Ausbildung zum Servicefahrer/in

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Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
2 Jahre
Arbeitszeit:
Schichtdienst
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 550-600 Euro
2. Jahr: 620-670 Euro
3. Jahr: -

Servicefahrer/in

Wer sind eigentlich die vielen LKW-Fahrer auf den deutschen Straßen? Sind das alles Berufskraftfahrer? Nein, sind es nicht. Unter ihnen befinden sich auch die sogenannten Servicefahrer. Aber was genau unterscheidet sie denn eigentlich von einem Berufskraftfahrer? Ganz einfach: Wie der Name schon sagt, erfüllen Servicefahrer zusätzliche Serviceleistungen beim Kunden. Außerdem dienen sie zusätzlich als direkter Ansprechpartner vor Ort, falls es mit einem Produkt mal Probleme gibt. Auch für die Beratung neuer Produkte sind Servicefahrer verantwortlich. Wie das alles funktioniert und abläuft, lernst du während deiner Ausbildung zum Servicefahrer.

Die Ausbildung zum Servicefahrer kannst du in ganz unterschiedlichen Unternehmen machen. Zum Beispiel bei der Post, Kurierdiensten oder Speditionen, bei Textilunternehmen oder Reinigungsdiensten, aber auch bei Groß- und Einzelhandelsunternehmen, Brauereien und sozialen Diensten. Ganz egal für welches Unternehmen du arbeitest, die Tätigkeiten der Ausbildung lernst du zumeist im eigenen Betrieb. Das heißt, dass du zunächst einmal Einblicke in die Tourenplanung bekommst, lernst wie die Produkte deines Unternehmens hergestellt werden und gegebenenfalls auch funktionieren. Aber viel wichtiger ist natürlich dein Fahrzeug. Deswegen lernst du während der Ausbildung zum Servicefahrer natürlich auch, wie man einen LKW fährt, wie man die sogenannte Abfahrkontrolle durchführt und auch, wie der LKW richtig beladen wird beziehungsweise was die Ladesicherung ist.

Hast du deinen LKW erstmal beladen, deine Tour geplant und bist beim Kunden angekommen, dann bist du als Servicefahrer auch dafür verantwortlich, dass die Ware des Kunden an den richtigen Platz gelangt. Je nachdem für welches Unternehmen du arbeitest, trägst du entweder Möbelstücke oder auch Geräte ins Haus, transportierst Waren für den Einzelhandel in Lagerräume oder bringst Textilien zum entsprechenden Platz, wo sie beim Kunden benötigt werden. Du musst dir dann die Lieferscheine quittieren lassen und auch Zahlungen entgegen nehmen. Häufig berätst du auch die Kunden über neue Produkte oder nimmst Reklamationen entgegen. Sollte es außerdem vor Ort ein Problem geben, bist du der direkte Kontakt zwischen Kunde und Kundenbetreuung.

 

Wusstest du schon, dass...

  • EDV-Kenntnisse für diesen Beruf wichtig sind? Du musst nämlich z.B. auch mit Routenplanungssoftware arbeiten.
  • es die Berufsbezeichnung Servicefahrer erst seit 2005 gibt?
  • du für den Beruf Servicefahrer auch eine gewisse Grundfitness mitbringen solltest? Du bist ständig auf den Beinen und musst hier und da auch mal mit anpacken, das solltest du nicht unterschätzen.
  • in der Regel knapp 70% der Azubis, die in diesen Beruf starten, einen Hauptschulabschluss haben?
  • es zwar nicht zwingend nötig, aber toll ist, wenn du gut Englisch kannst? So kannst du dich auch mit Kunden aus anderen Ländern verständigen.

Natürlich kann grundsätzlich erstmal jeder eine Ausbildung zum Servicefahrer machen. Aber damit dir die Ausbildung auch Spaß macht und du deinen Job gut machst, solltest du ein paar Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört zum Beispiel, dass du kommunikationsstark bist und dich nicht scheust, mit Menschen zu reden. Denn als Servicefahrer bist du Ansprechpartner deiner Firma vor Ort beim Kunden. Hier musst du immer freundlich und hilfsbereit sein. Zudem ist nicht jeder Kunde gleich und du solltest dich auf immer neue Situationen einstellen. Es wäre auch ideal, wenn du ein kleines Organisationstalent bist, denn es kann immer mal sein, dass ein Kunde die Ware doch schon früher braucht oder du auf deiner geplanten Route in einen Stau gerätst. Ansonsten wirst du in alle Arbeitsschritte wunderbar eingearbeitet und hast du für den Notfall auch ein Firmenhandy dabei, mit welchem du jederzeit in deiner Firma anrufen kannst.

Du solltest Servicefahrer/in werden, wenn …
  1. du gut auf Menschen zugehen kannst.
  2. dir ein Beruf am Steuer Spaß macht.
  3. es kein Problem für dich ist, auch mal anzupacken.
Du solltest auf keinen Fall Servicefahrer/in werden, wenn …
  1. du ein warmes, gemütliches Büro einem LKW vorziehst.
  2. Kundenkontakt nicht in deinen Aufgabenbereich fallen sollte.
  3. schon Autofahren dir Angst macht.
Das Servicefahrer/in-Quiz
Frage / 3

Wenn du einen Kunden als Letztes auf deiner Tour anfährst, wo im LKW verstaust du seine Ware?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, deinen LKW belädst du immer entlang deiner Tour, deswegen kommt die Ware für den letzten Kunden auch am besten nach ganz hinten auf die Ladefläche.
Richtig! Deinen LKW belädst du immer entlang deiner Tour, deswegen kommt die Ware für den letzten Kunden auch am besten nach ganz hinten auf die Ladefläche.

Wenn ein Kunde mit der von dir gelieferten Ware nicht zufrieden ist, was tust du?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, im Kundenkontakt solltest du immer versuchen, freundlich und hilfsbereit zu sein und bei Problemen am besten direkt in der Kundenbetreuung anrufen oder versuchen, das Problem selbst zu lösen.
Richtig! Im Kundenkontakt solltest du immer versuchen, freundlich und hilfsbereit zu sein und bei Problemen am besten direkt in der Kundenbetreuung anrufen oder versuchen, das Problem selbst zu lösen.

Was wird in der Logistik als Gefahrgut bezeichnet?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, als Gefahrgut bezeichnet man Stoffe, Zubereitungen und Gegenstände, die aufgrund ihrer Eigenschaften oder ihres Zustandes beim Transport eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen können.
Richtig! Als Gefahrgut bezeichnet man Stoffe, Zubereitungen und Gegenstände, die aufgrund ihrer Eigenschaften oder ihres Zustandes beim Transport eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen können.
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Dieses Profil wurde von Marina geschrieben
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