Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 400 Euro
2. Jahr: 480 Euro
3. Jahr: 520 Euro

Holzblasinstrumentenmacher/in

Wie Wilhelm Busch einmal so schön sagte: „Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.“ Und weil der Ton die Musik macht, kannst du nach einer Ausbildung zum Holzblasinstrumentenmacher schon bald dazu beitragen, dass die Geräusche deiner Instrumente nicht zu Ohrenbluten führen. Vorausgesetzt dich verbindet auch etwas mit den Instrumenten, denn hinter einer Ausbildung zum Holzblasinstrumentenmacher steckt meist sehr viel Liebe und Leidenschaft. Dieser Beruf ist nichts für die musikalisch weniger Begabten unter uns.

Ob Saxophon oder Querflöte, ob Klarinette oder Oboe, sie alle haben eines gemeinsam, nämlich dass sie Holzblasinstrumente sind. Und wenn du dich jetzt wunderst, warum ein Instrument aus Metall zu den Holzblasinstrumenten zählt, dann hast du dazu guten Grund. Die Erklärung ist, dass jedes Instrument, bei dem der Ton im Mundstück mit einem feinen Rohrblatt erzeugt wird, in diese Kategorie fällt. Bei einer Ausbildung zum Holzblasinstrumentenmacher lernst du also nicht nur mit Holz, sondern mit den verschiedensten Materialien zu arbeiten.

Als Holzblasinstrumentenmacher stellst du außerdem nicht nur Instrumente her, du arbeitest auch oft mit Orchestern und Bands zusammen, dabei wartest und reparierst du deren Instrumente. Um in der Lage zu sein, diese vielen verschiedenen Aufgaben erfüllen zu können, lernst du deswegen bei der Ausbildung zum Holzblasinstrumentenmacher eine Menge handwerklicher Techniken. Unter anderem wird dir gezeigt, wie verschiedene Materialien zu verarbeiten sind, wie man Mechanikteile zusammenpasst oder wie man ein Instrument spielbar macht, zusammenbaut und überprüft.

Handwerkliches Geschick ist bei dieser Ausbildung dringend nötig, denn ein Instrument zusammenzubauen bedeutet viel feinmechanische Arbeit. Es ist auf jeden Fall ein großer Vorteil, wenn du zu Beginn deiner Ausbildung zum Holzblasinstrumentenmacher schon mindestens eines der Instrumente spielen kannst. Eine Voraussetzung ist dies allerdings nicht. Du musst aber dazu bereit sein, dies noch zu erlernen. Ohne wenigsten ein paar Grundgriffe zu können kann man auch nicht testen, ob sich gut anhört, was du da produzierst.

Wenn du über eine Ausbildung zum Holzblasinstrumentenmacher nachdenkst, solltest du außerdem nicht menschenscheu sein, denn du wirst dich häufig in Situationen befinden, in denen du Kontakt zu Kunden hast. Du musst schließlich etwas verkaufen und herausfinden, wie das in Auftrag gegebene Instrument klingen und gestaltet werden soll. Selbst wenn du hauptsächlich Instrumente wartest, bleibt ein enger Kundenkontakt nicht aus.

 

Wusstest du schon, dass...

  • die ersten bekannten Flöten aus Knochen, z.B. aus Schwanenknochen, hergestellt wurden?
  • Holzblasinstrumente zu den ältesten Instrumenten überhaupt zählen?
  • bei der Growl-Technik Saxophonisten beim Spielen gleichzeitig einen Ton singen oder brummen, um einen Ton aggressiv und rau klingen zu lassen?
  • die Technik, das Instrument in einer höheren Tonlage zu spielen, Überblasen heißt?
  • der Name "Oboe" aus dem französischen kommt und "hohes" oder "lautes Holz" bedeutet?

Was du auch einplanen solltest, ist dass es in Deutschland nur drei Berufsschulen gibt, in denen eine Ausbildung zum Holzblasinstrumentenmacher möglich ist. Diese befinden sich in Klingenthal in Sachsen, Mittenwald in Bayern und in Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Und da Lehrlinge oft sehr weit zu den Berufsschulen fahren müssen, wird dort blockweise an mehreren Wochen am Stück unterrichtet. Für die Fahrt zu der Berufsschule und auch für die dortige Unterkunft können so Extrakosten entstehen, die nicht immer vom Betrieb übernommen werden. In manchen Fällen können Auszubildende aber auch Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragen.

Abgeschlossen wird die dreijährige Ausbildung zum Holzblasinstrumentenmacher mit einer Gesellen- beziehungsweise Abschlussprüfung.

Du solltest Holzblasinstrumentenmacher/in werden, wenn …
  1. Holzblasinstrumente deine Lieblingsinstrumente sind.
  2. du die Instrumente, die du baust auch spielen kannst, jedenfalls ein bisschen.
  3. es kein Problem für dich ist, wenn es auch mal lauter wird.
Du solltest auf keinen Fall Holzblasinstrumentenmacher/in werden, wenn …
  1. deine Nase äußerst empfindlich ist und du vom Geruch von Dingen wie Klebstoff und Lack Kopfschmerzen bekommst.
  2. dir eine Stauballergie Probleme bereitet - hier fliegen Späne!
  3. du ein Grobmotoriker bist.
Das Holzblasinstrumentenmacher/in-Quiz
Frage / 3

Wer oder was ist im Holzblasinstrumentenbereich der Zink?

Leider falsch! Falsch: Die richtige Antwort ist Nummer 3, der Zink ist ein historisches Musikinstrument.
Richtig! Der Zink ist ein historisches Musikinstrument, das vor allem vom 15. Bis zum 17. Jahrhundert beliebt war.

Welche Klarinette gibt es wirklich?

Leider falsch! Falsch: Die richtige Antwort ist Nummer 1, die Steinklarinette gibt es wirklich. Sie wurde in den 1930er Jahren von Friedrich Stein entwickelt.
Richtig! Die Steinklarinette gibt es wirklich. Sie wurde in den 1930er Jahren von Friedrich Stein entwickelt.

Aus welchem Material werden die Blättchen auf dem Mundstück von Saxophonen hergestellt?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, die Blättchen des Saxophons werden aus Pfahlrohr hergestellt.
Richtig! Die Blättchen des Saxophons werden aus Pfahlrohr hergestellt.
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Dieses Profil wurde von Nele geschrieben
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