Ausbildung zum/zur Chemielaborjungwerker/in

Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
2 Jahre
Arbeitszeit:
betriebsabhängig
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 1000
2. Jahr: 1100
3. Jahr:

Chemielaborjungwerker/in

Reinigungsmittel, Farblacke oder Arzneimittel: Damit solche Mittel die gewünschte Wirkung erzielen und problemlos verwendet werden können, muss die chemische Zusammensetzung stimmen. Hier kommt der Chemielaborjungwerker ins Spiel. Er oder sie steht den Chemikern im Labor zur Seite und bereitet Versuche vor, untersucht chemische Substanzen und protokolliert den Versuchsablauf.

Was macht ein Chemielaborjungwerker?

  • Versuchsvorbereitung: Eine der Hauptaufgaben des Chemielaborjungwerkers besteht darin, Versuche für den Laborleiter vorzubereiten. Dazu gehört beispielsweise das Ansetzen chemikalischer Lösungen sowie der Aufbau und die Justierung von Geräten und Instrumenten. Die Chemielaborjungwerkerin hilft zum Beispiel dabei, die Konzentration einer bestimmten Säure zu bestimmen. Dafür werden dann Probelösungen genommen und mit einem weiteren Stoff versehen, der sich verfärbt, wenn die Lösung neutral wird. Einen solchen Stoff, der die Änderung anzeigt, nennt man dann übrigens Indikator.
     
  • Laborarbeiten: Chemielaborjungwerker bereiten Versuche aber nicht nur vor, sondern dürfen diese teilweise auch selbst durchführen. Bei Routineuntersuchungen oder einfachen Analysen bist du gefragt: Unter chemische Laboratoriumsarbeiten – so werden ganz offiziell deine Aufgaben im Labor zusammengefasst – fällt beispielsweise das Destillieren, Filtrieren oder Kuppeln von Stoffen. Dabei hantierst du unter anderem mit Pipetten, Zentrifugen, Waagen und vielen weiteren Apparaturen. Ein einfaches Beispiel: Um die Viskosität, also die Zähflüssigkeit von Motorenöl zu untersuchen, befasst sich die Chemielaborjungwerkerin mit dem Viskosimeter – einem Messinstrument zur Bestimmung der Zähigkeit eines Stoffes.
     
  • Protokollierung: Bei der Versuchsdurchführung protokollierst du die einzelnen Schritte und fertigst im Anschluss ein Versuchsprotokoll an. Diese Protokollierung findet sowohl analog auf Versuchsbögen statt, als natürlich auch digital am PC mithilfe spezieller Software.
     
  • Qualitätskontrolle: Die Qualität der Produkte muss stimmen. Deshalb überwacht der Chemielaborjungwerker oder die -werkerin die Produktherstellung und führt regelmäßige Kontrollen durch – sowohl während des Herstellungsprozesses als auch danach. So prüfst du zum Beispiel, ob die Reinheit eines Stoffes stimmt.
     
  • Reinigung: Die Reinigung und Instandhaltung aller Geräte, Instrumente und Apparaturen ist auch Aufgabe des Chemielaborjungwerkers. Damit gewährleistest du, dass beim nächsten Versuchsablauf alles glattläuft – verunreinigte Geräte können nämlich das Ergebnis verfälschen.

 

Deine Aufgaben auf einen Blick

  • Versuche planen, vorbereiten, protokollieren und auswerten
  • Endprodukte prüfen und Analysen durchführen
  • Chemische Stoffe bearbeiten, also zum Beispiel destillieren, extrahieren, filtrieren
  • Geräte reinigen und Instrumente warten

Der Chemielaborjungwerker ist eine unentbehrliche Hilfe für Chemiker und Chemielaboranten. Natürlich musst du nicht für immer „Assistent“ bleiben. An die Ausbildung zum Chemielaborjungwerker kannst du eine verkürzte Ausbildung zum Chemielaboranten anschließen. Als Chemielaborant übernimmst du mehr Verantwortung im Labor und darfst größere Versuche selbst durchführen. Außerdem steigt dein Gehalt – die Weiterbildung lohnt sich also.

Warum sollte man Chemielaborjungwerker werden?

Eine kurze Ausbildungszeit und eine gute Vergütung: Nicht nur diese Gründe sprechen für eine Ausbildung zum Chemielaborjungwerker. Auch die Zukunftsaussichten sind top. Neben einem guten Gehalt gibt es attraktive Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

 

Wo kann ich als Chemielaborjungwerker arbeiten?

In der Regel ist der Chemielaborjungwerker in Unternehmen der chemischen Industrie beschäftigt. Aber auch die Pharmaindustrie ist eine attraktive Branche für Chemielaborjungwerker. Hier dreht sich dann alles um Arzneimittel, Medikamente, Kosmetikprodukte und Co.

Den Großteil deines Arbeitstags verbringst du im Labor oder in der Produktionshalle – je nachdem, in was für einem Betrieb du arbeitest. Teilweise sitzt du aber auch im Büro am Computer, beispielsweise bei der Protokollierung und Auswertung von Versuchsabläufen.

Deine Einsatzorte auf einen Blick

  • Labor
  • Produktionshalle
  • Büro

 

Wie sind die Arbeitszeiten als Chemielaborjungwerker?

Die Arbeitszeiten von Chemielaborjungwerkern können stark variieren. In manchen Bertrieben gibt es Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit, in anderen Unternehmen wird nur während der Woche gearbeitet.

 

Welche Arbeitskleidung tragen Chemielaborjungwerker?

Bei der Arbeit mit chemischen Substanzen gilt „safety first“. Deshalb ist bei der Arbeit im Labor Schutzkleidung Pflicht, also Handschuhe, Arbeitskittel und Schutzbrille.

 

Was muss ich für ein Typ sein, um Chemielaborjungwerker zu werden?

  • Wissenschaftler: Naturwissenschaftliche Fächer wie Chemie und Physik spielen eine große Rolle. Gute Kenntnisse in diesen Fächern sind ebenso Pflicht wie ein ausgeprägtes technisches Verständnis.
     
  • Perfektionist: Bei der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Versuchen dürfen dir keine Fehler unterlaufen. Eine sorgfältige und pflichtbewusste Arbeitsweise ist absolute Grundvoraussetzung für die Arbeit eines Chemielaborjungwerkers.
     
  • Analytiker: Aus den Laborversuchen müssen die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden. Dementsprechend benötigst du ein analytisches Denkvermögen und ein gutes Zahlenverständnis.

Wie läuft die Ausbildung als Chemielaborjungwerker ab?

Die zweijährige Ausbildung zum Chemielaborjungwerker ist dual geregelt. In der Berufsschule beschäftigst du dich beispielsweise mit den verschiedenen chemischen Stoffen und legst so die theoretischen Grundlagen. Im Betrieb gilt es dann, das Gelernte in die Praxis umzusetzen – du bereitest Versuche vor oder führst sie auch selbst durch.

Der Berufsschulunterricht kann entweder blockweise erfolgen oder du besuchst an bestimmten Wochentagen die Schule und bist den Rest der Woche im Betrieb. Das erste Ausbildungsjahr schließt mit einer Zwischenprüfung ab. Ein Jahr später steht die Abschlussprüfung an. Danach darfst du dich offiziell Chemielaborjungwerker beziehungsweise Chemielaborjungwerkerin nennen.

 

Was lernt ein Chemielaborjungwerker in der Berufsschule?

Einen Rahmenlehrplan, der genau festlegt, was ein Chemielaborjungwerker in der Berufsschule lernen muss, gibt es nicht. Deshalb können die Inhalte von Berufsschule zu Berufsschule variieren. Aufgrund des naturwissenschaftlichen Hintergrunds zählen natürlich Mathe, Physik und Chemie zu den wichtigsten Fächern.

 

Was lernt ein Chemielaborjungwerker in der Praxis?

In der Praxis beschäftigst du dich mit verschiedenen Werkstoffen wie Holz, Gummi oder Chemikalien. Dir wird beigebracht, wie du mit diesen Stoffen korrekt umgehst und diese bearbeitest. Außerdem hilfst du bei der Vorbereitung und Durchführung von Versuchen und lernst den Umgang mit verschiedenen Maschinen und Instrumenten.

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