Ausbildung zum Augenoptiker machen
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit werktags
1. Ausbildungsjahr 360-600 Euro
2. Ausbildungsjahr 400-700 Euro
3. Ausbildungsjahr 500-800 Euro
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Ausbildung zum
Augenoptiker

Klassische duale Berufsausbildung

Wieviele Brillenträger fallen dir spontan ein, die du persönlich kennst? Heutzutage gibt es wohl kaum noch jemanden, der nicht mindestens eine Brille, ein paar Kontaktlinsen oder eine Sonnenbrille besitzt. Als ausgebildeter Augenoptiker sorgst du für den richtigen Durchblick vieler Menschen und gehst dabei einem abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Beruf nach. So bist du mit der Beratung der Kunden im Verkaufsraum beschäftigt, fertigst die Brillen in der Werkstatt an, führst Reparaturen durch oder erledigst Verwaltungsaufgaben im Büro. Brillen sind aber nicht nur zum richtigen Sehen wichtig, sondern auch ein täglich getragenes Modeaccessoire. Daher wirst du als Augenoptiker immer auch die Augen nach neuen Designs und angesagten Trends offen halten müssen und das Angebot im Laden anschaulich präsentieren, um deinen Kunden das anbieten zu können, was am besten zu ihrem Typ passt. Du wirst aber auch die Sehschärfe der Augen bestimmen, sowie Kontaktlinsen anpassen.

Während deiner Ausbildung zum Augenoptiker gehst du einem geregelten Tagesablauf in deiner Geschäftsstelle nach. Etwa eine halbe Stunde nach Arbeitsbeginn öffnet das Geschäft und du arbeitest abwechselnd in der Werkstatt, im Büro oder im Verkaufsraum. Wenn du nicht im Betrieb bist, lernst du in der Berufsschule alles Wesentliche aus der Optik kennen, um Brillengläser zu bearbeiten und anzupassen. Dabei wird dein Grundverständnis für Mathematik und Physik gefördert und gefordert, du solltest also auf jeden Fall Spaß am Rechnen haben. Grundsätzlich wird für die Ausbildung meistens mindestens ein Realschulabschluss gefordert.

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In der Werkstatt arbeitest du direkt mit dem Material, das heißt den Gläsern, Fassungen, Schrauben und Bügeln der Brillen. Dabei kommen einige technische Geräte zum Einsatz, die deine Arbeit erleichtern, z. B. der große Schleifautomat oder modernste Messtechnik. Dabei ist viel Geduld gefordert, denn an einer Brille muss jedes Einzelteil perfekt sitzen, damit der Kunde sie später angenehm tragen kann. Noch wichtiger ist, dass die Gläser korrekt „zentriert“ sind, damit der Träger später keine Probleme beim Sehen bekommt.

 

Wusstest du schon, dass...

  • …die erste Brille unter dem Namen "Augengläser" Ende des 13. Jh. erfunden wurde?
  • …der Florentiner Salvino degli Armati lange als Erfinder der Brille galt, bis 1920 bekannt wurde, dass besagter Mann nie gelebt hat?
  • …knapp 63% der Deutschen eine Brille tragen, aber nur knapp 5% Kontaktlinsen?
  • …die ersten Kontaktlinsen in den 1880’er-Jahren erfunden wurden? Man konnte sie aufgrund ihrer Größe und Unhandlichkeit jedoch nur wenige Stunden tragen.
  • …sich deine Augen immer bewegen, selbst im Schlaf? Deswegen bezeichnet man die Traumphase im Schlaf auch als Rapid Eye Movement-Phase.

Ohne Fassung keine Brille. Sollte der Kunde eine neue Brille brauchen, hilfst du ihm im Verkaufsraum einen passenden Rahmen auszusuchen. Dabei ist es wichtig, dass du das Erscheinungsbild und den Typ deines Kunden richtig einschätzt, aber auch den Verwendungszweck der Brille berücksichtigst. Ein junger sportlicher Mann wird beispielsweise eher andere Vorstellungen von einer modischen Brille haben als eine ältere Dame oder ein 8-jähriges Kind. Hinzu kommt, dass eine Allzweckbrille zum täglichen Begleiter ihres Trägers wird und dementsprechend auch zu ihm passen sollte. Ein lockerer Smaltalk hilft dabei den Kunden und seinen Geschmack kennenzulernen und ist auch eine nette Abwechslung zur handwerklichen Arbeit in der Werkstatt.

Für die Beratung und Verkaufsabwicklung wird dir in deiner Ausbildung auch entsprechendes kaufmännisches Wissen in den Bereichen Verkauf und Betreuung vermittelt. Wichtig sind dabei auch Kenntnisse aktueller Versicherungsbeschlüsse, damit die Kosten der Brille für den Kunden korrekt ermittelt werden können.

Hast du die Ausbildung zum Augenoptiker mit der Gesellenprüfung abgeschlossen, hat deine Karriere gerade erst begonnen. Durch Weiterbildungsmöglichkeiten und Zusatzprüfungen kannst du das Überprüfen der Augen und das Anpassen von Kontaktlinsen erlernen und unter Aufsicht eines Meisters durchführen. Des Weiteren hast du die Möglichkeit, die Meisterprüfung zu absolvieren, um noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Wenn du das Abitur gemacht hast, hast du auch die Möglichkeit, im Rahmen eines Bachelor of Science Augenoptik zu studieren.

Du solltest Augenoptiker werden, wenn...

  1. ...dir Mathe und Physik in der Schule Spaß gemacht haben.
  2. ...du gerne präzise handwerklich arbeiten, aber auch mal am PC sitzen oder mit Menschen in Kontakt treten möchtest.
  3. ...du modisch interessiert bist und gerne anderen Ratschläge beim Shoppen gibst.

Du solltest auf keinen Fall Augenoptiker werden, wenn...

  1. ...du ungern täglich auf neue Menschen zugehen möchtest
  2. ...du Brillen uncool findest.
  3. ...dir die Verantwortung, eine Brille für einen Kunden perfekt fertigzustellen, zuviel ist.

Das Augenoptiker-Quiz

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