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Empf. Schulabschluss:
(Fach-)Abitur
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 1000-1100 Euro
2. Jahr: 1000-1100 Euro
3. Jahr: 1000-1100 Euro

Duales Studium Rechtspflege

Doch eigenständiges Arbeiten will gelernt sein. Die vielfältigen Aufgaben und Befugnisse von Rechtspflegern sind im Rechtspflegergesetz festgehalten. Im Vorbereitungsdienst, in dem du ein Anwärter beziehungsweise Rechtspflegeranwärter bist, werden dir deine Aufgaben deshalb natürlich noch zugewiesen und du bekommst die Möglichkeit, dein Wissen anzuwenden und auszutesten. Du bekommst weitere berufspraktische Einblicke und führst Gespräche mit den betroffenen Bürgern, durchforstest Akten und Gesetzestexte und hältst Rücksprachen mit involvierten Anwälten oder Notaren. Am PC füllst du Verträge, Beschlüsse oder Vollstreckungsbescheide aus. So gehen deine Aufgaben in der Rechtspflege also über die hinaus, die etwa ein Justizfachwirt hat. Der Beruf findet definitiv nicht in der stillen Kammer statt, sondern beinhaltet sehr viel Austausch. Dafür benötigst du das Vokabular der Rechtssprache, musst dich gleichzeitig aber auch einfach und verständlich ausdrücken können. 

Wusstest du schon, dass...

  • du den Beruf Rechtspfleger dem sogenannten Rechtspflegegesetz (RRFLG) zu verdanken hast? Durch dieses wurden den Rechtspflegern und Rechtspflegerinnen Aufgaben zugewiesen, die in der Justiz ursprünglich von Richterinnen und Richtern ausgeführt wurden.
  • Richter in Deutschland keinen Hammer haben, auch wenn es im Fernsehen oft so dargestellt wird?
  • ein Frankfurter Richter ein Urteil in Versform verfasste? Er spielte damit auf den Auslöser des Verfahrens – eine in Versform geschriebene Mahnung – an.
  • die Presse auch als „vierte Gewalt“ bezeichnet wird?
  • Richter und Rechtspfleger gemeinsam eine Säule der Justiz bilden?

Der Wechsel zwischen Theorie und Praxis setzt sich auch im weiteren Studienverlauf fort. Zurück an der Hochschule wird deine theoretische Ausbildung für weitere sieben bis acht Monate fortgesetzt. Und wieder wirst du dein neues Wissen in einem weiteren Praxisblock anwenden können und Einblicke in die verschiedenen Rechtsgebiete bekommen. Häufig wird in der Zeit des zweiten fachpraktischen Teils die Diplomarbeit geschrieben. Im letzten Theorieblock bereitest du dich dann auf deine mündliche und schriftliche Abschlussprüfung vor. Bestehst du, bekommst du das Diplom verliehen und kannst nahtlos in den Beruf Rechtspfleger starten und den Justizdienst antreten. Damit bist du nun Beamter oder Beamtin des gehobenen Dienstes. Danach gibt es natürlich noch die Möglichkeit, die Karriereleiter weiter hochzuklettern, beispielsweise zum Justizamtsrat.

Da du später enorm selbstständig arbeiten wirst, benötigst du für das Duale Studium Rechtspflege viel Eigenantrieb und Motivation. Zudem solltest du extrem zuverlässig sein und ein gutes Urteilsvermögen besitzen. Als Rechtspfleger triffst du auf unterschiedlichste Menschen und musst dich auf diese immer wieder neu einstellen. Bei der langwierigen Sichtung der Akten benötigst du zudem viel Konzentrationsvermögen. Klingt ganz nach dir? Wenn du Abitur oder Fachabitur besitzt und gute Noten in den Hauptfächern hast, kannst du dich mit viel Selbstbewusstsein an deine Bewerbung setzen. Übrigens: Als Anwärter musst du während des gesamten Dualen Studiums keine Studiengebühren zahlen. Ganz im Gegenteil, du bekommst von Beginn an eine Besoldung. Dein Gehalt, für das man auch den Begriff Anwärterbezüge benutzt, kann sich wirklich sehen lassen. 

Du solltest Duales Studium Rechtspflege werden, wenn …
  1. es dir leicht fällt, Entscheidungen zu treffen.
  2. du geschickt darin bist, anderen komplizierte Dinge zu erklären.
  3. dir die hohe berufliche Sicherheit von Beamten und Beamtinnen sehr wichtig ist.
Du solltest auf keinen Fall Duales Studium Rechtspflege werden, wenn …
  1. langes konzentriertes Lesen dir schwer fällt.
  2. rechtliche Inhalte dich gar nicht interessieren.
  3. du dich nur schwer durchsetzen kannst.
Das Duales Studium Rechtspflege-Quiz
Frage / 3

Wer Insolvenz beantragt…

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, wer Insolvenz beantragt, der ist zahlungsunfähig, also pleite.
Richtig! Wer Insolvenz beantragt, der ist zahlungsunfähig, also pleite.

Was versteht man unter „unbeweglichem Vermögen“?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, unbewegliches Vermögen kann ein Grundstück oder eine Immobilie sein. Der Begriff wird im Zusammenhang mit Zwangsversteigerungen häufig gebraucht.
Richtig! Unbewegliches Vermögen kann ein Grundstück oder eine Immobilie sein. Der Begriff wird im Zusammenhang mit Zwangsversteigerungen häufig gebraucht.

Was bezeichnet die „richterliche Gewalt“?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, die Judikative bezeichnet die richterliche Gewalt.
Richtig! Die Judikative bezeichnet die richterliche Gewalt.
Dein persönliches Ergebnis Du hast 0 von 3 Fragen richtig beantwortet!
Dieses Profil wurde von Sabine geschrieben
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