Ausbildung zum Bankkaufmann machen
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 2-3 Jahre
Arbeitszeit werktags
1. Ausbildungsjahr 950 Euro
2. Ausbildungsjahr 1000 Euro
3. Ausbildungsjahr 1070 Euro
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Ausbildung zum
Bankkaufmann

Klassische duale Berufsausbildung

Analytiker und Kommunikationstalent – so kann man gute Bankkaufleute am besten beschreiben. Kunden beraten sie mit einfachen Worten über Anliegen und ums Geld, egal ob es um das erste eigene Konto geht oder um die Finanzierung eines Autos. Zudem übernehmen sie die Pflege der Kundenkonten, verwalten Wertpapiere und erstellen Finanzkonzepte. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und kann bei guten Leistungen auf zwei Jahre verkürzt werden. Mit dem Lernen ist es danach aber noch nicht vorbei, denn durch zahlreiche Weiterbildungsoptionen kann man viele verschiedene (Karriere-)Wege einschlagen. 

Was macht ein Bankkaufmann?

Kunden beraten: Die Eröffnung des ersten eigenen Kontos, ein Kreditantrag fürs neue Auto oder die Abhebung einer größeren Summe Geld – Kunden kommen aus verschiedensten Gründen in die Bank. Bankkaufleute können sie verständlich beraten.

Kundenaufträge durchführen: Viele Kunden nutzen nicht nur den Beratungsservice einer Bank, sondern lassen auch Aufträge durch Bankkaufleute ausführen. So eröffnen und verwalten Bankkaufleute Konten, kaufen Wertpapiere, verwahren und verwalten Wertgegenstände in Tresoren und Schließfächern oder nehmen Kontakt zu ausländischen Banken auf, beispielsweise, um Geld in eine andere Währung zu tauschen.

Finanzkonzepte erstellen: Wenn ein vermögender Geschäftsmann sein Geld gewinnbringend anlegen möchte oder ein junges Paar ein Haus finanzieren will, wissen Bankkaufleute Rat. In individuellen Konzepten fassen sie die Möglichkeiten zusammen und stellen sie in einem persönlichen Gespräch vor. Dafür sind auch Berechnungen und Kalkulationen notwendig.

Tätigkeiten in bankinternen Bereichen: Damit die Abläufe in einer Bank rund laufen, müssen auch die sogenannten bankinternen Bereiche betreut werden. So können Bankkaufleute im Personalbereich Nachwuchskräfte suchen, einstellen und betreuen. Im Rechnungswesen werden unter anderem Kostenanalysen erstellt.

Deine Aufgaben auf einem Blick

  • Kunden bei Fragen rund ums Geldgeschäft beraten
  • Kreditwünsche der Kunden beurteilen und passende Kreditformen auswählen
  • Zahlungsaufträge entgegennehmen und umsetzen
  • Zahlungsfähigkeiten von (Firmen-)Kunden beurteilen
  • Vermitteln von Krediten, Bausparverträgen und (Lebens-)Versicherungen
  • Konzepte zur Altersversorge entwickeln
  • Auslandsgeschäfte abwickeln, zum Beispiel Geld eintauschen

Warum sollte man Bankkaufmann werden?

Der Beruf bietet einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Du bedienst Kunden mit unterschiedlichsten Bedürfnissen und wirst immer wieder aufs Neue herausgefordert. Durch zahlreiche Weiterbildungsoptionen öffnen sich dir zudem gute Karriereperspektiven. Vom Azubi zum Filialleiter – kein unüblicher Karriereweg.

Wo kann ich als Bankkaufmann arbeiten?

Am Schalter: Hier triffst du Laufkunden mit verschiedensten Anliegen. Du unterstützt zum Beispiel bei einer Überweisung, nimmst Bargeld entgegen, um es auf ein Konto einzuzahlen, hebst Geld von einem Konto ab oder wechselst Geld in eine andere Währung.

Beratungsräume: Einen Kredit von 100.000 Euro vergibst du nicht mal eben am Schalter. Individuelle Beratungsgespräche finden daher in speziellen Beratungsräumen statt.

Im Büro: Planungen, Kalkulationen, Berechnungen – all dies findet im Büro am Computer statt.

Deine Einsatzorte auf einen Blick

  • Private Banken
  • Öffentlich-rechtliche Banken
  • Genossenschaftliche Kreditinstitute


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Wie sind die Arbeitszeiten als Bankkaufmann?

Je nach Bank arbeitet man als Bankkaufmann oder Bankkauffrau Vollzeit 37 bis 40 Stunden in der Woche. Ist der Schalter dein Einsatzort, richten sich die Arbeitszeiten nach den Öffnungszeiten der Bank. Persönliche Beratungsgespräche finden häufig nach Schließung der Bank statt.

Welche Arbeitskleidung tragen Bankkaufmann?

Anzug und Kostüm werden als Arbeitskleidung vorausgesetzt, zum Teil auch eigens zur Verfügung gestellt, wenn du in der Kundenbetreuung arbeitest. Dazu können auch Accessoires wie Halstücher, Krawatten oder Anstecknadeln. Tattoos und Piercings werden toleriert, solange sie nicht sichtbar sind.

Wie läuft die Ausbildung als Bankkaufmann ab?

Die Ausbildung als Bankkaufmann dauert regulär drei Jahre. Abwechselnd bist du in Betrieb und Berufsschule zu finden. Auch Blockschulunterricht ist möglich. In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres findet die Zwischenprüfung statt, am Ende des dritten Lehrjahres die Abschlussprüfung. Bei guten Noten kannst du die Ausbildung auf zwei oder zweieinhalb Jahre verkürzen.

Insider: Ausbildung bei der Postbank

Die Ausbildung als Bankkaufmann ist in jedem Unternehmen ein bisschen anders. Bei der Postbank zum Beispiel dauert die Ausbildung nicht drei, sondern nur zweieinhalb oder zwei Jahre. Damit du das mit guten Noten schaffst, erhältst du viel Unterstützung.

Neben der klassischen Ausbildung als Bankkaufmann oder Bankkauffrau bietet die Postbank darüber hinaus eine Besonderheit an: Die Ausbildung als vertriebsorientierte/r Bankkauffrau/-mann.

Diese richtet sich an Abiturienten oder Schüler mit abgeschlossener Berufsausbildung, die eine Karriere im Außendienst machen wollen. Als vertriebsorientierte/r Bankkauffrau/-mann bist du freiberuflich unterwegs und kannst dir deine Zeit selbst einteilen. Du betreust deine eigenen Kunden, die du zuhause oder am Arbeitsplatz besuchst.

Was lernt ein Bankkaufmann in der Berufsschule?

Der Bereich Finanzen steht ganz klar im Mittelpunkt, wenn es um den Berufsschulunterricht geht. Du lernst unter anderem, wie Kosten und Erlöse ermittelt, wie Konten geführt, welche Geld- und Vermögensanlagen angeboten und welche EDV-Programme dabei eingesetzt werden. Zusätzlich dafür stehen auch Steuerkunde, Rechnungswesen und Versicherungslehre auch deinem Stundenplan. Zum sogenannten allgemeinbildenden Unterricht zählen die Fächer Deutsch, Sozialkunde, Ethik, Politik und Sport. Die Fächerkombination kann je nach Berufsfachschule variieren.

Was lernt ein Bankkaufmann in der Praxis?

Kundenkontakt: Ob am Schalter oder im Besprechungsraum, in der Ausbildung als Bankkaufmann lernt man, wie man den Kunden offen begegnet und sie freundlich und professionell berät.

EDV: Damit Überweisungen und Transaktionen durchgeführt werden können, muss man mit der EDV vertraut sein. Schritt für Schritt lernt man daher unter anderem, wie Überweisungen getätigt und Kundenkontos eröffnet werden.

Kreditgeschäft: Welche Kredite bietet die ausbildende Bank an, wie wird die Kreditwürdigkeit von Kunden geprüft, unter welchen Voraussetzungen werden Kredite vergeben? Als Azubi lernt man die Vorgehensweisen kennen.

Wusstest du schon, dass...

  • …es „Zombiebanken“ gibt? Als Zombiebank bezeichnet man eine Bank, die eigentlich insolvent ist, aber dennoch Bankgeschäfte betreibt.

Was muss ich für ein Typ sein, um Bankkaufmann zu werden?

Analytiker: Du kannst dich gut konzentrieren und arbeitest am liebsten mit viel Struktur.

Kommunikationstalent: Welches Anliegen wohl der nächste Kunde hat? Du freust dich auf Gespräche und Beratungstermine. Auch komplizierte Sachverhalte kannst du mit einfachen Worten erklären.

Zahlengenie: Angstfach Mathe? Nicht für dich. Du kannst gut mit Zahlen umgehen. 

Du solltest Bankkaufmann werden, wenn...

  1. ...du Freude daran hast, anderen Menschen zu helfen, indem du sie beispielsweise in Finanzfragen super berätst.
  2. ...dich Organisation und Zahlen schon immer begeistert haben.
  3. ...ein guter Verdienst und faire Arbeitszeiten dir wichtig sind.

Du solltest auf keinen Fall Bankkaufmann werden, wenn...

  1. ...du nicht gut mit Geld umgehen kannst.
  2. ...Mathe dir nicht liegt.
  3. ...du nicht gern auf Menschen zugehst.

Das Bankkaufmann-Quiz

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