Ausbildung als Polizist/in machen
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 2-3 Jahre
Arbeitszeit Schichtdienst
1. Ausbildungsjahr 1050-1200 Euro
2. Ausbildungsjahr 1050-1200 Euro
3. Ausbildungsjahr 1050-1200 Euro
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Ausbildung als
Polizist

Klassische duale Berufsausbildung

Täglich setzt du dich im Namen des Gesetzes ein, schlichtest die härtesten Diskussionen mit einem kühlen Kopf und bist immer zur Stelle, wenn in deinem Freundeskreis Hilfe gebraucht wird. Du hast dich dazu entschlossen deine Kräfte ausschließlich für das Gute einzusetzen. Da ist es doch logisch, dass du nun eine Ausbildung als Polizist machst. Hier kannst du im Berufsleben nämlich vollen Einsatz zeigen, indem du Verkehrssündern auf den Fersen bist oder Verbrechen vereitelst. Was du für die Bewerbung bei der Polizei noch mitbringen musst? Wir spielen den Einstellungsberater und decken mit unseren Ermittlungen alle Informationen für dich auf.

Fangen wir ganz von vorne an, schließlich ist Polizei nicht gleich Polizei. In Deutschland gibt es tatsächlich verschiedene polizeiliche Behörden, von denen jede andere Zuständigkeitsbereiche hat:  die Landespolizei, die Bundespolizei, das BKA oder die Polizei des Deutschen Bundestages. Die Landes- oder Schutzpolizei kümmert sich etwa um Delikte wie Diebstähle oder Verkehrsunfälle und ist in jedem Bundesland eigenständig organisiert. Im Gegensatz dazu ist die Bundespolizei in ganz Deutschland einheitlich geregelt und übernimmt beispielsweise Aufgaben an Bahnhöfen, Flughäfen und Grenzen.

Die Dauer der Ausbildung bei der Polizei hängt von der Laufbahn ab, die du anstrebst. Wer einen Realschul- oder Hauptschulabschluss mit Berufserfahrung hat, kann sich auf den mittleren Polizeivollzugsdienst (Laufbahnabschnitt I) bewerben und wird nach der Ausbildung vor allem in der Bereitschaftspolizei oder im Streifendienst eingesetzt. Mit einer Fachoberschulreife kannst du in den gehobenen Polizeivollzugsdienst (Laufbahnabschnitt II) eintreten und absolvierst dann ein Duales Studium an einer Polizeifachschule. In einigen Bundesländern ist das Fachabitur sogar Voraussetzung für den Einstieg in den Polizeidienst, da dort der mittlere Dienst eingestellt wurde. Im gehobenen Dienst verdienst du dann etwas mehr Geld, da du auch erste leitende Funktionen übernimmst, wie zum Beispiel die Leitung von Einsätzen und Einheiten und hast somit eine größere Verantwortung. Außerdem musst du für eine Ausbildung bei der Polizei noch verschiedene Voraussetzungen erfüllen, du darfst zum Beispiel nicht vorbestraft sein und musst gewisse Altersgrenzen einhalten.

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Ob nun eine Handtasche gestohlen, am Flughafen verdächtiges Gepäck entdeckt wurde oder die Kanzlerin hohen Staatsbesuch erwartet – alle Polizisten haben gemeinsam, dass sie in schwierigen Situationen Lösungen finden und schnell zur Stelle sein müssen, vor allem wenn sie bei der Bereitschaftspolizei oder im Streifendienst tätig sind. Ob als Teil der Schutzpolizei oder der Bundespolizei, du sorgst für die Sicherheit des Volkes und achtest darauf, dass Gesetze beachtet werden. Dafür sind natürlich ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, die Kenntnis der Gesetze und viel Fingerspitzengefühl nötig. Denn als Polizist hat man es auch mit aufgebrachten Bürgern zu tun, die ihren Standpunkt mit aller Macht verteidigen und keine Einsicht zeigen. Zu deinem Beruf gehört es aber auch, die auf der Streife erlebten Dinge zu Papier zu bringen. Ein Teil der Arbeitszeit stehen also auch das Schreiben von Protokollen und Anzeigen für den Staatsanwalt an. Die Gerechtigkeit schläft nie – und genau deshalb bist auch du rund um die Uhr im Einsatz. Na ja, zumindest arbeiten Polizisten überwiegend im Schichtdienst, was bedeutet, dass du auch am späten Abend oder in der Nacht deine Pflicht erfüllen wirst. Spätestens nach deiner Ausbildung musst du dich also an die ständig wechselnden Arbeits- und Schlafzeiten gewöhnen.

Wusstest du schon, dass...

  • …pro Jahr rund 6,1 Millionen Straftaten (ohne Straßenverkehrsdelikte) in Deutschland bei der Polizei gemeldet werden?
  • …ein Mann sein Strafgeld in Höhe von 292,92 Euro in Form von 29.292 Ein-Cent-Münzen einfach beim Amtsgericht Wuppertal unverpackt in den Briefkasten gekippt hat? Die Münzen wogen 63 Kilo.
  • …die Polizei ihre Mitarbeiter in hohem Maße sportlich fördert? Seit 1972 landeten zum Beispiel deutsche Bundespolizisten im Wintersport über 600 Mal bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften auf dem Treppchen.
  • …die Bundespolizei früher Bundesgrenzschutz hieß?
  • …das weltweit erste Wildschwein im Polizeidienst Luise hieß und die Polizei in Niedersachen von 1984 bis 1987 beim Aufspüren von Suchtmitteln und Sprengstoff tatkräftig unterstützte?

Bevor du aber dein Amt als Ordnungshüter antreten kannst, wird deine Polizeidiensttauglichkeit im Rahmen deiner Bewerbung in einem speziellen Auswahlverfahren geprüft. Dabei handelt es sich um einen Einstellungstest, der aus verschiedenen Elementen besteht. Es gibt regelmäßig einen schriftlichen, einen sportlichen und einen polizeiärztlichen Einstellungstest, außerdem stehen ein Vorstellungsgespräch und – meistens nur im gehobenen Polizeivollzugsdienst – ein Gruppengespräch an. Außerdem ist es wichtig, dass du spätestens bis zum Ende deiner Ausbildung einen Führerschein der Klasse B besitzt. Wenn du dich entschlossen hast, deine Ausbildung bei der Polizei zu absolvieren, erkundigst du dich am besten beim Einstellungsberater in deiner Nähe nach den genauen Anforderungen an die Bewerber. Da die Polizeien in den einzelnen Bundesländern und im Bund unterschiedlich organisiert sind, sind auch die Einstellungsvoraussetzungen für Polizisten verschieden.

Wenn du die Aufnahmeprüfung bestanden hast und endlich in die blaue Uniform schlüpfen kannst, lernst du die Realität des Lebens auf der Dienststelle kennen. Und die ist natürlich nicht immer so aufregend und spannend wie die der Serien-Cops im Fernsehen. Durch den Schichtdienst wird es dir manchmal schwerfallen, deine Freunde regelmäßig zu treffen und auch an die ständig wechselnden Schlafenszeiten muss man sich gewöhnen. Dafür bekommst du aber auch eine abwechslungsreiche Arbeit geboten, die aus Büroarbeiten und Außeneinsätzen besteht. Du hast mit vielen verschiedenen Menschen zu tun, da sowohl Opfer von Straftaten und obdachlose Menschen, als auch Demonstranten, Fußballfans, Reisende und Politiker Anspruch auf Schutz durch die Polizei haben. Doch natürlich kann es während der Arbeit auch mal gefährlich werden und turbulent zugehen, schließlich lässt sich nicht jeder gerne von der Polizei abführen. Um einem Täter auf die Schliche zu kommen, ist die Arbeit im Team besonders wichtig. Du solltest für deine Ausbildung bei der Polizei also kommunikativ und aufgeschlossen sein und auch ein gewisses Maß an Belastbarkeit mitbringen – denn die Eindrücke, die man sammelt, lassen einen manchmal auch nach der Arbeit nicht los.

Du solltest Polizist werden, wenn...

  1. ...du ein ausgeprägtes Rechtsempfinden hast.
  2. ...du auch in brenzligen Situationen einen klaren Kopf behältst.
  3. ...du dich gut durchsetzen kannst und hinter dem stehst, was du tust.

Du solltest auf keinen Fall Polizist werden, wenn...

  1. ...du ein Gewohnheitstier bist und jeden Tag die gleichen Abläufe haben möchtest.
  2. ...Sport für dich Mord ist.
  3. ...du gerne schneller Auto fährst, als die Polizei erlaubt.

Das Polizist-Quiz

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