Duales Studium Wehrtechnik

Mit freundlicher Unterstützung der Bundeswehr

Empf. Schulabschluss:
Fachabitur
Ausbildungsdauer:
3 1/2 Jahre
Arbeitszeit:
Schichtdienst möglich
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 1985 Euro
2. Jahr: 1985 Euro
3. Jahr: 1985 Euro

Duales Studium Wehrtechnik

Wissenschaft und modernste Technik kombiniert mit einer sicheren Laufbahn als Beamter im gehobenen Dienst – das bietet dir das duale Studium Wehrtechnik. Und es wird mit verschiedenen Fachrichtungen angeboten: Marinetechnik, Luftfahrzeugtechnik sowie Informationstechnik und Elektrotechnik. Am Ende steht der Ingenieurstitel bzw. der Bachelor of Engineering. Während des dualen Studiums bist du sowohl im Bildungszentrum der Bundeswehr als auch in einer Fachhochschule zu finden. Danach bist du für die unterschiedlichsten Aufgaben qualifiziert – von Management über Forschung bis hin zu einer Anstellung bei der NATO. 

Das duale Studium Wehrtechnik setzt sich aus einem Vorbereitungsdienst bei der Bundeswehr und einem ingenieurswissenschaftlichen Studium an der Universität der Bundeswehr in München zusammen. Dabei hast du die Möglichkeit, zwischen verschieden Studiengängen wie Elektrotechnik und Informationstechnik, Luftfahrzeugtechnik oder Marinetechnik zu wählen. Vor Beginn des Studiums entscheidest du dich für eine der drei Studienrichtungen.

Der Vorbereitungsdienst findet im Bildungszentrum der Bundeswehr statt, dort stehen Themen wie Beschaffung militärischer Ausrüstung, Projektmanagement, Konzeptionierung sowie Forschung und Technologie auf dem Lehrplan.

Insider: Das duale Studium Wehrtechnik bei der Bundeswehr

Das duale Studium Wehrtechnik beginnt bei der Bundeswehr mit einer zweiwöchigen Einführungsveranstaltung. Den fachtheoretischen Teil absolvierst du dann an der Universität der Bundeswehr in München oder an einer von sieben Hochschulen, mit denen die Bundeswehr kooperiert. Abwechselnd dazu verbringst du die Praxisphasen an verschiedenen Dienststellen der Bundeswehr. Während dieser Praktika lernst du typische Arbeitsabläufe kennen und hast bereits mit technischem Gerät zu tun: Du wirkst zum Beispiel bei der Beschaffung, Bewertung und Erforschung militärischer Ausrüstung mit.

Doch auch auf die Inhalte des gewählten Studiengangs wird während des Vorbereitungsdienstes eingegangen. Natürlich wirst du während deines dualen Studiums nicht nur Theorie lernen, sondern es steht auch eine Praxisphase in den Dienststellen der Bundeswehr auf dem Programm.

Während der Ausbildung hast du jederzeit einen Ansprechpartner, denn dir werden Tutoren an die Seite gestellt, die dir nicht nur bei inhaltlichen, sondern auch bei organisatorischen Fragen Rede und Antwort stehen.

Die Schwerpunkte im Überblick: 

Marinetechnik: Du lernst zunächst die allgemeinen Grundlagen, die für die Marinetechnik notwendig sind. Ab dem zweiten Studienjahr gibt es Vertiefungsfächer zur mobilen und stationären Energietechnik und zum praktischen Schiffsbetrieb. Später kommen Pflichtmodule hinzu, in denen die mathematisch-naturwissenschaftlichen und die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen vermittelt werden. Die Inhalte sind hierbei mit denen der Studienrichtung Luftfahrzeugtechnik identisch. In Pflichtmodulen werden die erlernten Grundlagen und ingenieurwissenschaftlichen Arbeitsmethoden auf die Marinetechnik angewandt. Dazu gehören die Grundlagen der Kraftwerkstechnik und des Schiffbaus, der Schiffsbetriebs- und die Schiffantriebstechnik sowie die Verbrennungs- und Strömungsmaschinen. In mehreren Praktika werden Versuche zur Marinetechnik durchgeführt.

Luftfahrzeugtechnik: In dieser Studienrichtung erwarten dich zuerst die mathematisch-naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen. Im zweiten Studienabschnitt lernst du die Anwendung der technischen Grundlagen auf dem Gebiet der Luftfahrzeugtechnik kennen. Dazu gehören vertiefende Kenntnisse über Aerodynamik, Flug- und Raummechanik, Luftfahrtantriebe und Leichtbau sowie über Verbrennungskraft- und Strömungsmaschinen. So werden zum Beispiel Versuche im Windkanal oder im Flugsimulator durchgeführt.

Informationstechnik und Elektrotechnik: Zuerst werden grundlegende Kenntnisse und Methoden in Mathematik, Physik, Elektrotechnik, Informatik, Programmierung und Messtechnik vermittelt. Im zweiten Studienjahr stehen dann verschiedene Aufbaublöcke zur Wahl: Technische Informatik und Kommunikationstechnik sowie Cyber Security. Du erhältst Kenntnisse in Fächern wie Embedded Systems und Digitale Signalverarbeitung, Digitaltechnik und Regelungstechnik. Im Aufbaublock Technische Informatik beschäftigst du dich mit den Bereichen Informatik, Rechnertechnik, Hardware-Entwicklung und Rechnerkommunikation. Im Aufbaublock Kommunikationstechnik geht es um Informationstheorie, Kommunikationstechnik und Mobilfunk. Im Aufbaublock Cyber Security wird ein vertieftes, hard- und softwarebasiertes Verständnis von Problemen der Sicherheit moderner vernetzter Computer- und Netzwerkarchitekturen vermittelt.

Arbeiten bei der Bundeswehr

Nach dem dualen Studium Wehrtechnik arbeitest du bei der Bundeswehr als Beamter im gehobenen technischen Dienst. In deinem Job übernimmst du verantwortungsvolle Aufgaben im Bereich Wehrtechnik der Bundeswehrverwaltung, meistens im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in Koblenz. Du kannst als Bundesbeamter oder als -beamtin auch an anderen militärischen und zivilen Dienststellen deutschlandweit eingesetzt werden – zum Beispiel in den sogenannten Wehrtechnischen Dienststellen. Dort wird neues Wehrmaterial wie Waffen und Ausrüstung getestet. Du hast in der Regel eine Fünf-Tage-Woche mit 41 Stunden Wochenarbeitszeit. Schicht- oder Nachdienst kommen normalerweise nicht auf dich zu. Einer der Vorteile des Beamtenstatus: Du hast einen sehr sicheren Arbeitsplatz. Beendest du dein duales Studium erfolgreich und bestehst du die Laufbahnprüfung, garantiert dir die Bundeswehr die Übernahme.

Wusstest du schon, dass...

  • sich technische Innovationen wie das GPS und das Radar aus der Wehrtechnik entwickelt haben?
  • der Bundespräsident alle Offiziere der Bundeswehr ernennt?
  • das sich Wort Ingenieur vom lateinischen „ingenium“ ableitet, welches sich mit „sinnreiche Erfindung“ oder „Scharfsinn“ übersetzen lässt?
  • in dem Wort Ingenieur „Genie“ steckt? ;)
  • das Patent eines angestellten Ingenieurs rechtlich gesehen dem Arbeitgeber gehört?

Wie in jedem ingenieurswissenschaftlichen Studium erwartet dich auch im dualen Studium Wehrtechnik ein hoher wissenschaftlicher Anspruch. Du solltest also eine Begabung für Technik, Mathematik und Naturwissenschaften mitbringen. Wenn du die Fachhochschulreife hast, Deutscher oder Deutsche im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes bist und ein sauberes polizeiliches Führungszeugnis vorweisen kannst, steht auch auf formeller Seite der Bewerbung für das dDuale Studium Wehrtechnik nichts im Wege.

Vorbereiten solltest du dich auf einen Einstellungstest, in dem deine Begabung und Berufseignung geprüft werden. Kannst du bei dem Test mit guten Leistungen überzeugen, wartet nicht nur eine tolle Karrierelaufbahn, sondern auch ein überdurchschnittliches Gehalt auf dich. Bevor es allerdings losgehen kann, nimmst du an einem achtwöchigen Vorpraktikum teil. Hast du bereits ein Fachpraktikum vorzuweisen, kann dir dieses angerechnet werden.

Nach der Ausbildung warten nicht nur ein Ingenieurstitel und eine Verbeamtung auf Lebenszeit auf dich, es kommen vielfältige und spannende Aufgaben auf dich zu. Ob in der Entwicklung, Erprobung und Optimierung von technischer Ausrüstung, im technischen Projektmanagement oder in der Grundlagenforschung, du hast die Möglichkeit an Dienststellen in ganz Deutschland und rund um den Globus zu arbeiten. Dienststellen finden sich zum Beispiel in Kanada, den USA oder ganz Europa.

Du solltest ein Duales Studium Wehrtechnik belegen, wenn …
  1. Technik dich jeden Tag neu begeistert.
  2. Naturwissenschaften und Mathe dir besonders leicht fallen.
  3. du auf eine sichere Zukunft sehr großen Wert legst.
Du solltest auf keinen Fall ein Duales Studium Wehrtechnik belegen, wenn …
  1. du schnell die Geduld verlierst und dich nicht lange konzentrieren kannst.
  2. es dir schwer fällt, abstrakt zu denken.
  3. dich schon ein Schaltkreis überfordert.
Das Duales Studium Wehrtechnik-Quiz
Frage / 3

Zu den Militäringenieuren zählt der…

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1. Die Pioniere zählen zu den Militäringenieuren. Ihre Aufgabe ist die Entwicklung technischer Hilfsmittel.
Richtig! Die Pioniere zählen zu den Militäringenieuren. Ihre Aufgabe ist die Entwicklung technischer Hilfsmittel.

Was ist kein Werkstoff?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2. Benzin ist kein Werkstoff. Zu den Werkstoffen zählen Materialien wie Rohstoffe, die zu einem Endprodukt verarbeitet werden.
Richtig! Benzin ist kein Werkstoff. Zu den Werkstoffen zählen Materialien wie Rohstoffe, die zu einem Endprodukt verarbeitet werden.

In welcher Einheit wird die Leistung einer Batterie angegeben?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, die Leistung einer Batterie wird in Watt angegeben.
Richtig! Die Leistung einer Batterie wird in Watt angegeben.
Dein persönliches Ergebnis Du hast 0 von 3 Fragen richtig beantwortet!
Bewirb dich vor allen anderen für diesen Beruf mit unserem Jobletter
  • Passende Jobs direkt in deiner Nähe
  • Sofort Bescheid wissen, sobald es neue Stellen gibt
  • Alles komplett kostenlos