Arbeitsumfeld
Meist draußen auf wechselnden Baustellen, mit großen Baumaschinen, Asphalt, Pflaster und körperlicher Arbeit im Team.

Passt das zu dir?

Einblicke, Perspektiven und freie StellenAusbildung Straßenbauer/in
Meist draußen auf wechselnden Baustellen, mit großen Baumaschinen, Asphalt, Pflaster und körperlicher Arbeit im Team.
Die tarifliche Ausbildungsvergütung steigt jährlich; später beeinflussen Tarifbindung, Erfahrung, Region und Zuschläge dein Gehalt.
Straßen, Wege und Plätze müssen gebaut, erneuert und saniert werden – dadurch bleibt der Beruf für die Infrastruktur wichtig.
Handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, Sorgfalt und körperliche Belastbarkeit passen gut zur Arbeit im Straßenbau.
Straßen, Gehwege, Plätze und Autobahnen: Straßenbauer sorgen dafür, dass Menschen und Fahrzeuge sicher ans Ziel kommen. Du richtest Baustellen ein, bereitest den Untergrund vor und baust Fahrbahnen aus Asphalt, Beton oder Pflaster. Dabei arbeitest du viel im Freien, im Team und mit großen Baumaschinen. Der Beruf ist körperlich anspruchsvoll – dafür siehst du am Ende direkt, was du geschafft hast.
Für neue Ausbildungsverträge gilt seit dem 1. August 2026 eine modernisierte Ausbildungsordnung. Wichtiger geworden sind unter anderem Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Außerdem legst du jetzt eine gestreckte Abschlussprüfung in zwei Teilen ab. Deine Leistung aus dem ersten Prüfungsteil zählt damit bereits für die Abschlussnote.



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Straßenbauer bauen und sanieren Straßen, Autobahnen, Geh- und Fahrradwege sowie Plätze. Dabei arbeiten sie mit Handwerkzeugen, Messgeräten und großen Baumaschinen.
Bevor gebaut wird, steckst du die Baustelle ab und richtest sie ein. Du liest Pläne, misst Flächen aus und stellst zum Beispiel Absperrungen und Verkehrsleiteinrichtungen auf. So können das Baustellenteam und alle Verkehrsteilnehmer sicher arbeiten und vorbeikommen.
Mit Baggern, Radladern, Planierraupen oder Walzen trägst du Boden ab, bewegst Erdmassen und verdichtest den Untergrund. Ein stabiler Untergrund ist wichtig, damit die Straße später nicht absackt oder Risse bekommt.
Du stellst die verschiedenen Schichten eines Verkehrswegs her. Auf den vorbereiteten Untergrund kommen zum Beispiel Schotter und weitere Gesteinsgemische. Den Abschluss bildet je nach Bauprojekt eine Decke aus Asphalt, Beton, Pflastersteinen oder Platten.
Damit Regenwasser abfließen kann, baust du Entwässerungsrinnen und andere Entwässerungssysteme ein. Außerdem setzt du Bordsteine, stellst Randbefestigungen her und bereitest bei Bedarf Infrastrukturleitungen vor.
Auch die Instandhaltung gehört zum Beruf. Du entfernst beschädigte Beläge, besserst Schlaglöcher und Risse aus oder erneuerst ganze Fahrbahnschichten. Dabei achtest du auf vorhandene Leitungen und kontrollierst, ob die ausgeführten Arbeiten den Vorgaben entsprechen.
Dein Arbeitsort wechselt je nach Auftrag. Meist bist du draußen auf Baustellen und arbeitest bei Hitze, Kälte oder Regen. Dazu kommen Lärm, Staub, Abgase und der Umgang mit heißem Asphalt. Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsarbeit kann vorkommen, zum Beispiel wenn viel befahrene Straßen gesperrt oder schnell wieder freigegeben werden müssen. Montageeinsätze sind ebenfalls möglich, aber nicht in jedem Betrieb die Regel.
Welche persönliche Schutzausrüstung du trägst, hängt von der Gefährdungsbeurteilung der Baustelle ab. Typisch sind Sicherheitsschuhe, Arbeitshandschuhe, Warnkleidung und Schutzhelm. Je nach Tätigkeit kommen zum Beispiel Gehör-, Augen-, Atem- oder Wetterschutz dazu.
Die Ausbildung zum Straßenbauer ist dual und dauert in der Regel drei Jahre. Du lernst im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Zusätzlich gibt es vorgeschriebene Ausbildungszeiten in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte. Dort übst du Arbeiten, die dein Betrieb nicht vollständig vermitteln kann.
Am Anfang lernst du wichtige Grundlagen, die auch in anderen Tiefbauberufen gebraucht werden. Später werden die Inhalte immer straßenbauspezifischer. Dazu gehören zum Beispiel das Herstellen von Tragschichten, Pflasterflächen und Asphaltdecken sowie das Sanieren beschädigter Verkehrsflächen.
In der Berufsschule arbeitest du in Lernfeldern an typischen Bauaufträgen. Dabei geht es unter anderem um Baustelleneinrichtung, Vermessung, Bodenarbeiten, Verkehrsflächen und Entwässerung. Fächer wie Mathematik, Wirtschafts- und Sozialkunde sowie Arbeitssicherheit gehören ebenfalls dazu. Ob der Unterricht an einzelnen Wochentagen oder in Blöcken stattfindet, hängt von der Berufsschule ab.
Ein Teil deiner praktischen Ausbildung findet in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte statt. Für die Ausbildung zum Straßenbauer sind insgesamt 30 Wochen verpflichtend: 13 Wochen im ersten, 11 Wochen im zweiten und 6 Wochen im dritten Ausbildungsjahr. Wenn es für deine Ausbildung nötig ist, kann dein Ausbildungsbetrieb zusätzlich bis zu 9 weitere Wochen überbetrieblich durchführen lassen. Diese zusätzlichen Wochen sind nicht automatisch Pflicht, sondern kommen nur bei Bedarf dazu.
Seit August 2026 gibt es eine gestreckte Gesellen- oder Abschlussprüfung. Sie besteht aus zwei Teilen. Beide Ergebnisse zählen für deine Abschlussnote; eine klassische Zwischenprüfung gibt es nicht mehr.
Die Prüfung ist bestanden, wenn du im Gesamtergebnis und in Teil 2 mindestens „ausreichend“ erreichst. Auch der Prüfungsbereich „Herstellen von Verkehrsflächen“ muss mindestens „ausreichend“ sein. Zusätzlich brauchst du in mindestens zwei weiteren Prüfungsbereichen aus Teil 2 mindestens „ausreichend“; kein Bereich aus Teil 2 darf mit „ungenügend“ bewertet sein.
Teil 1 findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt. Im Prüfungsbereich „Herstellen von Baukörpern und Durchführen von Tiefbauarbeiten“ bearbeitest du eine praktische Aufgabe inklusive Arbeitsplanung und zusätzlich schriftliche Aufgaben. Teil 1 zählt 40 Prozent der Gesamtnote.
Teil 2 folgt am Ende der Ausbildung und besteht aus vier Prüfungsbereichen:
Hast du bereits die zweijährige Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Straßenbauarbeiten abgeschlossen, kannst du bei einer anschließenden Straßenbauer-Ausbildung von Teil 1 der Prüfung befreit werden. Bis zu 24 Monate können angerechnet werden, wenn du und dein Ausbildungsbetrieb das vereinbaren.
Bestehst du die Straßenbauer-Prüfung nicht, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen auf Antrag trotzdem den Abschluss als Tiefbaufacharbeiter erhalten. Entscheidend sind dabei deine Ergebnisse aus Teil 1 und aus Wirtschafts- und Sozialkunde.
Während der Ausbildung bekommst du eine monatliche Ausbildungsvergütung. Für gewerbliche Auszubildende im Baugewerbe gelten seit dem 1. April 2026 bundesweit einheitliche Tarifwerte.
| Ausbildungsjahr | Tarifvergütung |
|---|---|
| 1. Jahr | 1.122 Euro |
| 2. Jahr | 1.351 Euro |
| 3. Jahr | 1.610 Euro |
Wie viel du nach der Ausbildung verdienst, hängt von Tarifbindung, Betrieb, Region, Berufserfahrung und möglichen Zuschlägen ab. Einen belastbaren bundesweiten Einstiegswert gibt es nicht. Als Orientierung eignet sich deshalb der offizielle Median für vollzeitbeschäftigte Fachkräfte im Straßen- und Asphaltbau.
Median bedeutet: Eine Hälfte verdient weniger, die andere Hälfte mehr. Die Quartile zeigen die Spanne genauer: Ein Viertel verdient höchstens den unteren Wert, ein Viertel mindestens den oberen Wert.
| Ausbildungsjahr | Gehalt |
|---|---|
| Median Vollzeit | 4.267 Euro |
| Unteres Quartil | 3.718 Euro |
| Oberes Quartil | 4.791 Euro |
Straßen, Brücken und andere Verkehrswege müssen gebaut, geprüft und saniert werden. Deshalb werden Straßenbauer weiterhin gebraucht. Ein Job ist trotzdem nicht automatisch garantiert: Wie gut deine Chancen sind, hängt von Region, Betrieb, Qualifikation und der aktuellen Auftragslage ab. Digitale Vermessung, Baustellen-Apps, 3-D-Modelle und automatisierte Maschinen verändern den Arbeitsalltag – technisches Verständnis und Weiterbildungen werden dadurch wichtiger.
Welche Unterlagen verlangt werden, steht in der Stellenanzeige. Häufig gehören Anschreiben, Lebenslauf, aktuelle Schulzeugnisse und – falls vorhanden – Praktikumsnachweise dazu. Im Anschreiben kannst du konkret erklären, warum dir praktische Arbeit, Technik und Teamarbeit auf Baustellen liegen. Ein Praktikum im Straßen- oder Tiefbau ist ein starkes Plus, aber keine Pflicht.
Wichtig für Minderjährige: Wenn du beim Start der Ausbildung noch keine 18 Jahre alt bist, brauchst du vor der Beschäftigung in der Regel eine ärztliche Bescheinigung über die Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz. Das ist keine besondere „Bautauglichkeitsprüfung“ nur für Straßenbauer.
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