Empf. Schulabschluss:
mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 465 Euro
2. Jahr: 545 Euro
3. Jahr: 655 Euro

Augenoptiker/in

Warum sollte man Augenoptiker werden?
Das stärkste Argument für den Beruf des Augenoptikers ist die riesige Kundschaft. Fast jeder zweite Deutsche ist auf eine Sehhilfe angewiesen, sprich: Wird man Augenoptiker, sucht man sich einen Beruf mit Zukunft aus.

Wo kann ich als Augenoptiker arbeiten?
Ganz klassisch arbeitet ein Augenoptiker in einem Optiker-Fachgeschäft. Kunden werden in den Verkaufsräumen beraten, in denen die Brillenmode auch ausgestellt wird. Augenoptiker fertigen die Brillen dann in der angrenzenden Werkstatt – je nachdem, ob alle Schritte im Haus durchgeführt werden. In Büroräumen erledigen Optikerinnen und Optiker dann kaufmännische Aufgaben wie das Abwickeln von Aufträgen.

Wie sind die Arbeitszeiten als Augenoptiker?
In diesem Beruf sind 40-Stunden-Wochen normal. Da Optiker im Verkaufsgeschäft tätig sind und Läden auch samstags geöffnet haben, ist es üblich, auch an diesem Tag eingesetzt zu werden. Als Ausgleich gibt es dann aber einen anderen freien Tag in der Woche.

Welche Arbeitskleidung tragen Augenoptiker?
Für Augenoptiker gibt es keine besondere Arbeitskleidung. Meist sind ihre Outfits schlicht gehalten, je nach Betrieb kann es aber auch sein, dass die Belegschaft etwas schicker gekleidet ist. Für den einfacheren Kundendialog tragen Augenoptiker oft Namensschilder.

Was muss ich für ein Typ sein, um Augenoptiker zu werden?

Techniker
Hinter einer Brille steckt ganz schön viel Technik. Die Funktionsweise moderner Messgeräte und High-Tech-Fertigungsmaschinen fasziniert dich und du wendest dein Wissen gerne an.

Helfer
Ohne Berührungsangst gehst du auf deine Kunden zu und findest gemeinsam mit ihnen das passende Produkt. Denn: Sie vertrauen auf dein Urteil.

Trendsetter
Eine Brille ist nicht nur eine Sehhilfe, sondern auch ein modisches Statement. Deshalb hast du ein Auge für Formen und Farben und weißt, welche Brille zu welchem Typen passt.

Wusstest du schon, dass...

  • die Korrekturwerte für Brillen und Kontaktlinsen bei einer Person nicht identisch sind? Das liegt ganz einfach daran, dass die Brille etwa einen Zentimeter vom Auge entfernt liegt – und die Linse logischerweise nicht.
  • es zum Beruf des Augenoptikers gehört, regelmäßig auf Brillenmessen zu fahren? Dort tauschen sich die Brillenprofis aus und besprechen neue Material- und Modetrends.
  • es Brillengestelle gibt, die aus einer Schallplatte hergestellt werden? Vinyl ist ein beständiges Material und der Besitzer hat garantiert ein Einzelstück.

Wie läuft die Ausbildung als Augenoptiker ab?
Als klassische duale Ausbildung teilen sich die drei Jahre in zwei Teile auf: In der Berufsschule, die tageweise oder mehrere Wochen in Blöcken stattfindet, lernen Azubis den Beruf des Augenoptikers theoretisch kennen. Für die Praxisphasen besuchen sie das jeweilige Ausbildungsunternehmen und wenden das frische Know-how direkt an.

Neben der Arbeit in der Werkstatt, wo etwa das Schleifen auf dem Lehrplan steht, werden angehende Augenoptiker im Umgang mit Kunden geschult. Hier geht es um die modische und fachliche Beratung und im nächsten Schritt um die anatomische und optische Brillenanpassung. Zudem gehören Büroarbeiten wie das Nachhalten von Aufträgen zu den Ausbildungsinhalten.

Übrigens: Der konkrete Ausbildungsplan für Augenoptiker ist nicht nach Jahren, sondern nach Monaten aufgeteilt. Er staffelt sich in zwei Abschnitte, die jeweils 18 Monate dauern.

Insider: Die Ausbildung zum Augenoptiker bei KIND
Während deiner Ausbildung zum Augenoptiker bei KIND wirst du interaktiv betreut: Die unternehmenseigene KIND-Akademie bereitet dich gezielt auf den Beruf und die Prüfungen vor – mit internen Schulungen, zahlreichen Übungs-Unterlagen und ergänzenden Unterrichtsmaterialien sowie einer umfangreichen E-Learning-Plattform. Wenn deine Berufsschule weiter entfernt zu deinem Wohnort im Blockunterricht stattfindet, unterstützt KIND dich bei der Finanzierung der Unterkunft mit Sonderzahlungen und hilft dir auch bei den Fahrkosten zur Schule mit deiner eigenen BahnCard. Übrigens gibt es auf viele KIND-Produkte einen Mitarbeiterrabatt für dich. Und wenn du die Abschlussprüfung nach drei Jahren in einem der KIND-Fachgeschäfte in Deutschland erfolgreich abschließt, wartet auf dich als fertiger Augenoptiker die garantierte Übernahme im Unternehmen.

Was lernt ein Augenoptiker in der Berufsschule?
Der Unterricht in der Berufsschule ist nach Lernfeldern unterteilt, die den gesamten Fachbereich des Optikerhandwerks abdecken. So werden zunächst etwa verschiedene Typen von Fehlsichtigkeit thematisiert und sichergestellt, dass die Auszubildenden ihren Kunden bald eine individuelle Lösung anbieten können – von der Beratung bis zur Fertigung einer Sehhilfe. Deshalb haben Berufsschulen für Optiker neben Unterrichtsräumen in der Regel auch eigene Werkstätten. Außerdem auf dem Lehrplan: allgemeinbildende Fächer wie Deutsch oder Wirtschaftskunde.

1. Abschnitt (1. - 18. Monat):
Brillengläser bearbeiten und einfassen
Weil Brillenfassungen unterschiedlich sind, müssen auch die Gläser ganz individuell geschliffen werden. Deshalb lernt man in diesem Feld Flach-, Spitz- und Winkelfacetten kennen – und kann Gläser bald dementsprechend schleifen.

Brillen modifizieren und instand setzen
Um Gestelle zu bearbeiten, lernen Auszubildende viele handwerkliche Techniken kennen – vom Feilen, Sägen, Fräsen, Schmirgeln und Kleben bis zum Spanen und Polieren. Bei der Arbeit mit kleinsten Fassungsteilen helfen selbst erstellte technische Zeichnungen.

Brillen optisch und anatomisch anpassen
Für ein optimales Sehen müssen Brillen genauestens angepasst werden. So werden in diesem Lernfeld unter anderem folgende Fragen beantwortet: Wie liegt die Brille auf der Nase auf? Welche Neigung ist nötig, um den Augenmittelpunkt mit den Gläsern abzugleichen? Wie lang müssen die Bügel sein, damit die Brille perfekt sitzt?

2. Abschnitt (19. - 36. Monat):
Kontaktlinsen
Hier werden nicht nur die unterschiedlichen Gründe für Kontaktlinsen vermittelt – neben praktischen und beruflichen sind es auch medizinisch-therapeutische –, sondern auch die optischen Unterschiede zwischen Brille und Linsen. Azubis lernen etwa, mit welcher Art von Linsen eine Hornhautverkrümmung (das Fachwort dafür ist Astigmatismus) mit Kontaktlinsen korrigiert werden kann.

Kundenspezifische Sehanforderungen ermitteln
Nicht immer leiden Menschen unter bloßer Kurz- oder Weitsichtigkeit. Deshalb ist es für angehende Augenoptiker wichtig, auch Augenkrankheiten zu erkennen und demensprechend Lösungen anzubieten. Das kann der so genannte Strabismus, also das Schielen, sein oder die Anisometropie, die auftritt, wenn sich die Sehkraft beider Augen stark voneinander unterscheidet.

Was lernt ein Augenoptiker in der Praxis?
1. Abschnitt (1. - 18. Monat):
Da bereits der Unterricht in der Berufsschule sehr praktisch angelegt ist, passen sich die Inhalte in der Berufsschule dem stark an: Nach der Einweisung in Sachen Benutzung und Pflege der Werkzeuge sowie Maschinen, werden Brillen an die Gesichts- und Kopfform der Kunden angepasst. Also: Schon zu Beginn der Ausbildung treten Azubis in direkten Kundenkontakt – natürlich noch unter Aufsicht.

2. Abschnitt (19. - 36. Monat):
Im Laufe des zweiten Abschnitts werden die Aufgaben komplexer: Die angehenden Augenoptikerinnen und -optiker beraten nun auch Kunden mit stärkeren Sehbehinderungen. Gleichzeitig sind sie in der Lage, die Brillen fachgerecht zu fertigen. Auch in kaufmännischer Hinsicht steigen die Anforderungen: Es werden Aufträge nachgehalten und Kalkulationen durchgeführt.

Was ist die überbetriebliche Ausbildung für Augenoptiker?
Zusätzlich zum Ausbildungsalltag gibt es für angehende Augenoptiker die so genannte überbetriebliche Ausbildung, die von den Augenoptikerinnungen organisiert wird. In Workshops lernen Azubis weitere praktische Arbeitsutensilien aus dem Optiker-Handwerk kennen. Pro Ausbildungsjahr finden die Lehrgänge jeweils zwei Wochen am Stück statt; die Inhalte sind später auch prüfungsrelevant.

Wie laufen die Prüfungen in der Ausbildung ab?
Angehende Augenoptikerinnen und Augenoptiker legen eine so genannte gestreckte Gesellenprüfung ab. Der erste Teil der Prüfung, der ein Drittel der Gesamtnote ausmacht, findet nach anderthalb Jahren statt und der zweite Teil zum Ende der Ausbildungszeit. Gegliedert sind die Prüfungen jeweils in einen theoretischen und einen praktischen Teil.

Du solltest Augenoptiker/in werden, wenn …
  1. dich die biologischen Zusammenhänge des Auges faszinieren.
  2. die Brillenmode dich mit ihren immer neuen Trends interessiert.
  3. du geduldig und sorgfältig mit Kundenaufträgen umgehst.
Du solltest auf keinen Fall Augenoptiker/in werden, wenn …
  1. dir die Nähe zu anderen Menschen unangenehm ist.
  2. du physikalische Zusammenhänge nicht verstehst.
  3. dir der Umgang mit technischen Geräten schwerfällt.
Das Augenoptiker/in-Quiz
Frage / 3

Was ist eine Spaltlampe?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2. Die Spaltlampe ist das vielseitigste Instrument um Augen buchstäblich zu durchleuchten und sogar die Netzhaut zu inspizieren.
Richtig! Die Spaltlampe ist das vielseitigste Instrument um Augen buchstäblich zu durchleuchten und sogar die Netzhaut zu inspizieren.

Was ist eine Brillenbühne?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2. Als Brillenbühnen bezeichnet man die Plastikvorrichtungen an den Wänden im Verkaufsraum, aus denen du die Brillen zum Anprobieren rausnehmen und wieder – vorsichtig – reinlegen kannst.
Richtig! Als Brillenbühnen bezeichnet man die Plastikvorrichtungen an den Wänden im Verkaufsraum, aus denen du die Brillen zum Anprobieren rausnehmen und wieder – vorsichtig – reinlegen kannst.

Die Gläser der Brille eines Kunden haben die Dioptrie-Werte: Links -2,5 dpt.; Rechts +2,5 dpt. Welche Fehlsichtigkeit besteht?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1. Er ist links kurzsichtig und recht weitsichtig. Wenn beide Augen unterschiedliche Sehstärken haben, spricht man übrigens von Anisometropie.
Richtig! Er ist links kurzsichtig und recht weitsichtig. Wenn beide Augen unterschiedliche Sehstärken haben, spricht man übrigens von Anisometropie.
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Dieses Profil wurde von Eva geschrieben
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