Ausbildung zum Rettungssanitäter/in

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Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
3-9 Monate
Arbeitszeit:
Schichtdienst
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: unvergütet
2. Jahr: unvergütet
3. Jahr: unvergütet

Rettungssanitäter/in

Du hast schon einmal Hilfe in Anspruch nehmen müssen und warst unendlich dankbar, dass der Krankenwagen so schnell und zuverlässig erschienen ist? Über die gesamte Technik, die in einen einzigen Wagen passt, kannst du nur staunen? Eine Ausbildung zum Rettungssanitäter wird dir alle nötigen Fähigkeiten vermitteln, um mit diesen Geräten umgehen zu können und dich darauf vorbereiten, Leben zu retten. Du hast kein Problem damit, in Kontakt mit Menschen zu stehen, bist immer auf die Sekunde pünktlich und beidem Anblick von Blut verlierst du nicht sofort das Bewusstsein. Wenn du außerdem immer höchst konzentriert bei der Sache bist und dich gerne für andere einsetzt, dann solltest du genauso schnell sein, wie es dein zukünftiger Job erfordert, und dich zum Rettungssanitäter beziehungsweise zur Rettungssanitäterin ausbilden lassen!

Rettungssanitäter und Rettungssanitäterinnen sind nicht zu verwechseln mit Notfallsanitätern (auch als Notsan bezeichnet) beziehungsweise Rettungsassistenten, denn sie haben keinen anerkannten Ausbildungsberuf. Vielmehr hat jedes Bundesland eigene Ausbildungsvorschriften und Regelungen. Und wo kann ich eine Berufsausbildung zum Rettungssanitäter machen? Die Rettungssanitäterausbildung absolvierst du in Hilfsorganisationen oder an einer privaten Rettungsdienstschule. Die Weiterbildung ist auf insgesamt 520 Stunden angesetzt und gliedert sich in vier Teile: die theoretische Ausbildung, das Klinikpraktikum, das Rettungswachenpraktikum und die Prüfung. Im theoretischen Grundlehrgang, der 160 Stunden umfasst (dem sogenannten Rettungsdiensthelfer-Kurs), werden die Ausbildungsinhalte, wie Anatomie, Physiologie und Notfallmedizin unterrichtet. Hier finden bereits erste praktische Übungen statt.

Es folgt der nächste Ausbildungsabschnitt, das 160 Stunden umfassende Klinikpraktikum. Als angehender Rettungssanitäter wirst du während dieses Klinikpraktikums in den Arbeitsablauf des Krankenhauses integriert. Inder Notfallambulanz und der Intensivstation lernst du Infusionen vorzubereiten, bei Intubationen zu assistieren, Patienten zu überwachen und Patientendokumentationen zu erstellen. Der dritte Teil der Ausbildung findet in einer Lehrrettungswache statt. Auch dieser dauert 160 Stunden. Hier nimmst du an Rettungseinsätzen teil und kannst so bereits erste Erfahrungen im Umgang mit Verletzten sammeln. Ein erfahrender Sanitäter hat dabei immer ein Auge auf dich. Im letzten Teil der Ausbildung, dem Abschlusslehrgang, wird es ernst, denn nun finden die Abschlussprüfungen statt.

 

Dein Alltag in der Ausbildung als Rettungssanitäter wird dich immer wieder vor neue Herausforderungen stellen und sich nie gleichen! Du musst immer schnell zur Stelle sein, wenn Hilfe gebraucht wird und dir sofort ein Bild über das Ausmaß der Verletzungen oder Erkrankungen machen. Je nach Situation leistest du Erste Hilfe, unterstützt den Notarzt, stellst die Transportfähigkeit des Verletzten her und beobachtest und betreust Patienten beim Krankentransport. Häufig verlässt du deinen Wohnort, wenn du eine Ausbildung zum Rettungssanitäter machst, da die Ausbildung nicht in allen Städten angeboten wird. Und auch später kann durchaus auch mal Auslandsarbeit auf dich zukommen, beispielsweise, wenn du dich für Hilfsorganisationen einsetzt.

Wusstest du schon, dass...

  • auch Rettungssanitäter, die bei einem Rettungsdienst tätig sind, grundsätzlich nicht länger als 48 Stunden wöchentlich arbeiten dürfen?
  • Rettungssanitäter einen Führerschein sowie die Erlaubnis zur Personenbeförderung brauchen? Sonst dürften sie nicht den Krankentransportwagen steuern.
  • die Motorisierung der Krankenbeförderung erst nach Ende des Ersten Weltkrieges begann?
  • sich der Begriff “Martinshorn” vom Unternehmen Deutsche Signal-Instrumenten-Fabrik Max B. Martin ableitet?
  • es das sogenannte Notfallsanitätergesetz gibt, das sich für eine bessere Vergleichbarkeit der Rettungssanitäterausbildung einsetzt und eine längere Ausbildungsdauer verlangt?

Als Rettungssanitäter hast du verschiedene Aufgaben und Einsatzbereiche. Bei einer Notfallrettung im Sanitätsdienst unterstützt du Rettungsassistenten oder fungierst als Fahrer des Rettungswagens. In all der Hektik bewahrst du Ruhe und lässt dich nicht ablenken. Ist kein Notarzt vor Ort, bist du für die Versorgung des Opfers verantwortlich und hilfst den Rettungsassistenten dabei, Wiederbelebungsmaßnahmen durchzuführen oder Blutungen zu stillen. Als Rettungssanitäter wirst du mit teils schweren Verletzungen konfrontiert, die im schlimmsten Fall tödliche Folgen haben. Du solltest dich darauf einstellen und seelisch und körperlich dazu in der Lage sein, Patienten und deren Angehörigen psychologisch zu betreuen. Nach dem Krankentransport wird der Patient in der Klinik weiterbehandelt und du säuberst und desinfizierst dich selbst und das Rettungsfahrzeug. Als Rettungssanitäter sorgst du dafür, dass der Wagen und du stets einsatzbereit seid. Im Anschluss verfasst du ein Notfallprotokoll und einen Einsatzbericht. Der Umgang mit dem PC gehört als auch zu deinem Dasein als Lebensretter!

Wenn du mal nicht bei einem Einsatz bist, erledigst du auf der Rettungswache Pforten- und Telefondienste und organisierst die Rettungseinsätze. Während deiner Ausbildung zum Rettungssanitäter kann es durchaus vorkommen, dass du bei Großveranstaltungen wie Konzerten oder Stadtfesten bereits zuvor geordert wirst. Für den Fall der Fälle, musst du dort Verletzungen versorgen und Besucher mit Kreislaufproblemen kümmern.

Nach deiner Ausbildung wirst du dein Wissen regelmäßig auffrischen, denn um deine „Lizenz“ zu behalten, musst du jährlich an rund 30 Stunden Lehrgang teilnehmen. Möchtest du deine Karriere im Rettungsdienst weiter vorantreiben, kannst du dich darüber hinaus zum Rettungsassistenten bzw. Notfallsanitäter fortbilden lassen.

Du solltest Rettungssanitäter/in werden, wenn …
  1. enger Körperkontakt mit Menschen kein Problem für dich ist.
  2. du bereits als Rettungshelfer oder Ersthelfer Erfahrung hast und dich der Verantwortung gewachsen fühlst.
  3. du gerne mit technischen Geräten arbeitest.
Du solltest auf keinen Fall Rettungssanitäter/in werden, wenn …
  1. du kein Blut sehen kannst und unter Druck nicht arbeiten kannst.
  2. es dir schwer fällt, sich lange auf eine Sache zu konzentrieren.
  3. du keine Lust hast, am Wochenende zu arbeiten.
Das Rettungssanitäter/in-Quiz
Frage / 3

Was sind Intubationsbestecke?

Leider falsch! Es handelt sich bei Inutabationsbesteck um den medizinischen Fachausdruck für die Einführung einer Hohlsonde, eines Schlauches oder einer Röhre (Tubus) in ein Hohlorgan oder eine Körperhöhle, z.B. zur künstlichen Beatmung.
Richtig! Es handelt sich um den medizinischen Fachausdruck für die Einführung einer Hohlsonde, eines Schlauches oder einer Röhre (Tubus) in ein Hohlorgan oder eine Körperhöhle, z.B. zur künstlichen Beatmung.

Wofür steht die Abkürzung PDA?

Leider falsch! Ein Personal Digital Assistant (persönlicher digitaler Assistant) ist ein kompakter, tragbarer Computer. Rettungssanitäter benutzen ihn als Dokumentation oder als medizinisches Nachschlagewerk.
Richtig! Ein Personal Digital Assistant (persönlicher digitaler Assistant) ist ein kompakter, tragbarer Computer. Rettungssanitäter benutzen ihn zur Dokumentation oder als medizinisches Nachschlagewerk.

Was darf ein Rettungssanitäter nicht tun?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Morphium verabreichen. Das darf nur ein (Not-) Arzt.
Richtig! Morphium verabreichen darf nur ein (Not-) Arzt.
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Dieses Profil wurde von Alexandra geschrieben
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