Ausbildung zum/zur Justizfachwirt/in / Beamte/r im allgemeinen Justizdienst

Sugar image big wie werde ich justizfachwirt
Empf. Schulabschluss:
Keine Angabe
Ausbildungsdauer:
1,5-2,5 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 1087-1125 Euro
2. Jahr: 1087-1125 Euro
3. Jahr: 1087-1125 Euro

Justizfachwirt/in / Beamte/r im allgemeinen Justizdienst

Warum sollte man Justizfachwirt werden?

Justizfachwirte üben einen Beruf mit Zukunft aus. Rechtsstreitigkeiten gibt es schon immer und das wird sich auch nicht ändern. Wenn man sich beispielsweise zum Gerichtsvollzieher oder Rechtspfleger weiterbildet, kommt man zudem in eine höhere Besoldungsgruppe, die dementsprechend besser vergütet wird. Generell profitieren Beamte im allgemeinen Justizdienst von einer Verbeamtung auf Lebenszeit. Sie sind dann zum Beispiel unkündbar, sofern sie sich nichts zu Schulden kommen lassen.

Wo kann ich als Justizfachwirt arbeiten?

Als Justizfachwirt arbeitest du meist entweder bei einem Gericht, wie dem Amts- und Landgericht, oder bei einer Staatsanwaltschaft. Du kannst auch genauso in Justizvollzugsanstalten beruflich Fuß fassen.

Wie sind die Arbeitszeiten als Justizfachwirt?

Die Arbeitszeiten entsprechen größtenteils klassischen Bürozeiten, also etwa von 8 bis 17 Uhr. Beamte im allgemeinen Justizdienst müssen jedoch auch immer auf aktuelle Entwicklungen reagieren, zum Beispiel, wenn ein Haftbefehl dringend fertiggestellt werden muss. Also: Gelegentlich fallen auch Überstunden an.

Welche Arbeitskleidung tragen Justizfachwirte?

Justizfachwirte kleiden sich im Büro mehrheitlich nach dem Dresscode Casual oder Business Casual. Während sie allerdings im Gerichtssaal sitzen, da sie zum Beispiel Protokoll führen, tragen sie eine klassische schwarze Robe.

Was muss ich für ein Typ sein, um Justizfachwirt zu werden?

Organisationstalent: Schreiben aufsetzen, Telefonate führen und an Gerichtsverhandlungen teilnehmen – Organisation ist in diesem Beruf Pflicht. Hier kommt es insbesondere darauf an, Prioritäten zu setzen, da oft mehrere Aufgaben gleichzeitig anfallen, aber nur nacheinander bearbeitet werden können.

Perfektionist: Ist die Zeugenentschädigung richtig berechnet und im Formular eingetragen? Ist in der Ankündigung einer geplanten Zwangsversteigerung das korrekte Datum vermerkt? Als Beamter im allgemeinen Justizdienst musst du sehr sorgfältig arbeiten, um eventuelle Fehler möglichst zu vermeiden.

Helfer: Wenn jemandem Eigentum genommen wird oder jemand einen Haftbefehl erhält, sind die Betroffenen oft verzweifelt oder auch verärgert. Als Justizfachwirt gehört es auch zu deinen Aufgaben, dir Zeit für die Menschen zu nehmen und sie verständnisvoll aufzuklären.

Wie läuft die Ausbildung als Justizfachwirt ab?

Die duale Ausbildung dauert in der Regel zwischen eineinhalb und zweieinhalb Jahren. Die tatsächliche Dauer ergibt sich zum einen aus den Qualifikationen, die der Auszubildende mitbringt, und zum anderen aus den Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes. Angehende Justizfachwirte bilden sich in einem Justizgebäude und in speziellen Fachschulen weiter. Neben einer Zwischenprüfung gibt es eine Laufbahnprüfung mit einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Diese Prüfung kann einmalig wiederholt werden. Während der Ausbildung ist man Beamter auf Widerruf, danach Beamter auf Probe und nach einigen Jahren Berufserfahrung Beamter auf Lebenszeit.

Was lernt ein Justizfachwirt in der Justizschule?

Die Inhalte und der zeitliche Ablauf der theoretischen Ausbildung können sich je nach Bundesland unterscheiden. Während es zum Beispiel an einer Justizschule in Bayern drei Theorieblöcke gibt, sind es bei einer in Niedersachsen nur zwei. Trotzdem sind viele Inhalte natürlich identisch:

Kostenwesen: Wie wird eine Kostenrechnung aufgestellt? Welche Bestimmungen gibt es bei der Auflistung der Gerichtskosten? Aus welchen Posten setzen sich Gerichtskosten überhaupt zusammen? Antworten auf diese Fragen erhalten die Auszubildenden von ihren Lehrern in der Justizschule.

Protokollführung: Angehende Justizfachwirte lernen im Fachschulunterricht, wie sie Protokolle in Gerichtsverhandlungen verfassen. Oft werden auch Nachweise über die sichere Beherrschung des Zehnfingersystems im Tastschreiben gefordert. 180 Tastenanschläge pro Minute werden hier verlangt.

Vollstreckungssachen: Wie sieht ein Zwangsversteigerungsverfahren aus? Wie müssen Schuldner eine Vermögensauskunft geben? Was sind die Folgen einer solchen Vermögensauskunft? All das erfahren angehende Beamte im allgemeinen Justizdienst bereits in ihrer theoretischen Ausbildung.

Entschädigungsrecht: Wie hoch die Aufwandsentschädigung von Zeugen, Gutachtern oder Dolmetschern ausfallen darf, ist genau vorgeschrieben und wird von Justizfachwirten in ihren Kostenrechnungen berücksichtigt. Der Bereich Entschädigungsrecht ist daher fest im Stundenplan verankert.

Insolvenzsachen: Wenn ein Unternehmen oder eine Privatperson Insolvenz anmeldet, ist unter anderem eine Liste der Gläubiger zu erstellen. Gläubiger sind all diejenigen, denen noch Geld des Schuldners zusteht. Diese Liste wird in die zugehörige Akte geheftet, die ebenfalls von Justizfachwirten gepflegt wird. Da die Aktenarbeit ein zentraler Bestandteil im Berufsleben von Beamten im allgemeinen Justizdienst ist, wird die Aktenführung schon zu Beginn der Ausbildung korrekt eingeübt.

Was lernt ein Justizfachwirt in der Praxis?

Angehende Justizfachwirte werden in der Praxis langsam an die Aufgaben herangeführt. Während sie in Gerichtsverhandlungen zunächst nur zusehen, wie Protokolle geschrieben werden, übernehmen sie diese Aufgabe nach und nach selbst. Hierfür haben sie im Theorieteil der Ausbildung das Zehnfingersystem im Tastschreiben perfektioniert, sich ein solides rechtliches Grundwissen angeeignet und können das Ganze der Norm entsprechend praktisch aufbereiten.

Zudem erfahren die Auszubildenden, wie sie Akten anlegen und pflegen sowie Formulare ausfüllen und korrekt bearbeiten. Zu Beginn assistieren die Auszubildenden bei Beratungsgesprächen mit Besuchern, nach einer gewissen Zeit können sie die Gespräche eigenständig und kompetent führen.

Du solltest Justizfachwirt/in / Beamte/r im allgemeinen Justizdienst werden, wenn …
  1. du sehr schnell und fehlerfrei am Computer tippen kannst.
  2. dein Einfühlungsvermögen sehr groß ist, um Bürgeranfragen verständnisvoll und kompetent beantworten zu können.
  3. du dich und deine Aufgaben optimal organisieren kannst.
Du solltest auf keinen Fall Justizfachwirt/in / Beamte/r im allgemeinen Justizdienst werden, wenn …
  1. dir mehrere Aktenberge auf dem Schreibtisch direkt Schweißausbrüche verursachen.
  2. du sehr ungeduldig bist und daher einzelne Angaben in Akten und Formularen nicht ganz genau prüfst.
  3. du dich während deiner Arbeit viel bewegen möchtest. Justizfachwirte sitzen meistens am Schreibtisch oder im Gerichtssaal.
Das Justizfachwirt/in / Beamte/r im allgemeinen Justizdienst-Quiz
Frage / 3

Was bedeutet der Begriff „Jura“?

Leider falsch! Falsch, der Begriff „Jura“ kommt vom lateinischen Wort „ius“, Mehrzahl „iura“. Übersetzen lässt sich die Bezeichnung mit „Rechte“.
Richtig! Richtig, der Begriff „Jura“ kommt vom lateinischen Wort „ius“, Mehrzahl „iura“. Übersetzen lässt sich die Bezeichnung mit „Rechte“.

Wo sitzen Justizfachwirte im Gerichtssaal?

Leider falsch! Falsch, Justizfachwirte sitzen neben dem Richter und protokollieren von dort die Geschehnisse.
Richtig! Richtig, Justizfachwirte sitzen neben dem Richter und protokollieren von dort die Geschehnisse.

Wie sieht die Grundstellung der Finger beim Zehnfingersystem aus?

Leider falsch! Falsch, die Grundstellung der Finger lautet beim Zehnfingersystem: ASDF JKLÖ. Die Daumen schweben über der Leertaste. Aus dieser Position heraus kann man seine Schreibgeschwindigkeit mit etwas Übung deutlich steigern.
Richtig! Richtig, die Grundstellung der Finger lautet beim Zehnfingersystem: ASDF JKLÖ. Die Daumen schweben über der Leertaste. Aus dieser Position heraus kann man seine Schreibgeschwindigkeit mit etwas Übung deutlich steigern.
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Dieses Profil wurde von Manuela geschrieben
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