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Einblicke, Perspektiven und freie Stellen Ausbildung
Kaufmann/-frau für Verkehrsservice

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Kaufmann/-frau für Verkehrsservice
Grafik: Ausbildung Kaufmann/-frau für Verkehrsservice

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartKlassische duale Berufsausbildung
Empf. SchulabschlussMittlere Reife
Ausbildungsdauer3 Jahre
ArbeitszeitSchichtdienst
Kaufleute für Mobilität und Verkehrsservice helfen Reisenden dabei, passende Verbindungen und Mobilitätsangebote zu finden. Auch bei Störungen oder Änderungen unterstützen sie dabei, sicher ans Ziel zu kommen. Für den Beruf brauchst du Kommunikationsstärke, Serviceorientierung und die Fähigkeit, auch in stressigen Situationen den Überblick zu behalten.

Arbeitsumfeld

Du arbeitest an Bahnhöfen, in Verkehrsmitteln, Büros oder Sicherheitszentralen. Dabei berätst du Fahrgäste und organisierst Abläufe im Team.

Vergütung & Gehalt

Die Ausbildungsvergütung steigt meist mit jedem Ausbildungsjahr. Später hängt das Gehalt von Betrieb, Tarifvertrag, Erfahrung und Weiterbildungen ab.

Zukunftssicherheit

Digitale Systeme verändern Buchung, Beratung und Störungsmanagement. Für Fahrgastinfos und Betreuung vor Ort werden weiter Fachkräfte gebraucht.

Stärken & Interessen

Du solltest gern mit Menschen sprechen, gut organisieren und bei Beschwerden ruhig bleiben. Verantwortungsbewusstsein und Genauigkeit helfen dir.

Gut zu wissen

Seit dem 1. August 2026 gilt für neu beginnende Ausbildungen die Berufsbezeichnung Kaufmann/-frau für Mobilität und Verkehrsservice. Sie löst den bisherigen Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau für Verkehrsservice ab.

Was macht ein Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice?

Als Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice berätst und betreust du Fahrgäste rund um ihre Reise. Dabei hilfst du zum Beispiel bei der Reiseplanung mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln, gibst Fahrplanauskünfte und informierst bei Störungen über Ursachen und die voraussichtliche Dauer. 

Du verkaufst Fahrkarten, kontrollierst Fahrausweise und kümmerst dich um Beschwerden oder Reklamationen. Außerdem überwachst du betriebliche Abläufe, planst den Einsatz von Fahrzeugen und wirkst an neuen Mobilitätsangeboten mit. In schwierigen Situationen bleibst du serviceorientiert und handelst deeskalierend.

Typische Aufgaben: 

  • Fahrbetrieb überwachen 
  • Personal- und Fahrzeugeinsatzpläne erstellen 
  • Schienenersatzverkehre organisieren 
  • Angebote kalkulieren und Geschäftsvorfälle bearbeiten 
  • Fahrgäste zu Verbindungen und Mobilitätsangeboten beraten

Wo arbeitet ein Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice?

Ein Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice arbeitet in Reisezentrumsbereichen von Bahnhöfen, an Schaltern und Servicepoints sowie direkt in Verkehrsmitteln. Dazu kommen Büroräume und Sicherheitszentralen, je nach Aufgabe auch Homeoffice oder mobiles Arbeiten. Typische Arbeitgeber sind öffentliche und private Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde.

Wie sind die Arbeitszeiten als Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice?

Die Arbeitszeiten hängen vom Einsatzbereich ab. Im direkten Fahrgastservice und im laufenden Verkehrsbetrieb kann Schichtarbeit dazugehören, auch am Wochenende, an Feiertagen und teilweise nachts. In Bürobereichen sind regelmäßigere Arbeitszeiten üblich.

Wie läuft die Ausbildung zum Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice ab?

Die Ausbildung zum Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice ist dual aufgebaut: Du arbeitest im Betrieb und besuchst die Berufsschule. Im Betrieb lernst du unter anderem, Kunden zu beraten, Mobilitätsangebote zu planen und betriebliche Abläufe zu organisieren. 

In der Berufsschule vertiefst du die theoretischen Grundlagen dazu. Die Prüfung besteht aus zwei Teilen: Teil 1 findet im 4. Ausbildungshalbjahr statt, Teil 2 am Ausbildungsende.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice?

Als Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice dauert die Ausbildung in Vollzeit 3 Jahre. In Teilzeit verlängert sie sich; die maximale Dauer liegt dann bei 4,5 Jahren.

Was lernt man während der Ausbildung zum Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice?

Während der Ausbildung zum Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice berätst du Kunden, erklärst Produkte und Serviceleistungen, nutzt Fremdsprachen und planst Mobilitätsangebote. Du bearbeitest Zahlungen, unterstützt Projekte und reagierst auf Störungen oder Notfälle. In der Berufsschule beschäftigst du dich mit Service, Betreuung, Mobilitätsplanung, Deutsch sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Theorie: 

  • Service und Betreuung bei Mobilitätsdienstleistungen 
  • Multimodale Mobilitätsdienstleistungen planen 
  • Dienstleistungsmarketing und Angebotskalkulation 
  • Grenzüberschreitende Reisen beraten 
  • Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde

Praxis: 

  • Kunden beraten und Kundengespräche führen 
  • Mobilitätsprodukte anbieten und Reiseketten berücksichtigen 
  • Fremdsprache in der Kundenkommunikation nutzen 
  • Zahlungsverkehr, Mahnwesen und Geschäftsvorfälle bearbeiten 
  • Gefahrensituationen erkennen und Notfallmaßnahmen einleiten

Welche Voraussetzungen muss ich für die Ausbildung zur Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice mitbringen?

Für die Ausbildung zur Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice gibt es keine rechtlichen Voraussetzungen. Trotzdem achten Betriebe bei der Auswahl oft auf ein paar Dinge, zum Beispiel auf deinen Schulabschluss und darauf, wie du im Umgang mit anderen bist.

Voraussetzungen auf einen Blick

  • Empfohlener Schulabschluss: Realschulabschluss   
  • Wichtige Schulfächer: Deutsch, Wirtschaft, Englisch und weitere Fremdsprachen, Mathematik   
  • Persönliche Eigenschaften: Kunden- und Serviceorientierung, Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Beobachtungsgenauigkeit, Konfliktfähigkeit   
  • Sonstiges: Unter 18 Jahren brauchst du eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung.

Wie viel verdient man während der Ausbildung zum Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice?

Wie viel du während der Ausbildung verdienst, hängt vom Ausbildungsbetrieb und Tarifvertrag ab. Nach dem Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD) kannst du beispielsweise im 1. Ausbildungsjahr 1.368 Euro, im 2. Ausbildungsjahr 1.418 Euro und im 3. Ausbildungsjahr 1.464 Euro brutto im Monat verdienen. Je nach Ausbildungsbetrieb und Tarifvertrag kann die Vergütung abweichen.

AusbildungsjahrVergütung (brutto/Monat)
1. Jahr1.368 Euro
2. Jahr1.418 Euro
3. Jahr1.464 Euro

Wie viel verdient man als Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice?

Als Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice verdienst du beim Einstieg 2.400 Euro bis 3.000 Euro brutto im Monat. Mit etwas Berufserfahrung liegt das mittlere Gehalt als Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice bei 3.400 Euro bis 3.600 Euro brutto im Monat. Später sind mehr als 4.000 Euro brutto im Monat möglich. Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Region, Branche und Betrieb unterschiedlich ausfallen.

GehaltsartGehalt (brutto/Monat)
Einstiegsgehalt2.400 bis 3.000 Euro
Mittleres Gehalt 3.400 bis 3.600 Euro
Späteres Gehalt ca. 4.000 Euro

Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für eine Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice?

  • Zusatzqualifikationen während der Ausbildung: z. B. Fremdsprachen oder kaufmännische Zusatzqualifikationen. 
  • Anpassungsweiterbildungen: z. B. Kundenservice, Personenverkehr, Mobilitätsmanagement oder Finanz- und Rechnungswesen. 
  • Aufstiegsweiterbildungen: z. B. Fachwirt/in für Personenverkehr und Mobilität oder Wirtschaftsfachwirt/in, um Fach- und Führungsaufgaben zu übernehmen. 
  • Studium: z. B. Verkehrsbetriebswirtschaft, Mobilitätsmanagement oder Tourismusmanagement. 
  • Selbstständigkeit: z. B. mit einem eigenen Mobilitäts- oder Personenbeförderungsunternehmen.

Wie bewirbt man sich für die Ausbildung zum Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice?

Für die Ausbildung zum Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice bewirbst du dich direkt bei Ausbildungsbetrieben. Die Auswahl läuft über die Unternehmen – sie entscheiden nach eigenen Kriterien. Schau vor der Bewerbung in die Stellenausschreibung – dort stehen die konkreten Anforderungen.

Typische Bewerbungsunterlagen: 

  • Anschreiben: Darin steht kurz, wer du bist und warum du dich für die Ausbildung bewirbst. 
  • Lebenslauf: Dein schulischer Werdegang und zum Beispiel Praktika. 
  • Zeugnisse: Üblich sind Schulzeugnisse als Nachweis deiner schulischen Vorbildung. 
  • Weitere Nachweise: Zum Beispiel Praktikumsbescheinigungen oder Zertifikate. 

Mehr Infos zur Bewerbung findest du auch in unserem Bewerbungsratgeber:

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