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Empfohlener Schulabschluss Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit Schichtdienst
1. Ausbildungsjahr 785 Euro
2. Ausbildungsjahr 1135 Euro
3. Ausbildungsjahr 1410 Euro
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Ausbildung zum
Straßenbauer

Klassische duale Berufsausbildung

Familien auf dem Weg in den Urlaub, Azubis, die zur Arbeit fahren, Shopping-Fans in den Fußgängerzonen – ohne Straßen wären sie alle aufgeschmissen. Denn obwohl wir asphaltierte oder gepflasterte Straßen im Alltag oft kaum wahrnehmen, ist die Arbeit von Straßenbauern unerlässlich. Eine große Besonderheit in diesem Beruf: Wer kann schon von sich behaupten, dass tausende von Autos und Menschen nur wegen einem selbst problemlos von A nach B kommen?

Baustelle anlegen: Nachdem sie die Baustelle vermessen haben, stellen Straßenbauer auf dem Gelände Verkehrsschilder, Absperrzäune, Sicherheitsbalken und mobile Ampelanlagen auf. Denn erst wenn die Baustelle ausreichend für Fußgänger und fahrende Verkehrsteilnehmer gesichert und für eine Umleitung des Verkehrs gesorgt ist, können die Bauarbeiten beginnen.

Erdarbeiten: Als erster Schritt der konkreten Baumaßnahmen wird der Untergrund vorbereitet. Mit Maschinen und Spezialfahrzeugen, wie einem Radlader oder einer Planierraupe, wird der Mutterboden abgetragen. Bäume, Gewächse und weitere Hindernisse werden dabei entfernt. Damit der Erdboden als sichere Grundlage für den Straßenbelag dient, planieren und verdichten Straßenbauer das Erdreich mit Baggern, Raupen und Walzen.

Straßen errichten: Vom Untergrund bis zur Oberfläche – Straßenbauer errichten alle Schichten einer Straße. Aus Schotter wird ein tragfähiger Untergrund angelegt, auf den weiteren Kiesschichten aufgeschüttet werden. Auf diesem Fundament kann die Fahrbahn aus Beton oder Asphalt angebracht und geglättet werden. Auch das Auftragen der Verkehrslinien kann zu den Aufgaben eines Straßenbauers zählen.

Randbefestigungen verlegen: Zu einer fertigen Straße gehört nicht nur die eigentliche Fahrbahn. Auch Bürgersteige und Entwässerungsrinnen müssen verlegt und befestigt werden – meist wird der Bereich für Fußgänger gepflastert, während Entwässerungsrinnen entweder aus Beton gegossen sind oder aus Fertigbetonteilen bestehen.

Instandhaltungen und Ausbesserungen: Bei starkem Regen kann Wasser langsam in die Fahrbahndecke eindringen und Risse verursachen und auch starke Hitze setzt der oberen Asphaltschicht auf Dauer zu – ganz abgesehen von stark befahrenen Straßen, auf denen täglich tonnenschwere Autos und LKW fahren. Mit der Zeit sind also zwangsläufig Reparaturmaßnahmen nötig. Mit Hilfe von Fräsen und Pressluftgeräten tragen Straßenbauer beschädigte Straßenbeläge ab und entsorgen sie im Anschluss. Danach tragen sie eine neue Deckschicht auf und berücksichtigen bei den Arbeiten auch Stromleitungen und Abwassersysteme, damit diese keine Schäden davontragen.

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Warum sollte man Straßenbauer werden?
Der Beruf bietet viel Abwechslung. Man ist regelmäßig an neuen Bauprojekten beteiligt und stellt sich vielen Herausforderungen. Was in handwerklichen Berufen generell ein Vorteil ist, wird beim Straßenbauer besonders deutlich: Wer einen Beruf sucht, in dem er am Ende das Tages das Ergebnis seiner praktischen Arbeit sieht, findet hier Bestätigung. Durch gute Weiterbildungsmöglichkeiten kann man zudem Führungspositionen übernehmen, mit einem Meistertitel kann man sich selbstständig machen.

Wo kann ich als Straßenbauer arbeiten?
Straßenbauer werden hauptsächlich von Bauunternehmen angestellt, aber auch in Bauämtern werden sie gesucht. Deinen Arbeitstag verbringst du auf wechselnden Baustellen – in manchen Fällen bist du auch auf Montage, was bedeutet, dass du weiter weg von deinem Wohnort eingesetzt wirst und einige Tage bis Wochen vor Ort bleibst.

Wie sind die Arbeitszeiten als Straßenbauer?
Die Arbeitszeiten sind unregelmäßig. Straßen werden häufig dann gebaut und instandgehalten, wenn nur wenige Autos auf den Straßen sind. Die Arbeit findet daher manchmal nachts, an Wochenenden und an Feiertagen statt. Es kann vorkommen, dass längere Anfahrten und Übernachtungen in der Region der jeweiligen Baustelle anfallen.

Welche Arbeitskleidung tragen Straßenbauer?
Straßenbauer tragen besondere Arbeits- und Schutzkleidung. Dazu zählen Leuchtweste, Handschuhe, Schutzhelm und Arbeitsschuhe mit Stahlkappen. Die Arbeitskleidung wird übrigens vom Arbeitgeber gestellt.

Ist die Arbeit als Straßenbauer körperlich belastend?
Ja, man arbeitet im Freien und ist Hitze, Kälte, Nässe sowie Lärm, Rauch und Gerüchen ausgesetzt. Die Arbeit ist zudem anstrengend und verlangt häufig eine gebückte Körperhaltung. Arbeitgeber haben es daher zur Aufgabe, für ideale Arbeitsbedingungen und genügend Ausgleich zu sorgen. Sie stellen ihren Arbeitern daher modernste Ausrüstung zur Verfügung, bieten ihnen regelmäßige Gesundheitschecks an und ermöglichen einen angemessenen Freizeitausgleich. Eine weitere Entschädigung für die Anstrengungen: die überdurchschnittlich hohe Bezahlung während der Ausbildung.

Was muss ich für ein Typ sein, um Straßenbauer zu werden?
Teamplayer: Straßenbauer arbeiten grundsätzlich in Gruppen, den sogenannten Kolonnen. Wichtig ist die gegenseitige Absicherung und Rücksichtnahme – man muss sich blind aufeinander verlassen können.

Handwerker: Walzen, Sägen, Presslufthammer – Straßenbauer arbeiten mit unterschiedlichsten Maschinen und Werkzeugen. Der Umgang mit Technik sollte dir leichtfallen.

Sportler: Arbeit unter großer körperlicher Belastung – dafür muss man fit und sportlich sein.

Kann ich als Frau Straßenbauer werden?
Natürlich! Jeder, der fit ist und Interesse an dem Beruf hat, kann Straßenbauer – oder Straßenbauerin werden.

Wusstest du schon, dass...

  • …viele Baumaschinen auch ohne Führerschein gefahren werden dürfen?
  • …wir im Durchschnitt zweieinhalb Jahre unseres Lebens in unserem Auto verbringen?
  • …der Straßenbau häufig auch zum Tiefbau gezählt wird?
Wie läuft die Ausbildung als Straßenbauer ab?
Die duale Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Während der betrieblichen Phasen arbeitest du daher auf Baustellen an wechselnden Orten. Unter Aufsicht der Ausbilder werden die verschiedenen Tätigkeiten des Straßenbauers angelernt – vom vorschriftsgemäßen Sichern einer Baustelle bis zum Führen eines Baggers. Grundlage für die Aufgaben ist der Theorieunterricht in der Berufsschule. Dieser findet entweder blockweise, also für mehrere Wochen am Stück, statt, oder zweimal die Woche den ganzen Tag lang. In der Berufsschule wirst du sowohl in allgemeinbildenden als auch in berufsspezifischen Fächern unterrichtet. Die Ausbildungsdauer liegt bei drei Jahren.

Insider: Ausbildung bei STRABAG
Die Ausbildung zur Straßenbauerin oder zum Straßenbauer findet bei der STRABAG grundsätzlich an den operativen Standorten bzw. auf Klein- und Großbaustellen in ganz Deutschland statt. Zusätzlich zu dieser dezentralen Ausbildung verfügt STRABAG in Bebra (Hessen) über eine eigene Konzern-Lehrwerkstatt, die zentral Straßenbauerinnen und Straßenbauer ausbilden. Auch operative Auszubildende können dort für einen bestimmten Zeitraum eingesetzt werden sowie an der Prüfungsvorbereitung teilnehmen.
Hast du deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, wirst du in den meisten Fällen übernommen – z.B. als Straßenbauerin oder Straßenbauer auf einer Baustelle in deiner Region oder auch bundesweit.

Was lernt ein Straßenbauer in der Berufsschule?
Zu den allgemeinbildenden Fächern zählen Deutsch, Wirtschaft und Sozialkunde. Für das richtige und sichere Arbeiten im Baugewerbe behandelt man im Theorieunterricht zudem Themen wie Arbeitsschutz und Arbeitsrecht, bevor die einzelnen Tätigkeiten im Straßenbau in berufsspezifischen Fächern unterrichtet werden.

1. Ausbildungsjahr:
Einrichten, Sichern und Räumen von Baustellen
Welche Bedeutung haben Verkehrsschilder und was muss bei der Aufstellung beachtet werden? Wie werden Autofahrer und Fußgänger sicher um eine Baustelle herumgeleitet? Dies sind Fragen, die nicht nur in der Praxis, sondern auch im Theorieunterricht Thema sind. Daneben behandelt man verschiedene technische Grundlagen, zum Beispiel, wie eine Holzkonstruktion hergestellt oder ein Bauteil beschichtet wird.

2. Ausbildungsjahr
Straßenbau
Wie wird eine Erschließungsstraße gebaut und ein Erddamm eingerichtet? Wie pflastert man eine Fläche und baut eine Rohrleitung vorschriftsgemäß ein? Im zweiten Lehrjahr geht es vermehrt um die konkreten Arbeiten des Straßenbaus, wobei zudem die Inhalte aus dem ersten Lehrjahr vertieft werden.

3. Ausbildungsjahr
Vertiefung Straßenbau
Asphaltieren, Pflastern mit Natursteinen, Einbauen einer Betonfahrbahndecke, Instandhaltungsarbeiten: Zum Ende der Ausbildung stehen die anspruchsvollsten Tätigkeiten des Straßenbauers auf dem Lehrplan.

Was lernt ein Straßenbauer in der Praxis?
1. Ausbildungsjahr
Wie liest man Baupläne und -zeichnungen auf der Baustelle? Wie werden Baugruben fachmännisch (und zu Beginn noch unter Aufsicht und Anleitung) ausgehoben und Baustellen auf die Arbeiten vorbereitet? All diese Grundlagen lernt man in dem ersten Ausbildungsjahr. Dazu gehört auch der sichere und fachgerechte Umgang mit Baumaschinen.

2. Ausbildungsjahr
Im zweiten Jahr werden die Lehrinhalte vertieft und neue Arbeitstechniken erlernt – zum Beispiel das Anmischen von Beton oder die Verdichtung von Böden.

3. Ausbildungsjahr
Hier steht die Herstellung von Unterlagen, Entwässerungssystemen, Pflasterdecken und Asphaltdecken im Vordergrund. Auch das Instandhalten einer Straße wird ganz praktisch durchgeführt.

Du solltest Straßenbauer werden, wenn...

  1. ...du gerne körperlich arbeitest und anpacken kannst.
  2. ...du nicht immer am gleichen Ort arbeiten willst.
  3. ...du schon immer Bagger und Planierraupe fahren wolltest.

Du solltest auf keinen Fall Straßenbauer werden, wenn...

  1. ...du am liebsten den Tag alleine vorm Computer verbringen willst.
  2. ...du dich nicht gerne schmutzig machst.
  3. ...du chronische Rückenprobleme oder eine Stauballergie hast.

Das Straßenbauer-Quiz

Welche Schicht hat eine Straße nicht?



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