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Meister/in für Schutz und Sicherheit

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Meister/in für Schutz und Sicherheit
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Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartWeiterbildung
Empf. SchulabschlussHauptschulabschluss
Ausbildungsdauer2 Jahre
ArbeitszeitSchichtdienst

Allgemeine Infos

Ob Personenschutz, Wachdienst, Katastrophenschutz oder Werttransporte – es gibt viele Einsatzbereiche für Fachkräfte im Bereich Sicherheit.  Wenn du eine Berufsausbildung abgeschlossen hast, wie die zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit, kannst du im Anschluss die Meisterprüfung dranhängen und so (noch) mehr Verantwortung übernehmen.

Bild aus dem Text zu Meister/in für Schutz und Sicherheit

Wer darf Meister für Schutz und Sicherheit werden?

Um eine Ausbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit machen zu können, brauchst du Berufserfahrung und eine abgeschlossene Ausbildung. Du solltest zum Beispiel bereits Fachkraft für Schutz und Sicherheit sein.

Und was bringt mir ein Meister?

Als Meister für Schutz und Sicherheit bist du eine Führungskraft. Du kannst zum Beispiel eine leitende Funktion einnehmen oder einen eigenen Betrieb aufbauen und leiten. Und als Meister darfst du selbst ausbilden. Das bedeutet für dich natürlich mehr Verantwortung.

Welche Aufgaben habe ich als Meister?

Ein Aufgabenbereich ist die Einsatzleitung – zum Beispiel in der Flughafensicherung, im Personenschutz oder beim Wachdienst. Wenn zum Beispiel ein Konzert in deiner Stadt ansteht, teilst du deine Mitarbeiter so ein, dass alle Bereiche abgesichert sind. Weil du nach deiner Ausbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit als Führungskraft tätig bist, liegt es auch in deinen Händen, dass der Betrieb in deinem Unternehmen gut läuft. Dazu gehört nicht nur, dass du die Einsätze deiner Kollegen planst und überwachst, sondern auch die Buchhaltung übernimmst.

Wie läuft die Meisterprüfung ab?

Es gibt Weiterbildungskurse, an denen du teilnehmen darfst, aber nicht musst. Verpflichtend ist nur die Ablegung der Meisterprüfung vor der IHK. Die Vorbereitungszeit liegt daher zwischen einem und bis zu vier Jahren.

Was sind die Lerninhalte?

Da der Fokus auf die Leitung eines Betriebes gelegt wird, stehen vor betriebswirtschaftliche Themen auf dem Lehrplan. Darüber hinaus wird fachliches Wissen vertieft.

Du solltest Meister/in für Schutz und Sicherheit werden, wenn...
  1. Organisationstalent dir in die Wiege gelegt wurde.
  2. deine Grundstimmung hauptsächlich gechillt ist.
  3. Schimpfwörter wirkungslos an dir abprallen.
Du solltest auf keinen Fall Meister/in für Schutz und Sicherheit werden, wenn...
  1. jeden Abend pünktlich um 22 Uhr deine Augen zufallen.
  2. du gar nicht damit umgehen kannst, wenn man dir blöd kommt.
  3. es einfach nicht dein Ding ist, auch mal laut zu werden.
Nach deiner Ausbildung kannst du…
  • selbst beim größten Chaos die Übersicht behalten und ruhig bleiben.
  • dabei helfen, Fluchtwege für Gebäude einzuplanen.
  • abschätzen, wie viele Mitarbeiter du einsetzen musst, um einen Geldtransport zu sichern.
  • im Schlaf die Grenzen aufsagen, die du vom Gesetzgeber aus nicht überschreiten darfst.
  • Kostenvoranschläge ausrechnen und schreiben.

Gehalt

Machst du im Anschluss an deine Ausbildung noch deinen Meister für Schutz und Sicherheit, kommt noch einiges auf dich zu, was du bisher noch nicht kanntest. Als Meister zählst du in der Regel nämlich zu den Führungskräften in Deutschland. Das heißt, es kommen neben deinen Sicherheitsdiensten noch einige Extraaufgaben auf dich zu – von Personalplanung bis hin zur Ausbildung neuer Superhelden. Auf alles musst du ein Auge haben. Damit du dich auch beim Blick auf dein Bankkonto sicher fühlen kannst, verraten wir dir jetzt, wie es mit deinem Gehalt als Meister für Schutz und Sicherheit aussieht.

Was verdiene ich während der Ausbildung?

Leider winkt gleich zu Beginn eine schlechte Nachricht: Während du deinen Meistertitel für Schutz und Sicherheit machst, bekommst du kein Gehalt. Das muss dir aber kein Loch in dein Portemonnaie reißen – du kannst dir nämlich aussuchen, ob du den Meister in Vollzeit oder in Teilzeit machen möchtest. In Teilzeit kannst du nebenher in deinem schon erlernten Job weiterarbeiten und Geld verdienen – zum Beispiel als Fachkraft für Schutz und Sicherheit. So eine Weiterbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit kostet leider. Für den Ausbilderschein musst du Geld auf den Tisch legen. Dazu kommen noch die Kosten für die beiden Prüfungsteile – die Grundlegenden Qualifikationen und die Handlungsspezifischen Qualifikationen. Knapp 1000 Euro können da auf dich zukommen. Kannst du dir das nicht leisten, gibt es für dich die Möglichkeit, als Finanzspritze AFBG zu beantragen. Das steht für Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz und funktioniert so ähnlich wie andere Ausbildungsförderungen.

Was verdiene ich nach meinem Abschluss?

Umso wichtiger ist im Anschluss daran natürlich, dass dein Gehalt als Meister für Schutz und Sicherheit ordentlich ausfällt. Hast du einen Meistertitel von der IHK in der Tasche, macht dein Lohn tatsächlich einen ordentlichen Sprung nach oben. Zwischen 9,90 Euro und rund 14 Euro in der Stunde sind tariflich für dich vorgesehen. Damit liegt dein Verdienst als Meister für Schutz und Sicherheit auf jeden Fall über dem Mindestlohn. Leider unterscheiden sich die tariflichen Löhne von Bundesland zu Bundesland. In den neuen Bundesländern fällt dein Lohn daher im Schnitt geringer aus als im Westen oder Süden.

Dein Job ist sehr anspruchsvoll. Nicht nur, dass du immer wie ein Luchs aufpassen musst, damit du im Ernstfall schnell reagieren kannst. Meist arbeitest du in Schichten und kommst so auf deutlich mehr als 40 Stunden in der Woche. Rechnet man dein Gehalt als Meister für Schutz und Sicherheit auf eine 50 Stunden Woche auf, ergibt sich ein Lohn zwischen 1900 und 2900 Euro brutto im Monat. Damit bist du zwar noch lange nicht so reich wie Batman, kommst aber ganz gut über die Runden. Und weil Sicherheitsprofis wie du rund um die Uhr gebraucht werden, kommen auf deinen Verdienst als Meister für Schutz und Sicherheit noch Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge obendrauf. Diese Zuschläge können zwischen 20 und 100 Prozent deines Schichtlohns ausmachen. Als Spitzenverdiener der Branche giltst du, wenn du am Monatsende mit 3400 Euro brutto nach Hause gehst.

Karriere

Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Meister für Schutz und Sicherheit

Auf Wertgegenstände aufpassen, Fluggäste kontrollieren oder bei Konzerten die Störenfriede aus der Menge fischen? Kein Problem für dich! Als Meister für Schutz und Sicherheit hast du jetzt schon Papier und Stift in der Hand, um auszurechnen, wie viel Personal man für so einen Job braucht und wie teuer so ein Einsatz werden kann. Hast du bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen, die in irgendeiner Form mit dem Thema Sicherheit zu tun hat, kannst du die Weiterbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit machen. Hast du die Meisterprüfung bestanden und noch die ein oder andere Zusatzqualifikation in der Tasche, geht es gleich los mit deiner Karriere.

Technischer Betriebswirt

Du hast im Laufe deiner Karriere als Meister für Schutz und Sicherheit gemerkt, dass du mal ein bisschen Abstand zu Außeneinsätzen und dem ganzen Stress brauchst? Personal- und Einsatzplanung sind in deinem Beruf ja eh keine Unbekannten – wenn du deinem Organisationstalent also den letzten Feinschliff verpassen willst, kannst du das mit einer Weiterbildung zum Technischen Betriebswirt tun. Hast du die bestanden, verlegst du deine Kontrollgänge hauptsächlich ins Büro, wo du alle Unterlagen im Blick hast. Welche Projekte stehen demnächst an? Braucht deine Firma neues Equipment? Braucht ihr mehr Personal? Ob deine Mitarbeiter eine Fortbildung nötig haben oder ob neue Azubis eingestellt werden – solche Vorgänge laufen ab sofort über deinen Schreibtisch. Außerdem hast du immer ein wachsames Auge darauf, dass die Bilanzen in deinem Unternehmen stimmen. 

Hochschulstudium

Nach dem Meister folgt der Master – vorausgesetzt, du möchtest deine Karriere als Meister für Schutz und Sicherheit an der Uni fortsetzen. Ein Studium ist an vielen Unis nämlich tatsächlich auch mit einer bestandenen Meisterprüfung möglich. Ganz egal, ob du Abi gemacht hast oder nicht. Mit deinem Fachwissen kannst du zwischen mehreren Studiengängen wählen: Wie wäre es zum Beispiel mit einem Ingenieurstitel in Sicherheitstechnik oder im Rettungswesen (auch Master of Rescue Engineering genannt)? Hier lernst du unter anderem, Sicherheitsrisiken und Gefahrenquellen auf den ersten Blick zu erkennen. Und weil der Job als Ingenieur oft etwas mit Technik zu tun hat, kannst du nach deinem Studium kaputte technische Geräte wieder auf Vordermann bringen und Störquellen ausschalten. Auch Rettungseinsätze kannst du danach planen und durchführen.

Selbstständigkeit

Ein Meisterabschluss eröffnet dir auch immer die Möglichkeit, deinen eigenen Betrieb für Schutz und Sicherheit zu eröffnen. Immerhin hast du nach der bestandenen Prüfung schwarz auf weiß, dass du ein Meister deines Fachs bist. Buchhaltung und Kostenplanung bereiten dir nach deiner Meisterprüfung keine Schwierigkeiten mehr – jetzt brauchst du theoretisch nur noch einen Bereich, auf den du dich spezialisieren möchtest und einen festen Kundenstamm. Denn alles Know-how nützt dir nichts, wenn deine Dienste nicht gefordert werden. Bevor du dich selbstständig machst, solltest du also einige Jahre Berufserfahrung mitbringen.

Wusstest du schon, dass...
  • der Meister für Schutz und Sicherheit bis 2003 „Werkschutzmeister“ hieß?
  • Chuck Norris mit Vornamen eigentlich Carlos heißt?
  • eine Waffenbesitzkarte kein Waffenschein ist? Wer in Deutschland eine Waffe besitzen darf, darf nicht automatisch damit schießen.
  • schon Alexander der Große nie ohne Leibwächter aus dem Haus ging? Und das ist über 2000 Jahre her!
  • sich die Farbe, mit der zum Beispiel Geldscheine zur Sicherung markiert werden, bis zu einer Woche nicht abwaschen lässt?

Bewerbung

„Ich geh dann mal eben meinen Meister machen“ – so einfach geht das leider nicht. So eine Weiterbildung will gelernt sein. Bevor du deine Bewerbung als Meister für Schutz und Sicherheit an die Industrie- und Handelskammer (IHK) schickst, solltest du dir klar machen, dass da einiges auf dich zukommt. Was? Das verraten wir dir natürlich!

Wie läuft die Bewerbung für die Ausbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit ab?

Die Fortbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit ist ziemlich umfangreich: 830 Stunden Weiterbildung stehen zwischen dir und deinem Meistertitel. So viel empfiehlt die IHK, damit du auch perfekt auf deinen Job als Führungskraft vorbereitet bist. Wie genau die Bewerbung für die Ausbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit genau aussehen muss, kann man leider nicht genau sagen. Das kommt immer darauf an, auf welchen Bereich du dich genau spezialisieren möchtest. Je nachdem brauchst du vor der Anmeldung zur Meisterprüfung noch verschiedene Zertifikate. Entweder gehören die schon zu Beginn in deine Bewerbungsmappe, oder du musst sie während deiner Ausbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit noch nachholen. Ansonsten folgt deine Bewerbung als Meister für Schutz und Sicherheit dem klassischen Aufbau: Anschreiben, tabellarischer Lebenslauf und obendrauf deine Zeugnisse und Zertifikate.

So ein Zertifikat brauchst du zum Beispiel, wenn du als Sicherheitsexperte am Flughafen arbeiten möchtest. Wenn du schon mal geflogen bist, weißt du bestimmt, wie streng die Personen- und Taschenkontrollen am Flughafen sind. Hier brauchst du eine Bescheinigung, die belegt, dass du ein zuverlässiger Typ bist. Möchtest du Menschen oder Wertgegenstände bewachen, kann eine sogenannte Sachkundeprüfung in deiner Bewerbung als Meister für Schutz und Sicherheit verlangt werden. Wer in einem Bereich arbeitet, bei dem es auch mal härter zugehen kann, muss genau wissen, welche gesetzlichen Grenzen man auf keinen Fall überschreiten darf. Wenn dich jemand anpöbelt, darfst du dich davon schließlich nicht provozieren lassen. Nett lächeln und im Ernstfall lieber die Polizei rufen – dass du das kannst, musst du teilweise schon in deiner Bewerbung als Meister für Schutz und Sicherheit nachweisen.

Weil die Ausbildung zum Meister eigentlich eine Weiterbildung ist, will die Industrie- und Handelskammer natürlich bei der Anmeldung sehen, dass du eine Berufsausbildung abgeschlossen hast. Vergiss also auf keinen Fall dein Abschlusszeugnis bei der Bewerbung um die Ausbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit! Du hast keine abgeschlossene Ausbildung in einem Bereich, der irgendwie mit Sicherheit zu tun hat? Dann darf in deiner Bewerbung ein Nachweis von deinem Arbeitgeber nicht fehlen, der belegt, dass du mindestens zwei Jahre Berufserfahrung mitbringst.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Deine Bewerbung für die Ausbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit war erfolgreich und man hat dich zur Weiterbildung zugelassen? Super! Dann wird es dich umso mehr freuen zu hören, dass es für so eine Weiterbildung keinen klaren Dresscode gibt. Schließlich wartet im Unterricht nicht die Stylepolizei auf dich und später im Joballtag bekommst du in den meisten Fällen Dienstkleidung. Natürlich heißt das trotzdem nicht, dass du mit Kaffeeflecken auf der Hose zur Ausbildung erscheinen darfst. Denk immer daran, dass Wachmänner auch optisch was her machen müssen – schließlich sollen die Leute Respekt vor dir haben und sich sicher fühlen, wenn du in der Nähe bist. Mit dunkler Jeans, Hemd, bzw. Bluse und sauberen Schuhen machst du beim seriösen Look nichts falsch.

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