Ausbildung zum Notfallsanitäter machen
Notfallsanitäter/in

0 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit Schichtdienst
1. Ausbildungsjahr 500-790 Euro
2. Ausbildungsjahr 600-880 Euro
3. Ausbildungsjahr 700-1000 Euro
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Notfallsanitäter

Schulische Ausbildung

Wenn es zu einem Unfall kommt, dann werden kühle Köpfe gebraucht, die in all dem Chaos, den Schaulustigen, den Verletzten und der Hektik die Ruhe bewahren. Einen solchen kühlen Köpf bekommst du durch die Ausbildung zum Notfallsanitäter. Als Notfallsanitäter bist du der Erste am Einsatzort und verschaffst dir einen schnellen Überblick, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dazu gehört nicht nur, einen Notarzt zu rufen, sondern auch, ihm zu assistieren und alle lebensrettenden Maßnahmen zu ergreifen, die nötig sind. Was dich bei der herausfordernden Ausbildung zum Notfallsanitäter noch erwartet, das verraten wir dir hier!

Die Ausbildung zum Notfallsanitäter hat seit dem 01.01.2014 die Ausbildung zum Rettungsassistenten als höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst abgelöst. Zwischen beiden Berufen gibt es zwei große Unterschiede: Zum einen dauert die schulische Ausbildung mittlerweile drei, und nicht mehr bloß zwei Jahre. Und zum anderen lernst du in der Berufsschule nun auch invasive Maßnahmen. Das sind teilweise echt komplizierte Handgriffe, die bisher nur Ärzte durchführen durften. Deswegen wurden auch die formellen Voraussetzungen für die Ausbildung zum Notfallsanitäter hochgeschraubt: Statt der Hauptschule musst du nun mindestens die Realschule abgeschlossen haben. Der Hauptschulabschluss reicht nur aus, wenn du zusätzlich bereits eine mindestens zweijährige andere Ausbildung beendet hast.

Als Notfallsanitäter bist du erste, der an einem Unfallort erscheint. Dort verschaffst du dir einen Überblick über die Lage und den Zustand von eventuell Verletzten. Dann entscheidest du, ob du einen Notarzt dazurufst.  Weil es hier häufig wirklich um Leben und Tod geht, musst du deine Entscheidungen in kürzester Zeit treffen. Du leistest Erste Hilfe und führst, wenn nötig, lebensrettende Maßnahmen durch. Du versorgst die Patienten so lange, bis der Notarzt erscheint. Wenn Gaffer deine Arbeit behindern, musst du die Patienten abschirmen. Und wenn der Arzt schließlich auftaucht, dann assistierst du ihm. Muss ein Verletzter befördert werden, bereitest du alles für den Transport im Rettungswagen oder -hubschrauber vor und begleitest das Opfer dann auch während der Fahrt bzw. des Fluges. 

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Daneben warten aber auch einige weniger schweißtreibende Aufgaben in der Ausbildung zum Notfallsanitäter auf dich. Du bist zum Beispiel für die Pflege deines Fahrzeuges zuständig und desinfizierst es nach einem Transport. Du kontrollierst die medizinischen Geräte, die du an Bord hast, zum Beispiel den Defibrillator, und füllst die Medikamente auf. Bei manchen Ausbildungsbetrieben nimmst du auch Notrufe entgegen und koordinierst die Einsätze. Außerdem führst du Einsatzprotokolle und schreibst Notfallberichte.

Du merkst schon, die Ausbildung zum Notfallsanitäter bringt eine ziemliche Verantwortung mit sich. Du bist ja fast schon zu einem Viertel Arzt. Es ist allerdings klar durch das Notfallsanitätergesetz geregelt, welche Maßnahmen du ergreifen darfst und welche nicht. Du wirst zwar keine komplizierten Operationen durchführen, aber du lernst zum Beispiel, Blutungen zu stoppen oder bestimmte Beatmungstechniken. Entsprechend umfangreich fällt die Ausbildung aus. Die meiste Zeit verbringst du dabei an der Berufsschule, wo man dir alle wichtigen medizinischen Grundlagen beibringt.

Wusstest du schon, dass...

  • …der Beruf Notfallsanitäter seit dem 01. Januar 2014 den Rettungsassistenten abgelöst hat?
  • …das Martinshorn im Fachjargon eigentlich Folgetonhorn heißt? Martinshorn bezieht sich auf das Unternehmen „Deutsche Signal-Instrumenten-Fabrik Max B. Martin“, das eine Zeit lang exklusiv Folgetonhörner hergestellt hat.
  • …an fast jedem Ort in Deutschland innerhalb von 15 Minuten ein Rettungshubschrauber eintreffen kann?
  • …zwischen dem Eingang eines Notrufes und der Alarmierung der Einsatzkräfte im Rettungsdienst durchschnittlich 1 Minute vergeht?
  • …die Abkürzung für den Notfallsanitäter NotSan ist?

Daneben lernst du in Praxisphasen aber auch die Arbeit in Krankenhäusern und Rettungswachen kennen. Außerdem nimmst du natürlich auch schon während der Ausbildung zum Notfallsanitäter an Einsätzen teil und fährst im Rettungswagen und bei anderen Transporten mit. Rettungs- und Krankentransportdienste sind daher später deine häufigsten Arbeitgeber. Aber auch bei Blutspendediensten, städtischen Feuerwehren oder Katastrophenhilfswerken kannst du anschließend einen Job finden.

Die Anforderungen, die bei der Ausbildung zum Notfallsanitäter an dich gestellt werden, sind nicht ohne. Mathe, Deutsch, Englisch – auf das, was dich am Unfallort erwartet, können dich Schulfächer nur wenig vorbereiten. Vor allem musst du auch bei Hektik und Stress einen kühlen Kopf bewahren, um in brenzligen Situationen die richtigen Schlüsse zu ziehen und die richtigen Schritte durchzuführen oder zu veranlassen. Unfälle warten natürlich auch nicht darauf, wann es dir gerade passt, sondern geschehen immer und überall. Also hast du auch sehr unregelmäßige Arbeitszeiten, bist am Tag und in der Nacht, unter der Woche, an Wochenenden und Feiertagen im Einsatz. Dabei musst du immer hoch konzentriert sein, egal zu welcher Stunde, egal bei welchem Wetter. 

Du solltest Notfallsanitäter werden, wenn...

  1. ...du Leben retten möchtest.
  2. ...dein Kopf auch im größten Chaos kühl bleibt.
  3. ...Arbeit am Wochenende oder in der Nacht nichts ausmacht.

Du solltest auf keinen Fall Notfallsanitäter werden, wenn...

  1. ...dir beim Blutabnehmen schon schlecht wird.
  2. ...das Martinshorn dir zu laut ist.
  3. ...du einen Bürojob haben möchtest.

Das Notfallsanitäter-Quiz

Welches Alarmsignal wird nicht von einem Rettungswagen eingesetzt?



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