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Brunnenbauer/in

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Die wichtigsten Infos.
Allgemeine Infos
Wer ander’n einen Brunnen baut, fällt selbst hinein? Aber nicht mit dir! Denn in der Ausbildung zum Brunnenbauer lernst du nicht nur, Brunnen zu bauen, sondern die Baustellen auch noch fachmännisch abzusichern. Und das ist längst noch nicht alles: Pumpen, Bohrer und Förderanlagen bedienen, Rohre verlegen und verschrauben, Gerüste aufbauen und Baumaterial herstellen – das alles gehört ebenfalls zur Ausbildung zum Brunnenbauer. Du hast kein Problem damit, auch mal anzupacken und bist ein handwerkliches Allroundtalent? Schmutz, Schlamm und Kälte machen dir nichts aus? Dann solltest du jetzt unbedingt weiterlesen. Denn aus den Tiefen der vielen Bauberufe haben wir ein besonders spannendes und abwechslungsreiches Exemplar für dich ausgebuddelt.
Info: Dieser Ausbildungsberuf wurde modernisiert. Der Hintergrund für die strukturelle und inhaltliche Anpassung sind die veränderten Anforderungen an die Berufe in der Bauwirtschaft. Neben den technischen Fortschritten und den neuen technischen Verfahren sind auch die Anforderungen an den Umwelt- und Verbraucherschutz immer im Wandel. Das bedeutet zum Beispiel, dass Maßnahmen zur Energieeinsparung und Vermeidung von CO2-Emissionen oder dem Brandschutz ständig angepasst und überarbeitet werden. Das liegt vor allem an den neuen Technologien, die eingebaut werden. Deshalb rücken in der neuen Ausbildungsverordnung (gültig ab August 2026) Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung mehr in den Fokus.
Freie duale Studienplätze in deiner Nähe
Ausbildung Brunnenbauer/in (m/w/d)
bei Hölscher Wasserbau GmbH

Was macht ein Brunnenbauer?
Als Brunnenbauer legst du Brunnen an und führst Bohrungen durch, um neue Wasserquellen unter der Erde zugänglich zu machen und so zum Beispiel neues Trinkwasser zu erschließen. Dazu bist du auf unterschiedlichsten Baustellen im Einsatz und hast gleich eine ganze Schaufel voller Aufgaben: Im Straßen-, Tief- und Tagebau musst du die Baustelle einrichten und absichern, Schächte bohren, eine Menge Rohre verlegen und Pumpen einbauen. Du kommst aber auch bei Entwässerungen zum Einsatz, beispielsweise wenn Fundamente für Bauwerke gelegt werden.
Spitzhacke und Schaufel, das war einmal. Heute buddelst du mit schweren und modernen Maschinen. Für jede Gesteinsform und Bodenschicht gibt es zum Beispiel spezielle Bohrer und Aufsätze, daneben bedienst du Förderanlagen und Pumpsysteme. In der Ausbildung zum Brunnenbauer lernst du aber nicht nur, all diese Geräte und Maschinen zu bedienen, sondern auch anzuschließen, zu warten und im Notfall zu reparieren.
Wie läuft die Ausbildung zum Brunnenbauer ab?
Die Ausbildung zum Brunnenbauer ist eine duale Berufsausbildung. Das bedeutet, dass du die Zeit jeweils zur Hälfte auf Baustellen beziehungsweise im Betrieb sowie an der Berufsschule verbringst. In der Berufsschule lernst du alle wichtigen theoretischen Grundlagen, zum Beispiel wie man eine Baustelle einrichtet, ein Gerüst aufbaut oder Baupläne liest. Auch ein bisschen Geologie steht auf dem Stundenplan: Welche Gesteinssorten gibt es? Wie wirkt sich die Witterung auf den Boden aus? Die restliche Zeit verbringst du dann in deinem Ausbildungsbetrieb oder auf den Baustellen, wo du dein Wissen dann gleich tatkräftig umsetzt.
Welche Voraussetzungen sollte ich erfüllen?
Für die Ausbildung zum Brunnenbauer solltest du auf jeden Fall handwerkliches Geschick mitbringen. Mauerwerksbau, Holz bearbeiten, Wege anlegen, Gerüste aufbauen und vermessen – zwei linke Hände sind hier auf jeden Fall fehl am Platz. Und dein Körper sollte belastbar sein, ob du jetzt Bauteile schleppen, schweres Gerät ein- und ausladen oder auf den Baustellen Regen und Schnee, Hitze und Kälte, Enge und Tiefe, Schmutz und Lärm trotzen musst.
- du handwerklich geschickt und vielseitig einsetzbar bist.
- es kein Problem für dich ist, auch mal anzupacken.
- Wind und Wetter dir nichts ausmachen.
- „Wasserscheu“ dein zweiter Vorname ist.
- dir absolute Ruhe wichtig ist.
- du am liebsten alleine für dich im Büro sitzen möchtest.
- Brunnen bauen. :)
- Baustellen einrichten und absichern.
- verschiedene Bohrer, Pumpen und Förderungsanlagen bedienen.
- Baumaterial herstellen und prüfen.
- Rohre verlegen, verbinden und nutzbar machen.
Gehalt
Wie ist das Gehalt als Brunnenbauer?
Bei deiner Ausbildung lernst du alles, um einen Brunnen zu bauen. Doch wie sieht’s mit der Bezahlung aus? Kannst du von deinem Gehalt als Brunnenbauer leben, oder musst du nebenbei auch noch nach Öl bohren und nach Schätzen graben? Bevor du dir darüber den Kopf zerbrichst, lies einfach weiter. Denn wir haben mal nachgebohrt und erzählen dir, wie viel du als Brunnenbauer verdienst.
Was verdient man während der Ausbildung zum Brunnenbauer?
Als Azubi verdienst du im ersten Ausbildungsjahr 1.122 Euro, im zweiten Ausbildungsjahr 1.351 Euro und im dritten Ausbildungsjahr 1.610 Euro brutto im Monat. (ab 01.04.2026)
Diese Zahlen beziehen sich auf den Tarifvertrag des Baugewerbes – der gilt nicht nur für die allermeisten Straßenbauer, sondern auch für andere Berufe der Baubranche.
Mit welchem Gehalt kann ich nach der Ausbildung rechnen?
Das Einstiegsgehalt als Brunnenbauer kann sich sehen lassen: Es liegt aktuell (2022) im Tarifgebiet West bei 2.819 Euro brutto im Monat. Mit der Zeit sammelst du immer mehr Berufserfahrung und kannst so in der Gehaltsgruppe aufsteigen: In der nächsthöheren Gehaltsgrupe verdienst du 3.232 Euro. Brunnenbauer verdienen in Deutschland im Schnitt zwischen 2.700 und 4.200 Euro brutto im Monat.
Wie hoch ist der Verdienst als Brunnenbauer später?
Und das muss noch lange nicht das Ende des Brunnens sein. Nimmst du nämlich an Fortbildungen teil, dann erhöht sich dein Gehalt als Brunnenbauer noch einmal deutlich. Mögliche Weiterbildungen sind die zum Techniker oder zum Meister.
Karriere
Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?
Ausbildung zum Brunnenbauer
Nach der Ausbildung zum Brunnenbauer bist du der Experte für Brunnen und Bohrungen. Keine unterirdische Quelle ist vor dir sicher, auch tiefste Wasservorkommen machst du mit deinen Bohrern, Pumpen und anderen Geräten zugänglich.
Vorarbeiter – Werkpolier – Polier
In vielen Handwerksbranchen, und so auch im Brunnenbau, gibt es die dreistufige Fortbildung zum Polier. In der ersten Stufe wirst du Vorarbeiter, in der zweiten Stufe Werkpolier, und in der dritten Stufe schließlich Polier. Die Stufen werden immer mit einer Prüfung vor einer Handwerkskammer oder einer IHK abgeschlossen, für alle Prüfungen gibt es Vorbereitungskurse. Möchtest du es bis zum Polier schaffen, solltest du dafür zwischen einem und zwei Jahren einplanen und mit Prüfungs- und Kurskosten von rund 3000 Euro rechnen. Anschließend übernimmst du leitende Aufgaben auf Baustellen und darfst dich über ein Gehalt von bis zu 4000 Euro brutto im Monat freuen.
Brunnenbaumeister
Als Brunnenbaumeister hast du deutlich mehr Verantwortung auf deiner Baustelle. Du leitest ein ganzes Bauprojekt, weist die Arbeiter an und überwachst die Fortschritte. Auch im Vorfeld, also bei den Planungen und Entwürfen, bist du einer der Hauptverantwortlichen. Du bestimmst die nötigen Geräte, berechnest die anfallenden Kosten und verteilst die Aufgaben. Dafür musst du die Meisterprüfung bestehen, für die du dich nach deiner abgeschlossenen Ausbildung anmelden darfst. Vorbereitungskurse werden von Handwerksammern und Fachschulen angeboten und kosten bis zu 600 Euro. Dafür verdienen Brunnenbaumeister im Monat zwischen 3500 und 4200 Euro.
Techniker
Nach der Ausbildung zum Brunnenbauer kannst du auch eine Weiterbildung zum Techniker in Angriff nehmen. In der Fachrichtung Bautechnik gibt es dabei mehrere Schwerpunkte, zum Beispiel Tiefbau oder Bohrtechnik. Die Fortbildung dauert zwischen zwei und vier Jahren – je nachdem, ob du sie in Vollzeit oder in Teilzeit machst. Als Techniker warten unterschiedliche Aufgaben auf dich, dabei kommt es auf deine Fachrichtung an. Du erstellst zum Beispiel hauptsächlich Bauzeichnungen und -pläne oder übernimmst betriebswirtschaftliche Aufgaben. Als Techniker sind zwischen 3100 und 3500 Euro brutto monatlich möglich.
Studium
Wenn du einen passenden Schulabschluss hast, kannst du nach der Ausbildung zum Brunnenbauer auch noch ein Studium anhängen. Gerade im Ingenieurwesen gibt es da eine Menge Fächer, die für dich sicher spannend sein könnten. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Wasserbauingenieurwesen oder dem Wasser- und Bodenmanagement?
- es Brunnenbauer schon seit Jahrhunderten gibt? Früher war ihre Hauptaufgabe, frische Trinkwasserquellen zugänglich zu machen.
- der tiefste Burgbrunnen der Welt auf der Reichsburg Kyffhausen ganze 176 Meter tief ist? Und von wegen Bohrmaschinen und Pumpanlagen – im 12. Jahrhundert wurde alles noch schön von Hand gegraben.
- Brunnen schon seit der frühen Menschheitsgeschichte gebaut wurden? Man hat schon Brunnen aus der Zeit um 8000 v. Chr. gefunden.
- ein Brunnen, der einmal quer durch die Erde gehen würde, über 12.700 Kilometer tief wäre?
- in den berühmtesten Wunschbrunnen der Welt, dem Trevi-Brunnen in Rom, jährlich Münzen im Wert von fast einer Million Euro geworfen werden?
Bewerbung
Was muss ich bei der Bewerbung beachten?
Buddeln, Bohren, Brunnenbauen – für dich ein Traumjob? Super, dann nix wie ran an die Bewerbung zur Ausbildung als Brunnenbauer. Was du dafür brauchst? Zuerst einmal eine freie Stelle, auf die du dich bewerben kannst. Und unsere Tipps. Denn wir erzählen alles, was du über die Bewerbung zur Ausbildung als Brunnenbauer wissen musst: Wo werden freie Ausbildungsplätze ausgeschrieben, was gehört ins Anschreiben, worauf musst du beim Lebenslauf achten?
Brunnenbauer arbeiten bei Bauunternehmen aus dem Tief- und Tagebau, bei Energie- und Wasserversorgern sowie in der Vorbereitung von allen anderen Baustellen. Ist auf der Internetseite eines Betriebs eine Stelle frei, dann wird da häufig direkt die Möglichkeit zur Online-Bewerbung als Brunnenbauer angeboten. Dort lädst du dann ganz einfach deinen Lebenslauf und dein Anschreiben hoch und sendest es zusammen mit deinem eingescannten letzten Schulzeugnis mit einem Klick ab. Gibt es keine Online-Funktion, dann schickst du deine Bewerbung zur Ausbildung als Brunnenbauer ganz einfach per Post.
Im Anschreiben erzählst du, warum du dich für diesen Job und dieses Unternehmen entschieden hast. Dabei solltest du vor allem deutlich machen, dass du für die Leute auf der Baustelle wirklich ein Gewinn bist und nicht bloß allen im Weg rumstehst. Wenn du also schon handwerklich und körperlich gearbeitet hast, dann erwähne das unbedingt. Vielleicht hast du ja schon mal nebenbei in einem Getränkeladen Kisten gestemmt, oder dabei geholfen, eine Wohnung zu renovieren? Du kannst schrauben, spachteln und schleppen? Prima, genau das will dein zukünftiger Arbeitgeber in der Bewerbung zur Ausbildung als Brunnenbauer lesen.
Auch sportliche Hobbys können zeigen, dass dein Körper in Topform ist und du außerdem ein Teamplayer bist. Gib also z.B. deine Mitgliedschaft im Fußballverein ruhig im Lebenslauf an. Auch wenn du Hobbys oder Interessen hast, die dein handwerkliches oder technisches Interesse beweisen, solltest du sie erwähnen. Auf deinem Schulzeugnis interessiert bei der Bewerbung zur Ausbildung als Brunnenbauer vor allem deine Mathenote: Du musst zwar kein Albert Einstein sein, um aber später zum Beispiel den Durchmesser von Bohrungen zu berechnen, solltest du auf jeden Fall die Grundlagen beherrschen.
Wenn du mit deiner Bewerbung zur Ausbildung als Brunnenbauer überzeugt hast, dann möchte man dich noch persönlich kennenlernen. Dafür wird man dich zum Bewerbungsgespräch einladen. Nur was ziehst du da an? Solltest du jetzt schon zeigen, wie gut du in Arbeitsschuhen, Schutzhelm und Sicherheitskleidung aussiehst? Nee, lieber nicht. Ein bisschen schicker darf’s ruhig sein. Aber eine ordentliche Jeans, ein schöner Pulli oder eine schlichte Bluse sind völlig in Ordnung. Wenn du im Anzug oder pompösen Kleid auftauchst, dann bist du auf jeden Fall overdressed.
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