Sugar image big ausbildung zum schuhfertiger
Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags, Schichtdienst möglich
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 660 Euro
2. Jahr: 690 Euro
3. Jahr: 780 Euro

Schuhfertiger/in

Ob Luxus-High Heel oder Gummistiefel, ob Fußballschuh oder Birkenstock – was wir an unseren Füßen tragen, muss aus einer Vielzahl von Kleinteilen zusammengebastelt werden. Während der Ausbildung zum Schuhfertiger lernst du nicht bloß, einzelne Bestandteile wie Schaft und Sohle passend zurechtzuschneiden, sondern auch mit Innenfutter und Knöpfen, Riemen und Absätzen zu einem fertigen Schuh zusammenzufügen. Auch handwerkliches Geschick ist gefragt, um den Schuhen schließlich mit allerhand Scheren, Zangen und Messern den letzten Feinschliff zu verpassen. Da sich die Ausbildung zum Schuhfertiger hauptsächlich in Werkstätten und Produktionshallen abspielt, solltest du keine Probleme mit Lärm und großen Maschinen haben. Und nach der Ausbildung hast du die Möglichkeit, dich etwa durch Fortbildungen oder Lehrgänge beruflich weiterzuentwickeln.

Der Großteil der Schuhfertigung läuft maschinell und computergesteuert. Die Ausbildung zum Schuhfertiger bringt dir nicht nur bei, Fertigungsanlagen wie Stanz-, Näh- und Schleifmaschinen zu bedienen, sondern auch zu warten und notfalls kleinere Reparaturen durchzuführen. Werden feinere Schnitte benötigt oder sollen schicke Accessoires am Schuh angebracht werden, greifst du während der Ausbildung zum Schuhfertiger aber auch zu klassischem Handwerkszeug wie Beißzange oder Winkelmesser.

In der Ausbildung lernst du, eine Vielzahl von Stoffen zu bearbeiten. Ob Leder für den Schaft, Gummi für die Sohle, Fell für das Innenfutter oder Metalle als Verzierungen – kaum ein Material, dass sich nicht irgendwie verarbeiten ließe. 

Man kommt während der Ausbildung zum Schuhmacher allerdings auch mit chemischen Substanzen in Kontakt. Strenge Gerüche und Reizungen können bei all den Lösungsmitteln, Klebstoffen, Farben und Polituren schon mal vorkommen.

Konzentration und Sorgfalt sind bei der Ausbildung zum Schuhfertiger extrem wichtig. Die Schuhfertigung setzt genaues Arbeiten sowie ein Auge für die Beschaffenheit der verwendeten Stoffe zwingend voraus, denn das Leder des linken Schuhs sollte natürlich nicht fleckiger oder dunkler aussehen als auf dem rechten Schuh. Auch die abschließende Überprüfung der Qualität des fertigen Schuhs ist wichtig. Wer möchte schon verantworten, dass Bastian Schweinsteiger im WM-Finale den entscheidenden Elfmeter verschießt, nur weil sich plötzlich der Stollen von der Sohle löst ?

Wusstest du schon, dass...

  • der älteste gefundene Lederschuh der Welt ein Mokassin aus der Zeit 3500 vor Christus ist?
  • es aktuell 80 deutsche Schuhproduzenten mit knapp 11.000 Mitarbeitern gibt?
  • Frauen im Jahr 2013 durchschnittlich sechs, Männer hingegen zwei Paar Schuhe gekauft haben?
  • der teuerste Schuh der Welt über und über mit weißen Diamanten besetzt ist und 500.000 Dollar kostet?
  • die größte Schuhfabrik der Welt in Bangladesch rund 100.000 Schuhe täglich herstellt?
Um Missverständnissen direkt vorzubeugen: kreative Köpfe, die Klamotten designen und das neue Trendmodell entwerfen wollen, sind hier falsch. Bei der Ausbildung arbeitest du streng nach vorgegebenen Zeichnungen und Plänen, auch wenn du lernst, diese selbst zu entwerfen. Das artet mitunter in Akkordarbeit am Fließband aus, und wenn die Zeit im Nacken sitzt, weil eine neue Kollektion dringend fertig werden muss, kann auch mal Mehrarbeit anfallen. 

Die Ausbildung zum Schuhfertiger dauert drei Jahre und findet in kleineren und größeren Betrieben der Schuhindustrie statt. Ein- bis zweimal pro Woche geht’s daneben in die Berufsschule, gelegentlich findet dieser theoretische Unterricht auch in Blöcken statt. Wer am liebsten unter freiem Himmel seinen Gedanken hinterherhängt, sollte einen großen Bogen um diesen Beruf machen. Das Kunstlicht, die Hektik und der Lärm betriebsamer Produktionsstätten sind deine ständigen Begleiter. Anschließend muss man nicht zwingend in der industriellen Schuhherstellung bleiben, sondern kann auch in Schuhabteilungen großer Kaufhäuser oder im Reparaturservice arbeiten. Zudem bestehen nach der Ausbildung zum Schuhfertiger zahlreiche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung. Die Prüfung zum Industriemeister ist ebenso möglich wie ein Studium der Textil- und Bekleidungstechnik, den nötigen Schulabschluss natürlich vorausgesetzt. Fortbildungen und Qualifizierungslehrgänge ermöglichen zudem eine Spezialisierung auf bestimmte Stoffe oder die Maschinenführung .

Du solltest Schuhfertiger/in werden, wenn …
  1. Werkstätten und Produktionshallen dein zweites Wohnzimmer sind.
  2. laute Maschinen dich nicht abschrecken.
  3. du über handwerkliches Geschick verfügst.
Du solltest auf keinen Fall Schuhfertiger/in werden, wenn …
  1. du unter freiem Himmel arbeiten möchtest.
  2. dein Job dich eher kreativ fordern soll.
  3. Ruhe und Sauberkeit für dich oberste Priorität haben.
Das Schuhfertiger/in-Quiz
Frage / 3

Was bezeichnet man als Überstemme?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, eine Überstemme ist ein breiter Streifen aus Oberleder.
Richtig! Eine Überstemme ist ein breiter Streifen, der aus einem Stück Oberleder geschnitten wird.

Was ist die größte Schuhgröße der Welt?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, die größte Schuhgröße der Welt ist 66.
Richtig! Der Venezolaner Jeison Rodriguez hat eine stolze Schuhgröße von 66.

Welches ist der größte Schuhhersteller der Welt?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, der Bata-Konzern ist der größte Schuhhersteller der Welt.
Richtig! Der Bata-Konzern mit Hauptsitz in der Schweiz besitzt 40 Produktionsstätten in 26 Ländern mit insgesamt über 30.000 Mitarbeitern.
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Dieses Profil wurde von Björn geschrieben
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