Ausbildung als Edelsteinschleifer machen
Edelsteinschleifer/in

0 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit werktags
1. Ausbildungsjahr 790-940 Euro
2. Ausbildungsjahr 840-1000 Euro
3. Ausbildungsjahr 910-1100 Euro
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Ausbildung als
Edelsteinschleifer

Klassische duale Berufsausbildung

Bevor Diamanten, Rubine, Saphire und andere Edelsteine die Augen von Schmuckliebhabern zum Funkeln bringen, müssen zuerst einmal die entsprechenden Rohsteine in Form gebracht werden. Wie das fachmännisch geschieht, das lernst du in der Ausbildung als Edelsteinschleifer. Darin schleifst du die kostbaren Mineralien aber nicht nur, sondern schneidest, durchbohrst und polierst sie auch. Du bist handwerklich geschickt, schreckst nicht vor lauten Maschinen zurück und besitzt außerdem einen Sinn für Farben und Formen? Dann lies unbedingt weiter, was es noch so alles mit diesem schmucken Beruf auf sich hat!

Bevor du dich an die Bearbeitung der Rohsteine machst, musst du zuerst einmal die richtige Sorte wählen. Soll der leuchtend-grüne Smaragd den Ring zieren, oder doch lieber der honigfarbene Topas? Diese Entscheidung triffst meistens nicht du selbst, sondern dein Auftraggeber, etwa ein Juwelier oder ein Privatkunde. Als Edelsteinschleifer beziehungsweise Edelsteinschleiferin verarbeitest du Edelsteine aber nicht nur zu Schmuckstücken und Schmucksteinen, sondern auch zu Gebrauchssteinen für technische Geräte, beispielsweise in der Medizin.

Hast du dich für eine Steinsorte entschieden, wählst du das passende Rohmaterial nach Größe, Farbe, Reinheit, Form, Härte, Spaltbarkeit und Lichtbrechung aus und überprüfst ihn auf Einschlüsse oder Risse. Schließlich soll der Edelstein hinterher möglichst makellos sein. Anschließend schneidest, bohrst und facettierst (also schleifst) du den Edelstein so lange, bis er die richtige Größe und Form hat, und entfernst kleine Kratzer und Unebenheiten. Zum Schluss polierst du das gute Stück dann und prüfst seine letztendliche Qualität. Bei all diesen Schritten und Schleiftechniken setzt du nicht nur auf Handarbeit, sondern benutzt auch jede Menge Maschinen. Mit einer Filz- oder Lederscheibe werden die Steine beispielsweise poliert. 

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Entscheidest du dich für das Handwerk des Edelsteinschleifers, durchläufst du eine dreijährige duale Berufsausbildung. Ausbildungsplätze findest du in Edelstein- und Schmuckwerkstätten oder in den Werkstätten von Schmuckateliers und Juweliergeschäften, wo du die Hälfte der Zeit verbringst. Dort übst du zum Beispiel den Umgang mit den verschiedenen Werkzeugen und lernst verschiedene Schmucksteine kennen. Außerdem bringt man dir bei, welche Schliffart zu welcher Steinsorte passt, um einen Stein möglichst groß zu erhalten. Beim Abschleifen so schließlich so wenig wie möglich von dem teuren Stein verschwendet werden.

Die restliche Zeit hast du Unterricht in der Berufsschule. Dort lernst du zum Beispiel alles zum Thema Arbeitssicherheit, über das Prüfen und Beurteilen von Edelsteinen, das Lesen und Erstellen technischer Unterlagen und die Vorbereitung der Steine zum Schleifen.

Wusstest du schon, dass...

  • …im belgischen Antwerpen zwei Drittel des weltweiten Diamantenhandels abgewickelt werden?
  • …Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz das Edelsteinzentrum Deutschlands ist?
  • …rote Diamanten als die seltensten und kostbarsten Edelsteine gelten?
  • …der rosafarbene Diamant „Pink Star“ für rund 76,3 Millionen Euro versteigert wurde? Mehr Geld wurde noch nie für einen Edelstein bezahlt. Zwei Jahre dauerte es, bis er aus einem Rohstein geschliffen wurde.
  • …der schwerste je gefundene Rohdiamant 3106,7 Karat wog? Das sogenannte „Cullinan“-Juwel wurde 1905 in Südafrika ausgegraben, die größten Diamantstücke sind Teil der britischen Kronjuwelen.

Um die Ausbildung als Edelsteinschleifer zu machen, reicht in der Regel ein Hauptschulabschluss aus. Dabei helfen dir vor allem gute Noten in Mathe, zum Beispiel für die verschiedenen Messtechniken, sowie in Physik und Chemie, wenn es um das Klassifizieren von Edelsteinen geht.

Was du außerdem für den Job mitbringen solltest, sind Geschicklichkeit, Sorgfalt und Konzentrationsfähigkeit. Die Mineralien in deinen Händen haben schließlich einen ziemlich hohen Wert. Auch ein gutes Gehör schadet nicht. Wenn du beim Schleifen nämlich statt des gleichmäßigen Brummens ein fieses Kratzen hörst, dann bist du vermutlich auf eine Kante getroffen.

So fein und elegant die Steinchen hinterher auch aussehen – die Ausbildung ist nichts für Zartbesaitete. Du arbeitest ständig mit lauten Maschinen, und du setzt viele Säuren und Poliermittel ein, die ziemlich ätzend riechen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Du solltest Edelsteinschleifer studieren, wenn...

  1. ...du geschickte Finger hast.
  2. ...Werkstätten dein bevorzugter Arbeitsplatz sind.
  3. ...Türkis für dich nicht nur eine Farbe ist.

Du solltest auf keinen Fall Edelsteinschleifer studieren, wenn...

  1. ...Lärm und unangenehme Gerüchen dich ziemlich stören.
  2. ...du dich nur schwer konzentrieren kannst.
  3. ...die Faszination für schönen Klunker für dich völlig unverständlich ist.

Das Edelsteinschleifer-Quiz

Welche drei Namen bezeichnen keine Edelsteine?



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