Ausbildung als Justizfachangestellte machen
Justizfachangestellte/r

30 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit werktags
1. Ausbildungsjahr 840 Euro
2. Ausbildungsjahr 890 Euro
3. Ausbildungsjahr 940 Euro
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Ausbildung als
Justizfachangestellte

Klassische duale Berufsausbildung

So ein Gerichtsprozess ist eine ganz schön komplizierte Angelegenheit: Da müssen Anträge gestellt, Fristen eingehalten und wichtige Unterlagen bereitgestellt werden. Und genau hier kommst du ins Spiel: Mit einer Ausbildung als Justizfachangestellte arbeitest du an Amtsgerichten oder in Staatsanwaltschaften und greifst den Richtern und Staatsanwälten vor, während und nach einer Verhandlung unter die Arme. Daneben bist du Ansprechpartner für ratsuchende Bürger, verwaltest Akten und bist außerdem für alle anfallenden organisatorischen Büroaufgaben zuständig. Als Justizfachangestellte bist du also ein wahres Multitalent. Was den Beruf zusätzlich reizvoll macht: Nach deiner Ausbildung als Justizfachangestellte hast du die Möglichkeit, verbeamtet zu werden. Klingt spannend? Ist es auch! Und deswegen solltest du jetzt unbedingt weiterlesen. 

Mit einer Ausbildung als Justizfachangestellte wirst du zum Allrounder und Organisationstalent. In Gerichten und Staatsanwaltschaften sorgst du für einen reibungslosen Ablauf. Dafür übernimmst du eine Vielzahl an Aufgaben. So achtest du zum Beispiel darauf, dass wichtige Unterlagen, zum Beispiel Anklageschriften oder Betreuungsanträge, bereitliegen, wenn sie gebraucht werden. Außerdem behältst du während der Verhandlungen die folgenden Termine im Auge. Bei Verhandlungen führst du außerdem Protokoll und beglaubigst die Abschriften von Gerichtsentscheidungen. Du nimmst Einträge und Änderungen im Grundbuch oder Handelsregister vor und überwachst Fristen, zum Beispiel bei Schmerzensgeldzahlungen. Zudem schreibst du Vorladungen und erteilst Auskünfte an Bürger und Bürgerinnen. Dein Arbeitsplatz sieht also je nach Aufgabe unterschiedlich aus: Mal sitzt du im Büro, mal arbeitest du aber auch direkt im Gerichtssaal.

Bei allem, was du tust, musst du die gesetzlichen Vorschriften beachten. Daher eignest du dir in der Ausbildung als Justizfachangestellte auch ein umfangreiches juristisches Fachwissen an. Außerdem stehst du im permanenten Kontakt mit Richtern, Anwälten und Notaren, zum Beispiel wenn du ihnen wichtige Akten vorlegen oder in ihnen nach bestimmten Inhalten suchen musst. 

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Die Ausbildung als Justizfachangestellte dauert drei Jahre, in manchen Bundesländern auch nur zweieinhalb. Die Hälfte der Zeit verbringst du auf dem Berufskolleg oder einer Verwaltungsfachschule und lernst alle wichtigen theoretischen Grundlagen, zum Beispiel wie ein Verhandlungsprotokoll geführt wird. Die restliche Zeit bist du in deiner Ausbildungsstätte im Einsatz. Die liegt meistens in einem Amtsgericht oder einer Staatsanwaltschaft. Doch auch in Insolvenz- und Registergerichten sowie in Grundbuchämtern kannst du die Ausbildung als Justizfachangestellte absolvieren. Hast du ein paar Jahre in dem Beruf gearbeitet und dabei ein bestimmtes Alter noch nicht überschritten, dann kannst du sogar eine Beamtenkarriere im mittleren Justizdienst anstreben. Alles, was es darüber zu wissen gibt, erfährst du in unserem Karrierepfad.

Wusstest du schon, dass...

  • …das Münchener Amtsgericht mit mehr als 1300 Beschäftigten das größte Amtsgericht in Deutschland ist?
  • …der Schmücker-Prozess, in dem der Mord an dem Informanten Ulrich Schmücker aufgeklärt werden sollte, als der längste Strafprozess in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gilt? Er bestand aus insgesamt vier Strafverfahren, umfasste zwischen 1976 und 1991 ganze 591 Verhandlungstage und endete mit einer Einstellung des Verfahrens.
  • …es vier Laufbahngruppen für Beamte gibt? Den einfachen, mittleren, gehobenen und höheren Dienst. Dein Abschluss entscheidet, in welcher Laufbahngruppe du landest. Für den gehobenen Dienst brauchst du in den meisten Fällen das Abitur, für den höheren Dienst einen Hochschulabschluss.
  • …das Wort Justiz von dem lateinischen Begriff „iustitia“ abgeleitet wird, der auf Deutsch „Gerechtigkeit“ bedeutet?
  • …es in Deutschland fünf Bereiche der so genannten Gerichtsbarkeit gibt? Die ordentliche, die Verwaltungs-, die Finanz-, die Arbeits- und die Sozialgerichtsbarkeit. Alle Streitfälle werden einer dieser Gerichtsbarkeiten zugeteilt.

Was du für die Ausbildung als Justizfachangestellte mitbringen musst, das sind in erster Linie Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit. Schließlich hast du es oft mit vertraulichen Informationen und Unterlagen zu tun. Du solltest sehr gut Deutsch sprechen und schreiben können und du brauchst Fingerspitzengefühl beim Umgang mit den Bürgern, gerade wenn diese bei bestimmten Rechtsangelegenheiten verunsichert oder aufgewühlt sind. Daneben hast du es häufig mit Zahlen zu tun, zum Beispiel, wenn du Gebühren für ein Verfahren berechnest. Daher wäre es hilfreich, wenn Mathe nicht gerade dein schlechtestes Fach war. Und last but not least: Du musst schnell und sauber tippen können, mindestens 180 Anschläge pro Minute solltest du für die Ausbildung als Justizfachangestellte draufhaben.

Du solltest Justizfachangestellte werden, wenn...

  1. ...du die Arbeit im Gericht spannend findest.
  2. ...dich verwaltende und organisatorische Büroaufgaben reizen.
  3. ...du später vielleicht Beamter werden möchtest.

Du solltest auf keinen Fall Justizfachangestellte werden, wenn...

  1. ...du mehrere Minuten brauchst, ehe du auf einer Tastatur den richtigen Buchstaben findest.
  2. ...Mathe und Deutsch schon immer deine schlechtesten Fächer waren.
  3. ...du unbedingt an der frischen Luft arbeiten möchtest.

Das Justizfachangestellte-Quiz

Wofür steht die Abkürzung BGB?



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