Ausbildung zum Fahrzeuginnenausstatter/in

Empf. Schulabschluss:
Mittlere Reife
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?
Verdienst:
1. Jahr: 585 Euro
2. Jahr: 690 Euro
3. Jahr: 790 Euro

Fahrzeuginnenausstatter/in

Du möchtest einen Beruf erlernen, bei dem du maßgeblich an der Neugestaltung und Veredelung von Fahrzeuginnenräumen beteiligt bist? Bei dem du durch dein Gespür für Material und Farben einen Ort zum Wohlfühlen erschaffst oder durch sportliche Akzente aufwertest? Dann solltest du dir die Ausbildung zum Fahrzeuginnenausstatter unbedingt genauer ansehen. Denn hier wirst du vorwiegend mit deinen Händen arbeiten und am Ende des Tages ein fertiges Produkt vor dir sehen. Im Laufe der Ausbildung lernst du wie man Sitze polstert, Lenkräder und Armaturenbretter überzieht und vieles mehr. Wenn du richtig gut bist, solltest du am Ende deiner Ausbildung zum Fahrzeuginnenausstatter in der Lage sein, das Innere deines eigenen Autos aufzupimpen.

Wichtige Info: Der Ausbildungsberuf des Fahrzeuginnenausstatters wird am 1. August 2021 vom Fahrzeuginterieur-Mechaniker abgelöst. Das hängt damit zusammen, dass sich die Fahrzeuge und die darin verbauten Elemente in den letzten Jahren stark weiterentwickelt haben. Deshalb musste die Ausbildung sowohl strukturell als auch inhaltlich überarbeitet werden. Durch die neue Ausbildungsordnung rücken zum Beispiel die Montagetätigkeiten weiter in den Vordergrund der Ausbildung.

 

Wie läuft die Ausbildung zum Fahrzeuginnenausstatter ab?

Die Ausbildung zum Fahrzeuginnenausstatter dauert bis zum Gesellenbrief normalerweise drei Jahre. Wenn aber deine Leistungen hervorragend sind und das Einverständnis des Betriebes und der Berufsschule vorliegt, kann die Lehrzeit bis auf zwei Jahre verkürzt werden. Nach dieser Zeit solltest du in der Lage sein, Schablonen zu erstellen und die daraus gefertigten Zuschnitte zusammenzunähen, außerdem kannst du dann technische Zeichnungen lesen, Entwürfe skizzieren, Teppichboden verlegen und einen Himmel verspannen. Die angefertigten Teile können unteranderem im Pkw, Lkw, Bus, Eisen- und Straßenbahnwaggons, ja sogar in Flugzeug und Schiffen ihren Einsatz finden und von dir dort montiert werden.

Im Gegensatz zum Autosattler bist du als Fahrzeuginnenausstatter mehr in der industriellen Fertigung angesiedelt. Du könntest zum Beispiel im Musterbau, in dem Prototypen oder Show Cars für Messeauftritte gebaut werden, oder in einer Produktion von Seriensitzen arbeiten. Bei der Fertigung von Seriensitzen geht es vor allem um den Zusammenbau der Einzelkomponenten oder das Überziehen mit einem Bezug. Des Weiteren ist die Herstellung der einzelnen Bezüge aus Stoff oder Leder auch ein serieller Prozess, bei dem du mit der entsprechenden Qualifikation wichtige Aufgaben als Vorarbeiter oder Meister übernehmen kannst.

 

Wusstest du schon, dass...

  • die Gestaltung des Fahrzeuginnenraums ein wesentlicher Punkt bei der Fahrzeugentwicklung ist? Besonders die Haptik spielt hier eine sehr große Rolle.
  • sogar der Airbag als Insassenrückhaltesystem zur Fahrzeuginnenausstattung gehört?
  • man für einen Fahrzeuginnenraum etwa 20 m² Leder benötigt?

In der immer internationaler werdenden Wirtschaft wird es auch vorkommen, dass du mit Auslandsaufenthalten konfrontiert und vor neue Herausforderungen gestellt wirst. Schließlich werden aufgrund der wirtschaftlichen Beziehungen zu anderen Ländern immer mehr Produktionen auch in diese verschoben. Es kann also sein, dass dir nach deiner Ausbildung zum Fahrzeuginnenausstatter die Möglichkeit geboten wird, Auslandserfahrung zu sammeln, dein erworbenes Fachwissen weiterzugeben und deine Fremdsprachenkenntnisse zu festigen.

Du solltest Fahrzeuginnenausstatter/in werden, wenn …
  1. du handwerkliches Geschick hast.
  2. räumliches Vorstellungsvermögen kein Problem für dich ist.
  3. du technisches Verständnis besitzt.
Du solltest auf keinen Fall Fahrzeuginnenausstatter/in werden, wenn …
  1. du eine Lederallergie hast.
  2. dir der Sinn für geometrische Formen fehlt.
  3. du zwei linke Hände hast.