Fills 980x580 augenoptiker bewerbung
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit werktags
1. Ausbildungsjahr 465 Euro
2. Ausbildungsjahr 545 Euro
3. Ausbildungsjahr 655 Euro
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Ausbildung zum
Augenoptiker

Klassische duale Berufsausbildung

Brillen aus dem 3-D-Drucker, die sich der Kopfform exakt anpassen, Gläser, die sich automatisch tönen, wenn direktes Sonnenlicht auf sie trifft, oder Gestelle aus Titan, die so biegsam sind, dass sie nicht brechen können – so viel High-Tech steckt heutzutage im traditionsreichen Brillenoptikerhandwerk. Doch auch bei der Fertigung der Brillen kommen – neben klassischen Werkszeugen – modernste Geräte zum Einsatz. So nutzen Augenoptiker auf dem Weg zur perfekten Sehhilfe sowohl Handschleifmaschinen als auch Computer-Zentriergeräte.

Was macht ein Augenoptiker?
Kunden beraten: Hat meine Sehkraft nachgelassen? Welche Brille passt zu meinem Typen? Kommen für mich Kontaktlinsen in Frage? Fragen wie diese hören Augenoptiker jeden Tag. Die Grundlage ihres Berufes: für jeden Kunden eine individuelle Lösung finden. Augenoptiker beraten neben gesundheitlichen Aspekten wie einer Linsenunverträglichkeit vor allem in modischer Hinsicht. Die Farbe der Brille muss zum Haut- und Haartypen der Kunden passen und das Gestell zur Kopf- und Nasenform.

Kunden informieren: Auch bei der Entscheidung, ob sich Gläser aus Kunststoff oder Glas anbieten oder welcher Grad der Entspiegelung Sinn macht, hilft der Augenoptiker. Ist die Kundin zum Beispiel Sportlerin oder arbeitet der Kunde viel am Computer? Wird die Brille nur zum Lesen gebraucht? All das spielt eine wichtige Rolle. Auch über die Vor- und Nachteile von Kontaktlinsen klären Augenoptiker auf.

Daten aufnehmen: Manche Kunden kommen mit einem Rezept ihres Augenarztes zum Optiker, oft wird der Sehtest aber auch direkt vor Ort durchgeführt. An speziellen Maschinen testen Augenoptiker das Sehvermögen und ermitteln dadurch die Weit- oder Kurzsichtigkeit mit dem genauen Dioptriewert. Auch der Augenabstand wird gemessen, um eine optimale Sicht zu gewährleisten.

Brille fertigen: Nachdem der Blickmittelpunkt der Augen erfasst wurde, geht der Auftrag in die Fertigung. Sogenannte Glasrohlinge mit den genauen Stärken der Kunden werden von Augenoptikern mithilfe von High-Tech-Präzisionsgeräten zunächst geschliffen und anschließend per Hand in der Fassung fixiert.

Brille anpassen: Damit es hinter dem Ohr nicht drückt oder die Brille zu locker sitzt, passen die Optiker das fertige Produkt ganz genau an. Mit einem speziellen Föhn wird das Gestell erwärmt, damit es sich vorsichtig biegen lässt. Wurden vom Kunden Kontaktlinsen bestellt, hilft der Augenoptiker in der Regal dabei, das Einsetzen und Herausnehmen zu üben.

Kunden betreuen: Natürlich besteht die Kundschaft eines Optikers nicht nur aus Leuten, die eine neue Brille brauchen. Verbiegt eine Brille beim Sport oder bricht sogar ein Teil ab, reparieren Optikerinnen und Optiker die Sehhilfe. Zudem wickeln sie Reklamationen ab oder versorgen Kunden mit neuen Linsenreinigungsmitteln.

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Warum sollte man Augenoptiker werden?
Das stärkste Argument für den Beruf des Augenoptikers ist die riesige Kundschaft. Fast jeder zweite Deutsche ist auf eine Sehhilfe angewiesen, sprich: Wird man Augenoptiker, sucht man sich einen Beruf mit Zukunft aus.

Wo kann ich als Augenoptiker arbeiten?
Ganz klassisch arbeitet ein Augenoptiker in einem Optiker-Fachgeschäft. Kunden werden in den Verkaufsräumen beraten, in denen die Brillenmode auch ausgestellt wird. Augenoptiker fertigen die Brillen dann in der angrenzenden Werkstatt – je nachdem, ob alle Schritte im Haus durchgeführt werden. In Büroräumen erledigen Optikerinnen und Optiker dann kaufmännische Aufgaben wie das Abwickeln von Aufträgen.

Wie sind die Arbeitszeiten als Augenoptiker?
In diesem Beruf sind 40-Stunden-Wochen normal. Da Optiker im Verkaufsgeschäft tätig sind und Läden auch samstags geöffnet haben, ist es üblich, auch an diesem Tag eingesetzt zu werden. Als Ausgleich gibt es dann aber einen anderen freien Tag in der Woche.

Welche Arbeitskleidung tragen Augenoptiker?
Für Augenoptiker gibt es keine besondere Arbeitskleidung. Meist sind ihre Outfits schlicht gehalten, je nach Betrieb kann es aber auch sein, dass die Belegschaft etwas schicker gekleidet ist. Für den einfacheren Kundendialog tragen Augenoptiker oft Namensschilder.

Was muss ich für ein Typ sein, um Augenoptiker zu werden?

Techniker
Hinter einer Brille steckt ganz schön viel Technik. Die Funktionsweise moderner Messgeräte und High-Tech-Fertigungsmaschinen fasziniert dich und du wendest dein Wissen gerne an.

Helfer
Ohne Berührungsangst gehst du auf deine Kunden zu und findest gemeinsam mit ihnen das passende Produkt. Denn: Sie vertrauen auf dein Urteil.

Trendsetter
Eine Brille ist nicht nur eine Sehhilfe, sondern auch ein modisches Statement. Deshalb hast du ein Auge für Formen und Farben und weißt, welche Brille zu welchem Typen passt.

Wusstest du schon, dass...

  • …die Korrekturwerte für Brillen und Kontaktlinsen bei einer Person nicht identisch sind? Das liegt ganz einfach daran, dass die Brille etwa einen Zentimeter vom Auge entfernt liegt – und die Linse logischerweise nicht.
  • …es zum Beruf des Augenoptikers gehört, regelmäßig auf Brillenmessen zu fahren? Dort tauschen sich die Brillenprofis aus und besprechen neue Material- und Modetrends.
  • …es Brillengestelle gibt, die aus einer Schallplatte hergestellt werden? Vinyl ist ein beständiges Material und der Besitzer hat garantiert ein Einzelstück.

Wie läuft die Ausbildung als Augenoptiker ab?
Als klassische duale Ausbildung teilen sich die drei Jahre in zwei Teile auf: In der Berufsschule, die tageweise oder mehrere Wochen in Blöcken stattfindet, lernen Azubis den Beruf des Augenoptikers theoretisch kennen. Für die Praxisphasen besuchen sie das jeweilige Ausbildungsunternehmen und wenden das frische Know-how direkt an.

Neben der Arbeit in der Werkstatt, wo etwa das Schleifen auf dem Lehrplan steht, werden angehende Augenoptiker im Umgang mit Kunden geschult. Hier geht es um die modische und fachliche Beratung und im nächsten Schritt um die anatomische und optische Brillenanpassung. Zudem gehören Büroarbeiten wie das Nachhalten von Aufträgen zu den Ausbildungsinhalten.

Übrigens: Der konkrete Ausbildungsplan für Augenoptiker ist nicht nach Jahren, sondern nach Monaten aufgeteilt. Er staffelt sich in zwei Abschnitte, die jeweils 18 Monate dauern.

Insider: Die Ausbildung zum Augenoptiker bei KIND
Während deiner Ausbildung zum Augenoptiker bei KIND wirst du interaktiv betreut: Die unternehmenseigene KIND-Akademie bereitet dich gezielt auf den Beruf und die Prüfungen vor – mit internen Schulungen, zahlreichen Übungs-Unterlagen und ergänzenden Unterrichtsmaterialien sowie einer umfangreichen E-Learning-Plattform. Wenn deine Berufsschule weiter entfernt zu deinem Wohnort im Blockunterricht stattfindet, unterstützt KIND dich bei der Finanzierung der Unterkunft mit Sonderzahlungen und hilft dir auch bei den Fahrkosten zur Schule mit deiner eigenen BahnCard. Übrigens gibt es auf viele KIND-Produkte einen Mitarbeiterrabatt für dich. Und wenn du die Abschlussprüfung nach drei Jahren in einem der KIND-Fachgeschäfte in Deutschland erfolgreich abschließt, wartet auf dich als fertiger Augenoptiker die garantierte Übernahme im Unternehmen.

Was lernt ein Augenoptiker in der Berufsschule?
Der Unterricht in der Berufsschule ist nach Lernfeldern unterteilt, die den gesamten Fachbereich des Optikerhandwerks abdecken. So werden zunächst etwa verschiedene Typen von Fehlsichtigkeit thematisiert und sichergestellt, dass die Auszubildenden ihren Kunden bald eine individuelle Lösung anbieten können – von der Beratung bis zur Fertigung einer Sehhilfe. Deshalb haben Berufsschulen für Optiker neben Unterrichtsräumen in der Regel auch eigene Werkstätten. Außerdem auf dem Lehrplan: allgemeinbildende Fächer wie Deutsch oder Wirtschaftskunde.

1. Abschnitt (1. - 18. Monat):
Brillengläser bearbeiten und einfassen
Weil Brillenfassungen unterschiedlich sind, müssen auch die Gläser ganz individuell geschliffen werden. Deshalb lernt man in diesem Feld Flach-, Spitz- und Winkelfacetten kennen – und kann Gläser bald dementsprechend schleifen.

Brillen modifizieren und instand setzen
Um Gestelle zu bearbeiten, lernen Auszubildende viele handwerkliche Techniken kennen – vom Feilen, Sägen, Fräsen, Schmirgeln und Kleben bis zum Spanen und Polieren. Bei der Arbeit mit kleinsten Fassungsteilen helfen selbst erstellte technische Zeichnungen.

Brillen optisch und anatomisch anpassen
Für ein optimales Sehen müssen Brillen genauestens angepasst werden. So werden in diesem Lernfeld unter anderem folgende Fragen beantwortet: Wie liegt die Brille auf der Nase auf? Welche Neigung ist nötig, um den Augenmittelpunkt mit den Gläsern abzugleichen? Wie lang müssen die Bügel sein, damit die Brille perfekt sitzt?

2. Abschnitt (19. - 36. Monat):
Kontaktlinsen
Hier werden nicht nur die unterschiedlichen Gründe für Kontaktlinsen vermittelt – neben praktischen und beruflichen sind es auch medizinisch-therapeutische –, sondern auch die optischen Unterschiede zwischen Brille und Linsen. Azubis lernen etwa, mit welcher Art von Linsen eine Hornhautverkrümmung (das Fachwort dafür ist Astigmatismus) mit Kontaktlinsen korrigiert werden kann.

Kundenspezifische Sehanforderungen ermitteln
Nicht immer leiden Menschen unter bloßer Kurz- oder Weitsichtigkeit. Deshalb ist es für angehende Augenoptiker wichtig, auch Augenkrankheiten zu erkennen und demensprechend Lösungen anzubieten. Das kann der so genannte Strabismus, also das Schielen, sein oder die Anisometropie, die auftritt, wenn sich die Sehkraft beider Augen stark voneinander unterscheidet.

Was lernt ein Augenoptiker in der Praxis?
1. Abschnitt (1. - 18. Monat):
Da bereits der Unterricht in der Berufsschule sehr praktisch angelegt ist, passen sich die Inhalte in der Berufsschule dem stark an: Nach der Einweisung in Sachen Benutzung und Pflege der Werkzeuge sowie Maschinen, werden Brillen an die Gesichts- und Kopfform der Kunden angepasst. Also: Schon zu Beginn der Ausbildung treten Azubis in direkten Kundenkontakt – natürlich noch unter Aufsicht.

2. Abschnitt (19. - 36. Monat):
Im Laufe des zweiten Abschnitts werden die Aufgaben komplexer: Die angehenden Augenoptikerinnen und -optiker beraten nun auch Kunden mit stärkeren Sehbehinderungen. Gleichzeitig sind sie in der Lage, die Brillen fachgerecht zu fertigen. Auch in kaufmännischer Hinsicht steigen die Anforderungen: Es werden Aufträge nachgehalten und Kalkulationen durchgeführt.

Was ist die überbetriebliche Ausbildung für Augenoptiker?
Zusätzlich zum Ausbildungsalltag gibt es für angehende Augenoptiker die so genannte überbetriebliche Ausbildung, die von den Augenoptikerinnungen organisiert wird. In Workshops lernen Azubis weitere praktische Arbeitsutensilien aus dem Optiker-Handwerk kennen. Pro Ausbildungsjahr finden die Lehrgänge jeweils zwei Wochen am Stück statt; die Inhalte sind später auch prüfungsrelevant.

Wie laufen die Prüfungen in der Ausbildung ab?
Angehende Augenoptikerinnen und Augenoptiker legen eine so genannte gestreckte Gesellenprüfung ab. Der erste Teil der Prüfung, der ein Drittel der Gesamtnote ausmacht, findet nach anderthalb Jahren statt und der zweite Teil zum Ende der Ausbildungszeit. Gegliedert sind die Prüfungen jeweils in einen theoretischen und einen praktischen Teil.

Du solltest Augenoptiker werden, wenn...

  1. ...dich die biologischen Zusammenhänge des Auges faszinieren.
  2. ...die Brillenmode dich mit ihren immer neuen Trends interessiert.
  3. ...du geduldig und sorgfältig mit Kundenaufträgen umgehst.

Du solltest auf keinen Fall Augenoptiker werden, wenn...

  1. ...dir die Nähe zu anderen Menschen unangenehm ist.
  2. ...du physikalische Zusammenhänge nicht verstehst.
  3. ...dir der Umgang mit technischen Geräten schwerfällt.

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