Sugar image big ausbildung zum sattler 3
Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 550 Euro
2. Jahr: 590 Euro
3. Jahr: 620 Euro

Sattler/in

Ob auf dem Pferderücken, hinter dem Lenkrad oder im Flugzeug– in all diesen Situationen wäre man ohne den Sattler aufgeschmissen. Denn waswäre der Reiter ohne Sattel, ein Auto ohne Sitze oder ein Urlauber ohne Koffer?Die Ausbildung zum Sattler wird mit drei verschiedenen Schwerpunkten angeboten,dem Schwerpunkt Reitsportsattlerei, dem Schwerpunkt Feintäschnerei und demSchwerpunkt Fahrzeugsattlerei. Egal also ob dein Herz für Pferde, Autos oderTaschen schlägt, als Sattler kannst du deiner Neigung folgen. Um Sattler werdenzu können, benötigst du jede Menge Fingerspitzengefühl, denn du arbeitesttraditionell mit Schere, Nähzeug und Schablone und fertigst vor allem Maßsättelund -Trensen an und gehst dabei auf individuelle Kundenwünsche ein.  

Möchtest du einen Beruf erlernen, bei dem du jeden Tag vor neueHerausforderungen gestellt wirst, dann ist die Ausbildung zum Sattler genau dasRichtige für dich. Der Schwerpunkt Reitsportsattlerei ist besonders fürdiejenigen geeignet, die mit Pferden und dem Reitsport bereits vertraut sindund auch im Berufsleben nicht mehr auf den Kontakt mit den Tieren verzichtenwollen. Denn als Sattler stellst du Lederwaren, wie Trensen, Geschirre undnatürlich Sättel nicht nur nach vorgegebenen Standards an, sondern passt sieindividuell an deine vierbeinigen Kunden an. So fährst du zu den Reitställen,legst Sättel auf, beurteilst welche Modelle perfekt zu Pferd und Reiter passenund führst Änderungen, Optimierungen oder Reparaturen durch. In der Werkstattarbeitest du traditionell mit Nähzeug, Kleber, Schere und Schablonen. Da du vorallem Leder verarbeitest, lässt du dich dabei von speziellen Nähmaschinenunterstützen.

Bist du weniger der Pferde- sondern mehr der Autofan, dann bistdu im Schwerpunkt Fahrzeugsattlerei besser aufgehoben. Ob Cabrioverdeck,Sportsitz oder Lederlenkrad, du lässt Träume wahr werden. Auch hier arbeitestdu in einer Werkstatt, in der du die Materialien mit Kleber, Nieten, Messer undStanzmaschinen verarbeitest. Zudem montierst du deine Arbeiten im Anschluss andie Fahrzeuge. Beim dritten Schwerpunkt, der Feintäschnerei dreht sich derArbeitsalltag dagegen um hochwertige Taschen, Koffer und Mappen. DieHauptaufgabe liegt vor allem bei der Anfertigung der Lederwaren, doch auch imBereich Design kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. 

 

Wusstest du schon, dass...

  • nahezu jeder Sattel individuell auf das Pferd angepasst werden muss?
  • Sättel ursprünglich nicht zum Sitzen, sondern zum Bepacken gedacht waren?
  • man Leder recyceln kann? Das Ergebnis nennt sich Bonded Leather.
  • ein Rennsattel weniger als 150 Gramm wiegt?
  • eine Frau im Durchschnitt 76 Stunden ihres Lebens damit verbringt, in Ihrer Handtasche zu kramen?
  • Hühnerleder nicht von Hühnern, sondern von Ziegen oder Schafen stammt?

Der Beruf des Sattlers kombiniert damit kreative mithandwerklichen Aufgaben. Sorgfalt und Fingerspitzengefühlsind dabei besonderswichtig. Doch nicht nur für Werkzeuge, sondern auch für Menschen solltest duviel Feingefühl besitzen, denn du wirst sehr häufig Maßanfertigung nach genauenKundenwünschen anfertigen. Entscheidest du dich für den BereichReitsportsattlerei benötigst du neben der Menschenkenntnis auch Pferdekenntnis.Hierzu gehört auch Wissen über die Anatomie und die Bewegungsabläufe.

Absolvieren kannst du deine Ausbildung in denverschiedensten Unternehmen wie z.B. bei Herstellern von Reitsportartikelnsowie in deren Verkaufsläden, bei Sattlerei-Fachbetrieben, Betrieben derLederwarenindustrie, bei Zulieferanten der KFZ-Industrie oder inOldtimerwerkstätten. Nach der Ausbildung kannst du entweder eine festeAnstellung in einem dieser Unternehmen suchen oder dich auch selbstständigmachen – sogar ohne Meistertitel. Möglich ist beispielsweise die Gründung einesFachhandels für Reitsportartikel. Deine Zukunftsaussichten als Sattler sindübrigens mehr als gut, denn der Bedarf ist immer noch groß. Bislang gibt esmehr freie Stellen als Sattler, das Risiko keinen Job zu bekommen ist alsoüberdurchschnittlich niedrig. Hinzu kommt, dass das Handwerk kaum abzulösenist. 

Du solltest Sattler/in werden, wenn …
  1. du schon immer gerne mit Schere und Stoffen gebastelt hast mit Nähzeug gut umgehen kannst.
  2. du sorgfältig und kreativ bist.
  3. du viel Abwechslung in deinem Alltag benötigst.
Du solltest auf keinen Fall Sattler/in werden, wenn …
  1. es dir schwer fällt, Wünsche anderer umzusetzen.
  2. du handwerklich eher ungeschickt bist.
  3. du nicht mit tierischen Materialien wie Leder arbeiten möchtest.
Das Sattler/in-Quiz
Frage / 3

Was ist ein Sattelbaum?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, der Sattelbaum ist die Innenkonstruktion des Sattels, die für die Größe, Stabilität und Form verantwortlich ist.
Richtig! Der Sattelbaum ist die Innenkonstruktion des Sattels, die für die Größe, Stabilität und Form verantwortlich ist.

Durch Gerben wird…

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, die Herstellung von Leder. Leder ist eines der wichtigsten Materialien für einen Sattler. Kenntnisse über die Herstellung gehören also zum Grundwissen.
Richtig! Leder ist eines der wichtigsten Materialien für einen Sattler. Kenntnisse über die Herstellung gehören also zum Grundwissen.

Wo findet man ein Vorderzeug?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, am Pferd. Ein Vorderzeug hindert den Sattel daran zu rutschen, man findet es also am Pferd. Als Sattler mit dem Schwerpunkt Reitsport stellst du Vorderzeuge her.
Richtig! Ein Vorderzeug hindert den Sattel daran zu rutschen, man findet es also am Pferd. Als Sattler mit dem Schwerpunkt Reitsport stellst du Vorderzeuge her.
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Dieses Profil wurde von Sabine geschrieben
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