus deinem Lebenslauf eingehen. Vielleicht hast du bereits während eines Schulpraktikums gemerkt, wie sehr der medizinische Bereich dich interessiert? Auch auf deine möglichen IT-Kenntnisse und Referenzen, kannst du hier erneut erwähnen. Beachte allerdings, dass du stets auf den Punkt kommst und aus deinem Anschreiben für deine Bewerbung als Medizinischer Dokumentationsassistent keinen medizinischen Roman machst. Eine drei viertel Seite genügt vollkommen. Und natürlich solltest du am Ende die freundlichen Grüße nicht vergessen.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Ein gepflegtes Äußeres und ein selbstbewusstes Auftreten ist bei so gut wie jedem Beruf wichtig. Auch, wenn du dich „nur“ in einer Schule für einen Ausbildungsplatz vorstellst, solltest du nicht dein typisches Freizeitoutfit tragen. Hier darf es ruhig etwas schicker sein. Eine Jeans oder Stoffhose kombiniert mit einem Hemd oder einer Bluse ist ein angemessenes Outfit für ein Vorstellungsgespräch als Medizinischer Dokumentationsassistent.

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