Ausbildung zum/zur Medizinische/r Fachangestellte/r

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Beliebteste Ausbildungsberufe 2017
Sugar image big ausbildung zur medizinischen fachangestellten
Empf. Schulabschluss:
mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 730 Euro
2. Jahr: 770 Euro
3. Jahr: 820 Euro

Medizinische/r Fachangestellte/r

Zu Beginn deiner Ausbildung heißt es für dich, die Grundlagen des Praxisalltags kennenzulernen. Bestimmt ist dir der Umgang mit dem PC bereits vertraut: Damit in einer Arztpraxis alles rund läuft werden spezielle EDV-Systeme verwendet. Du lernst daher zu Beginn der Ausbildung als Medizinische Fachangestellte, diese EDV-Programme zu bedienen und wirst schon bald in der Lage sein, schnell und zuverlässig Patientendaten einzugeben und zu verwalten sowie Termine zu koordinieren. Damit die Schränke mit den Hilfsmitteln und Utensilien immer gut gefüllt sind, müssen diese rechtzeitig nachbestellt werden. Auch hierfür sind die Medizinischen Fachangestellten verantwortlich. Zu der Betreuung des Patienten, die auch zu deinen Aufgaben gehört, zählt neben der Begrüßung und der Erfassung der Daten und Angaben auch die Durchführung von Voruntersuchungen. So lernst du beispielsweise, wie du den Blutdruck misst, die Lungenfunktion überprüfst oder Blutproben entnimmst. In einigen Praxen werden neben den Untersuchungen auch chirurgische Eingriffe durchgeführt. Du erfährst daher, welche Maßnahmen nötig sind und z.B., wie das OP-Besteck desinfiziert und bereitgelegt und der Patient auf den Eingriff vorbereitet wird.

 

Wusstest du schon, dass...

  • Medizinische Fachangestellte nur dann Blut abnehmen dürfen, wenn sie die Aufgabe von einem Arzt zugewiesen bekommen haben und der Arzt eine offizielle Befugnis erteilt hat? Denn eigentlich dürfen ausschließlich Ärzte Blut abnehmen.
  • nur 2% der Arzthelfer männlich sind? Von 14481 neuabgeschlossenen Ausbildungsverträgen wurden 2011 nur 167 von Männern unterschrieben.
  • es den Beruf der Medizinischen Fachangestellten erst seit den 1950er Jahren gibt? Bis dahin arbeiteten Sekretärinnen und Krankenschwestern in den Arztpraxen.
  • der Beruf Medizinische Fachangestellte nach Bundesrecht nicht zu den Gesundheitsfachberufen zählt?
  • du dich unbeliebt machst, wenn du eine Medizinische Fachangestellte als Sprechstundenhilfe bezeichnest? Diese Bezeichnung ist nämlich für ungelernte Kräfte reserviert.

Die Ausbildung zur Arzthelferin dauert drei Jahre. In dieser Zeit nimmst du aktiv am Praxisalltag teil, drückst gleichzeitig die Schulbank und legst Prüfungen ab. Zeigst du während deiner Ausbildung besonders großen Ehrgeiz, ist es möglich, sie zu verkürzen. Auch wenn gesetzlich kein bestimmter Schulabschluss gefordert wird, hat sich in der Praxis gezeigt, dass vorwiegend Bewerberinnen mit mittleren Schulabschlüssen eingestellt werden. Kannst du nicht nur in Deutsch und Mathematik, sondern auch in Biologie und Chemie gute Noten vorweisen, werden diese dir einen Vorteil bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Medizinische Fachangestellte einbringen.

Abgeschlossen wird die Ausbildung durch eine Prüfung, die sowohl aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil besteht. In der praktischen Prüfung werden die Grundbestandteile deiner Aufgaben abgefragt. Das heißt, dass du bei einer Behandlung assistierst, den Patienten betreust und dabei beweist, dass du in der Lage bist, mit den Geräten und Instrumenten umzugehen und die Hygienerichtlinien zu beachten. Anschließend führst du die Dokumentation und Abrechnung der „Prüfungsbehandlung“ durch. In einem letzten Teil der praktischen Prüfung führst du entweder ein Beratungsgespräch oder eine Laboruntersuchung vor. Im Anschluss an die 75-minütige Prüfung findet ein 15-minütiges Fachgespräch statt. Im schriftlichen Teil der Abschlussprüfung werden die theoretischen Hintergründe und die Inhalte des Berufsschulunterrichts abgefragt.

Nach deiner Ausbildung zur Arzthelferin hast du viele Möglichkeiten, dich weiter fortzubilden. So kannst du entweder den Weg der Spezialisierung wählen, beispielsweise im Bereich OP-Assistenz, oder du nimmst an einer Weiterbildung zur Fachwirtin oder Betriebswirtin teil.

Du solltest Medizinische/r Fachangestellte/r werden, wenn …
  1. dir das Wohlergehen anderer am Herzen liegt.
  2. stressigen Situationen dich nicht aus der Ruhe bringen.
  3. du ordentlich und pflichtbewusst bist und einen Sinn für Hygiene und Reinlichkeit hast.
Du solltest auf keinen Fall Medizinische/r Fachangestellte/r werden, wenn …
  1. der Anblick von Nadeln oder Blut bei dir zur Bewusstlosigkeit führt.
  2. du sehr nah am Wasser gebaut bist.
  3. dir der Umgang mit Patienten Unbehagen bereitet.
Das Medizinische/r Fachangestellte/r-Quiz
Frage / 3

Wo entspringt die Aorta?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, die Aorta ist die Hauptschlagader des menschlischen Körpers und entspringt auf der linken Seite des Herzens.
Richtig! Die Aorta entspringt aus der linken Seite des Herzens. Sie ist die Hauptschlagader des menschlichen Körpers.

Was zählt nicht zu den Aufgaben einer Medizinischen Fachangestellten?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, Medizinische Fachangestellte dürfen keine Rezepte ausstellen. Über die Vergabe von Medikamten darf nur ein Arzt bestimmen. Arzthelferinnen bereiten das Rezept vor und lassen es vom zuständigen Arzt unterschreiben.
Richtig! Medizinische Fachangestellte dürfen keine Rezepte ausstellen. Über die Vergabe von Medikamten darf nur ein Arzt bestimmen. Arzthelferinnen bereiten das Rezept vor und lassen es vom zuständigen Arzt unterschreiben.

Ein Patient war 2011 monatlich bei seinem Hausarzt. Wie viel Praxisgebühr musste er zahlen?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, der Patient musste 40 Euro bezahlen, denn jedes Quartal, also alle 3 Monate, wurde bis Anfang 2013 eine Praxisgebühr von 10 Euro verlangt, unabhängig davon wie oft man den Arzt besucht.
Richtig! Der Patient musste 40 Euro bezahlen, denn jedes Quartal, also alle 3 Monate, wurde bis Anfang 2013 eine Praxisgebühr von 10 Euro verlangt, unabhängig davon wie oft man den Arzt besucht.
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Dieses Profil wurde von Sabine geschrieben
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