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Empf. Schulabschluss:
Fachabitur
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
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Verdienst:

1. Jahr: 1220 Euro
2. Jahr: 1220 Euro
3. Jahr: 1220 Euro

Duales Studium Rechtspflege

In Deutschland gibt es mehr als 600 Amtsgerichte, in denen Richter täglich über Recht und Unrecht entscheiden und anhand der Gesetzesgrundlage Urteile fällen. Aber die ganze Arbeit machen Richter natürlich nicht alleine, sondern erhalten Unterstützung von Rechtspflegern. Ob Eintragung ins Register, Einleitung von Mahnverfahren oder Zwangsvollstreckungen – die Arbeit des Rechtspflegers stützt sich immer auf dem sogenannten Rechtspflegergesetz.

Worum geht es im dualen Studium Rechtspflege?

Das duale Studium Rechtspflege bereitet dich auf den Beruf des Diplomrechtspflegers oder der Diplomrechtspflegerin vor. Rechtspfleger sind als Beamte bei einem Gericht oder der Staatsanwaltschaft tätig. Schwerpunkte des dualen Studiums sind das Nachlassrecht, das Betreuungsrecht, das Grundbuchrecht, das Registerrecht sowie das Zwangsvollstreckungsrecht.

Was kann ich nach dem dualen Studium Rechtspflege machen?

Nach deinem dualen Studium Rechtspflege arbeitest du selbstständig bei Gerichten oder Staatsanwaltschaften. Auch ein Einsatz in der Justizverwaltung ist möglich. Du erledigst selbstständig und eigenverantwortlich Angelegenheiten der sogenannten freiwilligen und streitigen Gerichtsbarkeit und triffst deine Entscheidungen auf der Grundlage relevanter Rechte und Gesetze. Aber bevor du dies tust, musst du Akten sichten und dich mit Gesetzen und Rechtslagen auseinandersetzen, damit du bestimmte Fälle richtig beurteilen, und Beschlüsse anhand von Gesetzen belegen kannst.

Als Rechtspfleger beschäftigst du dich auch mit so genannten Grundbuchsachen, wie zum Beispiel der Eintragung von Grundstückseigentümern oder Hypotheken sowie Wohnrechten und Wegrechten. Kurz gesagt: Du entscheidest darüber, ob Anträge angenommen oder abgelehnt werden. Aber auch Zwangsversteigerungen von Häusern, Wohnungen und Grundstücken oder Entscheidungen in Erbschaftsangelegenheiten – wie die Eröffnung von Testamenten – werden von dir erledigt.

Welchen Abschluss erwerbe ich mit dem dualen Studium Rechtspflege?

Das duale Studium Rechtspflege schließt du mit der bestandenen Rechtspflegerprüfung ab und erhältst danach den akademischen Grad des Diplomrechtspflegers oder der Diplomrechtspflegerin.

Was muss ich für das duale Studium Rechtspflege für ein Typ sein?

Menschenkenner

Für deine Arbeit als Rechtspfleger brauchst du ein großes Maß an Menschenkenntnis und Urteilsvermögen, da du es jeden Tag mit den unterschiedlichen Typen und Rechtsfällen zu tun hast. Du musst Situationen realistisch einschätzen, um sie in einen juristischen Kontext einordnen und gesetzmäßig entscheiden zu können.

Organisationstalent

Als Rechtspfleger musst du immer den Überblick behalten. Fälle sind häufig sehr komplex und bedürfen einer gründlichen Überprüfung der Faktenlage sowie der Rechtsgrundlage. Weil du immer gut organisiert bist, kannst du verantwortungsbewusst und lösungsorientiert arbeiten.

Macher

Für das duale Studium musst du eine Menge Selbstdisziplin an den Tag legen. Zudem solltest du dich nicht davor scheuen, Entscheidungen zu treffen – auch wenn diese nicht immer im Sinne des Antragsstellers sind.

Warum sollte ich mich für das duale Studium Rechtspflege entscheiden?

Mit dem Abschluss des Diplomrechtspflegers beginnst du eine Beamtenlaufbahn, die dir einen sicheren Arbeitsplatz garantiert. Nach zwei Jahren hast du die Möglichkeit, eine Weiterbildung zum Amtsanwalt zu machen oder dich im Rahmen eines dreimonatigen Aufbaustudiums des Justizmanagements auf verantwortungsvolle Tätigkeiten in der Verwaltung vorzubereiten.

Die verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten bieten dir die Chance, eine leitende Funktion einzunehmen, welche mit mehr Verantwortung und mehr Gehalt einhergeht.

Wie läuft das duale Studium Rechtspflege ab?

Das duale Studium Rechtspflege dauert drei Jahre und ist aufgeteilt in Theorie- und Praxisblöcke. Diese variieren je nach Bundesland, in dem du dein Studium absolvierst. In der Regel verbringst du zunächst zehn bis zwölf Monate in der Hochschule, um dir notwendige Grundlagen in den verschiedenen Rechtsgebieten anzueignen, woraufhin eine längere Praxisphase beim Gericht folgt.

Dort lernst du beispielsweise die Unterschiede zwischen der freiwilligen Gerichtsbarkeit, die Grundbuch-, Register- und Familiensachen behandelt, und der streitigen Gerichtsbarkeit, welche Mahn- und Insolvenzverfahren durchführt, kennen.

Im Anschluss an die Praxisphase besuchst du wieder Vorlesungen an der Fachhochschule, wo du die verschiedenen Rechtsgebiete kennenlernst. Die zweite Praxisphase begleitest du mit einer Diplomarbeit, bevor du dich in der letzten Theoriephase auf deine schriftliche Abschlussprüfung, die Rechtspflegerprüfung vor dem Landesjustizprüfungsrat, vorbereitest. Bestehst du deine Abschlussprüfung, verleiht dir die Fachhochschule das Diplom zum Rechtspfleger.

Was mache ich in den Theoriephasen?

In den Theoriephasen nimmst du am normalen Hochschulbetrieb teil und eignest dir in Vorlesungen wie Grundbuch-, Familien-, Register oder Nachlassrecht die nötigen Rechtskenntnisse an. Du beschäftigst dich mit Grundfragen des Zivil-, Straf- und Verfassungsrechts und kannst schon bald eigenständig juristische Problemfälle lösen.

Neben den juristischen Grundlagen bekommst du einen Einblick in das Organisations- und Verwaltungswesen sowie in die Soziologie und lernst den Umgang mit den nötigen Computerprogrammen. Bald weißt du auch, wie du Sachverhalte und Begründungen mündlich sowie schriftlich, fachgerecht und präzise ausdrückst und präsentierst – damit deine Entscheidungen für die Rechtssuchenden verständlich werden.

Die Theoriephasen stärken gezielt deine Eigenständigkeit und Entscheidungsfähigkeit, indem du dein juristisches Know-how aus den Praxisphasen kritisch reflektierst und hinterfragst. Du bearbeitest konkrete Übungsfälle mit Hilfe von Musterakten eigenständig und zuverlässig, bereitest diese inhaltlich auf, erfasst den Tatbestand und wendest dabei die aktuelle Rechtsentwicklung und Rechtsprechung an.

Kann ich mich im dualen Studium auch spezialisieren?

Während des dualen Studiums Rechtspflege ist eine Spezialisierung nicht möglich.

Was mache ich in den Praxisphasen?

In deinen Praxisphasen beim Gericht vereinst du dein theoretisches Wissen mit der Praxis. Während du dich in den fachtheoretischen Abschnitten an der Uni mit Fallbeispielen beschäftigst, behandelst du reale Fälle. Du beschäftigst dich mit der Führung des elektronischen Handelsregisters. Das bedeutet: Du trägst Firmen oder Vereine ein oder löschst sie und stellst die entsprechenden Rechtsverhältnisse dar.

Zudem kümmerst du dich um Grundbuchsachen und entscheidest über Anträge auf Eintragungen von Eigentümern, Hypotheken und Grundschulden. Die Eröffnung von Testamenten und die Bestimmung der Erbfolge sind Nachlassangelegenheiten, welche ebenso wie die Betreuungssachen auch in dein Aufgabengebiet fallen. In Vormundschafts- und Betreuungssachen geht es etwa um die Beaufsichtigung, Kontrolle und Beratung der Betreuer von hilfsbedürftigen Personen oder Vormündern von minderjährigen Kindern. Ebenso leitest du Verbraucher- und Firmeninsolvenzverfahren.

Dieses Profil wurde von Sahra geschrieben
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