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Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement

Tätigkeiten in diesem Beruf
Bild für Ausbildung Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement
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Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartKlassische duale Berufsausbildung
Empf. SchulabschlussMittlere Reife
Ausbildungsdauer3 Jahre
ArbeitszeitWerktags, Wochenendarbeit
Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement koordinieren den Einkauf, Verkauf und die Logistik von Waren – ob regional oder international. Sie verhandeln mit Lieferanten, koordinieren Lieferketten und behalten Preise, Mengen und Märkte im Blick.

Arbeitsumfeld

Arbeit in Handelsunternehmen, Import-Export-Firmen oder in der Industrie – je nach Fachrichtung national oder international.

Vergütung & Gehalt

Ausbildungsvergütung variiert je nach Region, Betrieb und Tarifvertrag stark, steigt aber mit jedem Jahr.

Zukunftssicherheit

Beruf gilt als zukunftssicher, da Handel und Warenströme zentral für die Wirtschaft sind und immer komplexer werden.

Stärken & Interessen

Wichtig sind Organisationstalent, Kommunikationsstärke und Interesse an Wirtschaftsthemen.

Du willst wissen, wie Produkte aus aller Welt in die Regale kommen – und dabei selbst eine wichtige Rolle spielen? Ob regionaler Großhandel oder internationaler Warenverkehr: Als Kaufmann oder Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement steuerst du den Weg von Waren, verhandelst Preise und behältst Zahlen im Blick. Ein Beruf für alle, die gern planen, kommunizieren und im echten Wirtschaftsleben durchstarten wollen.

▶️ Willst du die Infos lieber als Video? 

Dann erklären wir dir knapp vier Minuten, was du über die Ausbildung zum Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement, deine Aufgaben und dein Gehalt wissen musst:


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Was macht ein Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement?

  • Waren einkaufen: Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement kaufen Waren und Güter bei Herstellern ein, um sie an andere Unternehmen weiterzuverkaufen. Bei Supermarktketten sind sie beispielsweise dafür zuständig, dass bestimmte Produkte in das Sortiment der einzelnen Filialen aufgenommen werden können. So kommt es etwa vor, dass ein bestimmtes Geschäft eine spezielle Marke an Getränken anbietet, andere aber wiederum nicht. Zu den Hauptaufgabengebieten von Kaufleuten für Groß- und Außenhandelsmanagement gehört also der Ein- und Verkauf von ganz unterschiedlichen Waren – und das in großen Mengen.
  • Liefertermine überwachen: Nach Abwicklung von Ein- und Verkäufen kümmert sich der Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement auch um logistische Prozesse – er überwacht die Lieferungen und prüft, ob die Liefertermine eingehalten werden können. Das ist auch für den Weiterverkauf wichtig, vor allem, wenn Rohstoffe geliefert werden, die dann zu anderen Gütern weiterverarbeitet werden.
  • Güter annehmen und kontrollieren: Regelmäßig sind die Kaufmänner und -frauen für Groß- und Außenhandelsmanagement auch im Lager anzutreffen, wo sie nach Annahme der Lieferungen prüfen, ob die Waren auch im gewünschten Zustand angekommen sind: Ist die Ware einwandfrei geliefert worden? Entspricht die Stückzahl auch der bestellten Menge? Kann ein reibungsloser Ablauf für alle beteiligten Händler und Firmen garantiert werden? Mit diesen Kontrollen stellen sie sicher, dass es auf Seiten der Kunden nicht zu Beschwerden kommt.
  • Verkaufsverhandlungen führen: Zu den Aufgaben der Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement gehört auch der Vertrieb: Sie stellen Kontakte zu interessierten Betrieben her, die Hersteller für bestimmte Produkte suchen, und handeln Angebote aus. Wie hoch ist der Stückpreis der gewünschten Ware? Wie hoch fallen die Lieferkosten aus? An welchen Stellen kann wirtschaftlich, das heißt sparsam, kalkuliert werden? In diesem Zug beraten sie ihre Kunden und verhandeln unter Umständen mit Lieferanten, um noch bessere Angebote einzuholen.
  • Lager verwalten: Sobald ein Kunde anruft, um beispielsweise eine neue Lieferung Automobilteile zu bestellen, prüft der Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement, ob die Produkte auf Lager sind oder ob beim Hersteller Nachschub beantragt werden muss. Aus diesem Grund müssen Lagerbestände stetig kontrolliert werden, sodass ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist.
  • Geschäftsabläufe dokumentieren: Zu den Tätigkeiten der Kauffrauen und -männer für Groß- und Außenhandelsmanagement gehören auch allgemeine Verwaltungsaufgaben. Postsendungen wie Rechnungen müssen entgegengenommen und ordnungsgemäß abgelegt werden. Alle Bestellungen und Lieferungen werden außerdem ausführlich dokumentiert.

Groß- und Außenhandelskaufmann Aufgaben

  • Angebote einholen & vergleichen
  • Waren bestellen und Liefertermine überwachen
  • Preise kalkulieren und Verkaufsangebote erstellen
  • Zoll- und Einfuhrbestimmungen prüfen (Außenhandel)
  • Kundengespräche führen und Reklamationen bearbeiten
  • Lagerbestände kontrollieren und logistische Abläufe koordinieren

Wo arbeiten Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement?

Ob Technik, Mode, Lebensmittel oder Rohstoffe – Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement sind überall dort gefragt, wo Waren in großen Mengen eingekauft, gelagert und weiterverkauft werden. Je nach Fachrichtung arbeiten sie im nationalen oder internationalen Handel und übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben entlang der gesamten Warenkette.

Deine Einsatzorte auf einen Blick:

  • Großhandelsunternehmen (z. B. Metro, Edeka Foodservice)
  • Industriebetriebe mit eigenem Handel (z. B. Maschinenbau, Chemie, Pharma)
  • Ex- und Importfirmen im Außenhandel (z. B. Rohstoff- oder Textilhandel)
  • Logistik- und Speditionsunternehmen mit Handelsabwicklung
  • Online-Händler mit eigenem Einkauf und internationalem Versand
  • Technik-, Elektro- oder Baustoffgroßhandel
  • Agrar- oder Lebensmittelgroßmärkte

Wie sind die Arbeitszeiten als Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement?

In diesem Beruf ist eine Arbeitszeit von 40 Stunden in der Woche üblich. Dienste am Wochenende und Überstunden sind abhängig vom jeweiligen Unternehmen. 

  • In Bereichen mit internationalem Handel kann es je nach Zeitzonen zu abweichenden Arbeitszeiten kommen (z. B. frühere oder spätere Meetings).
  • In der Logistik oder im Lagerbereich sind auch Schichtdienste oder Samstagsarbeit möglich – vor allem, wenn du im operativen Tagesgeschäft mitarbeitest.
  • Bei Außenterminen, Messen oder Geschäftsreisen kann es gelegentlich zu längeren Arbeitstagen kommen.

Was ist der Unterschied zwischen Groß- und Außenhandel?

  • Großhandel = Inland, z. B. Einkauf von Waren bei Herstellern und Weiterverkauf an Einzelhändler.
  • Außenhandel = international, z. B. Import aus Asien oder Export in die USA – mit allem, was dazu gehört (Zoll, Transport, Fremdwährungen etc.).
Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement im Gespräch.

Wie läuft die Ausbildung zum Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement ab?

Die Ausbildung zum Kaufmann bzw. zur Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement ist eine anerkannte duale Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Das bedeutet: Du lernst sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule – mit viel Praxisbezug und fundiertem Fachwissen.

📆 Dauer der Ausbildung:

  • in der Regel 3 Jahre
  • Verkürzung auf 2–2,5 Jahre möglich (z. B. mit (Fach-)Abitur oder sehr guten Leistungen)

📌 Fachrichtung wählen:

Im Laufe der Ausbildung wählst du eine der beiden Fachrichtungen:

  • Großhandel (nationaler Warenverkehr)
  • Außenhandel (internationaler Warenverkehr)

📝 Abschluss:

Am Ende legst du eine gestreckte Abschlussprüfung ab (Teil 1 während der Ausbildung, Teil 2 am Ende). Zuständig ist je nach Region die IHK.

Was lernt ein Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement in der Ausbildung?

Der Ausbildungsrahmenplan setzt sich aus fachrichtungsübergreifenden und fachrichtungsspezifischen Fertigkeiten zusammen. Da Fremdsprachen insbesondere für die Azubis der Fachrichtung Außenhandel im Beruf wichtig sind, werden relevante Themen auch auf Englisch behandelt.

🏢 Im Ausbildungsbetrieb lernst du:

  • wie man Waren einkauft, lagert und weiterverkauft
  • wie man Beschaffungsprozesse plant, steuert und durchführt
  • wie man Preise kalkuliert, Angebote erstellt und Finanzierungsentscheidungen trifft
  • wie Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten geführt werden
  • welche Liefer-, Zoll- und Zahlungsbedingungen gelten
  • wie man mit Warenwirtschaftssystemen und digitalen Tools arbeitet
  • wie man personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnimmt

🏫 In der Berufsschule stehen u. a. folgende Inhalte auf dem Stundenplan:

  • Wirtschafts- und Sozialkunde
  • Außenwirtschaft und Zollrecht
  • Rechnungswesen und Controlling
  • Englisch für den Beruf
  • Marketing und Vertrieb

Welche Fachrichtungen gibt es als Groß- und Außenhandelskaufmann?

Im Rahmen der Ausbildung entscheidest du dich für eine der beiden Fachrichtungen Großhandel oder Außenhandel. Die Entscheidung für eine Fachrichtung musst du bereits vor der Bewerbung treffen. In der Stellenausschreibung ist meistens schon eine Fachrichtung vorgegeben. In den ersten beiden Ausbildungsjahren werden an der Berufsschule zwar grundlegende Kenntnisse in beiden Bereichen vermittelt, sodass die Azubis weiterhin gemeinsam unterrichtet werden. Im letzten Jahr fokussiert sich die Ausbildung dann aber auf die gewählte Fachrichtung. 

FachrichtungGroßhandelAußenhandel
DefinitionHandel mit Waren innerhalb eines LandesHandel mit Waren über Landesgrenzen hinweg
Typische KundenEinzelhändler, Handwerksbetriebe, Unternehmen im InlandUnternehmen im Ausland (Import/Export)
SprachkenntnisseDeutsch reicht in der Regel ausFremdsprachen (v. a. Englisch) wichtig
AbläufeEinkauf & Verkauf im nationalen MarktZoll, internationale Lieferbedingungen, Auslandsmärkte
SchwerpunktLagerlogistik, nationale WarenflüsseAußenwirtschaft, internationales Vertragswesen

Tipp: Falls du dich für die Fachrichtung Außenhandel interessierst, sollten du dich schon im Vorhinein bei einem international tätigen Betrieb bewerben.

Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement nimmt Waren an.

Welche Karrieremöglichkeiten gibt es für Kaufleute im Groß- und Außenhandelsmanagement?

Mit einer abgeschlossenen Ausbildung stehen dir viele Türen offen – sowohl im In- als auch im Ausland. Ob beruflicher Aufstieg, Spezialisierung oder Weiterbildung: Die Karrierewege sind vielseitig.

🚀 Direkteinstieg & Berufserfahrung

  • Übernahme im Ausbildungsbetrieb oder Wechsel in ein anderes Handelsunternehmen
  • Spezialisierung auf Einkauf, Vertrieb, Logistik, Kundenbetreuung oder Exportabwicklung
  • Aufstieg zum Teamleiter_,_ Einkäufer oder Vertriebsprofi mit Berufserfahrung

🎓 Weiterbildungen & Abschlüsse

Mit der passenden Berufserfahrung kannst du dich gezielt weiterqualifizieren:

  • Geprüfter Fachwirt im Außenhandel oder Groß- und Außenhandel
  • Betriebswirt (IHK)
  • Logistikmeister, Handelsfachwirt oder Wirtschaftsfachwirt
  • Ausbildereignung (AEVO) – um später selbst Azubis auszubilden

🎓 Studium (mit Fachabitur oder Abi)

Wenn du (Fach-)Abitur hast oder nach der Ausbildung die Hochschulzugangsberechtigung erwirbst, kannst du auch ein Studium anschließen:

  • BWL (mit Schwerpunkt Handel, Logistik oder Außenwirtschaft)
  • International Business / Global Trade Management
  • Supply Chain Management

🌍 International durchstarten

Mit Erfahrung im Außenhandel und guten Sprachkenntnissen kannst du auch im internationalen Vertrieb oder Einkauf arbeiten – oder bei global tätigen Konzernen im In- und Ausland Karriere machen.

Wir sind die Zukunftsaussichten für Kaufleute im Groß- und Außenhandelsmanagement?

Die Zukunftsaussichten im Groß- und Außenhandel sind sehr gut. Der Warenhandel – national wie international – bleibt ein zentraler Bestandteil der Wirtschaft. Kaufleute mit Organisationstalent, IT-Verständnis und Sprachkenntnissen sind besonders gefragt.

  • Handel & Logistik sind systemrelevant
  • Globalisierung & E-Commerce sorgen für wachsenden Bedarf
  • Digitalisierung schafft neue Aufgabenfelder
  • Weiterbildung & Aufstieg bieten viele Karrieremöglichkeiten

💡 Fazit: Wer flexibel, wirtschaftlich denkend und digital affin ist, hat beste Chancen für die Zukunft – in nahezu jeder Branche.

Wie läuft die Bewerbung als Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement ab?

Die Bewerbung für die Ausbildung läuft meist online ab und folgt diesem Ablauf:

  1. Bewerbung einreichen
    → Onlineformular oder per E-Mail mit Anschreiben, Lebenslauf & Zeugnissen
  2. Sichtung der Unterlagen
    → Vorauswahl durch die Personalabteilung
  3. Vorstellungsgespräch
    → Persönlich oder per Video, evtl. mit kurzem Test
  4. Rückmeldung
    → Zusage mit Ausbildungsvertrag oder Absage

💡 Tipp: In großen Handelsunternehmen starten die Bewerbungsphasen oft schon ein Jahr vor Ausbildungsbeginn – also frühzeitig bewerben!

Was sollte ich bei der Bewerbung beachten?

Wer sich für eine Ausbildung im Groß- und Außenhandelsmanagement bewirbt, sollte sorgfältig, strukturiert und überzeugend auftreten – genau wie im späteren Beruf.

✅ Darauf kommt es an:

  • Vollständige Bewerbungsunterlagen:
    Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse – am besten als PDF in einem Dokument
  • Individuelles Anschreiben:
    Zeige, warum du diesen Beruf und genau dieses Unternehmen gewählt hast. Vermeide Standardfloskeln.
  • Stärken betonen:
    Besonders gefragt: Zahlenverständnis, Organisationstalent, Kommunikationsfähigkeit, Interesse an Handel & Wirtschaft
  • Ordnung & Sorgfalt:
    Keine Rechtschreibfehler, einheitliche Formatierung, klare Struktur – das zeigt Professionalität.
  • Optional: Praktika oder Nebenjobs angeben:
    Erfahrungen im Handel, Büro oder Kundenkontakt machen sich besonders gut.

💡 Tipp:

In internationalen Unternehmen können Fremdsprachenkenntnisse (z. B. Englisch) und EDV-Kenntnisse (MS Office, Excel) Pluspunkte bringen.